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Providence

Roman

(2)
Providence
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Vier Astronauten gegen ihr eigenes Raumschiff – und einen schier übermächtigen Feind, der die Erde bedroht

Das Video veränderte alles. Vorher konnten wir noch glauben, dass wir sicher waren. Auserwählt. Etwas Besonderes. Wir dachten, das Universum sei ein glitzernder Ozean voller Möglichkeiten, der nur darauf wartet, von uns erobert zu werden. Danach wussten wir es besser.

Sieben Jahre nach dem fatalen Erstkontakt startet die Providence Five. Es ist das größte und modernste Kampfschiff und soll die Menschheit vor ihrem bisher schlimmsten Feind schützen: Aliens, die sich so grundlegend von uns unterscheiden, dass keine Kommunikation mit ihnen möglich ist. Die Besatzung der Providence besteht nur aus vier Personen, deren Aufgabe es ist, das Schiff zu überwachen und durch Videos in den Sozialen Netzwerken den Menschen auf der Erde von ihren vermeintlich heroischen Taten zu berichten. Doch die Schiffs-KI hat andere Pläne: Sie fliegt einen Bereich an, der so weit von der Erde entfernt ist, dass der Kontakt zur Flotte abbricht. Hier befindet sich die Hauptbasis der Außerirdischen. Für Gilly, Talia, Anders und Jackson wird der Kampf im All plötzlich sehr, sehr real ...


Aus dem Amerikanischen von Bernhard Kempen
Originaltitel: Providence
Originalverlag: G.P. Putnam's Sons
eBook epub (epub)
ISBN: 978-3-641-26511-3
Erschienen am  14. June 2021
Lieferstatus: Dieser Titel ist lieferbar.

Rezensionen

Spannender und flüssiger SF-Roman, der sich wie ein Klassiker liest.

Von: Wolfgang Brunner für Buchwelten

08.07.2021

Die Menschheit befindet sich im Krieg gegen eine außerirdische Rasse. Mit durch Künstliche Intelligenzen angetriebenen und gesteuerten Schiffen ziehen vier Astronauten ins All, um sich den Feinden zu stellen. Doch dann bringt sie die KI an einen Ort, der außerhalb des bekannten Universums liegt und an dem sich die Basis der Außerirdischen befindet. Die Astronauten erhalten eine Erkenntnis, die weit über ihre Vorstellungskraft hinausgeht. . Max Barrys Ausflug ins Science-Fiction-Genre wirkt an manchen Stellen wie ein Klassiker aus der goldenen Ära des Zukunftsromans der 1950er- und 1960er-Jahre. Es dauerte zwar eine Weile, bis ich in die Geschichte eintauchen konnte, aber dann … dann ließ mich dieses Abenteuer nicht mehr los. Gerade die absolut faszinierende Auseinandersetzung zwischen der Menschheit und einer außerirdischen Spezies, verbunden mit der Thematik Künstliche Intelligenz konnte mich in jeder Hinsicht überzeugen. Max Barry besitzt zudem einen sehr flüssig zu lesenden Schreibstil, der ein übriges dazu tut, dass man das Buch -einmal angefangen- recht schwer wieder zur Seite legen kann. Die Geschichte, die Protagonisten und auch die Schauplätze sind sehr bildhaft beschrieben, sodass man unmittelbar an der Handlung teilnimmt. Barry hat einen Roman geschrieben, der einem noch lange im Gedächtnis bleibt, auch wenn der ein oder andere vielleicht meint, er wäre zu langweilig und langweilig. Für mich war „Providence“ das genaue Gegenteil, weil eben nicht unentwegt auf Action aus ist, sondern auch einmal etwas mehr auf die Beweggründe und Handlungsweisen der Personen eingeht: Manch einer wird jetzt behaupten, dass der Roman nur so vor Logiklöchern strotzt, vor allem, was die Außerirdischen angeht, die sich ohne jegliche Hilfsmittel und Schutzmaßnahmen im Weltraum bewegen können. Okay, das mag zwar nicht alles Hand und Fuß haben, aber, hey, wichtig ist doch, ob die Geschichte funktioniert und unterhält. Für mich zumindest stellten diese Dinge absolut kein Manko dar, weil ich mich einfach darauf eingelassen habe, ohne alles zu hinterfragen. Lesen soll ja auch Spaß machen, zumindest in bestimmten Fällen. Dieses Buch ist für mich genau so ein Fall. Barry wollte doch gar keinen Hard-SF-Roman schreiben, in dem man mit wissenschaftlichen Begriffen bombardiert wird, die vielleicht einen logischen Sinn ergeben, die aber die meisten Leser eh nicht verstehen. Da ist es mir dann schon einmal recht, wenn ich nur einfach einmal eine spannende Geschichte mit interessanten Ideen lesen kann. „Providence“ schafft es dann vor allem auch noch ab der Mitte, dass die Handlung so richtig in Fahrt kommt und auch mit ein paar Überraschungen aufwarten kann. Die Sprache der Aliens beispielsweise klang anfangs noch irgendwie witzig und kindisch, dennoch nutzt Barry letztendlich diesen Aspekt für eine gruselige Entwicklung, die mir absolut gefallen hat. Überhaupt hat mir die Auflösung / das Ende sehr gut gefallen und ich fand alles in sich stimmig (bis auf die Logiklöcher natürlich 😉 ). Insgesamt kann ich „Providence“ von Max Barry uneingeschränkt für Fans guter und klassisch angehauchter Science-Fiction-Abenteuer empfehlen. Man sollte sich lediglich darauf einlassen können, um mit einem spannenden Plot und guter Weltraum-Unterhaltung belohnt zu werden. . Fazit: Spannend und flüssiger SF-Roman, der sich wie ein Klassiker liest. ©2021 Wolfgang Brunner für Buchwelten

