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Klaus von Dohnanyi

Nationale Interessen

Orientierung für deutsche und europäische Politik in Zeiten globaler Umbrüche

(2)

Bestseller Platz 5
Spiegel Hardcover Sachbücher

Hardcover
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Zeitenwende in der Weltpolitik: Was für Deutschland auf dem Spiel steht

In einer Welt des rapiden machtpolitischen und technologischen Wandels müssen sich Deutschland und Europa strategisch neu orientieren: Im Wettkampf zwischen den USA und China gerät Europa bereits zwischen die Fronten. Und dies wird auch unser Verhältnis zu Russland verändern müssen. Jetzt ist ein nüchterner, illusionsloser Blick auf die neuen Realitäten notwendig, wie Klaus von Dohnanyi zeigt: Auf »Wertegemeinschaften« oder »Freundschaften« können wir nicht vertrauen, Deutschland und Europa müssen vielmehr offen ihre eigenen, wohl verstandenen Interessen formulieren und mit Realismus verfolgen. So fordert von Dohnanyi in seinem Buch grundsätzliche Kurskorrekturen – im Bereich der äußeren Sicherheit ebenso wie in der Industriepolitik, weg von einseitigen Abhängigkeiten, hin zu einer Politik der Eigenverantwortung. Ein ebenso provokantes wie anregendes Buch - von einer der herausragenden politischen Persönlichkeiten unserer Gegenwart.

»Selbstbewusst, souverän, auf die eigene Erfahrung bauend und in großer Ausführlichkeit und mit intellektuellem Tiefgang auf die Geschichte zurückgreifend formuliert [Dohnanyi] Einsichten und Ansichten in Sentenzen, die sich in solchem Freimut sonst kaum einer leisten würde.«

Die ZEIT (11. January 2022)

Hardcover mit Schutzumschlag, 240 Seiten, 13,5 x 21,5 cm
ISBN: 978-3-8275-0154-7
Erschienen am  17. January 2022
Lieferstatus: Dieser Titel ist lieferbar.

Rezensionen

Werte- oder Zweckgemeinschaft? - Verteidigung und Zukunft der EU

Von: Florian

13.04.2022

Mitte Januar erschien Klaus von Dohnanyis Buch „Nationale Interessen. Orientierung für deutsche und europäische Politik in Zeiten globaler Umbrüche“ im Siedler Verlag. Wenige Wochen später begann die Invasion russischer Truppen in die Ukraine. Seitdem kann man nahezu von einer 180-Grad-Drehung in Politik und Gesellschaft sprechen. Was vor Kurzem undenkbar schien ist plötzlich Gegenstand sämtlicher Talkshows: Wiedereinsetzen der Wehrpflicht, Milliarden für die Bundeswehr – Wie ist die Ära Merkel in außenpolitischer Hinsicht zu bewerten? Für wie viele Menschen sind die Luftschutzbunker im Bundesgebiet ausgelegt? Dohnanyi spricht Klartext: Deutschland und Europa haben sich zu lange auf die USA als Partner und Beschützer verlassen und sich so in vollständige Abhängigkeit manövriert – im Falle eines Angriffs könnte Deutschland, könnte Europa sich nicht selbst verteidigen. Da für die USA stets die eigenen – nationalen Interessen im Vordergrund stünden dürfe man sich im Krisenfall nicht vollständig auf amerikanische Unterstützung verlassen. Vieles, was er anspricht, ist gut informierten Bürgern nicht neu. So empfand ich längere Passagen zur Geschichte der EU oft eher als nervige Lückenfüller denn hilfreiche Information. Nach Brüssel gewandt fordert er den moralischen Zeigefinder gegenüber EU-Mitgliedsstaaten zu senken und die Vorstellung einer Wertegemeinschaft ad acta zu legen, insbesondere im Hinblick auf Polen und Ungarn. Aus realpolitischer Sicht nachvollziehbar: Europa muss zum eigenen Schutz seine Kräfte bündeln und dazu die ein oder andere Wunschvorstellung (aus westeuropäischer Sicht) aufgeben. Andererseits: Was bleibt von der europäischen Idee wenn selbst Rechtstaatlichkeit (z.B. die fragwürdige Ernennung polnischer RichterInnen), Menschenrechte („LGBT-freie Zonen“) oder Meinungsfreiheit so leicht verhandelbar sind? Hier sehe ich einen großen Unterschied und Streitpunkt zwischen der älteren Generation Dohnanyis und „Uns“ Jüngeren. Doch eben das ist das Ziel des Buches: Anregung und Provokation als Anstoß zur überfälligen Diskussion dieser für Europa essentiellen Fragen. Fazit: Ziel erreicht!

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Nationale Interessen

SchönBuchHandlung

Von: Birgit Schoblocher aus Pliezhausen

22.02.2022

Klaus von Dohnanyi legt eine kenntnisreiche und geschichtsbewusste Analyse vor. In Zeiten, in denen in der Politik in angelernten Freund-Feind-Mustern reflexhaft agiert wird, ist es mehr als wohltuend, sich mit dieser Streitschrift auseinanderzusetzen. Gerade in der gegenwärtigen Ukrainekrise könnten Europapolitiker friedensdienliche Impulse aufnehmen.

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Vita

Klaus von Dohnanyi, geboren 1928, gehört seit 1957 der SPD an. Der promovierte Jurist hatte zahlreiche politische Ämter inne, er war u.a. Bundeswissenschaftsminister, Staatsminister im Auswärtigen Amt und Erster Bürgermeister der Freien und Hansestadt Hamburg. Bis heute hat er zahlreiche ehrenamtliche Aufgaben inne und greift mit seinen differenzierten Ansichten und Meinungen immer wieder in die intellektuellen Debatten Deutschlands ein.

Zur Autor*innenseite

Pressestimmen

»[Klaus von Dohnanyi] liebt es, sich einzumischen [...]. Er tut das mit der Freiheit eines Politikers, der nichts mehr werden muss.«

FOCUS (15. January 2022)

»Mit der brandaktuellen politischen Auseinandersetzung zwischen den Vereinigten Staaten und Russland [...] kommt Dohnanyis Buch genau zum richtigen Zeitpunkt.«

Süddeutsche Zeitung (17. January 2022)

»Dohnanyis Buch ist ein Kaleidoskop von Themen und Thesen, ein Husarenritt durch Geschichte, Gegenwart und Zukunft. [...] [A]llein die Positionierung abseits der Denkverbote und der verbreiteten Denkfaulheit macht ›Nationale Interessen‹ zu einem Gewinn.«

Hamburger Abendzeitung (14. January 2022)

»Dohnanyi hat ein ›Buch ohne Schnörkel‹ geschrieben, wie er selbst in der Einleitung sagt. Ein Buch, das Diskussionen auslösen soll und vor allem provozieren. Nach ein paar Seiten Lektüre kann man getrost sagen, dies ist ihm gelungen.«

Deutschlandfunk Kultur »Lesart« (19. February 2022)

»Dohnanyis Plädoyer für eine neue Außenpolitik ist definitiv ein Buch der Stunde.«

Denis Scheck im Tagesspiegel (27. February 2022)

»Ein wichtiges Buch, das den Horizont erweitert, der in Zeiten des Krieges schnell schmaler wird.«

Hamburger Abendblatt (05. March 2022)

»[Dohnanyis] Buch ist faszinierend, gerade auch für Kenner der Zeitgeschichte.«

Hessische Allgemeine (26. February 2022)

»Ein guter Überblick über die aktuelle Weltsituation.«

P.S. (13. May 2022)

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