Sie haben sich erfolgreich zum "Mein Buchentdecker"-Bereich angemeldet, aber Ihre Anmeldung noch nicht bestätigt. Bitte beachten Sie, dass der E-Mail-Versand bis zu 10 Minuten in Anspruch nehmen kann. Trotzdem keine E-Mail von uns erhalten? Klicken Sie hier, um sich erneut eine E-Mail zusenden zu lassen.

Jenny Kleeman

Roboterland

Wie wir morgen lieben, leben, essen und sterben werden

eBook epub
15,99 [D] inkl. MwSt.
15,99 [A] | CHF 19,00 * (* empf. VK-Preis)
Benachrichtigungen aktiviert

In der Buchhandlung oder hier bestellen

Willkommen in Roboterland? In ihrem eindrucksvollen Debüt nimmt uns die britische Journalistin und Dokumentarfilmerin Jenny Kleeman mit auf eine faszinierende Reise in die Welt von morgen – die schon heute entsteht. Die technische Entwicklung wird bald alle Bereiche unseres Lebens komplett verändern: wie wir geboren werden, essen, Sex haben und sterben. Kleeman trifft die Entwickler von Sexrobotern, von Organen und Fleisch aus dem 3D-Drucker und von künstlichen Gebärmüttern. Hautnah beobachtet sie, wie High-Tech-Erfindungen unseren Alltag erobern. Was macht diese radikale Veränderung mit uns? Werden wir in Roboterland noch menschlich sein? Eine hochspannende Live-Reportage aus den Labors unserer Zukunft, in denen die Grenzen des uns Bekannten radikal verschoben werden.


Aus dem Englischen von Petra Pyka
Originaltitel: Sex Robots & Vegan Meat: The People Changing Birth, Food, Sex & Death For Ever
Originalverlag: Picador/Pan Macmillan
eBook epub (epub)
ISBN: 978-3-641-23951-0
Erschienen am  10. May 2021
Lieferstatus: Dieser Titel ist lieferbar.

Rezensionen

havetoreads

Von: havetoreads

08.10.2021

Wie wir morgen lieben, leben, essen und sterben werden Inhalt: Kleeman gewährt uns einen Blick in die Zukunft und stellt neben innovativen Erfindungen die damit einhergehenden Gefahren dar. Das Buch ist in vier Kapitel aufgeteilt, was dem Untertitel des Buches sehr gerecht wird: Wie wir lieben/essen/uns fortpflanzen/sterben werden. Grosse Konzerne arbeiten bereits an menschenähnlichen Sexpuppen, welche einen menschlichen Partner oder eine menschliche Partnerin auch auf emotionaler Eben ersetzen sollen, damit Einsame glücklicher werden oder zumindest alle Menschen ihre Sexualität ausleben können. Doch die Objektivierung und Herabsetzung der Frau und ihrer Rolle scheint nur Kleeman aufzufallen, da die meisten Puppen «weiblich» sind. Darauffolgend erzählt sie von dem sogenanntem «sauberen Fleisch», also Fleisch, das im Labor gezüchtet wurde, wozu vorgängig nur eine Stammzelle des jeweiligen Tieres entnommen werden musste – ohne es zu töten! Fleischverzehr ohne schlechtes Gewissen, so könnte man meinen. «Ja, sauberes Fleisch könnte das Übergangsprodukt sein, das es uns abgewöhnt, Tiere zu töten – wie Sexroboter das Methadon für Pädophile sein können. Es könnte die Sucht aber nur in die Länge ziehen und unsere Grundversorgung von gesichtslosen Multis abhängig machen» (S. 211). Ebenfalls im Labor sollen schon bald menschliche Babys hergestellt werden können. Kinder kriegen, ohne schwanger zu werden. Das käme vielen Menschen zugute: Frauen müssten ihre Jobs nicht aufgeben oder auch schwule Paare können Kinder kriegen. Bereits heute können Föten danke dieser fortschrittlichen Wissenschaft gerettet werden. Und obwohl die Herstellung eines Fötus von Grund auf noch nicht möglich ist, kritisiert die Autorin, wie auch hier die Frau ihrer Natur und damit einhergehend ihrer Macht beraubt wird. «Doch der Preis für die Gleichstellung wird der Verzicht auf einen ganz grundlegenden Machtbereich sein – den einzigen, in dem Männer bisher stets eine untergeordnete Rolle gespielt haben» (S. 313). Das letzte Kapitel behandelt, wie Menschen selbstbestimmt sterben können, indem sie Ort und Zeitpunkt selbst wählen können. Dies gibt es schon heute, vor allem in der Schweiz ist dies gesetzlich erlaubt. Oft sind es von Alter oder Krankheit geplagte Menschen, die zu Exit gehen, immer mehr aber auch junge gesunde Menschen. Werden wir künftig in einen HighTech-Sarg steigen und einen Knopf drücken? «Wenn wir zulassen, dass Essen, Sex, Geburt und Tod an Maschinen ausgelagert werden, um uns die Illusion von Kontrolle zu verschaffen, riskieren wir, unsere Empathie, unsere Unzulänglichkeiten, unsere Handlungsfreiheit und die Kontingenz unseres Daseins zu verlieren» (S. 399). Kommentar: Das Buch liest sich wie eine Reportage mit dokumentarischen Elementen. Kleeman nimmt die Leserschaft mit auf eine Reise, und trotzdem handelt es sich um ein Sachbuch, in welchem sie ihre Gespräche und ihre Eindrücke festhält. Ich habe sehr viel gelernt und einen breiten Blick in die jeweiligen Themen erhalten. Obwohl viele dieser Erfindungen schon heute umgesetzt werden, habe ich mir bisher nur wenige Gedanken darüber gemacht und war mir den möglichen (schrecklichen) Folgen nicht bewusst. Der Schreibstil war einfach und angenehm zu lesen, jedoch waren mir manche Kapitel etwas zu lang (z.B. das Fleisch-Kapitel). Am Schreibstil und Aufbau gibt es ansonsten nicht zu bemängeln, doch inhaltlich habe ich Kleinigkeiten zu kritisieren: Gerade im Kapitel «Wie wir sterben werden» schildert Kleeman es so, als ob es ein Leichtes wäre in die Schweiz zu fliegen und von Exit Gebrauch zu machen. Der professionelle Aufbau der Organisation und die vorherigen Kontrollen, Absprachen usw. werden dort aussenvor gelassen, weshalb die Szenerie etwas überspitzt dargestellt wurde. Ich kritisiere zudem, wie sehr Kleeman die Männer angreift, besonders im Kapitel «Wie wir uns fortpflanzen werden». Denn alle Erfindungen stammen von Männern und die Autorin kritisiert deren Gewinn- und Ruhmorientierung. Dies ist natürlich erlaubt, aber alle Männer in einen Topf zu werfen, fand ich dann doch etwas unreflektiert. Trotz allem ist dieses Buch eine echte Leseempfehlung! Ich würde es nochmals lesen, obwohl es nicht zu den Jahreshighlights gehört. Ziemlich genau 400 Seiten (ca. 100 Seiten pro Thema) voller Innovation, Leistungsdruck, Ideen, aber auch Entmenschlichung.

