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Tödliches Capri

Ein neuer Fall für Commissario De Santis

(4)
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Capri sehen und sterben ...

Hochsommer in Italien: Commissario Franco De Santis ist froh, dass er der Hitze Neapels entfliehen kann und nach Capri beordert wird. Doch der grausame Fall, mit dem er sich konfrontiert sieht, mag so gar nicht zur scheinbaren Idylle im azurblauen Mittelmeer passen: Ein junger Mann wurde gepfählt – ein Tatort wie aus einem grotesken Gemälde. De Santis ist erschüttert von der Brutalität des Mörders und beginnt – ohne Rücksicht auf Verluste – zu ermitteln. Das gefällt nicht jedem, denn Capris malerische Strände und mondänen Gassen sind voller Touristen. Skandale kann sich hier niemand leisten. Als De Santis’ Ermittlungen schließlich in eine glamouröse Künstlerkolonie führen, wird der Fall zum Politikum. Während der taffe Ermittler nach Gerechtigkeit sucht, wollen andere den Toten so schnell wie möglich vergessen …


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ISBN: 978-3-641-25739-2
Erschienen am  08. March 2021
Lieferstatus: Dieser Titel ist lieferbar.

Ein Fall für Franco De Santis

Rezensionen

Mord im Paradies

Von: Moinseetretboot

29.06.2021

In „Tödliches Capri“ erzählt Fabio Paretta den insgesamt dritten Fall für Commissario De Santis. Dieser schon etwas ältere Kommissar aus Neapel wird auf die Nachbarinsel Capri beordert, wo einer der Kunststudenten der Villa Paradiso grausam ermordet wurde. Dass es dort auch sonst nicht nur paradiesisch zugeht, erkennt De Santis während seiner Ermittlungen schnell, die zusätzlich durch seine Kollegen aus Capri, Neapel und der Staatsanwaltschaft erschwert werden. So ist er meist auf sich allein gestellt und während er keine bahnbrechenden Beweise findet, tauchen immer mehr Verdächtige auf, die die Frage aufwerfen, ob der Mordfall am Ende sogar noch in Zusammenhang zu den unverschämten Graffitischmierereien in Capri stehen. Es beginnt mit der Szene kurz vor der Ermordung, die aus der Ich-Perpektive des Opfers erzählt wurde. Das fand ich sehr mitreißend und interessant. Des Weiteren hat mir das Umfeld mit der Kunstakademie und Italien gefallen, obwohl die Landschaft noch bildlicher hätte beschrieben werden können, da die Atmosphäre nicht ganz bei mir ankam. Es war spannend bis zum Schluss, denn der Ausgang und Mörder waren nicht vorhersehbar. Zusätzlich hat der Autor durch verschieden Ereignisse und viele Probleme weitere Spannungspunkte geschaffen, auch wenn es für mich dadurch etwas unübersichtlich war. Denn ich bin nicht nur etwas mit den italienischen Namen durcheinander gekommen, sondern habe den Sinn einiger Aspekte gar nicht verstanden. Ein Beispiel wäre da die Frauenbekanntschaft des Kommissars, die die Story nicht voran gebracht hat, aber vielleicht auch einfach nur als falsche Fährte diente. Der Kommissar war mir ebenfalls nicht ganz sympathisch und ich konnte seine persönlichen Gedanken nicht immer nachvollziehen. Dies ist der dritte Teil einer Reihe, allerdings mein erstes Buch des Autors. Die Romane behandeln zwar alle abgeschlossene Fälle, aber ich würde klar empfehlen, mit Band 1 anzufangen, einfach damit man das Ermittlerteam besser kennt. So habe ich nämlich öfter meine Beziehung zu den Charaktere vermisst. Die Spannungen in eben diesem Team fand ich zu oberflächlich behandelt und haben das Buch für mich nicht bereichert. Zuletzt kommt der Autor aber wieder zu einem logisches Ende, was ein schöner Abschluss eines fesselnden Kriminalromans ist, der für mich jedoch viele Passagen enthielt, dessen Sinn ich mir nicht ganz erschließen konnte.

