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Die Welt ohne Fenster

Roman

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Die junge Eepersip möchte nicht in einem Haus mit Türen, Fenstern und einem Dach leben. Ihr Herz verlangt nach dem Duft von Erde, nach dem Wind, der durch Baumkronen bläst, nach dem beständigen Summen und Brummen von Insekten. Sie läuft davon, um in der Wildnis zu leben – zuerst auf einer Waldwiese, dann am Meer, und schließlich in den Bergen. Ihre Eltern sind zutiefst betrübt. Sie folgen ihr, bringen sie zurück in die vermeintliche Sicherheit und sperren sie in der erdrückenden Stille des Hauses ein. Doch Eepersip lässt sich nicht aufhalten: Sie entkommt ein zweites Mal und folgt ihrem wilden Herzen nach draußen, ganz weit weg.


Aus dem Amerikanischen von Stefanie Fahrner
Originaltitel: The House Without Windows
Originalverlag: Hamish Hamilton
eBook epub (epub), 25 s/w Abbildungen
ISBN: 978-3-641-26745-2
Erschienen am  08. März 2021
Lieferstatus: Dieser Titel ist lieferbar.

Rezensionen

Eine Welt, der sowohl Fenster als auch Spannung fehlen

Von: Cherry

18.04.2021

Ich kann mich nicht daran erinnern, jemals das Leben einer Autorin wesentlich faszinierender gefunden zu haben als den von ihr verfassten Roman. Bei Die Welt ohne Fenster von Barbara Newhall Follett ist das jedoch definitiv der Fall. Die junge Frau wurde nämlich aufgrund zweier Dinge berühmt: 1. Sie war ein literarisches Wunderkind. („Die Welt ohne Fenster“ war ihr erstes Buch, das sie mit gerade einmal zwölf Jahren veröffentlichte.) 2. 1939, im Alter von 25 Jahren, verließ sie ihren Mann und die gemeinsame Wohnung und verschwand spurlos. Beim Lesen ihres Erstlingswerks kam in mir nicht nur einmal der Gedanke auf, dass die Autorin vielleicht ihre eigene Zukunft auf Papier gebracht hat. Es steht außer Frage, dass ihre Protagonistin Eepersip ein Spiegelbild Newall Folletts sein soll. So wie sie, liebt sie die Flora und Fauna und ist ein Peter Pan ähnliches Kind, das den Zwängen der Zivilisation trotzt, um im Einklang mit der Natur zu leben. Man kann nur hoffen, dass es der 25-Jährigen Frau ebenfalls gelungen ist, ein solches Leben zu führen. Wer Beschreibungen von Wiesen, Wäldern und Bergen liebt, dem hat die Autorin hiermit einen großen Gefallen getan. Sie besticht mit einer ausgeprägten Beobachtungsgabe, lässt ihre Umgebung vor den Augen ihrer Leser*innen erscheinen und weckt in einem den Wunsch, hinauszugehen um den Zauber der Natur zu spüren. Leider gehöre ich nicht zu den Menschen, die gern viele Umschreibungen lesen, weshalb mich das Buch stellenweise gelangweilt hat. Der Roman lebt von seinen Naturdarstellungen und bietet nicht viel Handlung. Deswegen bewundere ich zwar die Fähigkeit, bereits in einem so jungen Alter eine solche Geschichte schreiben zu können, muss aber gestehen, dass ich das Lesen als sehr zäh empfunden habe.

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Wirkt durch die Naturbeschreibungen wie eine Traumreise/ Meditation - großartig & wunderschön!

