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Ai Weiwei

1000 Jahre Freud und Leid

Erinnerungen

(3)
Hardcover
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Einer der größten Künstler unserer Zeit erzählt sein Leben vor dem Hintergrund der Geschichte Chinas

Ai Weiwei gehört zu den bekanntesten Künstlern unserer Zeit. In »1000 Jahre Freud und Leid« schildert er erstmals seinen außerordentlichen künstlerischen Werdegang vor dem Hintergrund der Geschichte seiner Familie in China. Schon als Junge erlebte er die Verbannung und Demütigung seines Vaters Ai Qing, einst ein Vertrauter Maos und Chinas einflussreichster Dichter, der im Zuge der Kulturrevolution als »Rechtsabweichler« gebrandmarkt wurde. Diese Erfahrungen prägten Ai Weiweis Schaffen und seine politischen Überzeugungen. Er beschreibt die schwierige Entscheidung, seine Familie zu verlassen, um für ein Kunststudium in die USA zu gehen, wo er sich u. a. mit Allen Ginsberg anfreundete und künstlerische Inspiration fand. Offen erzählt er von seinem Aufstieg zu einem Star der internationalen Kunstwelt, der aufgrund seiner Menschenrechtsaktivitäten jedoch immer stärker ins Visier des chinesischen Regimes geriet, das ihn schließlich 2011 mehrere Monate inhaftierte. Die sehr persönlichen und vom Künstler selbst reich illustrierten Erinnerungen geben nicht nur einen fesselnden Einblick in Ai Weiweis Leben und Arbeiten, sie sind zugleich Mahnung, die Meinungsfreiheit immer wieder neu zu verteidigen.

Zeitgleich erscheint eine deutsche Ausgabe von Gedichten seines Vaters Ai Qing, »Schnee fällt auf Chinas Erde«, ISBN 978-3-328-60242-2.

»Man merkt in diesen Memoiren, wie ernst es Ai Weiwei ist. Was für ein tief moralischer Künstler er ist. Es ist absolut erschütternd, aufregend und faszinierend, das zu lesen.«

Daniel Kehlmann, radioeins »Die Literaturagenten« (21. November 2021)

Aus dem Englischen von Norbert Juraschitz, Elke Link
Originaltitel: 1000 Years of Joys and Sorrows: A Memoir
Originalverlag: Crown
Hardcover mit Schutzumschlag, 416 Seiten, 15,0 x 22,7 cm
mit vielen Abbildungen und Farbbildteil
ISBN: 978-3-328-60231-6
Erschienen am  02. November 2021
Lieferstatus: Dieser Titel ist lieferbar.

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Dieses Buch spielt in: Volksrepublik China

Rezensionen

1000 Jahre Freud und Leid - Erinnerungen

Von: freetimeGuide

16.01.2022

Ai Weiwei beschreibt in den Erinnerungen seine schwierige Kindheit mit den Demütigungen, die sein Vater erleben musste. Trotzdem konnte er eine künstlerische Laufbahn aufbauen. Seine Erfahrungen mit den politischen Wirrnissen dieser Zeit prägten ihn. Er war immer wieder in Aktivitäten verwickelt, da er sich in seiner Heimat für Menschenrechte einsetzte. Auch seine Bekanntheit bewahrte ihn nicht davor, 2011 inhaftiert zu werden. Dieses Buch ist sehr persönlich und intensiv geschrieben und gibt nicht nur Einblicke in seine Familie sondern zeigt auch das politische System. Meinungsfreiheit ist ein hohes Gut und muss immer wieder verteidigt werden.

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Zur Verschmelzung von Poesie und Politik

Von: hertzlese

06.01.2022

In der Masse zeitgenössischer Kunstwerke verschwimmen für mich viele zu einem undefinierbaren Brei. Viele stechen jedoch auch heraus. Und bei einigen - eher wenigen - kann ich mich noch exakt an den Moment und die Emotionen bei unserer Begegnung erinnern - oder sogar mehr als erinnern, tatsächlich wieder spüren. So geht es mir bei Ai Weiweis „Fairytale“, als ich 2007 in Kassel chinesischen Staatsbürgern begegnet bin, die insgesamt zu 1001. die Documenta besuchten. So geht es mir bei „Remembering“, 9000 Schulrucksäcken am Münchner Haus der Kunst, die mit dem Schriftzug „Sieben Jahre lebte sie glücklich in dieser Welt“ auf die Opfer, darunter tausende Kinder, des Erdbebens in Sichuan verwiesen. Und so geht es mir mit „Sunflower Seeds“, Millionen von handbemalten Porzellan-Sonnenblumenkernen, die den Boden der Tate Modern bedeckten, die live zu sehen ich 2010 extra nach London geflogen bin. Die Arbeiten des 1957 geborenen Ai Weiwei vereinen für mich Poesie und Politik, Leben und Kunst, Realität und Ästhetik - und genauso tut das nun seine Autobiografie "1000 Jahre Freud und Leid". Er umreißt darin nicht nur seine eigene Geschichte (und die seines Vaters) persönlicher Beziehungen und harter politischer Verfolgung, sondern entwirft einen fundierten historischen Überblick des chinesischen Kommunismus. Zugegeben liest sich das jetzt nicht unbedingt easy peasy dahin, aber die poetische Sprache fängt eine:n dann doch immer wieder auf, wenn man sich mal in den Namen chinesischer Politiker oder Städte verheddert hat. Kein Wunder, Ai Weiweis Vater, Ai Qing, war auch Dichter. Übersetzt von Norbert Juraschitz und Elke Link, erschienen am 2. November 2021 im Penguin Verlag.

