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Rezensionen zu
Ein wunderbares Jahr

Laura Dave

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€ 9,99 [D] inkl. MwSt. | € 10,30 [A] | CHF 14,50* (* empf. VK-Preis)

Irrungen und Wirrungen wohin man auch sieht - ganz so hatte sich Georiga die Tage vor ihrer Hochzeit mit Ben nicht vorgestellt. Erst der Schock, als sie feststellen muss, dass er ganz offensichtlich vergessen hat zu erwähnen, dass er eine Tochter hat und dann muss sie bei der Ankunft auf dem Weingut ihrer Eltern entdecken, dass auch hier nichts mehr so ist wie es sein sollte - gar nichts. Plötzlich bricht alles auseinander, was eigentlich doch immer zusammengehörte und Georgia muss herausfinden, welcher Weg für sie der richtige ist. Hat ihre Zukunft mit Ben noch eine Chance? "Ein wunderbares Jahr" ist eine schöne Geschichte über über die Liebe und das Leben. In eher leisen Tönen erzählt sie davon, wie es ist jemanden zu lieben und der Angst, sich selbst dabei zu verlieren, sie erzählt von dem, was wirklich zählt und was wichtig ist, wenn man mit jemandem zusammen sein möchte und sie erzählt auch davon, dass es manchmal nicht der gerade Weg der richtige ist und dass es manchmal Irrwege braucht, um zu erkennen, wohin und zu wem man gehört. Ich habe dieses Buch sehr gerne gelesen, es ist gut geschrieben und wartet mit überzeugenden und authentischen Charakteren auf, deren Zwiespalt und deren Probleme man nachvollziehen kann. Es ist ein eher ruhiges Buch, das jedoch den Leser mit den verschiedenen Entwicklungen durchaus auf Trab hält, langweilig wird es nie und bis zum Ende fiebert man gespannt mit, wie es weitergeht und welche Entscheidung Georgia trifft. Ein Buch also, das mich bis zum Ende gefesselt hat und das ich deswegen auf jeden Fall empfehlen kann!

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Sicher kennt ihr solche Filme auch: ein besonderer Anlass steht an – meistens Weihnachten, ein runder Geburtstag oder die Silberhochzeit – und die ganze Familie findet sich im Elternhaus ein. Mutter, Vater, mehrere Geschwister samt Ehepartnern und Kindern sitzen um den Tisch – und dann kracht es, aber so richtig. Lange gehütete Geheimnisse kommen ans Licht, in der elterlichen Ehe stimmt es schon lange nicht mehr, der Ehemann der ältesten Tochter geht fremd, der mittlere Sohn hat seine Liebe zu Männern entdeckt, kurz: nichts ist mehr so, wie es noch vor einem Tag zu sein schien. Aber trotzdem schwingt durch solche Filme irgendwie immer ein heiterer Unterton, man befindet sich trotz aller Widrigkeiten in einer Komödie und nicht im Drama, und hat Freude beim Zuschauen, denn man weiß: am Ende ist alles nur noch maximal halb so schlimm, als es im ersten Moment aussah. Etwas Ähnliches ist Laura Dave mit „Ein wunderbares Jahr“ nun in Buchform gelungen. Vorwegschicken möchte ich, dass ich den deutschen Titel auch nach längeren Überlegungen nicht verstehe, denn die Erzählzeit im Roman erstreckt sich nur über ein paar Tage, die erzählte Zeit dagegen über mehrere Jahrzehnte. Aber sei es drum. Im Original heißt der Roman übrigens „800 Grapes“, also „800 (Wein)Trauben“. Und damit wären wir dann auch schon beim Setting: ein Weingut im wunderschönen Hinterland Kaliforniens. Hierher, in den Schoß ihrer Familie, zieht es Georgia Ford, nachdem sie – ausgerechnet bei der letzten Anprobe ihres Brautkleids – feststellen muss, dass ihr Verlobter ein Geheimnis hat, das alles über den Haufen wirft. Kurzentschlossen steigt Georgia in ihr Auto und fährt an den einen Ort, an dem sie sich geborgen fühlt: das Weingut ihrer Familie. Doch dort sind Georgias Eltern gerade dabei, Zukunftspläne zu schmieden, die den Verkauf des Weinbergs und das Ende ihrer Ehe beinhalten. Noch dazu tragen Georgias beiden Brüder lange schwelende Konflikte aus und ein gewisser Jacob taucht auf der Bildfläche auf und möchte die Weinberge der Familie kaufen. Als schließlich noch Georgias Verlobter samt „diversen Anhängen“ vorfährt, nimmt das Drunter und Drüber vollends seinen Lauf. „Ein wunderbares Jahr“ ist ein richtiger Wohlfühlroman, der einen von der ersten Zeile an reinzieht in die Fänge von Georgias Familie. Wie bereits erwähnt hat eigentlich jeder der Protagonisten sein Päckchen zu tragen und es wird keineswegs ein heiteres Familienidyll dargestellt, das kitschig vor sich hinplätschert. Dennoch hat man beim Lesen durchweg ein positives Gefühl und der Roman wird bei allen ernsthaften Momenten nie zu schwermütig oder melancholisch, sondern behält sich eine gewisse Leichtigkeit. Das Setting in den Weinbergen Kaliforniens ist natürlich ein Traum für jedes Kopfkino und die Charaktere sind ebenfalls so gezeichnet, dass man zu jedem ein konkretes Bild vor Augen hat. Ein interessanter Nebenaspekt ist der Weinanbau. Laura Dave hat hierfür gründlich recherchiert und lässt ihr Wissen geschickt in die Handlung einfließen. Man bekommt beim Lesen richtig Lust, sich nebenher ein gutes Gläschen Wein zu genehmigen – und auf der Seite des Blanvalet Verlags bekommt man sogar tolle Anregungen passend zum Roman: http://www.randomhouse.de/webarticle/aid58729.rhd?mid=12254 Ich empfehle diesen Roman jedem, dem der Sinn nach ein paar gemütlichen Lesestunden auf dem Balkon oder der Strandliege stehen und der gute Familiengeschichten zu schätzen weiß. Vielen Dank an den Blanvalet Verlag für das Rezensionsexemplar!

