Werkbuch KonfiCamps

KonfiCamps sind eine der beliebtesten Formen der Konfirmandenarbeit. Kein Wunder, von ihnen geht eine Bindekraft aus, die sich unmittelbar aus dem Erleben erschließt und noch lange nachhallt.

Aus einem großen Netzwerk erfahrener KonfiCampler ist hier ein Buch entstanden, dass nicht nur »alte Hasen« der KonfiCamp-Arbeit dabei unterstützt, ihre Erfahrungen zu reflektieren. Allen, die noch überlegen, ob und wie sie ihr erstes Camp planen können, macht dieses Werkbuch zudem inhaltlich und theologisch Lust auf diese Arbeit, indem es zum einen die theologisch-pädagogischen Grundlagen der KonfiCamp-Arbeit erschließt, und zum anderen die relevanten strukturellen und inhaltlichen Themenfelder kompetent vorstellt.

Ergänzend dazu gibt es vielfältiges Praxismaterial, das hier zum kostenlosen Download in untrscheidlichen »Lunch-Paketen« bereit steht.

Paperback
€ 24,00 [D] inkl. MwSt. | € 24,70 [A] | CHF 33,90* (* empf. VK-Preis)

Ein Spaziergang durch dieses Buch

Herzlich willkommen! Du hältst ein Werkbuch in den Händen; ein Buch, das sich mit grundsätzlichen, aber vor allem auch ganz praktischen Fragen rund um das KonfiCamp befasst. Das Buch selbst ist so aufgebaut wie ein Camp. In den Kapiteln begegnest du uns, den Autorinnen und Autoren dieses Buches, die mit dir während deines Lesevergnügens »das Zelt teilen«. Wir kommen aus ganz unterschiedlichen Arbeitszusammenhängen, haben aber eine gemeinsame Leidenschaft für KonfiCamps. Denn es ist tatsächlich so: Wer einmal bei einem Camp dabei war, hat Feuer gefangen. Wir haben dieses Buch geschrieben, weil wir von diesem Modell für die Konfi-Arbeit überzeugt sind und unsere praktischen Erfahrungen mit dir teilen möchten. Zusammengetan haben wir uns, weil wir auf KonfiCamps gelernt haben: Ein solches Vorhaben gelingt am besten im Team. Und so ist auch dieses Buch so bunt geworden wie die Camps. Das wirst du beim Lesen merken. Nicht alles ist in einem einheitlichen Stil verfasst, das wäre ja auch langweilig – wie ein Camp, auf dem alles gleich aussieht und bei dem man nichts entdecken kann. So hoffen wir, dass in unserm Buch für jede*n etwas dabei ist.

In dieser Einleitung laden wir dich ein zu einer Tour durch das unbekannte Terrain. Zunächst drehen wir mit dir eine Runde um das Camp, geben dir einen Orientierungsplan an die Hand, blicken hinter die Kulissen und erzählen Geschichten. Danach schlendern wir mit dir über das Camp-Gelände, damit du einen eigenen Eindruck bekommst, wie sich »KonfiCamp« anfühlt. Das Grundprinzip eines jeden Camps ist Freiwilligkeit, und das gilt auch für dieses Buch. Nimm dir die Freiheit, das eine oder andere Kapitel zu überspringen. Vielleicht kehrst du später noch einmal dahin zurück. Andere, die das Buch zur Hand nehmen, haben vielleicht von Vornherein schon diese Einleitung ausgelassen. Dich aber laden wir ein, dich ein wenig vorzubereiten, bevor es so richtig losgeht.

