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Regretting Motherhood

Wenn Mütter bereuen

Paperback
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Darf man es bereuen, Mutter zu sein? Ein Tabubruch

"Regretting Motherhood" thematisiert, was bisher kaum ausgesprochen wird: Dass viele Frauen in der Mutterschaft nicht die "vorgeschriebene" Erfüllung finden. Dass sie ihre Kinder lieben und trotzdem nicht Mutter sein wollen. Ih ihrem bahnbrechenden Buch analysiert die engagierte Soziologin Orna Donath die Dimension des Tabus und lässt Mütter selbst von ihren Erfahrungen berichten.

"Donath (...) deckt so die wahre Dimension dieses gesellschaftlichen Tabus auf."

Weser Kurier am Sonntag (07. February 2016)

Aus dem Englischen von Karlheinz Dürr, Elsbeth Ranke
Originaltitel: Regretting Motherhood
Paperback , Klappenbroschur, 272 Seiten, 13,5 x 21,5 cm
ISBN: 978-3-8135-0719-5
Erschienen am  04. February 2016
Lieferstatus: Dieser Titel ist lieferbar.

Rezensionen

Wir brauchen mehr Ehrlichkeit, was das Thema Mutterschaft betrifft

Von: buchmafia

03.03.2021

Seit Jahren lese ich immer wieder feministische Sachbücher und verfolge die Debatten auf Twitter aufmerksam. Es hat sich viel getan in den letzten Jahrzehnten. Ich habe das Gefühl, dass wir langsam an dem Punkt angekommen sind, wo man als Frau in den meisten sozialen Gruppen sagen kann, dass man sich auch ein Leben ohne Kinder vorstellen könne, ohne, dass man sich sofort ins gesellschaftliche Aus katapulitiert. Das wurde in langem feministischem Kampf erreicht. Nun wird es Zeit, den nächsten Schritt zu gehen: darüber zu sprechen, dass das Muttersein für viele Frauen wunderbar ist, dass es aber auch Mütter gibt, die das Mutterdasein bereuen. Vor einigen Jahren las ich in einer großen deutschen Zeitung fasziniert einen Bericht über Orna Donaths Studie "regretting motherhood". Der Gedanke, dass Mütter es bereuen könnten, Kinder bekommen zu haben, war mir bis zu diesem Zeitpunkt nie gekommen. Als ich nun also sah, dass Donaths Buch über ebendiese Studie auf Deutsch veröffentlicht wurde, war mir klar, dass ich das Buch lese muss. #regrettingmotherhood ist eine Tiefenstudie. Obwohl das Phänomen wahrscheinlich weitaus mehr Mütter betrifft, konnte Donath nur 23 israelische Frauen auftreiben, die sich tatsächlich für die Interviews zur Verfügung stellen. Zu groß war die Angst vor Stigmatisierung - denn sind wir ehrlich: wer als Mutter zugibt, seine Mutterschaft zu bereuen, macht sich von ALLEN Seiten angreifbar. Dornath selbst fügt immer wieder erboste Kommentare aus Mütterforen über ihre Studie an. Dabei ist die Thematik so, so wichtig. Die Teilnehmerinnen erzählen ehrlich und schonungslos, weshalb sie sich im Nachhinein nicht mehr für Kinder entscheiden würden. Dabei sind sie alle grundverschieden - die einen, die eigentlich nie Kinder wollten, die, die nach der Geburt merkten, dass sie nicht für das Muttersein gemacht waren und die, die sich erst Jahre später, als die Kinder schon älter waren, eingestanden, dass sie ihr Leben hätten ganz anders Leben können als mit der dauerhaft belastenden Mutterschaft. Und dass sie die andere Möglichkeit wahrscheinlich bevorzugt hätten. Mir persönlich hat das Buch vor allem klargemacht, dass Mutterschaft so viel mehr ist als "ein paar anstrengende Jahre, dann ist das Schlimmste rum". Und dass man sich diese Entscheidung wirklich nicht einfach machen kann. Ich konnte viele neue Sichtweise mitnehmen und habe größten Respekt für die Frauen, die den Mut hatten, sich für diese Studie zur Verfügung zu stellen. Never stop fighting for our sisters ✊🏽

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Eine Wucht!

Von: lenaliestdas

18.09.2020

Dieses Buch hat mich zu 100% begeistert. Mutterschaft als ein so elementares, wichtiges Thema wird in all seinen Facetten einfach nicht genug beleuchtet. Orna Donath hat hiermit einen entscheidenden Startpunkt gesetzt für ganz neue Forschungsfelder. Absolut lesenswert!

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Vita

Orna Donath, geboren 1976, erforscht als Soziologin an der Ben-Gurion-Universität des Negev in Be‘er Sheva gesellschaftliche Erwartungen, die an Frauen, Mütter wie Nichtmütter, gestellt werden. Nach der Studie "Making a Choice" über jüdische Frauen in Israel, die sich gegen Kinder entscheiden (2011), ist "Regretting Motherhood" ihre erste internationale Buchveröffentlichung. Über ihre wissenschaftliche Arbeit hinaus engagiert sie sich ehrenamtlich für das Hasharon’s Rape Crisis Center in Raanana.

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Pressestimmen

"Ein interessantes und spannendes Buch (...). Eines, das einen selten unberührt lässt."

"Donath hat mit ihrer Studie und ihrem Buch etwas öffentlich gemacht, das bislang dem Gespräch unter Freundinnen vorbehalten war oder in Therapien erörtert wurde."

DER SPIEGEL, Claudia Voigt (06. February 2016)

"Donath möchte Frauen Mut machen, auch offen über negative Gefühle zu sprechen, die mit der Mutterschaft verbunden sein können."

"Ein Buch, das zum Nachdenken anregt. Und das die konservativen Vorgaben der Gesellschaft heftig kritisiert."

Ruhr Nachrichten, Stefanie Platthaus (18. April 2016)

"Sie entwirft ein reflektiertes Bild der Frau, das bereuende Mütter zulässt und nicht verurteilt."

Neue Presse, Doreen Huth (21. May 2016)