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Giorgia Ford, eine taffe erfolgreiche junge Frau, stellt ausgerechnet bei der Generalanprobe ihres Brautkleides fest, dass der Mann den sie in kürze ehelichen möchte Geheimnisse vor ihr hat. Kurzentschlossen und zutiefst gekränkt macht sie sich auf nach Somona, dem Ort ihrer Kindheit, um dort Trost und Zuspruch von ihrer Familie zu finden. Dort angekommen findet sie sich mitten im Gefühlschaos ihrer Eltern und Brüder wieder. Die Ersteren möchten das Weingut verkaufen und in ihrer Ehe funktioniert auch so einiges nicht. Und ihre Brüder gehen sich auch mehr oder weniger aus dem Weg, den Grund dafür muss Giorga allerdings erst entdecken. Um sich von ihren eigenen Beziehungsproblemen abzulenken versucht Giorga den Verkauf des Weinguts zu verhindern, denn wenn sie eines weiß dann, dass sie ihr geliebter Weinberg unter gar keinen Umständen verkauft werden darf……. “Ein wunderbares Jahr” ist eigentlich nicht der passende Titel für dieses Tohuwabohu von Gefühlen und Ereignissen. Giorga ist zwar eine kluge, intelligente Frau, sie handelt aber sehr aus dem Bauch heraus und spontan, das passt für mich nicht zu ihrem Beruf- sie ist Anwältin. Da die Geschichte aber eher lustig und witzig ist als düster und deprimierend, passt ihr manchmal Überstürztes und Kopfloses Handeln dann doch wieder recht gut. Die Handlung ist durchzogen von originellen Dialogen und schönen Darstellungen der Gegend. Luise Heim schafft es mit ihrer abwechslungsreichen Performance die Personen und die Geschichte zum Leben zu bringen. Das Zuhören macht richtig spaß und herzhafte Lacher sind auch garantiert. Laura Dave hat schon einige Romane veröffentlicht. Für mich war es der erste Roman von ihr. Mit “Ein wunderbares Jahr” ist ihr ein sehr schönes unterhaltsames Buch über Liebe, Heirat, Heimat und vor allem Wein gelungen. Sehr schön in Szene gesetzt wurde das Hörbuch von Luise Heim. Sie hat schon einigen Hörbüchern ihren Stempel aufgesetzt und verlieh auch schon namhaften Schauspielerinnen wie Scarlett Johansson oder Megan Fox ihre Stimme. Das Cover ist auch sehr schön, obwohl es mich anfangs doch etwas verwirrt hat, geht es doch um einen Weinberg und nicht um Pfirsiche . Die Abbildung zeigt aber Weinbergpfirsiche und obwohl diese im Hörbuch kein einziges Mal erwähnt werden – oder hab ich was überhört? – gefällt es mir ausnehmend gut; sommerlich, warm, duftend. Mein Fazit: Eine schöne Geschichte über die Liebe, die Familie, das Zusammensein und die Heimatverbundenheit. Gespickt wird das Ganze mit liebevollen und witzigen Dialogen und abwechslungsreichen Handlungen. Zum Ende hin wirkt die Geschichte aber etwas überzogen und wie aus einem Märchen ( der Himmel öffnet seine Pforten und löscht den Brand). Mir hat es trotzdem gefallen, was vor allem an der großartigen Sprecherin lag!

