Rezensionen zu
Der Basar des Schicksals

Odile Bouhier

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Ein Tag, ein Ereignis ist immer in der Lage, das Leben eines Individuums zu verändern. Wie viel mehr gilt diese Erkenntnis für einen Basar des Schicksals, wie es der Bazar de la Charité 1897 in Paris war. Bouhiers Roman ist mehr als ein Bericht über den Brand, bei dem mehr als 100 Menschen ihr Leben ließen. Auffällig ist die große Anzahl an Frauen und Kinder, die an diesem Tag in die Leichenhalle gebracht werden. Am 4. Mai 1897 verloren etwa 140 Menschen ihr Leben beim Ausbruch eines Feuers während des Bazar de la Charité, eines jährlich wiederkehrenden Wohltätigkeitsbasars in der französischen Hauptstadt. Sogar Sissis Schwester, die Herzogin Sophie, befand sich unter den Opfern. Ein Opfer, zumindest fühlte sie sich so, war Adrienne bereits vor diesem schicksalhaften Tag im Frühjahr 1897. Ihre Sehnsucht war es, ihrem groben, gewalttätigen Mann zu entkommen und ein Leben zu führen, dass nicht von einem Mann bestimmt wurde. Neben Adrienne sind auch Lucile, Alice und Élimene Protagonistinnen des Buches. Diese Auswahl lässt erahnen, dass Frauen und ihre Situation zum Ende des 19. Jahrhunderts in Frankreich das zentrale Thema des Romans sind. Bouhier zeigt, dass der Basar des Schicksals neben seiner fatalen Wucht auch eine Chance auf ein neues Leben mit sich bringt. So versteht es Adrienne und entflieht ihrem Peiniger. Der Roman diente einem großen Streamingdienst als Vorlage für die gleichnamige Serie. Der Leserin und dem Leser wird aber empfohlen, das Buch vor der Serie zu lesen. Gewöhnungsbedürftig ist Bouhiers Schreibtstil wenigstens anfänglich. Der Roman liest sich, nicht ungewollt, wie ein Tatsachenbericht. So ist der Kapitelüberschrift jeweils ein Datum und ein zeitlicher Bezug zum Brandereignis beigefügt. Dies und die dauernd wechselnde Perspektive führen die Leserin und den Leser auf die sachliche Ebene des Betrachters. Die Perspektivwechsel erfolgen zudem unregelmäßig, unangekündigt und mehrfach in einem Kapitel. Dies erfordert Aufmerksamkeit. Da sich die Leserin und der Leser aber ohnehin in einer objektiven Stellung befindet, kann dies funktionieren. Odile Bouhier schreibt mit „Der Basar des Schicksals“ ein Buch über das Leben von vier Frauen, die durch ein Ereignis Verlust und Chance zugleich erfahren. Vier starke Frauen, die es damals wie heute gibt. Der sachliche Schreibstil führt zu einer Objektivität, die es braucht, um das Thema frei von Sentimentalität zu erzählen.

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Schon allein der Klappentext dieses Buches hat mich so neugierig gemacht, dass ich es unbedingt lesen musste. Und was soll ich sagen: Die Geschichte konnte mich wirklich überzeugen. Zwar störten mich am Anfang die vielen Perspektivwechsel, die ohne große Überleitungen eingebracht wurden, aber wenn man sich mit der Zeit an die vielen Namen gewöhnt, macht es einfach nur noch Spaß. Man hat die ganze zeit mit gefiebert und wollte wissen, was jetzt nun mit Victor passiert. Die coolsten Charaktere waren meines Erachtens Matteo und Lucille, aber alle Charaktere hatten einen totalen Wiedererkennungswert. Ich mochte das Buch sehr sehr gerne und kann es nur weiterempfehlen.

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Eine gut erzählte Geschichte über das Schicksal von Frauen, die für ihre Freiheit kämpfen. Es werden viele unterschiedliche Themen angesprochen. Von Liebe, Verrat und auch Politik ist alles dabei. Und alles beruht eigentlich auf der Brandtragödie. Der Schreibstil ist etwas gewöhnungsbedürftig, die Erzählung wechselt ganz plötzlich zwischen den Personen. Es gibt kaum Absätze, die einen neuen Erzählstang einleiten. Das ist anfangs sehr verwirrend, aber nach einigen Seiten ist man darauf vorbereitet. Mit den vielen französischen Vor- und Nachnamen habe ich mich allerdings schwer getan. Eine Leseempfehlung vor allem für die, die sich auch für die Netflix-Serie interessieren.

