Leserstimmen zu
Die unbequeme Wahrheit

Gabor Steingart

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Wir leben in einer Zeit, in der alles anders ist. Seit einem Jahr hält uns der Corona-Virus in Atem, nichts ist mehr, wie es einmal war. Die Maßnahmen der Regierung werden immer weiter verschräft, wir alle müssen Opfer bringen. Ich mag es, kritische Bücher zu solchen Themen zu lesen und war gespannt, was der Autor und Journalist Steingart in seiner Rede an das deutsche Volk zu sagen hat. Heute folgt die Rezension dazu. Was schnell auffällt, ist der direkte, schonungslose Schreibstil des Autoren. Er benutzt Worte, die eindringlich, aber auch beeindruckend sind. Ehrlich geht er auf die Position Deutschlands in der Welt, insbesondere in der Corona-Pandemie, ein. Und so übt er Kritik an der Regierung, aber bewahrt sich dabei Stil und Klasse, spricht aber viele Wahrheiten aus, die in uns Volk vorgehen. Aber nicht nur die Pandemie ist Thema. Auch andere Angelegenheiten, in denen Deutschland eine große Rolle spielt, werden kritisch und schonungslos ehrlich beleuchtet. Die Klimawandel-Diskussion, das Vorgehen unserer Politiker wird thematisiert. Was mir allerdings fehlt, ist eine aussichtsreiche, positive Perspektive. Der Autor hält alle Themen in einem recht finsteren Licht, welches nicht sonderlich hoffnungsvoll auf mich wirkt. Ja, Kritik ist angebracht, jeder von uns sollte kritisch sein. Doch fehlen mir die positiven Aspekte. Alles in allem ein sehr konstruktives Buch, eine Rede an unsere Nation, die eindringlich ist und vieles wiedergibt, was falsch läuft. 3,5/5 *

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Die unbequeme Wahrheit von Gabor Steingart In diesem Buch hat der bekannte Sachbuchautor und Journalist eine persönliche Rede an die Nation geschrieben. Mit dieser will er klare Fakten aufdecken und auf die Missstände unserer Wirtschaft, der Politik und insgesamt unserem Land offenlegen. Es soll die Augen öffnen und dazu verleiten, selber aufzuwachen und mit wachem Blick durch die Welt zu gehen, Änderungen an sich und seinen Umgang mit den Ressourcen zu überdenken. Steingart legt offen, warum Deutschland erstarrt ist und nicht mehr Leader, sondern Follower ist und zeigt gleichzeitig Alternativen auf, an die wir uns gewöhnen sollen und müssen. Der Wohlstand ist nicht nur gefährdet, sondern war nie da und nur noch Fassade. Ein Umdenken geradezu erforderlich. Steingart hat diese Rede verfasst, um aufzurütteln und die Menschen aus der Lethargie zu reißen. Ich, die mich selber gerne mit vielen Wirtschaftsnachrichten umgibt, kannte zwar schon einen Großteil, aber noch nie wurden die Warnungen und Missstände so deutlich aufgezeigt. Es soll keine Angst erzeugen, aber doch hat es mich bei der einen oder anderen Stelle geschüttelt und etwas sorgenvoll auf die Zukunft unseres Landes blicken lassen. Doch nur wer die Gefahren kennt, kann sie bekämpfen und sich aus der Starre befreien. Für mich ist dieses Buch ein perfekter Weckruf. Jeder sollte ihn gelesen haben. Von mir 5 Sterne.

