Rezensionen zu
Besser als Sex ist besserer Sex

Theresa Bäuerlein, Tom Eckert

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Fast jedes Paar kennt den Punkt in einer Beziehung, an welchem die Leidenschaft verloren geht. Meist ist dies gar kein Punkt, der genau zu bestimmen ist, sondern eine Phase. Und auch die beiden Autoren dieses Buches haben sich schließlich innerhalb ihrer Beziehung an einem Punkt wiedergefunden, an welchem sie feststellen mussten, dass es im Bett nicht mehr so leidenschaftlich zugeht, wie am Anfang ihrer Beziehung. Aber das wollten die beiden nicht auf sich sitzen lassen und haben über ein Jahr hinweg ein Experiment gestartet. Ratgebertipps wurden befolgt, Freunde befragt und Statistiken geprüft. Alles mit dem Ziel, das Bett nicht weiter zur Kuschelzone mutieren zu lassen. Schon im Vorwort sprechen die beiden Autoren ein Problem an, das wohl ziemlich viel Schuld hat an Problemen im Schlafzimmer: " Die angeblich natürlichste Sache der Welt fühlt sich verdächtig oft ziemlich unnatürlich an." (Bäuerlein, Eckert: Besser als Sex ist besserer Sex, S. 6) Mit diesem Satz hat mich dieser Ratgeber eigentlich schon überzeugt. Noch dazu wird zu Beginn die Problematik beschrieben, die durch die zahlreichen Ratgeber entsteht, die bereits auf dem Markt sind. Es sind Ratgeber mit wissenschaftlichen Fakten von Experten. Aus der Vogelperspektive wird analysiert, aber nie das Gefühl der Identifikation gegeben. Dieser Ratgeber verspricht, anders zu sein und dieses Versprechen hat er meiner Meinung nach gehalten. Hier arbeiten echte Menschen an der Verbesserung ihres Sexuallebens. Echte Menschen mit eigenen Ängsten und Vorstellungen. Echte zwischenmenschliche Probleme und Meinungsverschiedenheiten werden mit dem Leser geteilt und trotzdem wird die Forschung nicht außen vor gelassen. Der Leser erfährt beispielsweise die biologischen Grundlagen der Liebe, aber eben ohne das Gefühl, belehrt zu werden. Die Autoren prüfen wissenschaftliche Fakten zum Thema Sex nach eigenem Ermessen und auf Grundlage eigener Erfahrungen, was dazu führt, dass der Leser sich viel leichter wiedererkennt. Wer also einen Ratgeber sucht, der eine Schritt-für-Schritt-Anleitung für guten Sex sucht, ist mit diesem hier fehl am Platz, aber wer bereit ist an sich zu arbeiten und über sich selbst nachzudenken und damit sowohl eigene Bedürfnisse kennenzulernen, als auch die des Partners besser zu verstehen, der sollte sich dieses Buch in jedem Fall genau anschauen. Was mir an diesem Buch leider nicht so gut gefallen hat, war die Perspektive, aus der es erzählt wurde. Ich habe einen Ratgeber erwartet, der sowohl die männliche, als auch die weibliche Sicht schildert. Bekommen habe ich den Bericht einer Frau, die hin und wieder die Ansichten ihres Partners wiedergibt. Da hätte ich mir mehr Ausgewogenheit gewünscht. Trotzdem sollte jedes Paar einen Blick in dieses Buch werfen. Egal, ob sie bereits seit 20 Jahren zusammen sind oder sich noch an der frischen Liebe erfreuen, um es der Leidenschaft gar nicht erst zu ermöglichen, zu verschwinden.

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Theresa und Tom sind seit vielen Jahren ein Paar, alles lief perfekt, bis sich eines Tages das Unaussprechliche einstellte: Der Alltag. Statt heiße Nächte und Herzklopfen teilen beide viel Vertrautheit und Kuscheleinheiten. Um mehr Würze in ihre Beziehung zu bringen, wagen sie für ein Jahr das Experiment und probieren so einiges aus. Das Autorenpärchen war mir sehr sympathisch und so siegte meine neugierige Ader. Beide probieren die unterschiedlichsten Methoden für ihr Liebesleben aus und berichten über ihre Erfahrungen damit. Dabei setzen sie nicht auf exotische oder schwerumsetzbare Methoden. Beide lassen sich von Experten und Freunden beraten, besuchen Seminare und probieren Sexspielzeug aus. Gepaart sind diese Schilderungen mit Statistiken und Thesen aus anderen fachliterarischen Artikeln.Was nun recht trocken klingt, wurde dank des Schreibstils der Autorin, denn aus Theresas Sicht ist das Buch hauptsächlich verfasst, sehr informativ und locker verpackt. Die Abschnitte des Buches sind kurz und befassen sich immer wieder mit neuen Thesen und Erkenntnissen. Dadurch ist das Buch sehr kurzweilig. Sicher können sich Pärchen mit ähnlichen Problemen "Besser als Sex ist besserer Sex" als Leitfaden setzen. Doch natürlich ist vorallem jeder Mensch anders und für jede Beziehung funktioniert etwas anders. Für mich war das Buch ein informativer und gutgeschriebener Erfahrungsbericht. Wobei ich sagen muss, dass ich die Problematik dahinter nicht ganz nachvollziehen kann. Wenn sich in einer Beziehung Vertrautheit zu Auseinanderleben entwickelt, sollte man eher die Ratgeber wälzen und Therapeuten aufsuchen.

