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Nana Oforiatta Ayim

Wir Gotteskinder

Roman

(4)
Hardcover
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»Eine mutige Neuerfindung der Einwanderungserzählung, verführerisch, poetisch ... beispiellos.« Taiye Selasi

Maya Mensah ist im deutschen Exil täglich damit konfrontiert, anders zu sein. Auch ihre Eltern sind anders. Ihr Vater ist ein scheuer Intellektueller, und ihre schöne Mutter liebt es, das Geld mit vollen Händen auszugeben und an ihre königliche Abkunft zu erinnern. Doch wenn Maya in der Schule von ihrer glanzvollen Familie erzählt, wird sie verspottet. Beistand leistet ihr einzig ihr Cousin Kojo. Maya ist fasziniert von seinen farbenprächtigen Erzählungen aus Ghana, an das sie sich kaum erinnern kann. Sie klingen für sie wie Märchen, die mythisch und wirklich zugleich scheinen, und öffnen ihr den Blick: für ein Land, das seine Seele nach all den Jahren der Kolonialzeit erst wiederfinden muss, für ihre entwurzelten Eltern — und endlich erkennt sich Maya als Teil dieser Geschichte.

Poetisch, fesselnd, faszinierend — » Wir Gotteskinder« ist wahre Weltliteratur und eine Hymne an das Geschichtenerzählen als verbindendes Glied zwischen den Kulturen.

»Poetisch, fesselnd, faszinierend – In einer Enzyklopädie der Weltliteratur der Gegenwart gebührt diesem Roman ein Ehrenplatz.«


DEUTSCHE ERSTAUSGABE
Aus dem Englischen von Reinhild Böhnke
Originaltitel: The Godchild
Originalverlag: Bloomsbury, London 2019
Hardcover mit Schutzumschlag, 272 Seiten, 13,5 x 21,5 cm
ISBN: 978-3-328-60146-3
Erschienen am  13. April 2021
Lieferstatus: Dieser Titel ist lieferbar.

Rezensionen

Maya Mensah ist im deutschen Exil täglich damit konfrontiert, anders zu sein

Von: Buchreisender

29.07.2021

Maya Mensah wächst zusammen mit ihren sich im Exil befindlichen Eltern in Deutschland auf. Eigentlich stammt die Familie aus Ghana, aber Ghana bietet keine Sicherheit mehr für die Familie. Selbst für eine zur Königsfamilie gehörenden Mitglieder nicht. In Deutschland aber haben sie weder den königlichen noch angesehenen gesellschaftlichen Stand und werden als einfache Flüchtlinge belächelt und teilweise auch angefeindet. Ihre Eltern haben ihr erklärt, dass sie in die Welt hinausgeschickt wurden, um zu studieren und mit mehr Wissen nach Ghana zurückzukehren. Mayas Vaters hat das Ziel aus den Augen verloren und sich nicht dazu fähig fühlt seiner Heimat nützlich zu sein. Eines Tages könnte Mayas Mutter Königin in Ghana werden. Dementsprechend verhält sie sich allzu oft überschwänglich und gönnerhaft, obwohl die Familie nur ein durchschnittliches Einkommen hat. An diesem ‚königlichen‘ Verhalten zerbricht schließlich die Familie. Maya zieht mit ihrer Mutter nach England, wo ihr Cousin Kojo zu ihnen zieht. Kojo erzählt Maya in abendlichen Geschichten mehr über die Kultur und den Glauben in Ghana. Durch Kojos Geschichten will Maya ihre Wurzeln ergründen und lernt auf diese Weise die Welt kennen. Mit all ihren Kategorisierungen, ihren Vorurteilen und ihren Ausgrenzungen. Immer mehr fühlt sie sich zwischen den Welten dem Leben in der westlichen Welt, der Kultur ihre Eltern, ihrer Heimat und dem Glauben in Ghana. Am Ende versuchen Maya und Kojo ihre Erfahrungen und all das gelernte in Ghana umzusetzen. Eines kann man weder der Autorin noch dem Roman vorwerfen, er ist zu keiner Zeit langweilig. Mir hat Wir Gotteskinder wirklich Spaß gemacht. Dies liegt nicht zuletzt daran, dass es eigentlich die Autobiografie der Autorin Nana Oforiatta Ayim ist

