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Rezensionen zu
Bergland

Jarka Kubsova

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Jarka Kubsova (@__jarka__ ) nimmt uns in ihrem Roman "Bergland" mit in die Südtiroler Berge. Innerhalb dreier Generationen ändert sich im kleinen Bergbauerndorf fast alles - im kleinen wie im großen. In "Bergland" vermischt sich die faszinierende Familiengeschichte von Rosa mit Agrarpolitik und Tourismus - man ist hin- und hergerissen zwischen alter (beschwerlicher aber dafür irgendwie heiler) und neuer Welt (komfortabel aber nicht nachhaltig) und fühlt sich nicht selten als Tourist*in ertappt. Ein Buch für die Ferien oder den Sommerurlaub, das sich gut wegliest. Perfekt für alle, die ohnehin in die Berge aufbrechen wollen oder für alle, die wie ich eine Faszination fürs „früher“ hegen.⁠

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In dem Roman „Bergland“ versucht die Schriftstellerin Jarka Kurbsova eine Antwort auf diese Frage zu finden. Dafür ist sie selbst auf einen Bauernhof in einen kleinen Südtiroler Bergort gezogen, um die Geschichte einer Bergbauernfamilie über drei Generationen zu erzählen. Da ist Rosa, die nach dem Tod ihres Vaters Josef Breitenberger den entlegenen Hof in Tiefenthal übernimmt, weil Bruder und Mann im Krieg dienen. Auf 1670 Meter trotzt die junge Frau der unerbittlichen Natur – bis zur Selbstaufgabe. Ihr Sohn Sepp hingegen lehnt das altruistische Dasein seiner Mutter ab. Er will den Hof gegen ihren Willen und entgegen aller bisherigen Erfahrungen modernisieren. Und dann ist da noch Hannes, der Enkel von Rosa, und seine Frau Franziska. Bei ihnen ist die tief bröckelnde Tradition bereits angekommen, doch Franziska versucht verzweifelt das jahrhundertealte Erbe als „Pseudo-Bauernhof“ zu retten. Sehnsucht, Zweifel und Verantwortung als Antriebsfedern einer Lebensweise, die in Kubsovas Roman aus unterschiedlicher Perspektive und in unterschiedlichen Erzählebenen beschrieben wird. Zwei starke Frauenfiguren, die sich beide den Herausforderungen stellen und sie auf unterschiedliche zeitgenössische Weise annehmen. Ein Sohn und ein Enkel, die den traditionellen Aspekten nicht mehr standhalten können und sich entschließen neue Wege zu gehen. „Bergland“ zeigt auf, dass ein historisches Erbe schwerer wiegt als eigene persönliche Bedürfnisse. Rosa als auch Franziska halten trotz aller Widrigkeiten an ihrem Leben fest. Und obwohl sie beide die Möglichkeit hatten, das Dorf zu verlassen, bleiben sie. Für sie ist Tiefenthal mehr als ein Hof in den Bergen. Tiefenthal ist ihre Heimat und der Ort, wo sie ihre Wurzeln geschlagen haben. Große Leseempfehlung!