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Buchtipp, der anregenden Sorte Das Autorenpaar von „Besser als Sex ist besserer Sex“, Theresa Bäuerlein & Tom Eckert lassen den Leser teilhaben, sozusagen durch das Schlüsselloch spicken. In ihrem Sachbuch geht das Paar sehr offen mit seinen Gefühlen um und alleine das zu erleben ist schon eine Wonne und macht einen offen für neue Abenteuer. Ein tolles Paar, so will ich das auch, dachte ich an vielen Stellen. Die Autorin beschreibt in der Ich-Form offen und dabei gar nicht schlüpfrig von Ihrer Partnerschaft und wie sie zu zweit neue Wege gefunden haben und viel Neues voneinander und miteinander gelernt haben. Die beiden haben sich auch als Mensch neu kennengelernt. Wirklich faszinierend! Das Lesen macht viel Spaß, weil die Schreibweise unverklemmt und offenherzig ist und auch kleine Peinlichkeiten werden offen ausgesprochen und insgesamt sind die Kapitel sehr persönlich geschrieben. Als Leserin erhält man Einblick in die Geheimnisse eines Liebespaar, über das sonst nicht unter Pärchen gesprochen wird. So manches ließ mich schmunzeln und beim Lesen zustimmend nicken. Reinlesen!

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Und darf kein Tabu Thema in einer Beziehung sein!

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Inhalt Theresa und Tom haben ein Problem, dass viele die in langjährigen Beziehungen stecken, kennen. Man versteht sich super, aber im Bett läuft nicht mehr so viel, wie man gerne hätte. Die Leidenschaft ist gegangen und hat der Vertrautheit Platz gemacht. Doch ist das wirklich das Schicksal monogamer Beziehungen? Können wir die Leidenschaft und die Lust auf Sex wiederentdecken? Eigene Meinung Wahrscheinlich kennt jeder das Problem, dass das Sexleben mit der Länge der Beziehung abnimmt. Vielleicht bleibt der Sex immer gleich gut, mit einigen unglaublich guten Malen dazwischen, doch die Menge nimmt ab. Und genau das ist auch Theresa und Tom passiert. Anstatt sich aber damit abzufinden, versuchen sie alles, um ihrem Sexleben wieder Schwung zu geben. Sie lesen allerhand Bücher über Sex, gehen auf Seminare, probieren Liebesspielzeug aus und, und, und... Doch dieses Buch ist kein Leitfaden, um das eigene Sexleben wieder aufzupeppen. Vielmehr haben die beiden das niedergeschrieben, was vielen im tiefsten Inneren eigentlich schon klar war und doch öffnet einem das Buch die Augen. Dass sie so offen über Probleme reden, die sonst totgeschwiegen, oder aber mit Statistiken und Umfragen erklärt werden, macht sie auch so sympathisch. Und keinesfalls haben sie nur Erfolge zu verbuchen, sie schreiben auch über Rückschläge und vor allem ihre Ängste. In ihrem Buch zitieren sie viel aus Ratgebern, die ihnen mal mehr und mal weniger geholfen haben. Falls man Interesse hat, sind sie entsprechend hinten aufgeführt. Fazit Mir hat das Lesen dieses, nennen wir es mal Erlebnisberichtes, sehr viel Spaß gemacht. Gleichzeitig hat es mich auch unendlich traurig gemacht, weil ich mich teilweise selbst wiedererkannt habe. Ich kann nur jedem, dem dieses Problem nicht fremd ist, zu dem Buch raten. Zwar ist es keine Lösung, es beschert einem jedoch einen anderen Blickwinkel auf gewisse Dinge.

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