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Das Meer von Mississippi

Roman

Hardcover
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1927, im Süden der USA. Es regnet seit Tagen, und der mächtige Mississippi droht über die Ufer zu treten, als die Prohibitionsagenten Ingersoll und Johnson die kleine Ortschaft Hobnob erreichen. Sie sind auf der Suche nach zwei verschwundenen Kollegen, die einem örtlichen Schwarzbrenner auf der Spur waren. Am Schauplatz eines Verbrechens finden sie ein schreiendes Baby, das Ingersoll nicht zurücklassen will. Bei Dixie Clay Holliver, einer jungen Frau aus dem Ort, findet er ein Zuhause für das Kind. Die beiden mögen sich auf Anhieb, doch Ingersoll weiß nicht, dass Dixie Clay die beste Schwarzbrennerin des Landes ist und etwas mit den vermissten Ermittlern zu tun haben könnte.

»Wer gern William Faulkner liest, für den ist dieses Buch genau das Richtige.«

Peter James (16. December 2019)

Aus dem Amerikanischen von Eva Bonné
Originaltitel: The Tilted World
Originalverlag: William Morrow
Hardcover mit Schutzumschlag, 384 Seiten, 13,5 x 21,5 cm
ISBN: 978-3-453-27285-9
Erschienen am  24. May 2021
Lieferstatus: Dieser Titel ist lieferbar.
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Dieses Buch spielt in: Mississippi, Vereinigte Staaten von Amerika

Rezensionen

Große Geschichte, große Erzählkunst, großes Lesevergnügen

Von: Lesendes Federvieh

18.09.2021

„Das Meer von Mississippi“ ist ein bildgewaltiger, erzählerisch dichter Roman über die Jahrhundertflut im Jahr 1927 im Süden der USA, ebenso aber auch über das Leben in Zeiten der Prohibition und die Mechanismen der illegalen Schwarzbrennereien. Es ist ein ganz wunderbarer Schmöker, in den ich beim Lesen versunken bin, so mitreißend und aufwühlend geschrieben, ich konnte mich dem Erzählstrom nicht entziehen. Und es ist eine Geschichte, die niemanden kalt lässt und zum Nachdenken anregt, denn sie ist aktueller, denn je. Ich musste sofort an die Überschwemmungen in NRW und Rheinland-Pfalz denken, und auch daran, dass Katastrophen aus der Vergangenheit zu schnell in Vergessenheit geraten. Alle stürzen sehenden Auges in die Katastrophe und genau diese unvermeidbare Tatsache ist so gut beschrieben und so eindrücklich in Szene gesetzt, die ganze Geschichte lief wie ein Film vor meinen Augen ab. Man spürt den Regen, Regen und nochmals Regen, sieht das Wasser ansteigen, die Straßen überfluten ‚ertrunkene‘ Felder wohin das Auge reicht, spürt die düstere Stimmung, das fehlende Sonnenlicht, aber auch das bisschen Hoffnung, dass die Deiche doch noch halten. Als dann alles vom Wasser weggespült wird, ist man gefangen im Hochwassergebiet wie alle anderen auch und fühlt immer stärker die herannahenden Auswirkungen der Katastrophe. All das ist so spannend und fesselnd, wie in einem Krimi erzählt. Die Charaktere sind so realistisch geschaffen, als wären sie greifbar. Ich konnte mir ihre schlammverkrustete Kleidung vorstellen, ebenso die dicken Wassertropfen, die von ihren Hüten tropfte. Man spürt ihre Angst, ihren Kampf gegen die Natur, aber auch die Verschlagenheit und Rücksichtslosigkeit, um Profit zu machen und die drohende Katastrophe ohne Rücksicht auf menschliche Verluste herunterzuspielen. Ebenso erging es mir mit dem fiktiven Südstaatenort Hobnob, auch hier schaffen die beiden Autoren es hervorragend, nicht nur das Lebensgefühl dieser Zeit und die elektrisierende Atmosphäre im Angesicht des drohenden Unheils bildgewaltig einzufangen, sondern auch die Naturgewalt und das daraus resultierende Desaster und unvorstellbare Leid der Menschen, die alles verloren haben, sehr eindringlich zu schildern, ich bekam Gänsehaut dabei. Absolut spannend geschildert ist auch alles, was mit Schwarzbrennerei zu tun hat, die sich zu Zeiten der Prohibition zu einem lukrativen, illegalen Wirtschaftszweig entwickelt hatte. Auch hier beschreiben die Autoren sehr detailliert und historisch fundiert, wie in diesen heimlichen, gut versteckten Destillerien gearbeitet wurde. Daneben klingt immer wieder der allgegenwärtige Rassismus durch, es war ernüchternd und beschämend zu lesen, wie Farbige sogar in solch einer Ausnahmesituation noch als Menschen zweiter Klasse behandelt wurden. Beth Ann Fennelly und Tom Franklin haben es fulminant geschafft, die Große Flut von 1927, die in den USA große Landesteile verwüstete, wieder ins Gedächtnis zu rufen und in diesem absolut lesenswerten Roman zu verweben.