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Die unbequeme Wahrheit - Gabor Steingart spricht sie aus. Die unbequeme Wahrheit ist, das verrät uns gleich das Adjektiv, unbequem. Sagt auch der Buchtitel, umso notwendiger ist es sie zu lesen, sagt der Rezensent. Ich möchte Dich, lieber interessierter Leser, ebenso wie Gabor Steingart es tut, dazu animieren nachzulesen, nachzudenken, nachzuspüren. Die nachfolgende Rezension ist daher in Tonalität und Sprache ganz im Steingart Stil gehalten. Lieber Gabor Steingart, entschuldige, dass ich mir Dein Buch zur Hand nehme und es inhaltlich bespreche. Doch es scheint mir, wir sollten wissen, was Du uns zu sagen hast, zur Flüchtlingskrise, zur zweiten Welle, zur Ökonomie im allgemeinen. Es erscheint mir wichtig herauszuarbeiten, dass Du nicht nur akribisch und vor allem sehr gekonnt sachlich und sprachlich ebenso präzise wie kompetent analytisch die aktuelle Weltenlage sezierst. Es ist in meinen Augen bewundernswert, wie Du dem Leser die rhetorische Fürsorglichkeit der politischen Elite ersparst, derweil es Dir aber gelingt, Seite für Seite messerscharf wie kurzweilig die Situation, in der wir uns befinden, zu analysieren. Wenngleich es eine unbequeme, aber zu keinem Zeitpunkt unverständliche Wahrheitsanalyse ist. Du bist schonungslos, aber keine Sekunde hoffnungslos. Du erklärst uns, was der Historiker Christian Meier das „Verschwinden der Gegenwart“ nannte, um uns ein paar Zeilen weiter schon wieder wissen zu lassen, dass Europa orientierungslos wie ein Schiff im Weltmeer treibt, dessen Anker sich im Sturm losgerissen hat. Du lässt uns nicht im ungewissen. Keine Wahrheit ist Dir zu schade, sie nicht auszusprechen, kein Fauxpas der Herrschenden, der von Dir nicht offengelegt wird. Du sprichst Klartext. Reintext. Bist so wunderbar lesbar, dass es manchmal erschreckend ist und man sich gleichermaßen wundert: hat das denn noch keiner gemerkt. Wir werden mit Deiner Hilfe zu teilnehmenden Beobachtern eines großen Maskenballs: die Profis für Zukunft sehen zuweilen aus wie Kinder, während die Profis der Gegenwart sich ziemlich kindisch benehmen. Du erklärst warum. Du lieferst nicht nur erschreckende Corona Wahrheiten sondern gehst auch mit der Klimadebatte hart wir ernsthaft ins Gericht. Jeder Buchstabe, jedes Wort ist nicht nur schwarz gedruckt, sondern treffsicher mittig schwarz. Deine Aussagen zum gegenwärtigen Umbruch in unserem Zeitalter, dass die Landwirtschaft längst hinter sich gelassen hat und sich gerade mal mit dem letzten kleinen Finger an den Strohhalm der Industrialisierung klammert, werden von Dir Bit für Bit klar und präzise mit digitaler Genauigkeit vermittelt. Es könnten einem Angst und Bang werden beim Lesen. Nein, Du schreibst nicht angstvoll bangend, im Gegenteil, Du legst offen, hoffend, Du erklärst, vermittelst und zeigst neue Wege auf. Du sagt mir, dem Leser, dass ich ein Stück vom Kuchen bekomme, verrätst mir aber auch, wem die Bäckerei gehört und wo das wirklich große Brot der Zukunft gebacken wird. All das zu erkennen, all das wortgewandt und in äußerst lesenswerte Form zu packen, ist hochwertigste journalistische Arbeit, für die ich mich bei Dir, lieber Autor, Gabor Steingart aufs herzlichste bedanken möchte. Es sei erlaubt darauf hinzuweisen, dass ich bereits seit Monaten treuer Leser Deines täglichen Steingarts Morning Briefing bin – Pflichtlektüre für jeden Interessierten, der unabhängige Meinungsbildung schätzt. Dein Buch war mich eine Quell der Inspiration, ein Weckruf in der Corona Debatte, ein kleiner Leuchtturm auf der aktuell hohen politischen See bei unsicherer Wetterlage. Dein Buch ist eine Aufklärung in verklemmten Zeiten, ein „streifenfrei-Fenstertuch“ für die fettig-schmierige Polit- und Ökonomie-Scheibe, die proprio adesso nur sehr schwer zu durchschauen ist. Dein Buch ist unbequem, aber wahr. Danke dafür, ich werde es nochmal lesen. *** (c) Udo Kewitsch, Okt.20 ***