Von: miss_lia48

17.04.2021

„Je weiter sie ging, desto fröhlicher wurde sie, weil ihr das Leben, das sie für sich neu entdeckte, so gut gefiel. Sie fühlte sich nicht mehr einsam, sondern frei und glücklich wie die Vögel und die Schmetterlinge.“ INHALT: Eepersip wohnt mit ihren Eltern, Mr. Und Mrs. Eigleen in einem kleinen Häuschen am Fuße des Mount Varcrobis. Auf Wunsch des Mädchens hin, legt die Familie gemeinsam einen wunderschönen Garten an. Schon bald wachsen dort die schönsten Bäume und Blumen und Schmetterlinge und Vögel tanzen um Eepersip herum. Das Mädchen erfreut sich sehr an diesem Anblick, doch die Einsamkeit lässt sie nicht los. Und schon bald treibt es sie weiter nach draußen, zur Waldwiese, zum Meer und in die Berge. Ihre Eltern sind betrübt und versuchen, ihre Tochter zu sich nach Hause zurückzuholen. Doch dort fühlt sich Eepersip gefangen, ihr Herz möchte wieder nach draußen. An Orte, wo keine Menschen sind. In „die Welt ohne Fenster“. Dorthin, wo die Bienen summen, das Meer rauscht und ihr der Wind um die Nase weht. Dort, wo sie eins mit der Natur sein kann. Und Eepersip läuft los… MEINUNG: Was für ein wundervolles Büchlein, das mich die letzten Tage begleitet hat! Zugegeben, es ist recht speziell, die Handlung ist sehr unaufgeregt und dafür prall gefüllt mit Sinneseindrücken aus der Natur. Ich habe das Buch dadurch mehr als eine Art Traumreise oder Meditation zum Lesen empfunden, das einen erden, zur Ruhe kommen und entspannen lässt. Auch wenn man immer wieder merkt, dass es von einer äußerst jungen Autorin geschrieben wurde, hat mich das nicht gestört. Vermutlich wirkt es gerade deshalb so zauberhaft, besonders, ein bisschen märchenhaft und verträumt. Die Protagonistin wird einem direkt sympathisch und ich habe sie gerne auf ihrem Weg begleitet. Der Sog, den die Natur auf Eepersip ausübt, war beim Lesen regelrecht spürbar. Diese wirft ihre Socken und Strümpfe den Abhang hinunter, um der Natur barfuß noch näher zu sein. Detailreich und mit so viel Liebe nimmt sie alles um sich herum wahr und lebt im Einklang damit. Dies wirkt so atmosphärisch, man kann sich alles gut vor Augen malen und möchte am liebsten selbst vor Ort sein und die Sinneseindrücke in sich aufnehmen. Eventuell hätte ich mir die Rolle der Eltern noch authentischer gewünscht. Aber das ist mein einziger kleiner Kritikpunkt, den ich bei diesem fantastischen Werk habe. Die Illustratorin Jackie Morris wollte das Buch, welches bereits 1927 erschienen ist, neu auflegen. Schon der Einband mit den vielen Schmetterlingen und den zahlreichen goldenen Details, ist wunderbar gelungen. Auch darunter befindet sich ein hübscher, goldener Schmetterling auf der Buchvorderseite. Im Inneren untermalen Naturmotive, in Form von schwarz-weißen Aquarellen, gekonnt Eepersips Erlebnisse und ihre Nähe zur Natur. Das Lesebändchen macht die zauberhafte Aufmachung komplett. FAZIT: Für mich ist dies ein ganz besonderes Büchlein von einer ganz besonderen Autorin. Es liest sich durch die vielen Sinneseindrücke und Naturbeschreibungen eher wie eine Art Traumreise oder Meditation, erdet und lässt einen zur Ruhe kommen und entspannen. Wer sich darauf einlassen kann, dem möchte ich das Buch unbedingt ans Herz legen! Durch die wundervolle Aufmachung eignet es sich auch hervorragend als Geschenk! 4,5-5/5 Sterne! HINTERGRUNDINFO: Wie die Illustratorin im Vorwort erzählt, war die Autorin Barbara Newhall Follett gerade einmal 12 Jahre alt, als dieses Buch veröffentlicht wurde und noch vor dem Erscheinen ausverkauft war! Ursprünglich hatte sie das Manuskript sogar bereits mit 8 Jahren fertiggestellt, doch es fiel tragischerweise einem Feuer zum Opfer. Auch die Autorin war sehr naturverbunden und liebte außerdem schon früh das Schreiben. „Wenn man sich mit ihr beschäftigt, sieht man ein Kind, das nicht im Takt mit der Welt lebt, einen ungezähmten Geist, der sich den üblichen Einschränkungen seinen Geschlechts und seiner gesellschaftlichen Stellung widersetzt. Und all ihre Geschichten handeln von Flucht.“ Auch Barbara war eines Tages wie vom Erdboden verschwunden und bis heute weiß niemand, was aus der Autorin wurde…

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Vita

Barbara Newhall Follet war ein amerikanisches Wunderkind. Geboren im Jahr 1914, veröffentlichte sie ihren ersten Roman, Die Welt ohne Fenster, mit zwölf Jahren. Er wurde ein Bestseller. Das nächste Buch folgte ein Jahr später. Kurz vor Weihnachten 1939 ist Newhall Follet fünfundzwanzig und Berichten zufolge unglücklich in ihrer Ehe. Mit dreißig Dollar in der Tasche verließ sie eines Abends das Haus und wurde nie wieder gesehen. Das Geheimnis um ihr Verschwinden ist bis heute nicht gelüftet. Als die englische Künstlerin und Illustratorin Jackie Morris das Buch wiederentdeckte, hat sie sich augenblicklich in die Geschichte verliebt. Sie regte die Wiederveröffentlichung an und stattete die Neuausgabe mit ihren liebevollen Tuschezeichnungen aus.

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Jackie Morris

Jackie Morris ist Autorin und Illustratorin. Sie studierte am Hereford College of Arts und an der Bath Academy. Sie hat eine Vielzahl von Büchern illustriert und einige selbst geschrieben. 2019 wurde "Die verlorenen Worte", in Zusammenarbeit mit Robert Macfarlane, mit der Kate Greenaway Medaille ausgezeichnet.

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