So gelingt Konfi 3!

Ein Konfi 3-Jahr mit der Bibel gestalten

Sie gewinnen an Bedeutung und Beliebtheit: so genannte „Konfi 3“-Projekte. Kindern, die das dritte Schuljahr besuchen, wird hier die Welt des Glaubens in elementarer Weise nahegebracht.

Dieses Konfi 3 Praxiskonzept bietet 12 Einheiten, die jeweils eine Bibel-oder Glaubensgeschichte in den Mittelpunkt stellen. Jede Einheit folgt einer gleich bleibenden Grundstruktur und erschließt mit Hilfe verschiedener Methoden und Zusatzmaterialien die jeweilige Geschichte so, dass die Kinder die religiöse Aussage auf ihr eigenes Leben beziehen können. Gerade jungen Menschen, die bisher keine intensive religiöse Sozialisation erlebt haben, wird so eine unaufdringliche Begegnung mit dem Glauben ermöglicht.

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Konfi 3 – ein Modell mit vielen Chancen

... für die Kinder

Kinder wachsen immer seltener in religiös geprägten Familien auf. So bietet die Verlagerung eines Teils der Konfirmandenzeit in die 3. Klasse die Chance, biblische Geschichten, christliche Rituale und Feste schon früher kennenzulernen und mitzuerleben als erst mit 13 Jahren.
Entwicklungspsychologisch betrachtet sind Kinder im Alter von 8 Jahren in der Regel in einer sehr stabilen Phase. Sie zeigen große Bereitschaft, sich auf vieles Neue einzulassen. In diesem Alter sind Kinder offen und neugierig, stellen Fragen über »Gott und die Welt« und können sich schon über einen längeren Zeitraum und intensiver mit einer Frage beschäftigen. Sie können ebenso schon gut Emotionen ausdrücken und es ist ihnen möglich, sich in andere hineinzuversetzen. Diese Eigenschaften ermöglichen es ihnen auch, ganz in Geschichten einzutauchen, mit den Protagonisten zu bangen, zu leiden und sich zu freuen. Biblische Erzählungen nehmen Kinder dieses Alters daher auch mit großer Aufnahmebereitschaft auf.
Zudem fällt es Kindern dieser Altersgruppe nicht schwer, eine eigene Meinung oder eigene Ideen selbstbewusst einzubringen; sie lassen sich aber ebenso offen auf die Vorschläge anderer ein. Sie schließen sich gerne mit Gleichaltrigen in Gruppen zusammen. Durch Spiele am Anfang kann der Gruppenzusammenhalt gestärkt werden und jedes Kind kann seinen Platz finden.
Ein wichtiges Ziel ist, dass den Kindern mit Konfi 3 die Möglichkeit eröffnet wird, die Glaubensgeschichten der Bibel mit der eigenen Lebenswirklichkeit zu verknüpfen. Sie können in dieser Zeit die Chance nutzen, für sich herauszufinden, welche Bedeutung der christliche Glaube für sie haben kann und ausprobieren, ob sie beginnen, sich darin heimisch zu fühlen.
Zugleich kann ihnen – je nach religiöser Sozialisation – eine Kontaktaufnahme oder eine Vertiefung der Beziehung zu der Gemeinde angeboten werden z.B. durch Besuche im Familiengottesdienst, Einladung oder Beteiligung bei Gemeindefesten, Freizeiten etc.

... für die Familie

Wenn im Folgenden von »Familie« die Rede ist, dann ist die Vielzahl von verschiedenen Familienkonstellationen immer mitgedacht. Mit jeder Familienform sind andere Herausforderungen verbunden, die es im Kontext der Arbeit mit Konfi 3-Kindern zu berücksichtigen gilt.
Grundschulkinder unternehmen gerne etwas mit ihren Müttern und Vätern zusammen, und umgekehrt haben Eltern von Grundschulkindern in der Regel ein Interesse daran, die außerschulischen Aktivitäten ihrer Kinder zu unterstützen. So sind sie für ein religiöses Bildungsangebot ihrer Kinder leichter ansprechbar als Eltern pubertierender Jugendlicher (und umgekehrt!).
Deshalb ist bei vorliegendem Konzept die Einbindung der Eltern mitgedacht, je nach Kapazitäten und Möglichkeiten der Väter und Mütter. Neben einem − den ganzen Kurs begleitenden Leitungsteam − können Mütter oder Väter, die das Interesse und die Zeit haben, auch einzelne Gruppenstunden mit vorbereiten und durchführen. Eltern, die sich eine Mitarbeit im Leitungsteam oder in einzelnen Gruppenstunden nicht vorstellen können, haben aber z.B. die Möglichkeit, sich an der Essensvorbereitung für ein (Abend-)Essen zu beteiligen. Zum Abendessen sind die Eltern und Geschwisterkinder mit eingeladen. So lernen sich die Eltern auch untereinander kennen, und ganz praktisch fällt die Essenszubereitung an diesem Abend für die einzelnen Familien zu Hause weg.
Auf diese Weise nehmen die Eltern an den Aktivitäten der Kinder teil und die Kinder haben die Gelegenheit, die Eltern unmittelbar an ihren Erlebnissen teilhaben zu lassen.
Nicht zuletzt werden Glaubensfragen so in die ganze Familie hineingetragen und können Anlass zum Weiterdenken zu Hause geben.

