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Rezensionen zu
Gedichte fürs Gedächtnis

Ulla Hahn

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Worum geht’s? In »Gedichte fürs Gedächtnis« versammelt die vielfach ausgezeichnete Lyrikerin Ulla Hahn gut einhundert Gedichte aus acht Jahrhunderten, ausgewählt speziell zum Auswendiglernen. Die Auswahl schließt nicht nur Höhepunkte deutscher Dichtung ein, sondern auch vergessene Kostbarkeiten. Von den Klassikern bis in unsere Zeit reicht die Sammlung aller Genres, Lieder und Balladen, Sonette, Gedankenlyrik und Meditationen, die die Leserinnen und Leser nicht nur erfreuen, sondern auch verlocken soll, ihre Freude am Gedicht mit anderen zu teilen. Enthalten sind Gedichte von: Bertolt Brecht - Clemens Brentano - Joseph von Eichendorff - Paul Fleming - Theodor Fontane - uvm... Meine Meinung Die Aufmachung dieser aktuellen Sammlung von Gedichten der vergangen Jahrhunderte ist exzellent gelungen. Obwohl das Cover in einer Farbe und schlichten Ornamenten gehalten wurde, besitzt es doch eine spezielle Wirkung, vielleicht auch gerade wegen der Schlichtheit. Gesammelt sind über einhundert Gedichte, von bekannten Autoren wie Goethe, Rilke und Fontane, aber auch von weniger bekannten, sodass eine bunte Mischung entsteht. Besonders gefällt mir dabei, dass die Werke in verschiedene Kategorien, wie zum Beispiel Balladen oder Sonette, aufgeteilt sind. Innerhalb der Kategorien wurden die Gedichte weiterhin nach Autor (mehrere Werke desselben Dichters direkt hintereinander) und grob nach Lebenszeit (Geburtsts-/Sterbedaten) geordnet. Leider wurden diese Daten nur bei der ersten Nennung des Autors notiert, bei späteren Gedichten musste man also wieder zurückblättern, wenn man nicht gerade das außerordentliche Talent besitzt, sich die Daten von über 50 Autoren zu merken. Immerhin kann das Inhaltsverzeichnis bei dieser Aufgabe helfen. Hilfreich ist außerdem auch die alphabetisch geordnete Sammlung der Titel und Gedichtanfänge im hinteren Teil des Buches. Die Anmerkungen der Autorin Ulla Hahn zu den jeweiligen Gedichten sind meist unterschiedlicher Natur. Mal gibt sie einen Überblick über die Biographie des Dichters, beschreibt kurz Zeitepoche in der das Werk entstanden ist oder bietet kleine Interpretationsansätze und wird dabei auch selbst poetisch. So Hahn zu dem Gedicht „Du bist mein“(Verfasser unbekannt): „Das Herz ist weder männlich noch weiblich, das Gefühl der Liebe auch nicht.“. In den Anmerkungen sind darüber hinaus manchmal, leider aber auch nicht immer das Entstehungsjahr des Gedichtes zu finden. Auch hier hätte ich mir eine ordentliche Nennung, zum Beispiel direkt hinter dem Titel, gewünscht, was zur Übersichtlichkeit beigetragen hätte. Fazit Die Autorin Ulla Hahn hat in dieser Gedichtsammlung über 100 verschiedene, großartige Werke von bekannten und unbekannten Dichtern gleichermaßen zusammen getragen und mit hilfreichen Anmerkungen versehen, die sich bestimmt nicht nur fürs Auswendig-Lernen eignen. Lediglich eine übersichtlichere Darstellung von Lebensdaten und Entstehungsjahren hätte ich mir gewünscht.

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