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Das Zwischenweltliche

Von: nil_liest

08.06.2021

Afrikanische Literatur spielt leider noch keine allzu große Rolle hierzulande. Wenn dann doch kommen einem die wenigen in den Sinn, die man bisher doch stärker auch in den Medien wahrgenommen hat, wie die Klassiker von Chinua Achebe oder neueren Literatur von Chimamanda Ngozi Adichie, Taiye Selasi oder Ayesha Harruna Attah. Aber es kommen einige Romane dazu in diesem Bücherfrühling und einer davon ist „Wir Gotteskinder“ von der großartigen Nana Oforiatta Ayim! Die Presse hat sich global förmlich überschlagen vor positiven Stimmen und da werde ich eher skeptisch, aber hier war auch ich euphorisch dieses Buch zu lesen, hat doch die Autorin bereits einen spannenden Lebenslauf, der sich auch stark in der Geschichte des Romans wiederfindet. Der Roman erzählt die Geschichte von Maya Mensah, die in Deutschland aufwuchs. Ihre Eltern fanden Exil, da es in Ghana nicht mehr Sicher für die Familie war. Im Heimatland Teil einer angesehenen Familie, die zu einer Königsfamilie gehört, in Deutschland die belächelten Flüchtlinge. Maya ergründet ihre Wurzeln und lernt die Welt kennen mit ihren Kategorisierungen, mit ihren Vorurteilen und ihren Ausgrenzungen. Sie lebt, wie viele zwischen den Welten, es ist eine Suche der eigenen (inneren) Heimat. Eine Bereicherung der Perspektiven. Es passiert aber auch noch eine Menge mehr, denn es folgen die Jahre der Entzweiung in der Familie, eine Rückkehr nach Accra. Aber immer bleibt Maya im Fokus mit ihrer Reflektion und Suche nach Halt und Verortung. Und es bleibt auch die Frage im Raum ob Maya ein „Gotteskind“ ist oder eben nicht. Ein Gotteskind ist ein Kind das mit einem Fuß in der materiellen Welt steht und mit einem anderen in der spirituellen Welt. Ein Kind das scheinbar das große Ganze zu greifen vermag. Selbst der Schreibstil wird zum Statement, wenn die junge Autorin sich wunderbarerweise an den lokalen Arten der Geschichtenerzählung orientiert. Die schriftliche Form ist Literatur, nun hat sie eine Fusion kreiert in dem sie den Rhythmus der mündlichen Übertragung von Geschichten begleitet von Trommeln einbaute. Es entsteht geschriebene Oratur. Diesem Rhythmus sollte man sich hingeben und der Roman kann seine volle Wirkung erzielen. Fazit: Ein handlungsstarker Roman mit Tiefe von einer Person, die weiß was sie schreibt.

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Vita

Nana Oforiatta Ayim, geboren und aufgewachsen in Deutschland, ist die Enkelin des Königs der ghanaischen Region Akyem Abuakwa. Sie studierte Afrikanische Kunstgeschichte, arbeitete für die UN in New York und ist heute weltweit v.a. als Kunstvermittlerin und Kuratorin, aber auch als Filmemacherin tätig. »Okay Africa« zählt sie zu den »12 wichtigsten Frauen aus Afrika, die Geschichte schreiben«. Sie gehört auch zu den »Apollo 40 unter 40« und damit zu »den talentiertesten und inspirierendsten jungen Personen, die die Kunstwelt heute voranbringen«. 2019 verantwortete sie den ghanaischen Pavillon auf der Biennale von Venedig. »Wir Gotteskinder« ist ihr hochgelobter Debütroman. Sie lebt in Accra/Ghana.

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Reinhild Böhnke

Reinhild Böhnke, geboren 1944 in Bautzen, hat in Leipzig Germanistik und Anglistik studiert. Sie übersetzt seit 1971 aus dem Englischen und hat den sächsischen Übersetzerverein »Die Fähre« mitbegründet. Seit 1998 übersetzt sie u.a. die Werke von J.M. Coetzee ins Deutsche. 2004 erhielt sie das Bundesverdienstkreuz und 2015 das Barthold-Heinrich-Brockes-Stipendium.

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Pressestimmen

»Nana Oforiatta Ayim hat ein Jahrhundertthema zu Literatur verarbeitet: Die Entwürdigung von Menschen in Afrika und die Enteignung ihrer Kunstwerke durch die weißen Kolonialherren.«

»Eine tolle Mischung aus Einwanderergeschichte, Coming-of-Age-Roman und Familienhistorie.«

freundin (02. June 2021)

»Nana Offriata Ayim vermittelt zwischen den Welten – weil sie ihre Wurzeln kennt, kann sie über sich hinauswachsen.«

BÜCHERmagazin (13. October 2021)

»Diese Geschichte über die Suche nach der eigenen Identität strahlt lebhafte Wärme aus und glänzt mit Menschlichkeit.«

»Nana Oforiatta Ayim wandelt abseits der Klischees, die mit Afrika in Verbindung gebracht werden. Deswegen ist der Roman so erfrischend.«

Forum. Das Wochenmagazin (Berlin) (09. July 2021)

»Eine mutige Neuerfindung der Einwanderungserzählung, verführerisch, poetisch ... beispiellos.«

Taiye Selasi (20. March 2020)

»Schwindelerregend, faszinierend und fesselnd ... Ein klassischer Entwicklungsroman, der zugleich ein besorgtes Bild von der Geschichte Ghanas entwirft und den psychischen Verwerfungen im Exil.«

Daily Mail (20. March 2020)

»Bahnbrechend und bewundernswert ... Nana Oforiatta Ayim ist geschickt darin, die Angst eines Kindes einzufangen, dessen Wunsch nach Zugehörigkeit dadurch verstärkt wird, dass es in einer Welt lebt, in der Schwarzsein und Afrika nicht wertgeschätzt sind … Bücher wie ›Wir Gotteskinder‹ haben das Potenzial, die Weltliteratur zu bereichern und, in John Bergers Worten, neue Sichtweisen zu bieten.«

The Guardian (20. March 2020)

»Ein faszinierendes Debüt! Von Geschlechterpolitik bis zum Leben als junge schwarze Immigrantin in Europa, die zentralen Themen werden durch lebendige Charaktere und üppige Details belebt. Der lyrische Prosastil zieht den Leser von Anfang an in seinen Bann... Schillernd, detailliert und vielfältig in seinen Themen, seiner Prosa und Beschreibung.«

The Irish Times (20. March 2020)