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Mississippi

Von: bus

15.08.2021

Dieses Geschichte spielt in einer fiktiven Kleinstadt im Mississippi-Delta, basierend auf der großen Flutkatastrophe im Süden der USA 1926/27. Zwei Agenten, Ham Johnson und Ted Ingersoll, machen sich im Aufteag der Prohibitionsbehörde, auf die Suche nach zwei verschwundenen Kollegen. Noch ist nicht klar, ob ihnen etwas zugestoßen ist oder bei vielleicht die Seiten gewechselt und sich haben bestechen lassen. Als die beiden ein verlassenes Baby finden beginnt die eigentliche Geschichte... Kraftvoll, packend, bildhaft und spannend erzählt vor dem historischen Hintergrund. Die beiden Hauptfiguren werden dem Leser durch viele Rückblenden näher gebracht. Sie erhalten dadurch sehr viel Tiefe. Beide stehen auf verschiedenen Seiten, finden ab einen Weg zueinander. Kein Krimi im üblichen Sinn, aber ein gutes Buch, über Liebe, Schwarzbrennerei, Flutkatastrophe, Adoption und menschliche Tragödien. Viele Wendungen, Geheimnisse und eine durchdsachte Linie machen es zu einer besonderen historischen Geschichte. Mich hat es sehr gut unterhalten.

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Vita

Beth Ann Fennelly, 1971 in New Jersey geboren, hat drei Gedichtbände und ein Sachbuch veröffentlicht. Sie leitet den Studiengang Kreatives Schreiben an der Universität von Mississippi. Tom Franklin wurde 1963 in Dickinson, Alabama geboren. Für sein literarisches Werk wurde er mehrfach ausgezeichnet, unter anderem 2019 mit dem Deutschen Krimipreis. Franklin unterrichtet an der Universität von Mississippi. Beth Ann Fennelly und Tom Franklin sind seit 1998 verheiratet und leben mit den gemeinsamen Kindern in Oxford, Mississippi.

Zur Autor*innenseite

Tom Franklin wurde 1963 in Dickinson, Alabama geboren. Für sein literarisches Werk wurde er mehrfach ausgezeichnet, unter anderem 2019 mit dem Deutschen Krimipreis. Beth Ann Fennelly, 1971 in New Jersey geboren, hat drei Gedichtbände und ein Sachbuch veröffentlicht. Sie leitet den Studiengang Kreatives Schreiben an der Universität von Mississippi. Beth Ann Fennelly und Tom Franklin sind seit 1998 verheiratet und leben mit den gemeinsamen Kindern in Oxford, Mississippi.

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Pressestimmen

»Der Regen tropft förmlich von den Seiten, so lebendig ist diese Geschichte geschrieben. Auch die Figuren scheinen aus Fleisch und Blut und sind von einer beindruckenden Tiefe. Ein Roman, den man nicht so schnell vergisst.«

The Observer (16. December 2019)

»Mit üppiger Sprache und der Dringlichkeit einer drohenden Flut fangen Fennelly und Franklin die Essenz des Lebens in den Südstaaten während der Prohibition ein, in einem Jahr, in dem der Regen nicht enden wollte. Dixie Clay Holliver ist unwiderstehlich: Ein Mädchen, das schießt, betrügt, fälscht (und sich verliebt). Sie und die Beschreibung des Mississippi werden Sie in ihren Träumen verfolgen.«

Booklist (20. January 2020)