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Rezensionen zu
Bergland

Jarka Kubsova

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Bergbauerndrama

Von: Claudiatestet

21.06.2021

Ich habe mich regelrecht durch das Bergland von Jarka Kubsova gekämpft. Ich hatte mich sehr auf die Familien/-Bauerngeschichte um die taffe Rosa gefreut, war aber in der Tat etwas enttäuscht. Gut zu bewerten ist die Story an sich, der Wandel und die "Rückverwandlung" der Landwirtschaft , die Charaktere der besonderen Menschen im Bergland. Aber die Geschichte war irgendwie zerhackt, stellenweise wusste ich nicht mehr, um wen es jetzt geht und wo wir gerade sind, zeitlich gesehen. Mir fehlte das Eintauchen in die Geschichte, ich konnte es einfach nicht mit Spaß lesen. Thema top, aber Lesefluss zäh.

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Wunderschönes Buch

Von: Bücherwurm

20.06.2021

Da ich schon oft in Südtirol war und leider im Moment nicht dorthin komme, war dieses Buch ein großes Geschenk für mich. Die Geschichte spielt sich auf unterschiedlichen Zeitebenen ab. Ich war von der ersten Seite an gefangen. Die ganze Story, aber auch die perfekten Beschreibungen, die die wunderschöne, aber auch schroffe Bergwelt wiedergeben. Auch die starken Protagonistinnen dieses Buches, die nie aufgeben haben mich sehr beeindruckt. Eine schöne Empfehlung für den Urlaub, aber auch für alle Daheimgebliebenen

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Bergland - Jarka Kubsova Ich bekam das Buch nach einer kurzen Reise in die Berge zugesandt. Wir waren nicht in Südtirol, aber es war trotzdem ein sehr passender Moment und das Gefühl der Verbundenheit riesig. Die Geschichte erzählt den Zeitraum der 40er Jahre bis heute. Wir begleiten den Innerleitner Hof in Südtirol und seine Bauern über drei Generationen. Lernen die Schwierigkeiten und Herausforderungen welche dieses Leben mit sich bringt sehr genau kennen. Mit jedem einzelnen Protagonisten leidet und fühlt man mit, obwohl die Situationen einzeln betrachtet doch sehr unterschiedlich sind. Der Schreibstil ist flüssig und man kommt zügig voran. Ab und an muss man sich kurz reindenken, beim Wechsel der Zeiträume, aber das ist kein Problem. Ich habe das Buch sehr genossen. Es ist kein Riesen Highlight, aber mit viel Liebe und Verbundenheit bestückt.

