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Rezension zu
Der Marsianer

Ein spannendes Hard-Science-Fiction Buch

Von: The Librarian
14.08.2021

Der Marsianer ist wahrlich ein spannendes Hard-Science-Fiction Buch, das seinen Erfolg verdient hat. Welche Elemente mir gefallen haben erkläre ich dir unten im Text. Meine Meinung zur Geschichte: Nachdem mir Andy Weirs Buch „Der Astronaut“ so gut gefallen hat, wollte ich unbedingt weitere Werke aus seiner Feder kennenlernen. „Der Marsianer“ war sein Debütroman, welcher 2015 sogar verfilmt wurde. Verwundert hat mich anfangs die schnelle Erzählweise. Mark Watney beschrieb in zusammengefasster Form und relativ rasant, wie er in die Situation auf dem Mars geraten war. Dramatisch war dabei der Unfall der für sein Zurücklassen sorgte. Kurz darauf begann auch schon Marks Kampf um sein Überleben. Es war für mich beeindruckend, mit welch kühler Rationalität er sich um die wichtigsten Dinge kümmerte. Schritt für Schritt begann er sein Überleben zu sichern. Gestaltet ist das Ganze als Logbucheinträge, in denen Mark alles berichtete und irgendwie auch den potenziellen Forscher, welcher das vielleicht einmal finden könnte, ansprach. Watney erzählte als was er tat sehr detailliert. Dabei kam sein immenses Wissen zum Einsatz, das sein Leben immer mehr verlängerte. Ich als Hörerin erfuhr sehr viel Wissenschaftliches und Technisches, was das Buch zu einem Hard Science-Fiction Roman machte. Bei all dem konnte ich Mark Watneys Tatendrang bewundern. Er versuchte trotz seiner scheinbar ausweglosen Situation das Positive nicht zu vergessen und arbeite unermüdlich weiter. Logischerweise hatte er auch Tiefs und Rückschläge, doch er gab nicht auf und versuchte neue Dinge. Die Einfälle für sein Überleben waren oft ungewöhnlich und nicht immer „appetitlich“, doch sie hatten den gewünschten Effekt. Er wusste viele Experimente durchführen, die extrem gefährlich waren. Mark wurde zu einem wahren Marsianer und rang dem roten Planeten und sich selbst so einiges ab. Für ihn war das Ganze trotz allem unglaublich schwer. Zwischendurch gab es auch emotionale Momente, doch blieben sie eher rar. Die Geschichte wurde nicht nur aus Watneys Sicht erzählt. Die Handlung sprang immer wieder zu den Menschen auf der Erde, die unseren Marsianer unbedingt zurückholen wollten und dabei alles ihnen Mögliche und noch mehr taten. Diese Abschnitte waren teils spannend, teils etwas anstrengend. Viel lieber verfolgte ich was Watney für sein Überleben tat. Der weitere Verlauf und die Pläne den Mann zu retten, durchliefen eine Wendungen, die oftmals unerwartetes Scheitern auslösten. Dennoch wurden neue Versuche gestartet, bis man schließlich weitere Allianzen einging, die sonst niemals zustande gekommen wären. Ich fieberte ununterbrochen mit, fand beinahe alles spannend, was so passierte und wollte nicht von Marks Seite weichen. Mehrmals dachte ich, dass dies sein Ende wäre, doch es ging weiter. Geschuldet war dies dem unbrechbaren Überlebenswillens Marks und seinem unerschöpflichen Tatendrang. Schlussendlich kam es zu weiteren Wendungen, die ich aufgeregt und ängstlich beobachtete. Alles stand auf Messersschneide und ich fürchtete, dass der letzte Versuch misslingen würde. Doch auch ich wollte nicht aufgeben und hoffte weiter. Jedenfalls fand ich, dass das Buch mit einem starken Ende abgeschlossen wurde. Aus Spoilergründen möchte ich nicht mehr verraten. Meine Meinung zum Sprecher: Richard Barenberg ermöglichte mir mit seinem Vorlesen ein wahrlich starkes Hörerlebnis. Für mich wurde er zu Mark Watney, an dessen ich Seite ich das Geschehen erlebte. Watneys rationales Wesen wurden von ihm gut verkörpert, zudem passt seine Stimme zur Figur. Mein Fazit: Die Geschichte um Mark Watney war spannend, dramatisch und aussagekräftig. Der Sprecher wurde eins mit dem Protagonisten erzählte mir dessen Erlebnisse, die in Form von Logeinträgen vom Autor verfasst wurden. Detailreich und direkt wurde mir Watneys Kampf ums Überleben mit all seinen Rückschlägen geschildert. Vieles ist sehr technisch und die Wissenschaft ist stehts ein Teil des Geschehens. Zusammen mit der guten Handlung und den Wendungen machten die Elemente das Buch zu einem richtig guten Hard Science-Fiction Roman, der sehr eindrücklich geschrieben war. Mark Watney rationales Denken und sein Überlebenswille waren hierbei enorm wichtig. Ich vergebe 5 von 5 möglichen Sternen!