Rezension zu
Summer Girls

Die Rezension bezieht sich auf eine nicht mehr lieferbare Ausgabe.

Thriller, der sich ganz gut lesen lässt

Von: Shellyaroundtheworld
03.07.2019

Cover: Das Cover zeigt einen Wald, der die Seite einrahmt und ein Mädchen, das mit dem Rücken zum Betrachter aus dem Wald hinausläuft in die Sonne. Ich finde das Cover wegen der Farben eher dezent. Es passt gut zur Geschichte, da der Wald eine Rolle in dem Fall spielt und es um verschwundene Mädchen geht. Handlung: Nach de Fund einer ersten Mädchenleiche beginnt die Polizei zu ermitteln und unsere Protagonistin Lot versucht, sich zu behaupten. Die Männer nehmen sie nicht ernst und dieser Teil des Klappentextes wird meiner Meinung nach recht gut rausgearbeitet und entwickelt sich während der Geschichte weiter. Die Ermittlungen laufen in verschiedene Richtungen und man versucht als Leser zu erraten, wer der Mörder ist. Schreibstil: Das Buch ist aus Lots Sicht in der 3.-Person-Perspektive geschrieben. Ich mag eigentlich die Ich-Perspektive lieber, weshalb ich erstmal reinkommen musste. Der Schreibstil selbst war flüssig und leicht zu lesen und es gab keine unnachvollziehbaren Gedankensprünge oder dergleichen. Die Ermittlungen nahmen einen stringenten Lauf und waren ebenfalls nachvollziehbar. Die Rolle der Männer wurde gut rübergebracht. Charaktere: Lot versucht sich als kompetente und starke Frau in einer Männerwelt zu beweisen, hat aber auch ihre schwachen Momente, was sie sehr authentisch macht. Die Männer nehmen sie nicht ernst und spielen ihre Rolle dabei auch sehr gut. Bis auf ihren Partner, der von Anfang an immer nett war. Es gibt viele Nebencharaktere, die man hin und wieder als Täter verdächtigt und solche, die einfach den Raum füllen, wie Lots nette Vermieterin. Man hatte nicht das Gefühl, dass es zu viele oder bloß eine Handvoll Charaktere gäbe, die Menge war genau gut. Ende: Das Ende wurde sauber gelöst, der Fall abgeschlossen und man erfährt, was mit dem Täter passiert. Für mich ein rundes Thriller-Ende. Meinung (hier könnten Spoiler auftauchen): Mir hat das Buch gut gefallen. Ich wusste nicht genau, wer der Täter war und fand es nicht zu vorhersehbar. Die Nebenstory mit Lots Lover in Schweden fand ich etwas nervig und unnötig und hat für mich auch nicht da reingehört, das hätte man anders lösen sollen. An sich wurde alles, was im Klappentext angesprochen wurde, auch umgesetzt und der Fall gelöst. Und auch wenn der Schreibstil eigentlich gut war, haben die Ermittlungen trotz nur knapp 350 Seiten teilweise auf der Stelle getreten, sodass es etwas langweilig wurde. Fazit: Das Buch war insgesamt ganz gut. Zu einem tollen Buch hätte mir etwas gefehlt. Neben der nachlassenden Spannung an manchen Stellen, als die Ermittlung stillstand und der unnötigen Lovestory war irgendwie etwas, was noch fehlte, ich weiß nicht genau, was. Insgesamt hat das Lesen aber Spaß gemacht und die Story war rund, sodass ich dem Buch 3 Sterne gebe.