... für die Gemeinde

Sowohl für die Konfi 3-Gruppe und ihre Eltern als auch für die Gemeinde ist es wichtig, dass sie sich gegenseitig wahrnehmen. So ist es sinnvoll, dass die Kinder und ihre Eltern zu Beginn des Kurses in einen Familiengottesdienst eingeladen werden, in dem sie begrüßt werden. Ebenso sollten die Kinder immer einmal wieder die Möglichkeit haben, im Gottesdienst mitzuwirken, indem sie z.B. ihre Lieblingslieder aus dem Konfi 3-Kurs im Gottesdienst singen oder Dinge, die sie gestaltet haben, vorstellen. Auch können die Kinder zu anderen Gemeindeaktivitäten eingeladen und daran beteiligt werden (z.B. Gemeindefest).
Da dieser Konfi 3-Kurs ausdrücklich nicht auf die Taufe der ungetauften Kinder hinausläuft, können die Kinder am Ende ihres Kurses im Rahmen eines Abschlussgottesdienstes mit einem Segen verabschiedet werden.

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Kichenpädagogisches Material

Babett Flügger
© privat
Christine Poppe
© privat

Die Autorinnen über ihr Buch

Von dem Konfi 3-Modell hatten wir schon häufiger gehört. Und wir kannten die Schlagworte der zweiphasigen Konfirmandenarbeit: Beginn der ersten Konfi-Phase in der 3. Klasse, Treffen der Kleingruppen im häuslichen Umfeld oder in der Gemeinde, Eltern als Leitung. Der Grundsatz des zweiphasigen Modells, den Beginn der Konfirmandenarbeit mit Kindern in der Grundschule zu setzen, hat uns überzeugt, gerade in einer Zeit der abnehmenden religiösen Sozialisation in Familien, besonders in einem säkularen städtischen Umfeld. Aber wir kannten auch die Gegenargumente: Noch eine Gemeindeaufgabe bedeutet mehr Arbeit. Die Zeiten haben sich gewandelt, zumal im städtischen Umfeld, und die Wahrscheinlichkeit, genug Eltern zu finden, die mitmachen, ist vermutlich eher gering. Auch wussten wir, dass es in Bremen eine Gemeinde gab, die das Modell ausprobiert und dann doch aus verschiedenen Gründen wieder davon abgesehen hatte.

So blieb es lange Zeit nur bei der Idee, Konfi 3 in Bremen einzuführen.
Im Laufe der Zeit aber trafen wir immer wieder auf Menschen, die begeistert von ihrer Konfi 3-Arbeit erzählten. Und wir haben uns von ihrer Begeisterung anstecken lassen. Uns wurde aber auch klar: Wir müssen ein Konfi 3-Modell entwickeln, das auf die Bedürfnisse der Kinder, Familien und Gemeinde vor Ort abgestimmt ist. Schon bald fanden wir eine Gemeinde, die sich mit uns auf den Weg gemacht hat, auszuprobieren, was Konfi 3-Arbeit für sie genau bedeuten könnte. Die aus unserer Sicht notwendigen Anpassungen beschreiben wir in diesem Buch und auch viele der Einheiten, die im Rahmen dieser Arbeit entstanden sind.

Wir sind überzeugt davon, dass Konfi 3-Arbeit viele Chancen bietet – für die Kinder, die Familien und die Gemeinde. Aus unserer Sicht lohnt es sich unbedingt, in diese Arbeit zu investieren, und wir freuen uns, wenn dieses Buch eine Unterstützung auf diesem Weg sein kann.

Danken möchten wir all denjenigen, die uns auf den Weg gebracht haben, mit ihrer Begeisterung, ihren Argumenten und ihrem Herz für die Konfi 3-Arbeit, und den Gemeinden hier in Bremen, die Konfi 3 in ihre Gemeindearbeit integrieren und ihre Erfahrungen mit uns teilen.

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Babett Flügger, geb. 1958, Pastorin, 2 Jahrzehnte in einer Bremer Innenstadtgemeinde, zuständig u.a. für Kinder- und Konfirmandenarbeit, seit 2011 Referentin für Religionspädagogik in der Bremischen Evangelischen Kirche.

Christine Poppe, geb. 1973, Diakonin, viele Jahre in der Kinder- und Jugend- und Konfirmandenarbeit tätig, seit 2009 Referentin für Religionspädagogik in der Bremischen Evangelischen Kirche.

Das Konfi 3 Konzept für Gemeinde und Schule

So gelingt Konfi 3! Erprobtes Material für ein wachsendes Praxisfeld

Konfi 3-Kurse gewinnen an Beliebtheit und Bedeutung: Kinder im dritten Schuljahr lernen hier auf einfache Weise die Welt des Glaubens kennen.
Babett Flügger und Christine Poppe haben langjährige Erfahrung im Praxisfeld Konfirmandenarbeit. Die 12 Einheiten ihres Kurskonzeptes stellen jeweils eine Bibel- oder Glaubensgeschichte in den Mittelpunkt und unterstützen Kinder mit oder ohne religiösen Hintergrund, getauft oder ungetauft, darin, Anknüpfungspunkte für das eigene Leben zu finden. Jede Einheit folgt einer gleichbleibenden Grundstruktur.

Mit dabei: Basteltipps, Spiele, Gesprächsimpulse und umfangreiches Material zum Download.

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