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Salman Rushdie

Die satanischen Verse

Roman
„Ein Weltereignis und episches Meisterwerk.“ (Süddeutsche Zeitung)

(6)
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»Ein Weltereignis und episches Meisterwerk«

Die Geschichte beginnt mit einem Knall: Ein von Terroristen entführtes Flugzeug wird über der englischen Küste gesprengt. Wie durch ein Wunder überleben zwei Insassen den Sturz zur Erde: Gibril, ein in ärmlichen Verhältnissen aufgewachsener Muslim, der es mit Starrollen in Bollywoodfilmen zum Frauenschwarm gebracht hat, und Saladin, der aus reichen Verhältnissen stammt und als Stimmenimitator arbeitet. Schon während sie aneinandergeklammert dem Boden entgegenfallen, spüren sie eine seltsame Veränderung an sich vorgehen, an deren Ende sie sich in lebende Symbole für Gut und Böse verwandelt haben. Doch dies ist nur der erste Akt einer überbordenden Odyssee, in der Realität und Traum irgendwann kaum noch voneinander zu trennen sind.

Einer der gefeiertsten und umstrittensten Romane unserer Zeit, mit dem sich Salman Rushdie als großer Verfechter der Meinungsfreiheit etabliert hat. Ein Buch wie ein Paukenschlag!

»Gebt Salman Rushdie den Nobelpreis.«

FAZ

Originaltitel: The Satanic Verses
Originalverlag: Vintage, New York 1988
Hardcover mit Schutzumschlag, 720 Seiten, 13,5 x 21,5 cm
ISBN: 978-3-328-60304-7
Erschienen am  23. November 2022
Lieferstatus: Dieser Titel ist lieferbar.
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Rezensionen

Das göttliche ist manchmal nur ein Schmetterling.

Von: Lele Frank aus 27568 Bremerhaven

30.09.2022

Das Gute nimmt sich selbst das Leben, das Böse bekommt eine zweite Chance. Wunder verschwinden, egal wohin man pilgert. Das ganze Leben ist eine „Hadsch“, wenn man`s genau nimmt. Die Wissenschaft ringt mit dem Allmächtigen um den ersten Platz. Gläubige streiten sämtliche Ratio ab, so laut sie nur können. Und Ruschdie lässt uns mit einem großen Fragezeichen zurück: „was hat er gesehen, was dieses Entsetzen in seinen Augen auslöste; was hat dieses Lächeln auf seine Lippen gezaubert?“ Damit meint er einen Sterbenden. Stirbt hier ein Atheist und ist überrascht zu sehen, was er negierte? Egal an was man glaubt, es ist immer schwer mit der Wirklichkeit zurechtzukommen. Gleichgültig was man glaubt, ob theologisch oder politisch, es ist jedem seine eigene Entscheidung sich ein Bild zu machen, vorausgesetzt man lebt in einem gerechten Land das Freiheit duldet. Daran gibt es nichts herumzudeuteln. Wort für Wort muss man Ruschdie zustimmen, wenn man sich zur Freiheit bekennt. Das Gute rettet dem Bösen sogar über einen, im wahrsten Sinne des Wortes glühenden und wundersamen Weg der Vergebung, aus einem tödlichen Flammenmeer - wahrscheinlich nicht nur zufällig, wie man später erkennen wird - quasi des Teufels schon brennendes Leben. Aber nichts ist von Dauer, auch eine spontane- aus einem Reflex entstandene Vergebung nicht. Liebe lässt sich nicht konservieren. Auf diesem, zugegeben etwas banalen Gedanken, könnte man versuchen dieses unfassbar fesselnde Werk Ruschdies, wenigstens rudimentär ein winziges bisschen zu erklären. Aber ganz so einfach ist es dann doch nicht. Im Buch sind Sichtweisen deutlich erkennbar. Schöne Sichtweisen, moderne Sichtweisen, aber auch schwarz gegen weiß und Säkular gegen religiös. Dies ist keine Lektüre für zwischendurch, nein. Es ist ein Buch das alles von Dir verlangt. Aus diesem Grunde habe ich es gleich zwei Mal hintereinander gelesen, um mich an die fremdklingenden Namen der Protagonisten zu gewöhnen. Das war, zugegebener Maßen nicht ganz so einfach, aber: mit keiner Silbe ist darin eine Gotteslästerung enthalten, wie diese terroristischen Killer behaupten, um ihre Anschläge zu rechtfertigen. Bestenfalls macht der Autor sich über diverse, tatsächlich absurde Bräuche lustig, was wir im Übrigen ja auch tun, wenn wir dabei zusehen, wie erwachsene Männer… im Kreise…naja… lassen wir das, sonst steht der Absolute aus dem Iran am Ende noch vor meiner Tür. Man muss, nicht nur hier in Ruschdies satanischen Versen, die nicht die Spur satanisch sind, zwingend den Islam vom Islamismus- vom politischen Islamismus unterscheiden, weil der Autor (ist er ein Atheist?) das auch tut. Sich über etwas lustig machen ist noch lange keine Beleidigung. Ruschdie hat sich hierin nichts zuschulden kommen lassen, sondern lediglich die Wahrheit mit Humor, Satire, natürlich Mut, seiner brillanten Intelligenz, eimerweise Herz, sowie der Fähigkeit gelungene Metaphern zu kreieren, über eine alte Schrift Namens Koran hergemacht und ein wunderbares Märchen geschrieben, mehr nicht. Das ist legitim, zumindest in einer Gesellschaft, wo man denken, schreiben und sagen kann was man fühlt, was man will. Ruschdie lässt ganz deutlich erkennen, dass er nichts gegen Religionen, sondern nur etwas gegen sinnlosen Mystizismus hat, und er macht sich auf eine unglaublich mutige Art und Weise über Ersteres her, nämlich nur über politischen und fanatischen Islamismus. Ein „göttlich" gutes Buch, finde ich. Nichts anderes ist es: ein Märchenbuch für Erwachsene, gebildete, politisch- und an Glaubensrichtungen interessierte Gegenwartsmenschen, ohne Vorurteile aber mit ganz viel Humor. Punkt. Und das der Prophet in diesem Fall eine eigensinnige, sture Frau ist, das geht voll in Ordnung. Kurzum…: ich bin ein echter Hardcore-Ruschdie-Fan.

