Rezension zu
Hello Sunshine

Die Rezension bezieht sich auf eine nicht mehr lieferbare Ausgabe.

Eine Sommergeschichte mit Tiefgang

Von: Steph
03.07.2018

Cover: Ich finde das Cover passt hervorragend zum Sommer. Inhalt: Sunshine Mackenzie verliert von dem einen Tag auf den anderen alles, was ihr im Leben wichtig war: Ihren liebevollen Ehemann Danny, sowie ihren Job als YouTube Starköchin. Zurück in der Heimat versucht sie zurück zu sich selbst zu finden. Bei Rain, ihrer Schwester, versucht sie unterzukommen. Diese lebt mit ihrer Tochter Sammy (ein zuckersüßes Mädchen) und ihrem Lebensgefährten Thomas in einem kleinen Haus. Fazit: Ich habe eigentlich mit einem leichten Liebesroman gerechnet. Pustekuchen! Die ersten hundert Seiten erfährt der Leser, wer Sunshine Mackenzie vorgegeben hat zu sein: Eine Frau aus den Südstaaten, aufgewachsen auf einer Farm, die kochen schon immer geliebt hatte. Doch Fehlanzeige! Nichts von diesem Lebenslauf stimmt und Sunshine wird an ihrem Geburtstag mit der Wahrheit konfrontiert. Ihr Ehemann versucht ihr klar zu machen, dass sie schon lange nicht mehr die Person ist, in die er sich vierzehn Jahre zuvor verliebt hatte. Sunshine gab etwas vor zu sein, was sie nicht war. Ihre Lügen hatte sie über die Jahre perfektioniert und die Cyberwelt/Social Media Plattformen zerpflücken sie gnadenlos. Danny verlässt sie und sie sucht Trost in ihrer Heimat Montauk. Leider ist ihre Schwester Rain alles andere als begeistert Sunshine zu sehen. In diesem Moment tat Sunshine mir unglaublich leid. Wenn nicht einmal die Familie etwas mit einem zu tun haben will, wen hat man dann noch? Sunshine beginnt endlich ihr Leben zu reflektieren. Sie fragt sich, wie es so weit kommen konnte, dass ihr Kartenhaus der Lügen zusammengebrochen ist. Mit Ethan, einem örtlichen Fischer, versteht sie sich auf Anhieb und ich hätte gerne noch mehr von den beiden gelesen. Der Fokus der Geschichte wird aber nicht auf das Thema Liebe gelegt, sondern auf die Protagonistin selbst. Sie fängt als Küchenhilfe bei einem Koch an zu lernen (zu Beginn wiederum aus Eigennutz), woraufhin sich ihr Ehrgeiz bemerkbar macht. Die Wochen vergehen und Sunshine lernt wieder sich selbst zu lieben und die Wahrheit auszusprechen, anstatt zu lügen.Ihre Wandlung war für mich vollkommen nachvollziehbar. Ihre Dialoge mit Sammy (Rains Tochter) sind spritzig und erfrischend. Dieses kleine Mädchen ist meine persönliche Lieblingsfigur. Eine Sommergeschichte mit Tiefgang. Verdiente fünf von fünf Akten!