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Rezension zu
Cherry

Harter Stoff über den Absturz eines jungen Mannes

Von: 3lesendemaedels
17.12.2019

Ein junger Mann besucht das College in Cleveland. Er ist eher gelangweilt und deshalb sucht er den Kick nebenbei, indem er ab und zu Drogen vertickt und selbst konsumiert. Er verliebt sich in Emily, die ihm auch keinen Halt gibt und selbst Drogen nimmt. Mangels Alternativen meldet er sich schließlich freiwillig zur US-Army, beginnt eine Ausbildung als Sanitäter. Kurz vor seiner Entsendung in den Irak heiratet er Emily. Seine schrecklichen Erlebnisse dort sind mannigfaltig. Wer die Einsätze unter ständig drohender Lebensgefahr übersteht, versucht den Lagerkoller mit Klebstoff schnüffeln oder Pornos zu vertreiben. Es grenzt fast schon an ein Wunder, dass er nach einem Jahr unbeschadet zurückkehrt. Doch in den USA erwartet ihn eine zerrüttete Ehe. Er kommt im Alltag nicht zurecht und wird von posttraumatischen Belastungsstörungen heimgesucht. Vollends verfällt er den Drogen. Zunächst den Schmerzmitteln und schließlich dem Heroin. Um seine Sucht zu finanzieren, beschafft er sich das Geld durch Banküberfälle. Frischlinge bei der Army werden als "Cherry" bezeichnet. Dieser Teil des Romans beschreibt schonungslos den Einsatz im Irak, den der Schriftsteller selbst erlebte. Dies ist wohl seine eigene Geschichte, denn er sitzt wegen mehrerer Banküberfälle im Gefängnis. Der Schreibstil ist teilweise dreckig und brutal, beschreibt aber eine Realität, wie die angeblich großen Helden geschunden aus dem Irak zurückkehren. Eine Verfilmung mit Tom Holland in der Hauptrolle ist wohl geplant.

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