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In dem Roman „Bergland“ versucht die Schriftstellerin Jarka Kurbsova eine Antwort auf diese Frage zu finden. Dafür ist sie selbst auf einen Bauernhof in einen kleinen Südtiroler Bergort gezogen, um die Geschichte einer Bergbauernfamilie über drei Generationen zu erzählen. Da ist Rosa, die nach dem Tod ihres Vaters Josef Breitenberger den entlegenen Hof in Tiefenthal übernimmt, weil Bruder und Mann im Krieg dienen. Auf 1670 Meter trotzt die junge Frau der unerbittlichen Natur – bis zur Selbstaufgabe. Ihr Sohn Sepp hingegen lehnt das altruistische Dasein seiner Mutter ab. Er will den Hof gegen ihren Willen und entgegen aller bisherigen Erfahrungen modernisieren. Und dann ist da noch Hannes, der Enkel von Rosa, und seine Frau Franziska. Bei ihnen ist die tief bröckelnde Tradition bereits angekommen, doch Franziska versucht verzweifelt das jahrhundertealte Erbe als „Pseudo-Bauernhof“ zu retten. Sehnsucht, Zweifel und Verantwortung als Antriebsfedern einer Lebensweise, die in Kubsovas Roman aus unterschiedlicher Perspektive und in unterschiedlichen Erzählebenen beschrieben wird. Zwei starke Frauenfiguren, die sich beide den Herausforderungen stellen und sie auf unterschiedliche zeitgenössische Weise annehmen. Ein Sohn und ein Enkel, die den traditionellen Aspekten nicht mehr standhalten können und sich entschließen neue Wege zu gehen. „Bergland“ zeigt auf, dass ein historisches Erbe schwerer wiegt als eigene persönliche Bedürfnisse. Rosa als auch Franziska halten trotz aller Widrigkeiten an ihrem Leben fest. Und obwohl sie beide die Möglichkeit hatten, das Dorf zu verlassen, bleiben sie. Für sie ist Tiefenthal mehr als ein Hof in den Bergen. Tiefenthal ist ihre Heimat und der Ort, wo sie ihre Wurzeln geschlagen haben. Große Leseempfehlung!

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Ganz toll

Von: Celia Pulgar aus Madrid

23.01.2022

Ich konnte das Buch einfach nicht aus der Hand legen! Ein Buch, das einen an die Natur nähert. Man spürt fast die winterliche Kälte auf dem Innerleit Hof oder den Geruch der Erde. Man kann sich auch super in die einzelnen Charaktere hineinversetzen.

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Ein Meisterwerk!

Von: Kristall86 aus An der Nordseeküste

21.01.2022

!ein Lesehighlight 2021/2022! !eine zeitlose Geschichte, die fest in meiner Bibliothek verankert sein wird! Es gibt manchmal Bücher die muss ich mehrfach lesen um für mich selbst zu erfahren ob sie beim nächsten Mal wieder so begeisternd sind wie zu Beginn. Dieses Buch hier gehört dazu. Ich heule jedes Mal an der selben Stelle wahrlich Rotz und Wasser, lache immer an den selben Stellen und denke mir, immer an den selben Stellen: Genau so war es und so wird es kommen. Dieses Buch ist grandios, ein Meisterwerk, denn es ist nicht das was der Buchtitel erstmal erahnen lässt. Hier wird keine Bergdoktor-Idylle vorgegaukelt, hier wird kein Heimatroman erzählt, hier wird die Vergangenheit mit der Gegenwart und der Zukunft beleuchtet. Eine große Gabe der Autorin, diese Zeiten so genau zu betrachten und sie zu analysieren. Hier wird Klartext geredet, hier wird keine heile-Welt vorgespielt, hier geht es um genau das Bild, was vielen von uns verloren gegangen ist. Erzählt wird zu Beginn in zwei Generationszeiten und ab der Hälfte des Buch bis zum Schluss sogar in drei. Macht das Sinn? Und ob. Auch hier mal wieder ein Buch wo man genau lesen muss, sich Namen merken muss, Obacht geben muss, das man nicht vom Berg fällt, weil er immer steiler wird beim lesen. Als Leser ist man hier stiller Beobachter. Zuerst erfahren wir die Geschichte von Franziska und dem dem Innerleit-Hof. Wir erlesen ihre Arbeit, ihr Seelenleben, ihre verhasste und doch geduldete „Liebe“ zu „goldenen Küken“. Ferienvermietung, Kinder, Tiere, Alm, harte Zeiten. Auf dem Hof lebt auch Franziskas Schwiegervater Sepp…seine bzw. die Geschichte seiner Mutter Rosa ist der feste, dicke rote Faden und um diesen winden sich Hannes und Franziska mit ihren Kindern und dann später auch eben Sepp. Der Wechsel zwischen damals und heute wirkt zu Beginn völlig normal, so wie man das aus einer der unzähligen geschönten Landhauszeitungen kennt. Doch schnell merkt man als Leser, die Vergangenheit ist immer präsent, zeigt sich überall, manchmal muss sie halt erst wieder entstaubt werden. Alles von damals ist nicht immer schlecht gewesen und das Heute und die Zukunft versichern uns auch nicht immer das gelbe vom Ei. Man muss als junger Mensch Erfahrungen machen. Das hat Rosa gemacht, Sepp ebenfalls und Hannes und Franzi taten dies ebenfalls. Drei Generationen haben gelernt, dass das von damals alles Hand und Fuß hatte und die Zeit und die Technik damals ebenfalls das erreicht hat, um zu Leben mit dem was notwendig war. Hart war es damals, hart ist es heute. Wir sind unser eigener Schmied des Glücks und dürfen auch gern das vergangene aufleben lassen und uns zu Nutze machen. Reden hilft gegen Kummer. Auch das war damals schon so, nur muss man die Zähne erstmal dafür auseinander bekommen….klappt aber irgendwann… Kubsova‘s Schreibstil ist für diese „Geschichte“ perfekt gewählt. Kurz, prägnant, klare Worte ohne Geschwurbel. Sie ist treffsicher in allem und zeigt, man benötigt nicht immer Phrasen oder Schöngerede um zu verstehen. Dieses Buch beschäftigt mich schon lange und ist ein echter Schatz der Erzählkunst. Ich hoffe das von der Autorin noch mehr kommt! Der Roman könnte auf den Halligen „spielen“, in alten Dörfern in Bayern oder dem Erzgebirge, er könnte überall dort spielen, wo die Zeit sich mit der Natur verklebt hat und untrennbar geworden ist - ein gewaltiges und großartiges Buch! 5 von 5 Sterne und eine klare Leseempfehlung!

