Seelentot

Ein Fall für die Gefängnisärztin

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Ihr Beruf: Ärztin. Ihre Patienten: Kriminelle. Ihr neuer Fall: Eine Mauer aus Schweigen.

In der JVA München-Wiesheim wird ein Inhaftierter erhängt aufgefunden. Alles deutet auf Selbstmord hin. Allein Gefängnisärztin Eva, die den Totenschein ausstellen soll, hat Zweifel: Der Mann stand kurz vor der Entlassung, warum sollte er sich gerade jetzt das Leben nehmen? Gemeinsam mit Hauptkommissar Lars Brüggemann beginnt sie zu ermitteln, doch bei den Angestellten der Haftanstalt stößt sie auf Schweigen. Als Eva einen Briefumschlag mit einem Trauerflor in ihrer Post vorfindet und nachts heimlich Dateien von ihrem Computer gelöscht werden, ist klar: Jemand versucht mit allen Mitteln zu verhindern, dass die Wahrheit ans Licht kommt. Und plötzlich kann Eva sogar Lars nicht mehr trauen ...

»Anna Simons hat mit dem zweiten Band ihrer Reihe einen noch interessanteren als den ersten geschaffen.«

StadtRadio Göttingen (15. Juni 2020)

eBook epub (epub)
ISBN: 978-3-641-24301-2
Erschienen am  14. Oktober 2019
Lieferstatus: Dieser Titel ist lieferbar.

Die Gefängnisärztin-Reihe

Leserstimmen

spannendere Fortsetzung

Von: Claudias Bücherregal

15.02.2020

Eva arbeitet erst seit Kurzem als Gefängnisärztin in der JVA München. Als dort ein Inhaftierter tot aufgefunden wird, erwarten alle von ihr, dass sie sofort den Totenschein ausstellt und den Tod als Suizid klassifiziert. Doch Eva hat Zweifel daran und holt mit Hauptkommissar Brüggemann die Kripo in Haus, wodurch sie sich weder bei der Gefängnisleitung noch bei den Wärtern beliebt macht. Das bekommt sie schnell zu spüren, als sie einen Trauerflor in ihrer Post findet und Dateien mit ihren Nachforschungen von ihrem Computer gelöscht werden. Auch Brüggemann ist der Meinung, dass Eva in unmittelbarer Gefahr schweben könne, aber noch gibt es keine Anhaltspunkte auf den Täter. Eins ist jedoch klar, Eva wird an dem Fall dranbleiben. Nach „Verborgen“ ist Seelentot der zweite Roman um die Gefängnisärztin Eva. Ich finde immer noch, dass es eine spannende Wahl für eine Protagonistin ist, da man selbst normalerweise keine Eindrücke von so einem Beruf erhält und man als Hauptfigur eine Person präsentiert bekommt, deren Berufsstand noch nicht als literarische Figur ausgelutscht ist. Anna Simons, alias Anna Schneider, ist es meiner Meinung nach gelungen, noch eine Schippe draufzulegen. Ich fand das Buch spannender als seinen Vorgänger und hatte lange Zeit keine Ahnung bezüglich tatsächlichen Tathergangs, evtl. Täter und Motiv. Obwohl vieles so lange im Unklarem blieb, ist die Aufklärung schlüssig und stimmig. Der Schreibstil ist angenehm und der Roman lasst sich gut lesen. Teilweise fand ich ihn noch etwas langatmig und manchmal nervte auch Evas Naivität á la „Ich sollte lieber den Kommissar anrufen … aber mache es aus diesen und jenen Gründen doch nicht“ etwas. Das musste natürlich so sein, um die Geschichte entsprechend entwickeln zu können, aber entspricht halt sehr diesen Szenen in Horrorfilmen, wo man den Figuren zurufen möchte „geh nicht alleine in den dunklen Wald“ oder „euch zu trennen ist keine gute Idee, lasst das lieber“. Fazit: Aufgrund des spannenden Falls und dass es der Autorin gelungen ist, mich lange im Dunkeln zu lassen, gebe ich trotz kleiner Kritikpunkte 4,5 Sterne. Da ich dem letzten Roman bereits 4 Sterne gegeben habe und mich die Fortsetzung definitiv mehr begeistern konnte, runde ich auf knappe 5 Sterne auf.

