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Dirk Kurbjuweit

Haarmann

Ein Kriminalroman

Hardcover
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Der spektakulärste Kriminalfall Deutschlands - psychologisch raffiniert und extrem fesselnd

Im Hannover der 1920er-Jahre verschwinden Jungs, einer nach dem anderen, spurlos. Steckt ein bestialischer Massenmörder dahinter? Für Robert Lahnstein, Ermittler im Fall Haarmann, wird aus den Gerüchten bald schreckliche Gewissheit: Das Deutschland der Zwischenkriegszeit, selbst von allen guten Geistern verlassen, hat es mit einem Psychopathen zu tun. Lahnstein, der alles dafür gäbe, dass der Albtraum aufhört, weiß bald nicht mehr, was ihm mehr zu schaffen macht: das Schicksal der Vermissten; das Katz-und-Maus-Spiel mit dem mutmaßlichen Täter; die dubiosen Machenschaften seiner Kollegen bei der Polizei; oder eine Gesellschaft, die nicht mehr daran glaubt, dass die junge Weimarer Republik sie vor dem Verbrechen schützen kann.

Dirk Kurbjuweit inszeniert den spektakulärsten Serienmord der deutschen Kriminalgeschichte psychologisch raffiniert und extrem fesselnd. Eindringlich ergründet er die dunkle Seite der wilden 1920er-Jahre, zeigt ein Zeitalter der traumatisierten Seelen, der politischen Verrohung, der massenhaften Prostitution. So wird aus dem pathologischen Einzelfall ein historisches Lehrstück über menschliche Abgründe.

»Dirk Kurbjuweit verarbeitet den Fall zu einem spannenden Krimi und vielschichtigen Gesellschaftsporträt der frühen Weimarer Republik.“ «

Stern Crime (01. February 2020)

DEUTSCHE ERSTAUSGABE
Hardcover mit Schutzumschlag, 320 Seiten, 13,5 x 21,5 cm
ISBN: 978-3-328-60084-8
Erschienen am  17. February 2020
Lieferstatus: Dieser Titel ist lieferbar.

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Dieses Buch spielt in: Hannover, Deutschland

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Rezensionen

Haarmann

Von: Leserin

08.02.2022

Psychothriller vom Feinsten. Sehr detailliert und anschaulich und ergreifend geschrieben. Man kann das Buch nicht aus der Hand legen…

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Fritz Haarmann, der Schlächter von Hannover

Von: claudi-1963 aus Schwaben

25.05.2021

"Warte, warte nur ein Weilchen, bald kommt Haarmann auch zu dir, mit dem kleinen Hackebeilchen, macht er Hackefleisch aus dir." (Hawe Schneider) In Hannover verschwinden in den 20er Jahren mehrere Jungs im Alter zwischen 10 und 22 Jahren. Die Polizei steckt in einer Krise, da sie sich nicht sicher sind, ob hinter dem Verschwinden ein Serienmörder steckt. Kommissar Robert Lahnstein wird deshalb nach Hannover berufen, um seine Kollegen zu unterstützen. Als weitere junge Männer verschwinden wird aus den Gerüchten immer mehr die Gewissheit, dass sie es mit einem gefährlichen Psychopathen und Serienmörder zu tun haben. Doch auch Lahnsteins Ermittlungen stecken fest, weil er keinen Verdächtigen findet, besonders da seine Kollegen und die Gesellschaft wegschauen. Als er jedoch von Fritz Haarmann erfährt, ist er sich ziemlich schnell sicher, dass er der Täter sein könnte. Nur wie soll er ihm die Taten nachweisen? Ein Katz und Maus Spiel zwischen Täter und Lahnstein beginnt. Meine Meinung: Das düstere Cover mit dem Mann, der jemanden verfolgt, passt, sehr gut zu der Geschichte. Der Schreibstil ist für mich etwas gewöhnungsbedürftig, schon alleine dadurch das die wörtliche Rede im gesamten Buch nicht mit Satzzeichen markiert wurden. Zudem fehlte es für mich total an Spannung und vom eigentlichen Täter erfuhr ich viel zu wenig. Stattdessen ließ der Autor sehr viel Belangloses aus dem Privatleben Lahnsteins, in dem Fall hineinfließen. Gerade die vielen Rückblenden in Lahnsteins Vergangenheit, die ich als nichtig empfand, störten dann zusehends meinen Lesefluss. So stand ich mehr als einmal kurz davor dieses Buch abzubrechen. Der Vampir, der Schlächter, der Kannibale oder der Werwolf von Hannover wie der Massenmörder Fritz Haarmann ebenfalls genannt wird, kannte ich schon zuvor. Von daher war dieser Fall nichts Neues für mich. Doch trotz der realen und fiktiven Umsetzung konnte mich die Darstellung des Autors nicht in allen Belangen überzeugen. Zwar erfahre ich von vereinzelten Jungs was ihr Verschwinden von zu Hause anbelangt, doch selbst dies fand ich zu wenig. Ich hätte mir hier weitaus mehr gewünscht. Genauso wie über Haarmanns Motivation, die mir hier selbst am Ende noch nicht ganz klar dargestellt wurde. Ebenso wäre eine Namensaufstellung der toten Jungs am Ende oder Anfang des Buchs von Vorteil gewesen, sodass ich dafür nicht immer im Nachschlagen musste. Im Grunde erfuhr ich über Haarmann selbst nicht mehr als das, was ich schon wusste. Was mich von daher enttäuscht hat, besonders da der Autor ein renommierter Reporter ist. Dass Haarmann die Jungs beobachtet hatte, sie mit zu sich nahm, kennenlernte, missbrauchte und dann totbiss, kann einen schon erschüttern. Doch das so viele Menschen rücksichtslos weggesehen haben oder die Polizei ihm seinen Taten lange nicht nachweisen konnte, ist schon erschreckend. Dass dies, genauso wie seine sexuelle Neigung, Korruption, sowie die unerlaubten Vernehmungsmethoden im Buch angesprochen wurden, hat mir dagegen gut gefallen. Ungeachtet dessen kann ich diesem Buch nur 2 1/2 von 5 Sterne geben, da es für mich im Grunde nichts weiter Relevantes zutage brachte, wie das was ich sowieso schon über den Haarmann wusste.

