Rezension zu
Die andere Frau

Leicht zu lesen, schwer zu merken

Von: Der_buchblog
30.08.2019

An erster Stelle: herzlichen Dank für die Bereitstellung des Rezensionsexemplares @goldmannverlag Dieses Buch stand schon lange auf meiner Liste und wie schon so oft, habe ich die Reihe von Michael Robotham einfach mal mit dem 11. Band begonnen. Völlig ohne Vorkenntnisse hatte ich aber nicht das Gefühl, dass mir etwas fehlen würde. Der Autor beschreibt die grundlegenden Fakten um der Geschichte und dem Hauptprotagonisten, Joe O‘Loughlin, folgen zu können ausreichend um eine Beziehung aufbauen zu können. Joe bekommt einen Anruf, sein Vater liegt nach einem brutalen Überfall im Koma. Als er im Krankenhaus eintrifft hält eine Frau, welche nicht Joes Mutter und folglich auch nicht die Ehefrau des Opfers ist die Hand des Komapatienten. Sie behauptet auch seine Ehefrau zu sein. Wer ist sie wirklich? Die hauptsächliche Handlung des Buches, den Täter des brutalen Überfalles ausfindig zu machen und die Identität der Frau zu klären wird von mehreren, teils überflüssigen Nebenhandlungen begleitet. Es fällt in mancher Hinsicht schwer den Überblick über alle genannten Personen und deren Beziehungen untereinander zu behalten, viele Namen fallen und lassen einen diverse Vermutungen anstellen. In Joe konnte ich mich zu Anfang sehr gut einfühlen, verstand seine Gedankengänge nur zu gut und hätte ihm gerne beigestanden. Im Laufe des Buches lässt dieses Gefühl jedoch nach, meiner Meinung nach gibt sich der Hauptprotagonist zu schnell mit manchen Dingen zufrieden. Der Schluss des Psychothrillers war nicht so unvorhersehbar wie ich zunächst angenommen habe, jedoch sehr realistisch und schien nicht an den Haaren herbei gezogen um ein spektakuläres Ende zu erzeugen. Die psychologische Sichtweise mit der Joe seine Mitmenschen betrachtet ist spannend zu verfolgen, auch, dass es Grenzen der Psychologie gibt wird nicht verschwiegen. Das Buch insgesamt ist äußerst angenehm zu lesen, wenn man nicht gerade in dem Finanzkapitel (Dividende, hääää?) als absolut Mathe-Null feststeckt. Es ist flüssig geschrieben, der Spannungsbogen hält sich durchweg in Schlangenlinien.