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Meine Bewertung: Zum Cover: Das Cover gefällt mir gut und ist ganz der Handlung angepasst. Zu sehen ist in der oberen Hälfte des Covers eine Frau, die dem Betrachter seitlich zugewandt ist. Sie hat braunes Haar, trägt einen pinken Hut mit roten Blumen und wohl ein pinkes Kleid. Die Frau wirkt wie aus einer High Society. In der unteren Coverhälfte erkennt man ein Panorama von Paris, wobei man aus einem Gebäude einen Brand erkennen kann. Zum Inhalt: Dieser Roman beruht auf einer wahren Begebenheit, der verheerenden Brand-katastrophe des Bazar de la Charité. In diesem Roman begleiten wir drei außergewöhnliche Frauen, die ein geordnetes Leben in der Pariser High Society im Jahre 1897 haben, bis dieser Brand ihr ganzes Leben verändert. So träumt Adrienne sehnsüchtig davon, ihrem gewaltätigen Ehemann zu entkommen und ein selbstbestimmtes Leben zu führen. Währenddessen soll Alice eine arrangierte Ehe mit Julien eingehen, träumt jedoch von einem Leben in Freiheit und einer Heirat aus Liebe. Auch Rose, das Hausmädchen von Alice befindet sich auf dem Basar. Der Basar de la Charité soll ein großer Wohltätigkeitveranstaltung werden, wo sich die Reichen treffen. Man spürt die Aufgeregtheit der Anwesenden. Es wurde vieles Neues präsentiert und Frauen, Kinder sowie Männer drängten sich durch den Basar. Was jedoch keiner von ihnen ahnte ist, dass viele von ihnen dort den Tod finden würden. Die Frauen in dem Roman kämpfen für ihre Überzeugung und lassen sich von den Männer nicht unterdrücken. Zum Schreibstil: Der Schreibstil der Autorin Odile Bouhier ist leicht, bildlich, dynamisch und spannend. Die Handlung des Brandes wird hier detailliert geschildert. Es gibt viele Details, die das Drama noch mehr unterstreichen. Das Geschehen zu lesen, war erschütternd und ich hatte Gänsehaut überall auf dem Körper. In dem Roman kommen viele Charaktere und viele Entwicklungen vor. Ich bin durch die Seiten geflogen und konnte das Buch nicht aus der Hand legen. Die Spannung bleibt die ganze Zeit erhalten. Durch die verschiedenen Sichtweisen, in die man als Leser oder Leserin eintaucht, wird es nie langweilig. Allerdings musste ich doch zu Beginn mit dem Schreibstil der Autorin zurecht kommen. Nicht das alles ganz genau beschrieben wird, aber der Leser oder die Leserin wird von einem Charakter zum nächsten katapuliert ohne irgendwelche Absätze oder Kapitel. Ich habe eine Weile gebraucht, um mit diesem Schreibstil klarzukommen, aber wenn man sich darauf einstellt, wird es wirklich zu einem Lesevergnügen. Im Innband sind Rosen, Perlenketten, Handschuhe sowie zwei Um-schläge dargestellt. Insgesamt ist der Roman in Prolog, 60. Kapitel samt Epilog unterteilt. Zum historischen Kontext: Der Bazar erlange traurige Berühmtheit, da sich dort am 4. Mai 1897 eine aufsehenerregende Brandkatastrophe ereignete, bei der über 120 Menschen den Tod fanden. Besonders auffällig ist die große Zahl an Frauen und Kindern, die sich unter den Toten befanden. Das Basargelände bestand aus einer Holzkonstruktion, die zusammen mit der Papp- und Leinwanddekoration der Stände und den pompösen Kleidern und Hüten der Pariser Damen rasend schnell vom Feuer erfasst wurde. Die Türen des Basars ließen sich ausschließlich nach innen öffnen und wurden von den panischen Menschenmassen blockiert. Innerhalb weniger Minunten starben 120 Menschen, darunter die Herzogin Sophie Charlotte von Alencon, die jüngste Schwester der Kaiserin Elisabeth von Österreich-Ungarn. Am Ort des Geschehens wurde eine kleine Gedenkkapelle errichtet. Mein Fazit: Ich habe schon vor dem Buch die gleichnamige Netflix-Serie gesehen und war bereits von der Handlung sehr gefasst. Auch das Buch konnte mich begeistern. Leider fehlten mir die Absätze oder irgendwelche Kapitel, die einen neuen Erzählstrang einleiten. Dementsprechend gebe ich diesem Roman vier von fünf Sterne und spreche eine Leseempfehlung aus. Danke an das Bloggerportal und dem Heyne - Verlag für die Bereitstellung des Rezensionsexemplares!

