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Anja Hirsch

Was von Dora blieb

Roman

(1)
Hardcover
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Großmutter und Enkelin — und ein ganzes Jahrhundert in Deutschland

Isa steckt in einer Ehekrise. Tief verletzt flüchtet sie an den Bodensee. Im Gepäck alte Briefe und Tagebücher ihrer rätselhaften Großmutter Dora. Um den Schmerz zu verdrängen, befasst sie sich mit deren Geschichte: Dora studierte in den 1920er Jahren zusammen mit dem Bergarbeitersohn Frantek und der extravaganten Maritz am Bauhaus des Ruhrgebiets, der heutigen Folkwangschule. Aus einer intensiven Freundschaft entsteht ein Liebesdreieck. Später heiratet Dora einen Verwaltungsdirektor der I.G. Farben. Gesprochen wurde darüber in Isas Familie kaum. Welche Rolle spielte Isas Großvater im Zweiten Weltkrieg? Und warum besuchte ihr Vater eine der berüchtigten Napola-Schulen? Je tiefer Isa in ihre Familiengeschichte vordringt, umso klarer wird ihr Blick auf Dora — und auf sich selbst.

Ein ergreifender Roman über die Schwierigkeit der Kriegsenkelgeneration sich im eigenen Leben zu verankern und eine faszinierende Spurensuche, in der sich die Leserinnen und Leser immer wieder selbst begegnen.

»Anja Hirsch versteht es, ohne Pathos oder Sentimentalität, Zeit- und Familiengeschichte in deren Höhenflügen und Abstürzen lebensnah und spannungsvoll zu verdichten.«

Frankfurter Allgemeine Zeitung, Lerke von Saalfeld (21. July 2021)

ORIGINALAUSGABE
Hardcover mit Schutzumschlag, 336 Seiten, 13,5 x 21,5 cm
ISBN: 978-3-570-10396-8
Erschienen am  15. March 2021
Lieferstatus: Dieser Titel ist lieferbar.

Rezensionen

Ein Jahrhundert und drei Generationen

Von: Barbara

12.09.2021

Im März erschien im Bertelsmann Verlag der Roman „Was von Dora blieb“ von Anja Hirsch. Ihr Roman ist inspiriert von der eigenen Familiengeschichte und erzählt aus der Kriegsenkelperspektive von drei Generationen Familie und einem ganzen Jahrhundert in Deutschland. Klingt erstmal nicht so nach einem Buch, das man auf meinem Blog erwarten würde, oder? Aber der Klappentext hat mich dann doch direkt in seinen Sog gezogen und ich wollte das Buch unbedingt lesen. Klappentext: „Es war sehr still in unserem Haus. Nur die vielen Uhren tickten alt und wie aus der Zeit gefallen. In meiner Vorsstellung starb meine Großmutter an einem Abend, als alle Uhren der Reihe nach verstummten, weil mein Vater unter dem Schock der Nachricht, die langsam in ihm aufdämmerte, vergessen haben muss, sie vor dem Schlafengehen noch einmal aufzuziehen. Isa steht an einem Wendepunkt. Zeit, sich mit alten Ängsten auseianderzusetzen. Etwa mit ihrer gefürchteten Großmutter Dora. Wer war diese Frau mit dem eisblauen Blick, die in den schillernden 1920er Jahren in Essen Kunst studierte? Welche Rolle spielte Isas Großvater im Zweiten Weltkrieg? Und warum schickten die beiden Isas Vater auf eine der berüchtigten Napola-Schulen? Je tiefer Isa in die Geschichte ihrer Vorfahren vordringt, umso klarer wird ihr Blick auf Dora – und auf sich selbst.“ Ehrlich gesagt musste ich erst einmal nachlesen, was Napola-Schulen denn überhaupt waren. Ich kann diesen Ausdruck nicht. Mich gruselt es immer wieder, wenn ich über solche Einrichtungen lese… Die Rahmenhandlung des Romans hat mir gut gefallen. Denn Isa hat Eheprobleme und braucht eine Auszeit. In dieser Zeit setzt sie sich mit einer Umzugskiste auseinander, in der sich Fotos, Tagebücher und Briefe ihrer Großmutter befinden. In eine fantastische Sprache eingebettet, verfolgte ich voller Spannung, Isas und Doras Lebenswege. Und dies deutet auch noch einmal mehr darauf hin, warum mich dieses Buch angesprochen hat: es spielt auf zwei Zeitebenen. Und Familiengeschichten auf zwei Zeitebenen finde ich immer interessant. „Was von Dora blieb“ ist übrings Anja Hirschs Debüt. Das fand ich überraschend, da ich es sprachlich wirklich überzeugend und ausgereift finde und nicht überrascht gewesen wäre, wenn sie schon weitere Bücher veröffentlicht gehabt hätte. Noch so eine kleine Leseempfehlung für Euch!

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Vita

Anja Hirsch, geboren 1969 in Frankfurt am Main, studierte in Freiburg im Breisgau, Kanada und Bielefeld und wurde in Germanistik promoviert. Sie arbeitet als freie Journalistin für überregionale Medien (u.a. Deutschlandfunk, FAZ, WDR), war Mitglied in Fachjurys (Rolf-Dieter-Brinkmann-Stipendium, Hotlistpreis der Unabhängigen Verlage) und lebt in Unna. »Was von Dora blieb« ist ihr Debüt.

Zur Autor*innenseite

Events

13. Nov. 2021

Anja Hirsch zu Gast auf der lit.Love 2021

München | Lesungen
Anja Hirsch
Was von Dora blieb

13. Dez. 2021

Lesung

19:00 Uhr | Luxembourg | Lesungen
Anja Hirsch
Was von Dora blieb

Pressestimmen

»Es zeichnet Anja Hirschs Roman aus, dass er nicht nur durch alle Zeitebenen hinweg die Spannung hält, sondern zugleich sich selbst und seinesgleichen hinterfragt.«

Westdeutsche Allgemeine Zeitung, Britta Heidemann (11. March 2021)

»ein zeitgeschichtliches Kleinod«

mdr Kultur, Alexander Kühn (11. May 2021)

»Anja Hirsch zieht in ihrem Debütroman alle Register der Erinnerungsliteratur«

junge Welt, Werner Jung (08. July 2021)

»Gleich mit ihrem ersten Roman gelang Anja Hirsch ein ganz großer Wurf.«

Fränkische Nachrichten (22. July 2021)

»Solche Bücher brauchen wir.«

Salzburger Nachrichten, Anton Thuswaldner (02. August 2021)

»Zeitgeschichte trifft kluges Frauendrama«

FÜR SIE (14. April 2021)

»Ein beeindruckendes Stück Zeitgeschichte über drei Generationen und ein ganzes Jahrhundert.«

Radio Mülheim (29. August 2021)

»ein Roman über zwischenmenschliche Beziehungen, über Enttäuschung, über die Macht und Ohnmacht der Frauen früher und heute, und darüber wie man mit etwas Abstand die eigene Lebensgeschichte in anderen Farben erblicken kann.«

Bozena Badura, dasdebuet.com (26. August 2021)

Weitere Bücher der Autorin