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Meine Rezension Ich starte mal wieder mit dem wunderschönen Cover, welches erstaunlicher Weise nichts mit dem Inhalt zu tun hat, da es im ganzen Buch nicht einmal um Pfirsiche geht :D Nichts desto Trotz ist es ein mehr als ansprechendes, sommerliches Buchcover. Laura Dave hat einen bezaubernden Schreibstil, welcher einen tief in ihre Geschichte hineinzieht und so schnell nicht wieder loslässt. Es geht um Giorgia und ihre Familie und das damit verbundene Drama, um die Zukunft aller. Gefühle, die wohl jeder von uns schon einmal hatte, sind hier ein großes Thema. Geschwisterliebe, Unsicherheit in der Partnerschaft, Eifersucht und verblasste Liebe. Nach ihrer Flucht, versucht Georgia sich darüber klar zu werden, was sie eigentlich wirklich will und entdeckt dabei, dass sie nicht die einzige in ihrer Familie ist, die Zukunftsängste hat. Es droht eine komplette Familie zu zerbrechen und sie sieht es als ihre Aufgabe, dies zu verhindern - koste es, was es wolle! Ich finde es sehr schön, wie Laura Dave viele Details über die Entstehung von Wein einfließen lässt. Aber das geschieht nicht trocken und Fachmännisch, sondern sehr einfühlsam und anschaulich, anhand der Geschichte, welche sie uns hier erzählt. Auch Synchronisation im Leben spielt hier eine große und schöne Rolle. Es muss ja nicht immer alles Schicksal sein ;) Je mehr Seiten des Buches man hinter sich lässt, um so mehr sehnt man sich an diesen Ort, in diese atemberaubenden Weinberge Kaliforniens. Es ist unglaublich, was Georgias Vater aus dem nichts erschaffen hat und was nun in Gefahr schwebt. Es gibt überraschende Wendungen und Schicksalsschläge, denen sich die Protagonistin stellen muss und welche sie langsam, aber sicher in die richtige Richtung weisen. Manchmal braucht es ein Schockerlebnis, damit man erkennt, was man wirklich will...

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Problematisch aber trotzdem wunderschön

Von: literatur(M)onster

18.05.2015

Als erstes dachte ich, dass es sich bei diesem Buch um eine leichte Sommerlektüre handelt. Weit gefehlt, stellte ich nach recht kurzer Zeit fest. Wir befinden uns im Bereich gehobener Literatur, es werden viele Worte verwendet, die man in einem normalen Roman nicht zu lesen bekommt. Was mich aber nicht weiter stört, ich finde es ganz angenehm, dass der Kopf auch mal ein bisschen zum Denken angeregt wird. Ich finde den Schreibstil der Autorin wunderbar. Flüssig und realitätsnah wir hier die Problematik einer ganzen Familie beschrieben. Man taucht direkt in die Geschichte ein. Giorgia ist nett, freundlich und sehr hilfsbereit, gerade im Bezug auf ihre Familie, als sie merkt das es zu Hause Probleme gibt, begibt sie sich auf direkten Wege dorthin um zu helfen, obwohl das Weingut ihrer Eltern nicht der Ort ist, an dem sie gerne zu Gast ist, da dort eigentlich ihre Hochzeit mit Ben stattfinden sollte. Als sie dort ankommt, wir ihr das ganze Ausmaß der Katastrophe bewusst. Ihre Eltern haben sich getrennt, in dem Elternhaus wohnt ein fremder Mann und ihre beiden Brüder wollen nichts mehr miteinander zu tun haben. Zudem soll das geliebte Weingut verkauft werden, ganz klar das Giorgia das nicht zulassen will und kämpft mit ihren eigenen Methoden dagegen an. Und als wenn das ALLES noch nicht genügend Probleme wären, findet sie auch noch heraus , das ihr verlobter ein Kind hat. 5 Monate hat er geschwiegen, ganz klar das Georgia da misstrauisch wird und alles infrage stellt. Ich kann also nur nochmals betonen, das hier ist keine leichte Kost, nichts für mal kurz zwischendurch. Die Problematiken der verschiedenen Protagonisten sorgen dafür, dass das Buch durchgehend spannend ist. Aber ich muss auch zugeben, dass es einem schnell alles zu viel werden kann. Deshalb habe ich zwischendrin Pausen eingelegt. Dennoch empfand ich das Buch als eine wundervolle Bereicherung.

