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Rezension zu
Das Hexenmädchen

Die Rezension bezieht sich auf eine nicht mehr lieferbare Ausgabe.

Die Ofen-Morde

Von: Belles Leseinsel
06.05.2015

Mitten in der Nacht wird Kommissar Nils Trojan zu einem grausamen Tatort gerufen. Ein Mann wurde in seiner Küche auf fürchterliche Weise ermordet. Doch bevor erste Spuren ausgewertet werden können, wird in Berlin eine weitere männliche Leiche aufgefunden. Auf dieselbe fürchterliche Art getötet. Zur gleichen Zeit verschwindet ein kleines Mädchen, kurz darauf deren Freundin. Trojan vermutet zwischen den Ofen-Morden und dem Verschwinden der Mädchen einen Zusammenhang. Und nicht nur, weil beide Mädchen schreckliche Angst vor einer Hexe haben und die beiden Morde an eines von Grimms Märchen erinnert. Getrieben von Todesangst flüchtet ein kleines Mädchen durch den Wald und wird von einem vorbeifahrenden Wagen mitgenommen. Was mit dem Mädchen weiter geschieht, erzählt der Prolog allerdings nicht. Mit diesem rätselhaften Vorspann steigt Max Bentow in seinen Psychothriller ein. Und ohne langes Vorgeplänkel wechselt der Autor auch gleich zum ersten Mord. Und auch der zweite Mord lässt nicht lange auf sich warten. So steht Nils Trojan wieder mächtig unter Druck und das geht bei dem smarten Kommissar bis an die Grenze zur Erschöpfung. Hinzu kommt auch sein nicht gerade unkompliziertes Privatleben, was ihn ebenfalls nicht zur Ruhe kommen lässt. Ganz zu schweigen von den Panikattacken, die ihn immer wieder stark belasten. Entsprechend tempo- und abwechslungsreich beginnt der Psychothriller und Max Bentow gelingt es sehr gut, die Spannung immer wieder anzufachen und konstant auf recht hohem Niveau zu halten, bedingt auch durch die oftmals relativ kurzen Kapitel. Die Geschichte entwickelt sich ziemlich rätselhaft, vor allem auch durch die Erzählungen der Mädchen über eine böse Hexe. Seinen Psychothriller erzählt Max Bentow mithilfe verschiedener Handlungsstränge. Zwar liegen die Ermittlungen klar im Fokus, aber auch die Erlebnisse der Mädchen fließen immer wieder mit ein. So erhält man ein ziemlich rundes Bild von der packenden, stellenweise richtig gruseligen Geschichte. Bei der Suche nach Motiv oder gar der Identität des Mörders hilft einem dies aber in keiner Weise weiter. Somit ist Rätselraten bis zum rasanten Schluss durchweg gegeben. Fazit: Wieder ein spannender, temporeicher Thriller, der auch viel Wert auf die Gefühlswelt seines sympathischen Protagonisten legt.

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