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Wer kennt sie nicht, die Anzeigen "Ferien auf dem Bauernhof"? Dazu noch ein paar schöne Bilder von glücklichen Kühen und fröhlichen Schweinen und selbstverständlich steht die happy Bauernfamilie daneben und freut sich auf die Gäste. Die Werbung funktioniert gut, denn die Städter lieben den "ursprünglichen" Urlaub in der Natur und so nah am "einfachen" Leben. Wer das Buch gelesen hat, wird diese Anzeigen mit ganz anderen Augen sehen und vielleicht auch anders an einen solchen Urlaub herangehen. Erzählt wird die Geschichte einer Familie, die in einem Bergdorf lebt und arbeitet. Drei Generationen, ein Hof und viele ähnliche Probleme. Die Charaktere werden von der Autorin so glaubhaft und realistisch beschrieben, dass es schmerzt, wenn Rosa gegen den Berg und die Natur ankämpft, sich abrackert, schuftet von morgens bis abends, um den Hof allein durch den Krieg und die Nachkriegszeit zu bringen. Ihr Sohn muss zu Hause bleiben, vermisst sie, fühlt sich vernachlässigt und wird aggressiv, was sie noch mehr auf die Felder und in ihren Garten treibt. Sie erzielt Erfolge und zeigt den Menschen im Dorf, dass eine Frau den Hof allein stemmen kann. Doch mit welchen Konsequenzen? Franziska ist am Ende. Mit den Nerven, der Geduld, den Gästen, mit ihren überzogenen Ansprüchen und den Kindern, die immer etwas wollen. Dazu ist sie hochschwanger und der Tourismusverein zwängt sie immer mehr ein, um noch profitabler zu werden. Das Geld ist knapp, trotz Schufterei und guter Gästezahlen. Die Familie droht an der Situation zu zerbrechen. Die Autorin hat die Leben der drei Generationen so gut beschrieben, dass ich beim Lesen Gänsehaut bekommen habe. Ich ziehe den Hut vor Rosa und ihrer Kraft, ihrem Willen und den Mut. Ich habe mich immer wieder gefragt, würde ich das schaffen? Wahrscheinlich nicht. Zu weich, zu verwöhnt und zu wenig Ahnung von der Natur. Aber auch vor Franziska habe ich Respekt und konnte ihren harten Weg gut nachvollziehen. Höher, schneller, weiter ist nur für wenige wirklich gut und lohnenswert. Viele bleiben auf der Strecke und werden krank, sind ausgelaugt und resignieren, wenn sie den Berg an To-Dos sehen. Jarka Kubsova baut auch schwere und aktuelle Themen mit in die Geschichte. Sie zeigt dem Lesenden an einem Beispiel, was passieren kann, wenn man sich ständig verbiegen muss und wirft indirekt Fragen auf, die jeder für sich reflektieren kann.

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Bergwelten - Das Vermächtnis der Generationen

Von: Carola Hesse-Andres

18.06.2021

In ihrem gelungenen Debütroman entführt Jarka Kubsova die Leser*innen auf einen Südtiroler Bergbauernhof. Drei Generationen kämpfen auf 1670 Metern Höhe unter widrigen Umständen um das Überleben des Erbes. Präzise sind in der Familiensaga Personen und Charaktere entworfen. Rosa muss sich nach einigen Schicksalsschlägen schon als junge Frau allein behaupten. Ihr gelingt, was niemand für möglich hält. Mit äußerster Willenskraft entwickelt sie den Hof, bringt die Pflanzen zum Blühen und die Tiere zum Gedeihen. Doch was sie auf den Feldern und im Stall mit Geduld sowie Hingabe erreicht, mag ihr mit ihrem Sohn nicht so recht gelingen. Da ist eine Distanz, die sie schwerlich überbrücken kann. Für das Kind bleibt bei der nicht endenden Arbeit kaum Zeit. So ist Sepp, der sich nach Nähe und Zuwendung sehnt, oft allein, sich selbst überlassen. Sehr zum Missfallen seiner Mutter setzt sich Sepp als junger Mann begeistert für den Fortschritt ein, der in den siebziger Jahren auch in den entlegenen Tälern Einzug hält. Doch die Versprechungen und Neuerungen erweisen sich als Fluch und Segen gleichermaßen. Denn mit dem Fortschritt halten auch die Touristen Einzug in die schöne Bergwelt und ihre Zahl nimmt stetig zu. Sehr plastisch beschreibt die Autorin hier die Widersprüchlichkeit des Tourismus. Auf einer nahezu besessenen Suche der Reisenden nach dem Ursprünglichen, Unberührten und Authentischen sind sie es, die das vermeintliche Idyll somit auch zerstören. Detailreich und anschaulich ist Jarka Kubsovas Blick vor allem auf die dritte Generation gerichtet. Was hat Franziska alles aufgegeben, um ihrer Liebe zu folgen und mit ihrem Mann den Hof zu bewirtschaften, der jetzt auch die Touristen beherbergt. Gehetzt zwischen dem Anspruch sich gut um ihre drei Kindern zu kümmern, den Urlaubern das gewünschte Wohlfühlambiente zu bereiten sowie Tiere und Garten zu versorgen, gelangt sie an das Ende ihrer Kräfte. Gehen oder Bleiben – eine Frage, die sich jeder Generation immer wieder aufs Neue stellt. Doch das Vermächtnis, welches Rosas Vater in eine Holztafeln geritzt hat, erweist sich als stark, wie auch die Beständigkeit und Beharrlichkeit der Bewohner, ihre Liebe zur Natur. Am Ende schließt sich ein Kreis trotz der Sprachlosigkeit zwischen den Generationen und ihrer Skepsis gegenüber den Neuerungen. So fügt sich die Geschichte dann doch vielleicht etwas zu glatt. Die sechs Monate, die die Jarka Kubsova selbst auf einem Südtiroler Bergbauernhof verbracht hat, haben ihren Blick für die Mühsal dieses Alltags geschärft und fundierten Stoff für ihren Roman geliefert. Die Autorin entwirft kraftvolle Bilder der Menschen Südtirols fernab vom Pathos oder Kitsch. Den Leser*innen eröffnet sich ein intensiver Eindruck des Alltagslebens sowie der Verbundenheit der Bewohner mit ihrer Bergwelt. Die Protagonisten der drei Generationen spiegeln die gesellschaftlichen Entwicklungen und Veränderungen über die Jahrzehnte gekonnt wider. Die wechselvolle und gleichsam tragische Geschichte der Region als Spielball zwischen Mussolini und Hitler prägt die Generation von Rosa. Hier belässt es die Autorin weitgehend bei Andeutungen. An dieser Stelle hätte ich mir als Leserin etwas mehr Tiefgang gewünscht. Dennoch ein gelungener Einblick in diese entlegene gleichsam faszinierende Region. Ein lesenswerter, kurzweiliger und berührender Roman ohne Verklärung des Landlebens.