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Kein Urlaubskrimi, sondern spannende Unterhaltung

Von: Buchbesprechung

15.05.2021

REZENSION – Grausam und in seiner Art spektakulär ist der auf Capri gemeldete Mordfall. Nur Franco De Santis, der erfolgreiche Commissario aus Neapel, wird die Hintergründe aufklären und den Mörder entlarven können, weshalb ihn Autor Fabio Paretta in seinem dritten, im März beim Penguin Verlag veröffentlichten Band seiner bisher in Neapel spielenden Krimireihe – nach „Die Kraft des Bösen“ (2016) und „Trügerisches Neapel“ (2018) – zur Unterstützung der Inselpolizei auf das angeblich so idyllische Touristen-Eiland schickt. Die Situation, die der Commissario auf Capri vorfindet, ist ebenso rätselhaft wie die wahre Identität des hinter seinem italienischen Pseudonym sich verbergenden deutschen Autors, der seit vielen Jahren als freier Schriftsteller in Italien lebt. Nun könnte man meinen, der Einsatz auf der Urlaubsinsel wäre für den Commissario eine Erholungspause vom Trubel seiner Heimatstadt. Doch weit gefehlt, zumal dieser Mord an einem jungen Kunststudenten allzu martialisch begangen wurde. De Santis beginnt zu ermitteln, bekommt allerdings bald zu spüren, dass er auf der Suche nach Gerechtigkeit mit der ihm eigenen Ermittlungsmethode „ohne Rücksicht auf Verluste“ sich keine Freunde schafft. Denn öffentliches Aufsehen soll um jeden Preis vermieden werden, ist doch gerade Hochsaison und die Insel voller Touristen. „Capri lebt vom Tourismus, eine Negativschlagzeile, und wir verlieren ein Jahreseinkommen“, warnt ihn gleich zu Beginn sein Insel-Kollege Commissario Moncini. Ohnehin ist schon Unruhe genug, da Graffiti-Sprayer im Ort ihre „Kunstwerke“ hinterlassen haben. Ob auch der ermordete Kunststudent darin verwickelt war? De Santis wird es herausfinden. Doch als er beginnt, seine Ermittlungen auf eine in einem historischen Kloster ansässige Kunstakademie eines bekannten Professorenpaares auszudehnen, droht ihm sogar die Staatsanwältin den Fall zu entziehen, da sie es nicht mit der Oberschicht der Insel verderben will. Der Commissario bringt durch seine sture Ermittlungsweise nicht nur zusätzliche Hektik auf die Insel, die ohnehin schon durch die Urlaubermassen kurz vor dem Kollaps zu stehen scheint. Auch sein eigenes Leben wird in diesen Tagen immer turbulenter, muss er doch ständig zwischen seinem in Neapel ermittelnden Team und dem Tatort Capri hin- und herpendeln – sofern nicht gerade das Fährpersonal wieder mal streikt. Auch privat erschweren ihm die Frauen sein Junggesellenleben, sei es seine Ex-Frau, seine 17-jährige Tochter Ludovika oder seine neue Geliebte Diana, deren Leben voller Geheimnisse zu sein scheint, die De Santis zusätzlich enträtseln muss. Von der viel gerühmten Idylle und Schönheit der Insel, auf der vor 2 000 Jahren sogar Kaiser Augustus sich einen Palast bauen ließ, ist in diesem dramatisch bis zur letzten Seite gut strukturierten Krimi nichts zu spüren. Paretta lässt seinen Commissario sich durch die von Urlaubern verstopften Gassen drängen oder ständig im Verkehrschaos stecken. „Menschenmassen wogten hin und her, … Gepäckträger schrien, Touristenführer schwenkten Schilder, ...“. Nein, „Tödliches Capri“ ist gewiss keiner dieser üblichen Urlaubskrimis voller Fernweh, Abendsonne, Meeresrauschen und schmackhafter Fischgerichte. Und doch erfahren wir manches Historische und Atmosphärische über Capri. Eher scheint es, als wolle uns Fabio Paretta vom Besuch der Insel abraten. Irreführend ist zudem, dass keine Ansicht von Capri auf dem Titel zu sehen ist, sondern ein bekanntes Motiv des Fischerdorfes Positano an der Amalfi-Küste – ein Rätsel, das nur der Verlag zu lösen weiß. Nun gut, dann beschränken wir uns eben auf den Roman, dessen Lektüre sich durchaus lohnt, da er sauber recherchiert mit Spannung und zwischen den Zeilen verstecktem Humor gut unterhält.

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Vita

Fabio Paretta ist das Pseudonym eines in Italien lebenden deutschen Autors. Er hat bereits an einigen erfolgreichen Buchprojekten mitgewirkt. Mit "Die Kraft des Bösen" verbindet er seine große Leidenschaft für das Erzählen mit seiner Begeisterung für das Land, in dem er seit Jahren lebt und erkundet dabei Sonnen- wie Schattenseiten Süditaliens. Fabio Paretta ist mit einer Italienerin verheiratet und hat zwei Kinder.

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