Lesen Sie weiter

https://www.stefan-wichmann.de/blog/leserservice/rezensionen/rezensionen-zu-buechern/werbung-rezension-roboterland/

Von: Reviews von Stefan Wichmann

18.06.2021

Redaktioneller Hinweis: Das Buch wurde mir kostenlos zur Verfügung gestellt. Buchbeschreibung: In vier Teilen werden zukünftige Möglichkeiten beschrieben, die für die Grundbedürfnisse des Menschen elementar sind. Dabei besuchte die Autorin so einige Firmen und Produktionsstätten, die bereits jetzt Waren herstellen, von denen mancher früher nicht einmal zu träumen gewagt hätte. Meine Meinung: Eines vorweg: Ich nehme es immer wieder einmal in die Hand. Es enthält so viele Informationen, beispielsweise auch zum Klima und Ausdünstungen von Tieren oder generell zur Ernährung. Dabei ist es kein Ratgeber, sondern zeigt einfach Fakten auf. Und dies dermaßen unterhaltsam geschrieben, dass sich die AHA-Effekte einprägen. Dass sie ein angebotenes veganes Fleischimitat ausspucken möchte, weil es einfach nicht schmeckt, erfährt dabei keine Wertung, ich selbst als »halbveganer« konnte derlei »Schmeckt-mir-nicht« Äußerungen nachvollziehen. Sie belehrt ja auch nicht, sondern berichtet an anderer Stelle, dass es »Anders schmecke« und noch an anderer Stelle berichtet sie von dem Rinderwahnsinn und eben, den schädigenden Einflüssen der Tierzucht. Das ist nicht alles, denn Sexroboter oder der Freitod werden mit vielen Fakten und Problemen der »Unterstützer« bzw. Organisationen ebenso zur Sprache gebracht wie der Fakt, dass jeder ein Baby für Geld erzeugen lassen kann. Cover: Das Cover ist aus meiner Sicht etwas langweilig und zeugt nicht von der geballten Information, die in diesem Buch steckt. Story: Aus der Personalperspektive! Es ist gut lesbar! Hintergrund: Seht gut recherchiert Gesamtbewertung: 5 Sterne! Zur Autorin / Übersetzerin: Das die Autorin Dokumentarfilmerin ist, zumindest zu recherchieren weiß, merkt der Lesende schnell. Und das Petra Pyka über Erfahrung verfügt ein Buch nicht nur zu übersetzen, sondern auch die lebhafte Sprache beizubehalten in der das Buch offensichtlich geschrieben wurde, sowieso. Fazit: Das Cover ist aus meiner Sicht etwas langweilig und zeugt nicht von der geballten Information, die in diesem Buch steckt. Bewertung ggf. Begründung: Buch Hintergrund meiner Einschätzung: 1 - würde ich nicht nochmal hören / lesen / kaufen, ist nicht meines 2 - etwas langatmig 3 - zumindest kann man drüber nachsinnen, ist aber trotzdem nicht meines 4 - interessant, gut geschrieben. 5 - wow, einfach unterhaltsam, bzw kann man auch drüber nachdenken, bringt mich weiter, lese ich nochmal Klare 5 Sterne! Rezension von Stefan Wichmann Titel: Roboterland: Wie wir morgen lieben, leben, essen und sterben werden Genre: Gegenwart mit Zukunftsausblick Zeit: aktuell Autor: Jenny Kleeman Illustrator: Übersetzer: Petra Pyka Seitenzahl: 416 Verlag: Goldmann Verlag Auflage: 1 Veröffentlichung: 2021 Sprache: Deutsch ISBN-13: 978-3442316014

Lesen Sie weiter
Alle anzeigen

Vita

JENNY KLEEMAN ist eine preisgekrönte Journalistin und Filmemacherin. Sie studierte in Cambridge Politik und Sozialwissenschaften und reist auf der Suche nach spannenden Geschichten und Persönlichkeiten um die Welt. Kleeman lebt in London und schreibt unter anderem für den Guardian, The Times und The Sunday Times. Für BBC und Channel 4 hat sie diverse TV-Sendungen gemacht.

Zur Autor*innenseite