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Beeindruckender Perspektivenwechsel

Von: Annikarmaka

16.06.2021

Der parallel auf zwei Zeitschienen erzählte Roman gibt einen eindrucksvollen Einblick in das Leben in den Südtiroler Bergen mehrerer Generationen. Feinfühlig und in schöner Sprache erzahlt die Autorin über die Region, die dem Leser zumeinst als Urlaubsort bekannt ist und und die Entwicklung des Lebens dort hin zum Urlaubsort. Die Prägung der Menschen durch das harte, einfache Leben, die langsame Weiterentwicklung der folgenden Generation bis hin zum Leben, wie es uns heute dort bekannt ist. Ein sehr gelungener Perspektivenwechsel.

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Ein ganz toller Roman

Von: Sandra

15.06.2021

Bergland ist eine packende Familiengeschichte und eine zarte Familiengeschichte, anrührend und unterhaltsam. Einfach toll und authentisch erzählt, man fühlt sich sehr gut mitgenommen. Spannend von Anfang bis Ende. Ich kann es jedem nur empfehlen zu lesen.

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einfach nur schön

Von: Lesewurm

15.06.2021

Als "alter " Südtirol-Freund hat mich dieser Titel sofort angesprochen und nie enttäuscht. Mit einer knappen, eindringlichen Sprache schildert die Autorin das Leben dreier Generationen auf einem Hof hoch oben in den Südtiroler Bergen. Man lernt nebenbei sehr viel von der Geschichte und den Problemen , die die Einwohner in den letzten Jahren hatten und den manchmal sehr schmerzhaften Entwicklungen, die sie durchleben mussten. Ausserdem lernt man sehr engagierte Frauen kennen, die sich ihrem Schicksal stellen und es meistern. Immer wieder musste ich schmunzeln, wenn ich mir ausmalte, wo eine Episode jetzt spielte, da ich die Gegend, in der der Roman angesiedelt ist, ganz gut kenne. Man fühlt sich gleich aufgehoben und zuhause.Mir hat das Buch sehr gut gefallen und ich werde es noch einmal lesen, und auf die vielen Feinheiten achten, die beim ersten Lesen garnicht aufgelallen sind. Von mir eine 100%ige Kaufempfehlung

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