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Das Gute und das Böse

Von: melinascouchtoday

05.03.2019

Rushdie erzählt die uralte Geschichte von gut und böse- modern erzählt, neu interpretiert. Mal lustig, mal, spannend, mal böse- doch immer anspruchsvoll und einfach großartig erzählt.

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Vita

Salman Rushdie, 1947 in Bombay geboren, ging mit vierzehn Jahren nach England und studierte später in Cambridge Geschichte. Mit seinem Roman »Mitternachtskinder«, für den er den Booker Prize erhielt, wurde er weltberühmt. 1996 wurde ihm der Aristeion-Literaturpreis der EU für sein Gesamtwerk zuerkannt. 2007 schlug ihn die Queen zum Ritter. 2022 ernannte ihn das deutsche PEN-Zentrum zum Ehrenmitglied. Sein neuer Roman »Victory City« erscheint im April 2023.

Zum Autor

Pressestimmen

»Ein Weltereignis und episches Meisterwerk.«

Süddeutsche Zeitung

»Ein klassisches Stück humanistischer Aufklärungsliteratur - Ratio gegen Mythos, Verstand gegen Glauben.«

taz

»Salman Rushdie hat sich entschieden, [sein Leben] als Schriftsteller zu verbringen, dafür ist er fantastisch begabt. Seine zweite Begabung ist ähnlich fantastisch, die Begabung zum Mut: Er beweist ihn seit über dreißig Jahren.«

Ulrich Kühn in NDR Kultur (13. August 2022)

»Völlig zu Recht gilt Rushdie seit Jahren als geradezu prototypischer Intellektueller, der sich der aufklärerischen Kritik verschreibt. […] Seine Essays und Reden, die öffentlichen Statements, das Engagement als public intellectual haben die Bedeutung Salman Rushdies weit über die des Autors von bislang 14 Romanen hinausgehoben.«

Daniel Graf in Republik.ch (17. August 2022)

»Salman Rushdie ist seit 1989 eine Symbolfigur für die Meinungsfreiheit, die Freiheit des Wortes.«

Gerrit Bartels im Tagesspiegel (14. August 2022)

»Salman Rushdie ist mehr als eine Symbolfigur [...]. Im Schicksal dieses Menschen verdichten sich Linien unseres Lebens. Rushdie geht alle an, das ist der Befund.«

Ulrich Kühn in NDR Kultur (13. August 2022)

»Literatur, das ist für Salman Rushdie immer die Möglichkeit gewesen, der Welt, wie sie ist, andere Welt-Möglichkeiten entgegenzuhalten. Die Welt neu zu erfinden.«

Volker Weidermann in der ZEIT (18. August 2022)

»Dem Autor der ›Satanischen Verse‹ soll die höchste Auszeichnung für Schriftsteller verliehen werden: Er sollte den Nobelpreis für Literatur erhalten. Niemand verdient ihn heute mehr als Salman Rushdie.«

Bernard-Henri Lévy in der Süddeutschen Zeitung (16. August 2022)

»Rushdies Literatur schreibt aller Pauschalisierung und Verengung entgegen und weitet den Blick. Sie führt vor, was eine engagierte Haltung von Ideologie und dogmatischer Verhärtung unterscheidet.«

Daniel Graf in Republik.ch (17. August 2022)

»Islamisten wollen seit 1989 seinen Tod – weil Schriftsteller Salman Rushdie religiösem Extremismus mit der Kraft des Wortes begegnet ist.«

Peer Teuwsen in der NZZ am Sonntag (14. August 2022)

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