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Eigentlich 3,5 Sterne

Von: Alina (booktruelove)

24.11.2020

Grundsätzlich fand ich die Story sehr gut. Durch die verschiedenen Sichten, in die man als Leser eintaucht, wird es nie langweilig. Allerdings musste ich erstmal mit dem Schreibstil der Autorin zurecht kommen. Alles wird ganz genau beschrieben. Zudem wird, ohne das der Leser darauf vorbereitet wird, zwischen den Personen gewechselt. Somit muss man sich vor allem am Anfang sehr konzentrieren. ~ Da das Buch auf einer wahren Begebenheit beruht, die Handlung sehr interessant ist, es sich aber relativ schwer lesen lässt, würde ich 3,5/5 Sternen geben. Da jeder einen unterschiedlichen Schreibstil favorisiert, würde ich dieses Buch dennoch jedem ans Herz legen, der sich für die Handlung interessiert.

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„Der Basar des Schicksals“ ist eine erschütternde Geschichte, beruhend auf wahren Ereignissen der verheerenden Brandkatastrophe des Bazar de la Charité. Der Bazar erlange traurige Berühmtheit, da sich dort am 4. Mai 1897 eine aufsehenerregende Brandkatastrophe ereignete, bei der über 120 Menschen den Tod fanden. Besonders auffällig ist die große Zahl an Frauen und Kindern, die sich unter den Toten befanden. Am Ort des Geschehens wurde eine kleine Gedenkkapelle errichtet. „Es brennt! Lass uns raus! Hilfe!“ Die Geschichte des Brandes wird hier detailliert geschildert. Es gibt viele Details, die das Drama noch mehr unterstreicht. Für den Abgeordneten von Lenverpré und seinen Handlanger muss dringend ein Täter gefunden werden und schnell werden sie fündig, aber ist der junge Mann wirklich der Attentäter oder muss ein unschuldiger sterben? Dazu begleiten wir drei außergewöhnliche Frauen, die ein geordnetes Leben haben, bis der Brandt alles verändert hat. Adrienne will ihrem gewalttätigen Mann entkommen. Wird sie es schaffen oder findet sie die Kraft, sich ihrem rücksichtslosen Ehemann zu stellen. Alice sieht ihren Verlobten nach dem Brand mit anderen Augen an, wie wird sie sich entscheiden? Hat Rose, das Hausmädchen von Alice, den Brand überlebt? Um Antworten auf diese Fragen zu kriegen, müsst ihr dieses Buch lesen. Die Frauen kämpfen für ihre Überzeugung und lassen sich von den Männer nicht unterdrücken. Ich habe es genossen diese starke Frauen durch die Ereignisse und ihre Kämpfe zu begleiten. Ich habe mit ihnen mitgefiebert und mitgekämpft. Es gibt viele Charaktere in dem Buch und viele Entwicklungen, man verliert sich aber nicht. Ich bin durch die Seiten geflogen und konnte das Buch nicht aus der Hand legen. Das einzige Negative ist, dass der Leser von einer Person zur nächsten katapultiert wird ohne irgendwelche Absätze oder Kapitel. Ich habe eine Weile gebraucht, um mit diesem Schreibstill klarzukommen, aber wenn man sich darauf einstellt wird es zu einem Lesevergnügen. Ich habe erfahren, dass dieses Buch nach einer Serie geschrieben wurde. Das erklärt den Schreibstil in einer Drehbuch Form. „Der Basar des Schicksals“ ist ein Roman über Liebe, Mut und Freiheit. Vom Schicksal starker Frauen, die für ihren Glauben kämpfen. Es beinhaltet viele Themen, von einer Tragödie, Ermittlungen, Verrat, Liebesgeschichte es ist alles dabei. Jetzt freue ich mich auf die Serie und bin sehr auf die Besetzung gespannt.