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Ein Klartext-Buch mit ehrlicher Analyse und konstruktivem Ausblick. Augenöffnend und spannend geschrieben, mit starken Formulierungen, vielen Hintergründen, Vergleichen und ausgezeichneten Infografiken. Ein Buch mit Tiefgang und Nachklang. Für den Durch- und Überblick in dramatischen Zeiten. Lesenswert. Steingart sieht in “Digitalisierung, Globalisierung und Ökologie das magische Dreieck der neuzeitlichen Transformation” und betrachtet Covid-Krise nicht als Wendepunkt, sondern als Beschleuniger: “Unsere Demokratie stand schon vorher unter Spannung. Corona war der Schwarze Schwan für große Teile der deutschen Volkswirtschaft, deren Manager ihn mit ihren nostalgischen Gesängen regelrecht angelockt haben.” Anders als viele Decoupling-Demagogen erwartet er ökonomisch nach der Pandemie nicht “das Ende der Globalisierung, und auch nicht den Zerfall Europas, sondern eine Welt der beschleunigten Digitalisierung”. Ich glaube, hier liegt Steingart richtig und die vielen Hinweise und Erläuterungen zur Digitalisierung sind klar und konkret, etwa: - “Die neue Wirklichkeit teilt sich nicht mehr zuerst in Ost und West, Stadt und Land, Diktatur oder Demokratie, Plan- oder Marktwirtschaft, sondern in digital und analog.” - “Nur die weitgehend entstofflichte Datenökonomie, die durch Beobachtung und Steuerung von Mensch und Material die Ressourcen der Erde schont, gehorcht dem ökologischen Imperativ.” (was er am Beispiel Transport und Landwirtschaft beschreibt). Steingart warnt: - vor der “Kolonialisierung der Zukunft”, - vor den “Verbotsschildern der politischen Korrektheit”, - vor der durch Corona geöffneten “Tür zum autoritären Durchregieren”, - vor “linken Dealern die sind unterwegs, um dir deine Angst wegzuspritzen”. - vor rechten Populisten ("Das Völkischem kehrt zurück") Er will: - Deutschland als Technologieführer, nicht Follower, - Ludwig Erhard als geistigen Vater der Politik, nicht David Copperfield, - ein emanzipiertes und zuversichtliches Bürgertum, das sich nicht selbst limitiert, sondern den schwarzen Schwan vertreibt, - ein besseres Erzählen von Europa ("Das europäische Narrativ muss nicht neu erfunden, nur freigelegt, verdichtet und erzählt werden"). Der für mich spannendste Abschnitt befindet sich im letzten Drittel des Buches: "Ich denke, wir sollten den Apokalyptikern spätestens an dieser Stelle freundlich, aber bestimmt sagen: Demokratie und Rechtsstaat sind nicht verhandelbar. Eine Pandemie bedeutet die dringliche Aufforderung zum Handeln, aber einen demokratischen Notstand begründet sie nicht. Die Toleranz der Toleranten darf nicht den Sieg der Intoleranten bedeuten, wie wir bei Popper gelernt haben. Du, mein Freund, bist hier gefordert. Deine Waffe sei das Argument; dein Erkennungsmerkmal die Nachdenklichkeit, und auch Camus’ »unbesiegbarer Sommer« lässt sich gegen die Lust an der Apokalypse mobilisieren. Wir sollten nicht zulassen, dass Natur und Gesundheit gegen »die Wirtschaft«, deren unverrückbarer Teil wir selbst sind, ausgespielt werden. Effektiver Umweltschutz und wirksame Gesundheitsvorsorge werden niemals gegen »die Wirtschaft« funktionieren, so wie auch umgekehrt richtig ist: Die Wirtschaft ist auf eine intakte Umwelt und auf gesunde Mitarbeiter und Kunden angewiesen. Das Entweder-oder-Spiel der Lobbyisten dient ihren Interessen, nicht deinen, mein Freund.” Sicherlich wird es auch kritische Stimmen im Rahmen der Buchbesprechung geben - wohl vor allem von “Eunuchen”, die sich als akademische Theoretiker und belehrende Voyeure ohne praktische Kompetenz im aktuellen Establishment eingenistet haben, die Lage schönreden, im Nationalen und Analogen verharren und keine Ruhestörung wünschen. Ein Grund mehr dieses Buch zu lesen. Und sich an zwei Zitate von George Orwell zu erinnern: - “The further a society drifts from the truth, the more it will hate those that speak it.” - “Journalism is printing what someone else does not want printed: everything else is public relations.”

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ich wollte eigentlich nur kurz in den Teaser hineinhören - aber das Gedankengebäude, das Steingart hier errichtet, hat mich geradezu magisch angezogen. Von Anfang an verdichtet viele meiner eigenen Gedanken, Befürchtungen, Schlussfolgerungen - immer ein guter Anfang, um sich auch mit weniger Griffigem und Unbequemerem zu beschäftigen. :) Wie Steingart sich von der bisherigen Corona-Nachlese zu einer Vorschau auf das was jetzt kommen wird, und das, was auch kommen könnte, ist einfach nur empfehlenswert.

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