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Südtirol in den 40er Jahren: Als keiner von Rosas Brüdern aus dem 2. Weltkrieg zurückkehrt, erbt sie wieder erwarten den Innerleit-Hof. Anfangs glaubt niemand, dass die junge Frau der Arbeit und der Verantwortung, die dieser Hof auf 1670 Meter Höhe mit sich bringt, gerecht werden kann. Doch wieder erwarten scheint sie die Natur besser zu verstehen als sonst ein Bauer in der Gegend und schon bald gedeiht alles auf dem Innerleit. Doch so gut sie die Pflanzen und Tiere kennt, so schwer fällt es ihr, ihren Sohn zu entschlüsseln und mit ihm umzugehen... Südtirol, heute: Zwei Generationen nach Rosa hadern ihr Enkel Hannes und seine Frau Franziska mit dem beschwerlichen Leben der Bäuer*innen der heutigen, digitalen Zeit. Sie sind auf die Tourist*innen im Tal angewiesen und müssen Ferienwohnungen vermieten, um sich über Wasser zu halten. Als alles auseinander zu brechen scheint, tun sich Wege auf, die zum Ursprung führen... "Bergland" von Jarka Kubsova ist einer dieser Landromane, der ganz ohne Klischees und Kitsch auskommt. Sehr authentisch und berührend erzählt sie die Geschichte einer Familie in Südtirol über drei Generationen hinweg und bewegt sich dabei immer wieder zwischen familiären und geschichtlichen Hintergründen hin und her. So entsteht ein eng geknüpftes Band aus Realität und Fiktion, das mir wirklich ausgesprochen gut gefallen hat. Sowohl der Erzählstrang in der Vergangenheit zur Zeit kurz vor, während und nach dem II. Weltkrieg, als auch der in der Gegenwart haben mich sehr fesseln können. Es war total interessant Rosa dabei zu begleiten, wie sie in ihre Aufgaben als Bäuerin hereinwächst und gleichzeitig zu beobachten, wie Franziska an den Aufgaben der und Erwartungen an die Bäuerin von heute zerbricht. Gerade Menschen, die (wie ich) gerne Urlaub auf dem Bauernhof machen, sollten dieses Buch lesen, denn ein besseres Verständnis für die Bewohner*innen und Betreiber*innen eines Hofes ist nach der Lektüre sicher. Auch die Verbindung zwischen Rosa und Franziska in Form von Sepp, der sowohl die dritte Generation abbildet, als auch den Wandel in der Landwirtschaft erfahrbar macht, ist der Autorin mehr als gut gelungen. Der einzige Kritikpunkt meinerseits wäre, dass ich gerne noch mehr von den Menschen in Tiefenthal erfahren hätte. Ich wäre mit Freuden tiefer in die Geschichte von Franziskas Eltern eingetaucht oder hätte mir einen genaueren Einblick in das Leben der Nachbar*innen vom Innerleit-Hof gewünscht. So kam auf diesen rund 280 Seiten dann doch Einiges zu kurz, wo man eigentlich noch Vieles hätte erzählen können. Für mich ist "Bergland" in jedem Fall eines der unverfälschtesten und gelungensten Bücher, das ich aus dem Bereich der Landromane in diesem Jahr gelesen habe. Jarka Kubsova konnte mich sowohl mit ihren Landschaftsbeschreibungen, als auch mit ihren Charakteren und den Erzählungen vom Leben vom Land begeistern. Ein Buch, dem man die intensive Recherche angemerkt hat - eine große Empfehlung meinerseits!

