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Álvaro Enrigue

Jetzt ergebe ich mich, und das ist alles

Roman

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HardcoverNEU
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Janos, Mexiko, 1835: Als Apachen eine junge Witwe entführen, bekommt Leutnant Zuloaga den Auftrag, nach ihr zu suchen. In seinem Gefolge reiten unter anderem eine scharfschießende Nonne, ein alter Tanzlehrer und zwei ehemalige Gefangene aus dem Stamm der Yaqui. Als sie die Frau schließlich finden, machen sie eine verblüffende Entdeckung.

New York, 2017: Ein mexikanischer Schriftsteller hadert mit der amerikanischen Politik. Aus Angst, nach einem Besuch in seiner Heimat nicht mehr einreisen zu dürfen, verbringt er den Familienurlaub im Grenzgebiet zu Mexiko, wo sich einst Géronimo, der letzte Häuptling der Apachen, ergeben hat. Die Geschichte Géronimos wird zur Parabel für seine eigene, die Vergangenheit Amerikas zum Spiegel seiner Gegenwart.

»Eine kleine Sensation. […] Sosehr das Buch ein Pageturner ist, [...] so sehr ist es aufgrund seiner erzählerischen Komplexität ein avantgardistisches Meisterwerk.«

DIE ZEIT, Adam Soboczynski (18. November 2021)

DEUTSCHE ERSTAUSGABE
Aus dem Spanischen von Carsten Regling
Originaltitel: Ahora me rindo y eso es todo
Originalverlag: Editorial Anagrama
Hardcover mit Schutzumschlag, 560 Seiten, 13,5 x 21,5 cm
ISBN: 978-3-89667-659-7
Erschienen am  13. September 2021
Lieferstatus: Dieser Titel ist lieferbar.

Rezensionen

Ich ergebe mich und das ist alles

Von: Frau Lehmann liest

31.10.2021

Etwas Westernartiges habe ich erwartet, einen Nachruf auf die letzten Chiricahua-Apachen habe ich bekommen, eine Hommage, eine Anklage. Brutal, mit einer sprachlichen Wucht, wie ich sie selten erlebt habe, rollt Álvaro Enrigue die letzten Jahre in der Apacherìa auf. Was als Roman bezeichnet wird, ist genauestens recherchiert und hält sich an die geschichtlichen Fakten. 1836. Apachen entführen Carmila Ezguerra, eine junge Mexikanerin. Leutnant José Maria Zuloaga soll sie retten. Begleitet wird er von Menschen, wie sie unterschiedlicher nicht sein könnten: zwei Yaqui, ein jugendlicher Tarahumara, der es später zu zweifelhafter Berühmtheit bringen wird, eine scharfschießende Nonne, ein Apache sprechender Tanzlehrer... Gegenwart. Ein mexikanischer Schriftsteller reist im Urlaub mit seiner Familie zu den historischen Stätten, an denen der Völkermord an den Chiricahua stattfand, besucht die Gräber von Naiche und Geronimo und versucht so ein Gefühl dafür zu bekommen, wie es damals gewesen sein muss. Gleichzeitig kämpft er mit seiner Aufenthaltsgenehmigung, die eine Einreise nach Mexiko für weitere Recherchen nicht erlaubt. Nicht nur gestern und heute verknüpfend, sondern auch Apachen, Mexikanern und US-Amerikanern eine Stimme gebend, dabei die Romanhandlung nahtlos in die Historie einbettend, hat Enrigue ein unvergessliches Epos geschaffen, ein bleibendes Denkmal für eine untergegangene Kultur, grausam, berührend, anklagend. Ich glaube nicht, dass in absehbarer Zeit irgendein anderer Roman mich so durchgerüttelt, sprachlos und wütend zurücklassen wird wie dieser. Ich danke dem Autor für dieses Buch. Es enthält alles, was ich, seit ich als Teenager angefangen habe, mich für indigene Literatur und Geschichte zu interessieren, gefühlt und gedacht habe.

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Vita

Álvaro Enrigue

Álvaro Enrigue, geboren 1969 in Guadalajara, studierte in Mexico City Kommunikationswissenschaften, lehrte anschließend Literatur des 20. Jahrhunderts und promovierte an der University of Maryland. Seit seinem 1996 erschienen Debüt »La muerte de un instalador« gehört er zu den wichtigsten iberoamerikanischen Gegenwartsautoren und gilt als der bedeutendste mexikanische Autor seiner Generation. Seine Werke sind preisgekrönt und wurden in viele Sprachen übersetzt. »Aufschlag Caravaggio« (Blessing, 2015), war der erste Roman des Autors, der auf Deutsch erschienen ist. Álvaro Enrigue lebt in New York.

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