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Der Basar des Schicksals Mai 1897: Der große Brand von Paris bedeutet für viele den Tod. Für vier Frauen ist er die Rettung Während einer Wohltätigkeitsveranstaltung, einem prächtigen Basar mitten in Paris, bricht ein Feuer aus, das schnell auf die Kleider und Hüte der vorwiegend weiblichen Besucherinnen überspringt. Die Türen, die sich nur nach innen öffnen lassen, werden von den Massen blockiert. Innerhalb weniger Minuten sterben mehr als 120 Menschen. Für Alice und Adrienne, zwei Frauen der Oberschicht, bedeutet diese Katastrophe auch die Chance, sich von den Fesseln, die ihnen die Gesellschaft auferlegt, zu befreien, ihren ungeliebten Männern zu entfliehen und ihrem Herzen zu folgen. Währenddessen gelingt es der jungen Émeline und der Journalistin Lucile, im Chaos des Geschehens über sich hinauszuwachsen und sich neu zu erfinden. Meine Meinung zur Autorin und Buch Odile Bouhier, ist eine renommierte französische Drehbuch- und Krimiautorin. Der Basar des Schicksals , ist ihr in Deutschland erster Veröffentlicher Roman. Er basiert auf einer wahren Begebenheit, einer verheerenden Brandkatastrophe, der Basar de la Charité, der eigentlich für eine Wohltätigkeit Veranstaltung gedacht war, brannte lichterloh, und viele Menschen kamen zu Tode. Darunter auch die Schwester der Kaiserin Elisabeth von Österreich, die Herzogin Sophie Charlotte von Alencon , die in Frankreich verheiratet war. Sie hat das ganze sehr akribisch bis ins kleinste Detail erzählt, hier kommt die Drehbuchautorin so richtig zur Geltung. Der Schreibstil ist sehr spannend, nur eines hat mich gestört, die plötzlichen Sprünge, in ein anderes geschehen, da war hohe Konzentration angesagt. Sonst ist alles sehr bildlich und vielschichtig erzählt. Man erfährt so einiges neues. Der Roman gibt es als Netflix Serie zu sehen. Man taucht in das Paris von 1897 ein, wo man Fieberhaft den Basar de la Charité, aufgebaut hat. Es soll eine große Wohltätigkeitveranstalltung werden. Wo sich die reichen treffen und einige der Frauen an den Ständen im Basar verkaufen. Darunter auch die Herzogin Sophie Charlotte von Alencon. Man konnte die Aufgeregtheit der Anwesenden spüren, es wurde vieles neues Präsentiert, Frauen und Kinder, sowie Männer drängten sich durch den Basar. Was keiner Ahnte, das viele von Ihnen den Tod dort finden würden. Es war schon erschütternd das Geschehen zu lesen, da lief einem schon die Gänsehaut den Rücken runter. Aber er bietet auch einigen Frauen, wie Adrienne und Alice aus ihrem goldenen Käfig auszubrechen und sich ein neues Leben aufzubauen ganz in Freiheit. Den viele der Opfer sind bis zur Unkenntlichkeit verbrannt. Wird es ihnen gelingen den Sprung in die Freiheit ? Sehr gut gefiel mir die Journalistin Lucile, sehr neugierig und ehrgeizig, die ihre Ellenbogen einzusetzen weiß. Aber auch ihren Freund den Matteo, den Feuerwehrmann, der das zweite Gesicht zu haben scheint, und der den Brand gespürt hat. Ein Mensch der mir imponiert hat, wie er sein Leben riskiert. Lest die Geschichte und macht euch ein eigenes Bild. Sehr facettenreich! https://www.facebook.com/groups/1672928882728858/permalink/3577060228982371/

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