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Die Unsterblichkeit der Henrietta Lacks

Die Geschichte der HeLa-Zellen

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Dieses Buch betrifft uns alle

Sie waren notwendig, um Fortschritte gegen Krebs und AIDS zu erzielen. Klonen und Genforschung wäre ohne sie nicht möglich gewesen. Kurz: Die größten Erfolge der Medizin der letzten Jahrzehnte basieren auf der Entdeckung der HeLa-Zellen. Hinter dem Kürzel verbirgt sich eine Frau namens Henrietta Lacks. Die Afroamerikanerin aus ärmlichen Verhältnissen starb 1951 jung an Gebärmutterhalskrebs. Zuvor wurden ihr ohne ihr Wissen Zellproben entnommen, die sich überraschenderweise vermehrten. Damit war der entscheidende Durchbruch in der Zellkulturforschung geschafft.

Die prämierte Wissenschaftsjournalistin Rebecca Skloot stellt in ihrem brillant verfassten Buch wichtige Jahrzehnte der Medizingeschichte vor und wirft dabei immer wieder ethische Fragen auf. Sie erzählt die tragische Familiengeschichte der Lacks’, die von Rassismus und mangelnden Bildungschancen geprägt ist. Ihr Buch ist eine gekonnte Mischung aus Biografie, Medizingeschichte, Debattenbuch und beachtlichem Enthüllungsjournalismus.


Übersetzt von Sebastian Vogel
Originaltitel: The immortal life of Henrietta Lacks
Originalverlag: Crown
eBook epub (epub)
ISBN: 978-3-641-05175-4
Erschienen am  17. November 2010
Lieferstatus: Dieser Titel ist lieferbar.

Rezensionen

Die Geschichte der HeLa-Zellen

Von: ahukader

23.05.2021

Rebecca Skloot saß in ihrem Biologieunterricht mit 16 Jahren und hörte dort zum ersten Mal von ihrem Lehrer den Namen Henrietta Lacks und ihren Zellen, die unsterblich waren und in der Wissenschaft für große Fortschritte geholfen hatten und immer noch halfen. Sie begann danach über Henrietta Lacks zu recherchieren, doch sehr viel fand sie nicht. Über zehn Jahre hat sie für dieses 2010 erschienene Buch recherchiert. Sie hat über 1000 Stunden mit Gesprächen mit Angehörigen von Henrietta, Medizinern, Ethikkommissionen und Wissenschaftlern verbracht. Quelle: Wikipedia 1951 wurde bei Henrietta Lacks, die damals 31 Jahre alt war, Gebärmutterhalskrebs festgestellt. Henrietta hatte damals 5 Kinder, war 1,50 Meter groß und war in armen Verhältnissen aufgewachsen und als Farbige wurde sie auch nach Rassentrennung natürlich im John Hopkins Krankenhaus unter nicht allzu guten Voraussetzungen behandelt. Bei der ersten Operation nahm man von ihrem Tumor ein wenig Gewebe weg und Henriettas Zellen vermehrten sich. Jeden Tag immer mehr und so leben ihre Zellen heute noch unter uns und werden in der Medizin verwendet. Man hat durch ihre Zellen sehr viele Medikamente entwickeln können, vor allem gegen Polio. Doch man hat Henrietta niemals darüber in Kenntnis gesetzt, dass ihr entnommenes Gewebe weiter genutzt und in der Forschung eingesetzt wird. Genauso wenig wusste es ihre Familie. Während die Wissenschaft Gewinn durch Henriettas Zelllinie machte, lebte ihre Familie in armen Verhältnissen weiter, konnte sich noch nicht einmal eine Krankenversicherung leisten. 20 Jahre nach Henriettas Tod erfuhr ihre Schwiegertochter per Zufall von Henriettas immer noch lebenden Zellen. Danach fing für die Familie vor allem für Henriettas Tochter Deborah eine schwere Zeit an. Sie wurden auf Schritt und Tritt verfolgt. Jeder wollte etwas über ihre Mutter wissen, währen sie noch nicht einmal selbst etwas über ihre Mutter wussten, da sie sehr klein waren, als Henrietta 1951 verstarb. Rebeca Skloot erzählt auf sagenhaften 423 Seiten die komplette Geschichte Henriettas und auch ihre eigene Geschichte mit Deborah. Sie hat ziemlich lange gebraucht, bis sie an Deborah ran kam. Deborah hatte nämlich höllische Angst davor, dass Rebecca von irgendjemandem engagiert worden ist und auch nur hinter Geld her war. Während man das Buch liest, stellt man sich die Frage, was mit der Familie gewesen wäre, wenn sie von Anfang an gewusst hätten, dass die Zellen ihrer Mutter/Ehefrau unsterblich sind. Wenn sie ein Recht gehabt hätten, an dem Gewinn, den man durch die Zellen gemacht hat, beteiligt zu werden. Genauso ist es erschreckend, dass man nachdem einem Gewebe entnommen worden ist, einfach nicht mehr darüber entscheiden kann, was mit diesem Gewebe danach passiert. Sobald es unseren Körper verlassen hat, ist es nicht mehr Bestandteil unseres Körpers und Anklagen werden zurückgewiesen. Ich kann nur sagen, absolute Leseempfehlung.

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Vita

Rebecca Skloot

Rebecca Skloot hat Biologie und Kreatives Schreiben studiert. Sie ist prämierte Wissenschaftsjournalistin und Bloggerin, deren Artikel unter anderem im „New York Times Magazine“, Discover Magazine“ und in „The Oprah Magazine“ veröffentlicht wurden. Als Korrespondentin hat sie für NPR's RadioLab und PBS's Nova ScienceNOW gearbeitet. Sie unterrichtet Naturwissenschaftler im kreativen Schreiben an der University of Memphis und an der University of Pittsburgh und hält zahlreiche Vorträge. "Die Unsterblichkeit der Henrietta Lacks“ ist ihr erstes Buch, an dem sie 10 Jahre gearbeitet hat und dem auf Anhieb der Sprung unter die Top Ten der New-York-Times-Bestellerliste gelang.

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