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Till Raether

Treue Seelen

Roman

eBook epub
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Frühsommer 1986: Achim und Barbara, um die 30, sind nach West-Berlin gezogen. In die Großstadt, weg aus der Provinz. Weil es dort eine Stelle gibt für ihn im Labor der Bundesanstalt für Materialprüfung. Weil man ein anderer Mensch sein könnte, da, wo Bowie mal gewohnt hat. Doch statt eines neuen Lebens finden die beiden Stillstand, spießige Enge und Tschernobyl-Angst.

Während Barbara an Trennung denkt, verliebt Achim sich in die zehn Jahre ältere Nachbarin Marion, die enttäuscht von ihrem Bundesgrenzschutz-Ehemann Volker ist. Marion stammt aus Ost-Berlin, sie ist als Teenager kurz vor dem Mauerbau in den Westen abgehauen. Mit ihr fährt Achim heimlich in den Osten, wo sie Marions Schwester Sybille wiedersehen. Mit den besten Absichten mischt Achim sich in die dramatische Lebensgeschichte der beiden Schwestern. Und bringt alle in Gefahr – als er die Idee hat, für Sybille einen Gegenstand über die Grenze zu schmuggeln, der ihr Leben verändern soll.

»Eine Geschichte in kleinbürgerlichem Rahmen, aber die Gefühle sind groß. Raethers Prosa sowieso.«

Brigitte (26. May 2021)

eBook epub (epub)
ISBN: 978-3-641-25403-2
Erschienen am  24. May 2021
Lieferstatus: Dieser Titel ist lieferbar.

Rezensionen

Solider Roman

Von: meikim

25.02.2022

Ich fand den Roman rundum solide und gut lesbar. Ich kann ihn auf jeden Fall weiterempfehlen und fand es recht spannend, einen Roman zu lesen, der zu einer Zeit spielt, als Deutschland noch geteilt war und Tschernobyl die Welt veränderte. In Anbetracht der heutige Situation mit Corona schon spannend, dass sowohl damals wie heute das Leben irgendwie weitergehen musste und man sich doch irgendwie auch immer wieder in eigentlichen Nebensächlichkeiten verheddert.

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Blieb hinter meinen Erwartungen zurück

Von: Lila

04.08.2021

Mich hat die Geschichte - 1986, Jahr des Reaktorunfalls in Tschernobyl sowie das geteilte Ost- und Westdeutschland - gleich angesprochen. Achim und Barbara ziehen von Bonn nach West-Berlin. Während Barbara große Ängste wegen des Reaktorunfalls und der darauf resultierenden Strahlung entwickelt, beginnt Achim eine Affäre mit der mit Volker verheirateten Nachbarin Marion, die vor dem Mauerbau in den Westen geflohen ist. Schließlich unternimmt er heimliche Fahrten mit ihr in den Osten, um Marions Schwester Sybille zu treffen. Leider schleppt sich die Geschichte dahin, die vielen Sprünge erschweren den Lesefluss und bauen keine Spannung auf. Überhaupt erscheint das Ganze oft unglaubwürdig und konstruiert. Schade, ich hatte mir hier mehr erhofft.

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Vita

Till Raether, geboren 1969 in Koblenz, aufgewachsen in Berlin, arbeitet als Autor und freier Journalist in Hamburg, unter anderem für »Brigitte Woman«, »Merian« und das »SZ-Magazin«. Er studierte Amerikanistik und Geschichte in Berlin und New Orleans und war stellvertretender Chefredakteur von »Brigitte«. Seine Kriminalromane über den hochsensiblen Kommissar Adam Danowski wurden von der Kritik gefeiert und mehrfach für Preise nominiert. Till Raether ist verheiratet und hat zwei Kinder.

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Pressestimmen

»Schon für die in ihrer Beiläufigkeit oft sehr komischen Beobachtungen lohnt sich das Lesen.«

Hamburger Abendblatt (29. June 2021)

»›Treue Seelen‹ ist ein toller Berlinroman, der mit Sprachwitz und historischer Genauigkeit einfängt, wie Westberlin, Sehnsuchtsort der bundesdeutschen Provinzjugend, eben auch war: unspektakulär, spießig und klein. Am Ende weht ein Hauch Agententhriller durch diesen Roman, der sich von Anfang bis Ende so süffig liest wie eine Berliner Weiße mit Schuss.«

Nina Apin, taz (31. July 2021)

»Ein Roman wie ein Film, mit vielen poetischen Anklängen. Eine gelungene Mischung aus Liebesgeschichte und Blick zurück auf eine turbulente Zeit, drei Jahre vor dem Mauerfall.«

Beate Rottgardt, Ruhr Nachrichten (11. August 2021)

»Und so ist ›Treue Seelen‹ aufgeladenen Heimatkunde, fiebriger Liebesroman und subjektive Berlin-Historie im weichen Ton des poetischen Realismus.«

Berliner Zeitung (29. July 2021)

»Bitter komisch!«

WOMAN (15. July 2021)

»In ›Treue Seelen‹ lässt Till Raether mit viel Sprachwitz das Jahr 1986 auferstehen.«

DB Mobil (30. April 2021)