Die bewegende Geschichte einer Bauernfamilie in den Alpen über drei Generationen

Südtirol in den vierziger Jahren: Im abgelegenen Tiefenthal staunen selbst gestandene Bauern, als ihnen eine junge Frau vormacht, wie man einen Hof ganz alleine durchbringt. Rosa heißt die Frau, die die Natur versteht und lenkt, als habe sie nie etwas anderes getan. Mit aller Macht stemmt sie sich gegen den Fortschritt, der ihr kleines Reich in den Bergen bedroht.
Zwei Generationen später sind Rosas Enkel Hannes und seine Frau Franziska auf Feriengäste angewiesen, um den Hof zu halten. Als nach einem Unglück ihre Zukunft auf dem Spiel steht, erweist sich Rosas Vermächtnis als aktueller denn je.

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Das sagen die Leser*innen:

Bergbauerndrama

Von: Claudiatestet
21.06.2021

Ich habe mich regelrecht durch das Bergland von Jarka Kubsova gekämpft.
Ich hatte mich sehr auf die Familien/-Bauerngeschichte um die taffe Rosa gefreut, war aber in der Tat etwas enttäuscht.
Gut zu bewerten ist die Story an sich, der Wandel und die "Rückverwandlung" der Landwirtschaft , die Charaktere der besonderen Menschen im Bergland.
Aber die Geschichte war irgendwie zerhackt, stellenweise wusste ich nicht mehr, um wen es jetzt geht und wo wir gerade sind, zeitlich gesehen.
Mir fehlte das Eintauchen in die Geschichte, ich konnte es einfach nicht mit Spaß lesen.
Thema top, aber Lesefluss zäh.

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Wunderschönes Buch

Von: Bücherwurm
20.06.2021

Da ich schon oft in Südtirol war und leider im Moment nicht dorthin komme, war dieses Buch ein großes Geschenk für mich. Die Geschichte spielt sich auf unterschiedlichen Zeitebenen ab. Ich war von der ersten Seite an gefangen. Die ganze Story, aber auch die perfekten Beschreibungen, die die wunderschöne, aber auch schroffe Bergwelt wiedergeben.
Auch die starken Protagonistinnen dieses Buches, die nie aufgeben haben mich sehr beeindruckt.
Eine schöne Empfehlung für den Urlaub, aber auch für alle Daheimgebliebenen

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Jarka Kubsova
© Christoph Niemann

Die Autorin

Jarka Kubsova wurde 1977 in Tschechien geboren. Im Alter von zehn Jahren emigrierte sie mit ihrer Familie nach Deutschland. Sie studierte Soziologie und Sozialökonomie in Hamburg. Nach einem Volontariat bei der »Financial Times Deutschland« war sie dort als Reporterin tätig, später beim »Stern« sowie bei der »ZEIT«. Als Ghostwriterin verfasste sie mehrere erfolgreiche Sachbücher. Für ihr Romandebüt »Bergland« lebte Jarka Kubsova sieben Monate lang auf einem Bergbauernhof in Süditirol.

Jarka Kubsova

im Interview über ihr Romandebüt „Bergland“

Anfang 2019 packten Sie Ihre Koffer. Sie verließen Hamburg, wo Sie eigentlich leben, und zogen mit Ihrem Sohn für sieben Monate auf einen Hof in den Bergen. Was hatte Sie zu diesem Entschluss bewogen?

Bei meinem ersten Aufenthalt in einem Hochtal in Südtirol einige Jahre zuvor, hatten Landschaft und Menschen einen tiefen Eindruck bei mir hinterlassen. Und mehr noch: Sie hatten Fragen aufgeworfen, mit denen ich mich gerne weiter beschäftigen wollte. Ich entwickelte das starke Bedürfnis, dort mal längere Zeit zu verbringen. Gleichzeitig war in mir der Wunsch gewachsen, gemeinsam mit meinem Sohn noch vor seiner Einschulung an einem Ort zu leben, der inmitten der Natur liegt und ganz anders ist als unser Lebensmittelpunkt in Hamburg. Das passte einfach alles so gut zusammen, dass ich gar nicht anders konnte, als beides zu verwirklichen und mich auf den Weg in eben jenes Hochtal zu machen.

Was für Fragen waren das, die Sie nicht losließen? Was fasziniert Sie so an der Bergwelt?


Die Anziehungskraft und Erhabenheit der Berge braucht man vermutlich niemandem zu beschreiben. Berge sind schön und spektakulär. Aber dort, wo zusätzlich eine Auseinandersetzung des Menschen mit ihnen deutlich ist, finde ich sie besonders spannend. Manche Bergflanken sind bis oben hin bewohnt, es gibt Höfe in so steilen Lagen, dass man fast Angst bekommt, sie könnten gleich herunterfallen. Es ist augenscheinlich, dass sie schwer erreichbar und noch schwerer zu bewirtschaften sind. Dennoch wird auf vielen eine vitale Landwirtschaft betrieben. Und mich ließ nicht los: Wieso sind sie da oben? Was hält sie dort bis heute? Was ist dieser Leim, der die Menschen an diese Höfe bindet, während bei uns in Norddeutschland – auf leichter zu bewirtschaftenden Ebenen – anhaltendes Höfesterben herrscht. Letztendlich ist die Beantwortung dieser Fragen dann auch das zentrale Motiv des Buches geworden.

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Schauplätze aus dem Buch

alle Fotos: (c) Jarka Kubsova

Jarka Kubsova spricht über ihr Buch »Bergland«

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