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Turbolente Familiengeschichte

Buch & Aktuelles

Von: NadinE aus Rotenburg

13.05.2015

Mir hat das Buch sehr gut gefallen, diese turbolente Familiengeschichte, in der jeder sein eigenes Chaos zu ordnen hat und der Leser bis zum Schluss gespannt ist, wohin die Wege führen! Leichter gut unterhaltender Lesegenuss! Allerdings das Cover, das muss der Verlag mir noch erklären!!!

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Giorgia ist bereit für den schönsten Tag ihres Lebens, an dem sie ihren Verlobten Ben heiraten will. Als sie während der Anprobe ihres Hochzeitskleides aus dem Fenster guckt, sieht sie ihn mit einer wunderschönen Frau und einem Kind am Schaufenster vorbeilaufen. Als sie dann noch hören muss, dass das Kind zu Ben "Dad" sagt, dreht sie völlig durch. Wie sie ist, steigt sie in ihr Auto und fährt zu dem einzigen Ort, von dem sie denkt, dass sie dort aufgefangen wird, dem Ort ihrer Kindheit. An dem Ort, an dem sie auch in 5 Tagen ihren Ben heiraten wollte. Ihre Eltern betreiben ein Weingut und genau dorthin führt sie ihr Weg, eine Fahrt von über 9 h. Aber dort angekommen, ist alles nicht mehr, wie es war. Ihre Eltern haben sich getrennt, aus dem Schlafzimmer ihrer Mutter kommt ein fremder Mann, ihre beiden Brüder haben sich zerstritten. Der Gedanke, dass sie wie früher immer, gemeinsam über ihr Problem sprechen und beratschlagen, was zu tun ist, rückt in weiter Ferne. Zudem soll auch noch das Weingut verkauft werden. Dagegen geht Giorgia nun mit aller Macht an ... Als ich das Buch in Händen hielt, suggerierte es mir aufgrund der abgebildeten Pfirsiche einen beschwingten und lockeren Unterhaltungsroman. Das ist es eher nicht. Man hat einen Roman in den Händen, der mit vielen Problemen behaftet ist und deren reichliche Baustellen nach Beseitigung rufen. Es gibt viele Protagonisten, die gerade eine schwere Zeit durchmachen, deren Probleme aber leider ein wenig oberflächlich abgehandelt werden. Als Kernpunkt ist jedoch Giorgias Erkennen, dass ihr Verlobter Ben ein Kind hat, das er ihr bislang verschwiegen hatte. Selbst wenn auch er es erst kürzlich erfahren hatte, hätte er in den vergangenen 5 Monaten doch reichlich Gelegenheit gefunden, es Giorgia schonend beizubringen. Ihr Misstrauen ist erwacht und es stellt sich ihr die Frage, welche Dinge hat er noch vor ihr verborgen? Kann sie ihm jemals wieder vertrauen? Giorgia, die immer versucht hat, alles in der Familie zu richten, muss zusehen, wie sie dieses Mal nicht weiterkommt, die Probleme sind zu kompakt, als dass sie helfen kann. Ihr eigenes Problem ist auch noch offen, denn das Hochzeitszelt steht schon und ihr Verlobter ist ihr nachgereist. Für meinen Geschmack waren es ein paar Probleme zuviel, die bewältigt werden wollten. Für 350 Seiten definitiv zu viel. Interessiert habe ich jedoch mitverfolgt, wie Giorgia ihres in den Griff bekommen will. Natürlich war ich gespannt, ob sie sich nun letztendlich mit Ben vor dem Traualtar wiederfinden wird oder wie sie sich entscheiden wird. Es passiert viel auf diesen 350 Seiten, langweilig wird es einem nicht. Was für meinen Geschmack so gar nicht geht, ist das Cover. Der Roman spielt auf einem Weingut, was machen da die Pfirsiche auf dem Cover? Hatte sich keines mit Weintrauben gefunden? Ich habe lange überlegt, wieviel Sterne ich vergeben will. Meine Vergabe würde bei 3,5 Sterne liegen, da wir aber keine halben Sterne vergeben, gilt in diesem Fall - für den Angeklagten.

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