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Vita

Ai Weiwei, geboren 1957 in Peking, gehört zu den bekanntesten und bedeutendsten Künstlern der Gegenwart. Seinen internationalen Durchbruch erlebte er 2007 mit seiner Teilnahme an der Documenta 12. Der Menschenrechtsaktivist und Regimekritiker nahm 2015 nach der Aufhebung eines Reiseverbots eine Gastprofessur an der Akademie der Künste in Berlin an, wo er danach mehrere Jahre lebte. 2019 zog er mit seiner Familie nach Cambridge in England.

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Norbert Juraschitz

Norbert Juraschitz, geboren 1963 in Bergenweiler, hat in Tübingen und Wien Osteuropäische Geschichte und Slawistik studiert. Er lebt in Tübingen und übersetzt historische und politische Sachbücher aus dem Englischen und Russischen, u. a. von Christopher Clark, Henry Kissinger, Kristina Spohr, Jung Chang und Ai Weiwei.

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Elke Link

Elke Link, geboren 1962 in Erlangen, hat in München und Canterbury studiert. Sie lebt in Berg am Starnberger See, wo sie zeitgenössische und klassische Literatur aus dem Englischen und Amerikanischen übersetzt. Für ihre Übersetzung des Romans „Silas Marner“ von George Eliot erhielt sie gemeinsam mit Sabine Roth 1997 den Bayerischen Kunstförderpreis in der Sparte Literatur.

Zur Übersetzer*innenseite

Pressestimmen

»In seiner Autobiografie geht es um die lebenslange Suche nach kreativer Freiheit und die Erfahrung, dass totalitäre Staaten nichts so fürchten wie die subversive Kraft der Kunst.«

ARD titel, thesen, temperamente (31. October 2021)

»Ein großartiges Buch […] eine Geschichte Chinas im 20. Jahrhundert, ja der Welt.«

Arno Widmann, Frankfurter Rundschau (08. November 2021)

»Man folgt den oft beklemmenden Geschehnissen mit angehaltenem Atem. Und erfährt nuancierter als je zuvor, was […] Aktionskünstler Ai Weiwei zu dem gemacht hat, der er ist.«

Der Tagesspiegel (22. November 2021)

»Was das Buch so besonders macht, ist seine Fähigkeit, den Geruch und die Farbe, das emotionale Substrat […] eines historischen Augenblicks in einer knappen Wendung festzuhalten.«

Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung F.A.S. (07. November 2021)

»›1000 Jahre Freud und Leid‹ ist die Autobiografie des Künstlers Ai Weiwei, aber ebenso sehr ist es die Biografie seines Vaters. [Sie] umspannt zeitlich, räumlich und ideologisch ganze Universen.«

Süddeutsche Zeitung (27. November 2021)

»Ai Weiwei legt die Grundlage für ein tieferes Verständnis seines eigenen rebellischen Lebens.«

Deutsche Presse-Agentur dpa (26. November 2021)

»Ai Weiweis Autobiografie ist eine spannende Lektüre, auch um zu verstehen, woher Ai Weiweis Widerstandskraft kommt und was ihn als Künstler antreibt.«

»Diese Erinnerungen sind persönlich und umfassend, eine Befragung der Kunst und der Freiheit.«

Time Magazine (30. August 2021)

»Ai Weiwei schreibt nicht nur über sich selbst, er spannt einen Bogen über drei Generationen, in dem Bewusstsein, dass die Vergangenheit in der Gegenwart immer weiter Wellen schlägt. Und er kann gar nicht anders, als die persönliche Geschichte des Vaters und seine eigene in die Geschichte des Landes einzubetten, das ihn totschweigt und das er seit Jahren nicht betreten hat. Dieses Buch kann man auch als Dokument des Widerstands begreifen. Wer hat in China nicht gelernt, dass Erinnerung und Identität gefährlich sind.«

Berliner Zeitung, Susanne Lenz (21. November 2021)

»„Ai Weiwei schildert in seiner Biografie, wie er zum Stachel im Fleisch der chinesischen Führung wurde. Eine Hommage an seinen regimekritischen Vater«

Kleine Zeitung, Susanne Rakowitz (21. November 2021)

»Wie sich Zeitschichten in Ai Weiweis Erinnerungen ›1000 Jahre Freud und Leid‹ überlappen und das Persönliche dem Historischen Stichworte liefert und umgekehrt, ist ein einzigartiges Zeugnis. Man folgt den oft beklemmenden Geschehnissen mit angehaltenem Atem. Und man erfährt nuancierter als je zuvor, was den […] Aktionskünstler Ai Weiwei zu dem gemacht hat, der er ist … [F]lüssig und elegant geschrieben, mit einer Vielzahl pointierter Beobachtungen und überraschender Bemerkungen.«

Der Tagesspiegel (23. November 2021)

»In Ai Weiweis Erzählung ist es die nüchterne Sprache, die den intimsten Gedanken von Ai Weiwei die enorme Schwere verleiht. Ähnlich klar formuliert er in seiner Kunst.«

Barbara Unterthurner, Tiroler Tageszeitung (08. November 2021)