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Max Barry: “Providence” (Heyne)

Von: Christian Funke

17.06.2021

Bis vor sieben Jahren war die Menschheit der Überzeugung, ihre Geschicke im Griff zu haben, ja beinahe unantastbar zu sein. Doch als eine vierköpfige Gruppe Forscher bei ihren Erkundungen im All auf eine außerirdische Lebensform trifft, ändert sich diese Einstellung grundlegend. Die unbekannte Spezies, Salamandern nicht unähnlich, mit einer schützenden Harzschicht überzogen, ist absolut tödlich und zu keiner Kommunikation bereit. Seitdem wurde eine Flotte riesiger Raumkreuzer der Providence-Klasse entsandt. Diese sind vollständig KI-gesteuert, was bedeutet, dass das Schiff sämtliche Entscheidungen selbstständig trifft, sich selbst wartet und die vierköpfige Besatzung lediglich dazu benötigt, der Mission ein menschliches Gesicht für die sozialen Netzwerke und der Berichterstattung zu bieten. Doch die neue Mission führt die unvorbereitete Crew unerwartet nah an Hauptbasis der Außerirdischen, wo sie ohne Kontakt zur Erde völlig auf sich allein gestellt sind… Max Barry, ein bissig-pointierter Erzähler und sehr genauer Beobachter, präsentiert mit Providence einen Science-Fiction-Roman, der sich stilistisch sowohl an den cineastischen, als auch den literarischen Größen des Genres orientiert. Technisch versiert, gelingt es ihm, eine actiongeladene, emotional packende Geschichte zu erzählen, die sowohl von ihrer dynamischen Story, als auch ihrer genauen, aber nicht überstrapazierten Charakterskizzierung lebt. Er zeigt auf, was geschieht, wenn künstliche Intelligenzen – hier die Providence -, gleichgültig dem Wohl der in ihr lebenden Menschen eine Mission verfolgen, die wiederum allem den Krieg erklären, was sie nicht kennen oder verstehen. Dabei begibt er sich – vielleicht nicht so intensiv, wie in seinen vorangegangenen Büchern – in vielen Passagen auf eine mehrdeutige Metaebene, ohne konkrete Antworten zu den Fragen zu liefern, die er aufwirft. Das mag manch einen frustrieren, mich jedoch hat es sehr gut unterhalten und zum Nachdenken angeregt. Auffällig ist, dass sich der Roman in zwei stilistische Teile aufsplittet. Während die erste Hälfte sehr strukturiert ist, rutscht die zweite Hälfte ab in ein sich manchmal dem erzählerischen Zufall überlassendes Chaos. Nicht ganz elegant, nicht immer befriedigend, aber in seinem Gesamteindruck ein trotzdem sehr überzeugender, äußerst unterhaltsamer Roman, den ich sehr genossen und quasi verschlungen habe! Providence (Originaltitel: Providence, USA 2020), der neuste Roman des von mir sehr geschätzten Max Barry, erscheint als schön gestaltetes Paperback in einer Übersetzung aus dem Amerikanischen von Bernhard Kempen bei Heyne (400 Seiten, €14,99). Ich mag Science-Fiction, ich mag Max Barry und ich mag gut geschriebene und unterhaltsame Romane. Damit liefere ich wahrscheinlich genau die Voraussetzungen, um dieses Buch gut zu finden. Erneut setzt er sowohl sein Talent als guter Schriftsteller, als auch seine Abwechslungsfähigkeit unter Beweis. Auch wenn er hier weniger tiefsinnig oder bissig ist, wie in seinen früheren Büchern, bietet er eine toll lesbare Unterhaltungslektüre, die einen schnell sehr tief in ihre Geschichte zieht. Temporeich, sehr dynamisch mit herrlich geschriebenen Actioneinlagen… von mir gibt es eine klare Empfehlung!

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Vita

Max Barry, geboren am 18. März 1973, lebt mit seiner Frau und zwei Töchtern in Melbourne, Australien. Seine besten Jahre verbrachte er bei Hewlett-Packard, bevor er seine Festanstellung gegen das Schreiben von Romanen eintauschte. Mit »Logoland«, einer beißenden Satire über eine von Großkonzernen beherrschte Zukunft, feierte er seinen ersten großen internationalen Erfolg. Darüber hinaus entwickelte er das Onlinespiel »NationStates« und arbeitete an unterschiedlichen Software-Projekten mit.

www.maxbarry.com

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