Kribbeln im Bauch

Im ersten Teil des Buchs betrachten wir mit dir die Camps aus einer Außenperspektive. Dabei klären wir einige grundsätzliche Fragen: Warum gibt es Camps überhaupt? Wie und wo sind sie entstanden und wie haben sie sich über die Jahre weiterentwickelt? Warum investieren Leute so viel Zeit und Energie und Geld, um eine Woche mit ihren Konfis an einem anderen Ort zu verbringen? Welche Rolle spielt der Glaube und wie lässt sich die Gute Nachricht auf dem Camp in Szene setzen? Und: Inwiefern sind Camps eine Form von Kirche? Um solche Fragen geht es beim ersten »Rundgang« um den Zaun des Camp-Geländes. Wie auf jeder guten Tour unternehmen wir dabei auch eine Reise in die Geschichte. Wir erzählen dir, wie das allererste KonfiCamp entstand, hoch im Norden, im Land der tausend Seen, und berichten, wie sich daraus im Laufe der Zeit in Deutschland eine bunte Vielfalt verschiedener Camp-Profile entwickelt hat. Wir betrachten mit dir auch das, was KonfiCamps zur Bildung und zum Lernen in der Konfi-Zeit beitragen. Vielleicht planst du ja gerade dein allererstes Camp, hast bislang nur aus der Ferne von den Wundern gehört, die dort geschehen, aber auch von Gefahren, die dort lauern. Und jetzt fragst du dich, wie das eigentlich alles gehen soll, womit du anfangen sollst und wie Andere das vor dir geschafft haben. Wir stellen dir Schritte vor, die uns geholfen haben, unsere ersten Camps auf die Beine zu stellen. Aber auch, wenn du schon Camp-Erfahrung mitbringst und dir deine Neugier bewahrt hast, wirst du hier fündig werden.

Das Herz geht auf

Der erste Überblick eröffnet neue Perspektiven. Im zweiten Teil des Buchs geht dir dann hoffentlich das Herz auf. Denn hier nehmen wir dich mit auf das KonfiCamp-Gelände! Wie Konfis, die die erste Nacht im Zelt verbracht haben und noch dabei sind, die nähere Umgebung zu erkunden, tauchst du mit uns ein in den ersten Camp-Tag. Du erlebst die Tagesstruktur: die Einheiten am Vormittag, die Workshops am Nachmittag, das Bühnenprogramm am Abend und die Nachtkirchenangebote. Nimm dir Zeit, das alles zu entdecken.

Zu Hause sein

Ab dem dritten Tag fühlt sich das Camp bereits vertraut an. Du weißt jetzt, wie der Hase läuft. Daher ist in diesem Teil des Buchs Gelegenheit, darüber nachzudenken, was dir bislang auf dem Camp-Gelände alles begegnet ist. Lass dich mit uns entspannt auf einer Bank nieder und erinnere dich, wie deine Spiritualität auf dem Camp einen Ort bekommen hat und wie die Musik die Konfis und auch dich begeistert hat. Vielleicht hast du auch die vielen jugendlichen Ehrenamtlichen vor Augen, die Teamer*innen, die den Laden am Laufen halten. Oder du denkst daran, wie und an welchen Orten auf dem Camp Seelsorge geschieht. Und während du auf deiner Bank döst, stellen sich plötzlich noch mal ganz neue Fragen: Wie lässt sich eigentlich sicherstellen, dass auf einem Camp Konfis mit ganz unterschiedlichen Bedürfnissen, Begabungen und Identitäten gleichberechtigt zum Zuge kommen? Oder ganz handfest: Was geschieht eigentlich im Fall einer Krise, bei einem Unwetter etwa oder einem Unfall? Und vielleicht kommen dir auch langfristige Perspektiven in den Sinn: Welche Möglichkeiten eröffnen neue digitale Tools für das Camp? Und: Wie ist es bei einer solch großen Veranstaltung möglich, nachhaltig mit den natürlichen Ressourcen umzugehen, vom Einkauf bis zur Müllentsorgung?

Gegen Ende des Camps ist der Höhepunkt der große Abschlussgottesdienst. Auch wenn nach der anschließenden Party alle erschöpft in den Schlafsack kriechen, ist das Camp noch nicht vorbei. Am letzten Tag wird ausgewertet und ausgiebig verabschiedet. Erst dann fahren alle zurück in ihre Kirchengemeinden. Kurz vor der Ankunft zu Hause geben wir dir noch einige Anregungen mit auf den Weg, wie es gelingen kann, die Begeisterung der letzten Tage in den Alltag mitzunehmen.
Nach dem Lesen des Buchs kehrst auch du zurück in deinen Alltag: mit frischer Camp-Erfahrung und neuem Wissen. Und wenn auch du ausgeschlafen hast, merkst du vielleicht: Du hast Lust auf mehr! Was aber passiert, wenn ein KonfiCamp wächst? Was tun, wenn im nächsten Jahr viel mehr Gemeinden und Konfis mitfahren möchten? Auch dafür haben wir abschließend ein paar Tipps parat.