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Vita

Dirk Kurbjuweit, geboren 1962 in Wiesbaden, zählt zu den vielseitigsten und renommiertesten Autoren unserer Gegenwart. Als Zeit- und Spiegel-Reporter einer breiten Leserschaft bekannt, überzeugte er schon früh als Erzähler. Nach dem Debüt »Die Einsamkeit der Krokodile« (1995) wurden besonders die Novelle »Zweier ohne« (2001) und der Roman »Angst« (2013) von der Kritik gefeiert. Etliche seiner literarischen Erfolge dienten als Vorlage für Verfilmungen, Theaterstücke und Hörspiele.

Zum Autor

Pressestimmen

»Ein wahrer Roman Noir.«

dpa, Sebastian Fischer (18. February 2020)

»Auch wer bis dato glaubte, alles über die 20er Jahre schon gelesen zu haben, wird den Roman nicht aus der Hand legen.«

Nürnberger Zeitung, Raimund Kirch (20. February 2020)

»atmosphärisch dicht mit viel Zeitkolorit und teils so drastisch, wie der Fall Haarmann eben war.«

»Der Krimi als Geschichtsunterricht – auf dem Büchermarkt ein derzeit beliebtes Subgenre. Zu Recht, wenn Wissen so wohlformuliert und unterhaltsam übermittelt wird wie bei Dirk Kurbjuweit«

stern (19. March 2020)

»Spannend – und erschreckend aktuell.«

Münchner Merkur (25. February 2020)

»Kurbjuweit schafft dabei auf grandiose Weise, Spannung mit realistischen Einblicken in die damalige Zeit zu verknüpfen.«

»Ein präziser Blick in menschliche, gesellschaftliche und politische Abgründe.«

HÖRZU (28. February 2020)

»Der Roman 'Haarmann' kombiniert True Crime mit einer fiktiven Geschichte und erzählt fesselnd einen der brutalsten Fälle der deutschen Kriminalgeschichte.«

»'Haarmann' [ist] kein helles, aber allemal ein erhellendes Buch. Und gut geschrieben ist es auch.«

»Der Journalist Dirk Kurbjuweit hat die Geschichte des 'Vampirs von Hannover' aufgegriffen und daraus einen extrem spannenden Kriminalroman gemacht«

Münchner Merkur, Dominique Salcher (29. February 2020)

»Im allgemeinen Roaring-Twenties-Taumel stellt Dirk Kurbjuweits Roman über den „Kannibalen von Hannover“ eine wohltuende, allerdings schwer verdauliche Abwechslung dar.«

»Hier ist es gelungen, eine historische Begebenheit zu einem äußerst fesselnden Krimi zu verarbeiten«

BÜCHER Magazin (15. March 2020)

»'Haarmann' ist [...] atmosphärisch großartig, ist bestens recherchiert.«

HR 1, Stefan Sprang (01. March 2020)

»Mit stilsicher rhythmisierter Sprache und kluger Struktur [...] komponiert der Autor einen fesselnden Krimi über Deutschlands grausamsten Verbrecher«

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