Rezension zu
Die Wellington-Saga - Verführung

Genialer Folgeband mit einer noch tolleren Liebesgeschichte

Von: Anonym
04.12.2017

Meinung Das Cover ist wie das erste Band zuvor sehr edel, luxeriös und dieses Mal in einer grünlichen Schriftfarbe gehalten. Der Perlmutt-Effekt gibt dem Ganzen noch etwas ganz besonderes. Es ist sofort klar, dass man in eine andere Welt abtauchen wird, die man so nicht kennt. Man muss allerdings sehr vorsichtig mit dem Buchrücken umgehen beim Lesen, da dieses Material sehr leicht dazu neigt Leserillen reinzukriegen und wer so etwas nicht mag, sollte behutsam sein. Der zweite Band knüpft an den ersten Teil, auch wenn in diesem andere Personen die Protagonisten sind und im Vordergrund stehen. Es wird aus der Sichtweise der beiden erzählt, wie sie ihr Leben bewerkstelligen, wie sie sich kennenlernen und sie selber und die Geschichte sich entwickelt. Zunächst werde ich nach Los Angeles entführt, wo Katharine Parker ihr Leben führt als Regisseurin. Nur nach einem absoluten Filmflop ist diese nicht mehr so gefragt wie je in Hollywood und da kommt ihr ein Flug nach Wellington, wo sie mit ihren Eltern aufwuchs als Kind, gerade recht, auch wenn die eigentlichen Gründe dafür, wieso sie es tut nicht schön sind. Sie lernt schon sehr früh den Reichtum und die schönen Dinge des Lebens kennen durch ihren Job. Doch sie wird wieder auf den Boden der Tatsachen geführt. Durch einen Zufall kommt Sebastian in ihr Leben gestolpert und durch ihn kommt sie ihrem Traum wieder etwas näher. Alejandros Leben durfte ich ja schon im ersten Band kennenlernen. Nur dieses Mal geht es um seinen jüngeren Bruder Sebastian, der bekannt ist als der Playboy schlechthin. Er lässt keine Party aus und die Frauenwelt liegt ihm total zu Füßen und lässt natürlich dadurch auch nichts anbrennen und beginnt die eine oder andere Affäre oder One Night Stands. Das ist für den Ruf der Familie Del Campo nicht gerade so gut. Er genießt diese Freiheit und sein Leben in vollen Zügen anstatt bei den Trainings aufzukreuzen; lässt diese lieber ausfallen und die Spiele, die anstehen und eigentlich wichtig wären für den Erfolg des Team Victoria, ignoriert er weitesgehend. Und dann begegnet ihm die attraktive Katherine und stellt alles bisherige auf den Kopf. Ich fand sofort in die Geschichte rein und war Feuer und Flamme. Es war meiner Meinung nach sehr viel schöner und nicht so langgezogen wie der erste Band zuvor und viel Abwechslung darin. Man brachte mir den Polo Sport und das Leben in Wellington selber nochmal sehr viel näher und wie im ersten Band zuvor ging es darin in erster Linie um Pferde und den Polosport an sich, der im Vordergrund der Geschichte steht. Nur wer denkt, Sebastian wäre diesem Sport genauso verfallen wie sein älterer Bruder, der täuscht sich, denn für ihn steht dieser nicht im Mittelpunkt seines Lebens und deshalb wird man nur bedingt darin eintauchen hier. Es wird einem eher etwas anderes näher gebracht und zwar wie die Familie Del Campo zu diesem Sport überhaupt gekommen ist. Ich empfand dieses Buch weniger romantischer angehaucht als den Vorgängerband, da der Protagonist nicht so viel damit anfangen kann. Aber dafür war sehr viel Leidenschaft, Wildheit und Impulsivität darin präsent. Was ich absolut grandios fand war, dass der Autor sich sehr in die verschiedenen Figuren seiner Bücher hineinversetzen konnte aus deren verschiedenen Perspektiven die Bücher geschrieben wurden. Sie kamen sehr authentisch und echtgetreu rüber und es wirkte auf mich nicht so als hätte er sich dafür verbiegen müssen, um es aus der Sichtweise von Sebastian oder Katherine zu schreiben. Er hätte auch aus den beiden Charakteren völlig andere Personen hervorzaubern können, als diese es letztendlich waren. Und was ich noch gut fand war, dass dieses Band wieder sehr leicht und flüssig zu lesen war und es zu verschlingen. Wenn etwas zu langatmig ist, egal ob es die Geschichte an sich ist oder die Charaktere zu schwierig sind, nimmt es mir die Lust am Lesen und das war gar nicht der Fall bei diesem. Beim Vorgängerband hatte ich so meine Schwierigkeiten. Fazit Abschließend kann ich sagen, dass mich dieser Band mehr als überzeugt und abgeholt hat, sowohl von seinen Charakteren her als auch von der Geschichte an sich. Und die wechselnden Sichtweisen der Protagonisten und deren Einblick in ihre Gefühlswelten fand ich richtig toll. Die Dialoge waren der absolute Burner, da diese stellenweise sehr witzig waren und die Stimmung aufgelockert haben. Ich habe dieses Mal nichts zu bemängeln. Bewertung Cover: 5/5 Schreibstil: 5/5 Charaktere: 5/5 Handlung: 5/5 Grundidee: 5/5 Spannung: 5/5