Das Lunch-Paket

Und jetzt, am Ende unserer Tour, noch eine Überraschung! Neben unserm Buch geben wir dir noch mehr Proviant mit, zur Stärkung für den Weg. Unser Lunch-Paket ist eine Internetplattform, auf der wir viele praktische Ideen für KonfiCamps zusammengestellt haben: Anregungen für Spiele, aber auch ganz nüchterne Listen und Briefvorlagen, alles kostenfrei zum Runterladen. Wo immer solche Materialien verfügbar sind, weisen wir dich mit dem Sandwich am Rand auf das Lunch-Paket (⇢S. 8) hin. Den Link dazu findest du unten auf dieser Seite. Wir hoffen, das Material spart Zeit und Arbeit und hilft dir bei der Vorbereitung deines Camps.

Doch jetzt erst mal viel Freude, Begeisterung und Gottes Geleit beim Erkunden des KonfiCamp-Geländes.
Carsten Haeske, Irmela Redhead, Steffen Weusten

Luchpaket zum KonfiCamp

Lunch-Paket

Das jeweilige Lunch-Paket zu dem gewünschten Kapitel ist in diesem Downloadbereich zu finden. Darin stehen Listen, Bilder, Formulare und andere Dateien, die für die Planung und Durchführung eines KonfiCamps nützlich sind, zum freien Download zur Verfügung.

Im Text des Buches findet ihr Hinweise auf das Lunch-Paket. (Sandwich-Logo)
Das bedeutet: Ihr findet die entsprechende Datei hier zum Download. Die Zahl im Logo zeigt an um welches Kapitel es sich handelt. Um das Datenvolumen zu schonen, haben wir einige Kapitel in .zip-Dateien gepackt. Diese müssen erst auf der Datenbank/Festplatte/Sim-Karte gespeichert werden, damit man sie im zweiten Schritt dann "entpacken" kann.

Das Downloadmaterial zu den Lunch-Paketen

gibt's hier ab 24.02.2022

Teil 1 : Kribbeln im Bauch

Darum KonfiCamps!
Eine Einführung

Wie alles begann ...
Nurmijärvi und die Geburt des KonfiCamps im Land der tausend Seen

… und wie es weiterging
KonfiCamp-Profile in Deutschland

Die gute Nachricht ins Zelt setzen
Wie KonfiCamps das Evangelium inszenieren

Einfach anderswo
Kirche und KonfiCamps

›Lernen ist auch nicht alles‹

KonfiCamps und Bildung

Von der Idee zur Umsetzung
In 20 Monaten zum ersten Camp


Teil 2: Das Herz geht auf

Aufbruch in eine neue Welt
Ein Tag auf einem KonfiCamp irgendwo in Deutschland

Das Experiment Glauben
Der Vormittag: die religionspädagogische Arbeit auf dem Camp
- Video 1: Beispiel Paperclip
- Video 2: Choreo von W. Teichmann
- Video 3: Tutorial PaperClip

Zeit zum Ausprobieren
Der Nachmittag: Workshops und offene Angebote

Action, Bühne, Abenteuer
Unvergessliche Abendprogramme auf dem KonfiCamp

»Der Mond ist aufgegangen«
Ruhe finden in der Nachtkirche


Teil 3: Zuhause sein

»Hallo, Gott?! Bist du da?«
Gotteserfahrungen ermöglichen
- Video 1: Choreo von W. Teichmann

Rhythmen, Songs und Atmosphäre
Musik ist unsere Sprache!

Seele und Motor der KonfiCamps
Teamer*innen ausbilden und begleiten

»Da weint jemand ...«
Seelsorge und Beratung auf KonfiCamps

Mischen possible
KonfiCamps inklusiv gestalten

Was tun, wenn’s ernst wird?
Krisen, Katastrophen, Konzepte

Onlife
Digitale Teilhabe erproben

KonfiCamps for Future
Ideen für nachhaltige und umweltgerechte Camps

In Regenbogenfarben
Queerness und Gender Diversity

»... wer nicht fragt, bleibt dumm!«
KonfiCamps evaluieren

Next Level
Vom Potenzial der Camps, die Kirche zu verändern

Groß, größer, am größten
KonfiCamps organisieren mit 80, 200 oder mehr Teilnehmenden

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