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Spannend von Anfang bis Ende

Von: Annette Traks

07.11.2019

Seit fünf Wochen arbeitet Eva Hanssen als Ärztin in der JVA München-Wiesheim, als sie von einem Wachmann den Anruf erhält, dass in der Gemeinschaftsdusche des Männertraktes die Leiche eines Selbstmörders liege. Eva möge bitte kommen und den Tod bescheinigen. Ihr ist mulmig - nicht nur, weil es das erste Mal ist, dass sie mit einem Suizid konfrontiert wird, sondern auch weil ihr bei der Begutachtung Zweifel kommen, dass der Mann sich selbst erhängt hat. Etwas an der ganzen Szenerie irritiert sie. Außerdem hat der Tote kurz vor der Entlassung gestanden, einen Job in Aussicht und die Unterstützung seiner Ehefrau gehabt. Eva fehlen jedoch zum jetzigen Zeitpunkt die Beweise für ihre Vermutung, dass hier ein Selbstmord vorgetäuscht werden soll. Durch ihre kritische und engagierte Art hat sie sich in der JVA von Anfang an nicht gerade beliebt gemacht, lässt sich aber nicht davon abhalten, parallel zu Hauptkommissar Lars Brüggemann und seiner Kollegin Aleksandra Jovic zu ermitteln. Doch jemand versucht, sie mit subtilen Botschaften einzuschüchtern. Resümee: Auch dieser zweite Band um die Gefängnisärztin Eva Hanssen ist sehr gelungen, obwohl - oder gerade weil! - er fast ohne Blutvergießen auskommt. Von Anfang an ist ein Spannungsbogen vorhanden, der bis zum Schluss konstant aufrechterhalten wird, sich gegen Ende sogar noch steigert. Erst dann erfährt der Leser auch die gesamte Auflösung und die Komplexität der Zusammenhänge aller Vorfälle. Sehr interessant ist auch der kleine Einblick, den man in den Alltag der JVA bekommt – ein äußerst interessanter Handlungsort. Die Person der Eva Hanssen hat mir auch diesmal wieder gefallen: Sie ist sehr engagiert und hat einen großen Gerechtigkeitssinn. Durch „Wind von vorne“ lässt sie sich nicht von ihrer Überzeugung abbringen und tut, was sie für richtig hält. Mit ihrer kritischen und geradlinigen Art eckt sie jedoch bei vielen an. Auch im Privatleben der Ärztin tut sich etwas: Ihre beste Freundin Ann-Kathrin steckt in einer schweren Ehekrise und Eva will sich um sie kümmern. Derweil versucht Staatsanwalt Mateo Santana, ihr – zum Teil auf brasilianisch charmante, draufgängerische Art – nahe zu kommen, während Hauptkommissar Lars Brüggemann sich nicht traut, auf sie zuzugehen. Alle Charaktere sind glaubwürdig und vielschichtig gestaltet. Wie auch schon im 1. Band erfährt der Leser zwischendurch immer wieder die Gedanken einer unbekannten Person, von der offensichtlich nach wie vor eine Bedrohung für Eva Hanssen ausgeht. Allerdings weiß man auch jetzt (noch) nicht, um wen es sich handelt, welches Motiv und welche Absicht sie hat. Fazit: spannende Unterhaltung, die Vorfreude auf Band 3 macht.

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Vita

Anna Simons ist das Pseudonym einer erfolgreichen deutschen Autorin, die 1966 in Bergneustadt geboren wurde. Die promovierte Betriebswirtschaftlerin arbeitete viele Jahre als Personalberaterin bei einer Großbank in Frankfurt. Vor einigen Jahren wechselte sie ins erzählerische Fach: 2008 gewann sie den Women’s Edition Kurzkrimi-Preis, 2015 war sie für den UH!-Literaturpreis des Ulla-Hahn-Hauses in Monheim nominiert. Die Autorin lebt mit ihrem Mann und ihren beiden Kindern im Münchner Umland.

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