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Als dieses Buch in meiner persönlichen Bücherblase aufgetaucht ist, habe ich schon geahnt und natürlich auch gehofft, dass dieses Buch etwas für mich sein wird. Dieser Familienroman bzw. Generationsroman in den Alpen hat mich nicht enttäuscht und er zählt zu meinen Jahreshighlights 2021 definitiv dazu. Meine vollständige Meinung zum Buch "Bergland" von Jarka Kubsova könnt ihr Euch unter folgendem Link anschauen: https://youtu.be/Ud_JPKgcH8A

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Warum fragt man nach dem Wetter, fragt, wie es mit dem Vieh geht, fragt nach dem Essen, aber fragt nicht : Was treibt dich um ? Was wünschst du dir? Fehlt dir was? Oder jemand ? Auf 1670 Meter Höhe gelegen ist der Innerleit der höchste Hof im Südtiroler Tiefenthal. Als dort im Jahr 1944 nach dem Tod des alten Josef Breitenberger dessen Tochter Rosa übernimmt, glaubt kaum einer im Ort, dass sie es schaffen kann. Doch im Leben von und mit der Natur findet Rosa ihre Bestimmung. Und hält an ihrem Hof in den Bergen fest,. Zwei Generationen später sind Rosas Enkel Hannes und seine Frau Franziska auf Feriengäste angewiesen, um das jahrhundertalte Erbe des Hofes zu erhalten. Doch auch wenn es für die Touristen so aussehen mag: Das Leben auf dem Innerleit ist kein Postkartenidyll . Dominierend in jeder Generation sind hier die Frauen, die das Schicksal des Hofes lenken, Frauen wie Rosa oder viele Jahre später Franziska, aber es geht auch um die Frage der Identität der Menschen dort, oder besser gesagt vielleicht sogar um den Verlust der Identität durch das Aufkommen des Tourismus. Es sind stets starke, eigenwillige Charaktere, die vor dem Hintergrund der Verhältnisse ihrer Zeit darum ringen, die Existenz des Hofes zu sichern. Jede dieser Figuren kommt an den Punkt, an dem sie sich fragen müssen, ob und unter welchen Bedingungen sie an ihrer Heimat festhalten wollen. Also: gehen oder bleiben? Jarka Kubsova sagt : Mein Eindruck ist, dass die Frauen trotz ihrer enormen Leistung weitestgehend unsichtbar geblieben sind. Das liegt sicher auch an der Bescheidenheit dieser Menschen, aber eigentlich haben sie ein Denkmal verdient. Ich möchte mich auf jeden Fall gerne Bernd Loppow, ZEIT REISEN anschließen der sagt: »Allen, die einen Urlaub in Südtirol oder anderswo in den Alpen planen, aber nicht nur denen, sei dieses Buch wärmstens empfohlen.«

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