Die F*ck-it-Liste

Roman

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Amerika in der nahen Zukunft. Nachdem Donald Trump zwei Amtszeiten durchregiert hat, ist jetzt seine Tochter Ivanka an der Macht. Das Land ist tief gespalten, die Jahre populistischer Politik haben ihre Spuren hinterlassen. Derweil erhält Frank Brill, ein anständiger Zeitungsredakteur in einer Kleinstadt, der gerade in den Ruhestand getreten ist, eine folgenschwere Diagnose: Krebs im Endstadium. Anstatt sich all die Dinge vorzunehmen, die er schon immer machen wollte, erstellt er eine sogenannte F*ck-it-Liste. In seinem Leben musste er wiederholt Tiefschläge erleiden, nun beschließt er sich an den Menschen zu rächen, die für diese Tragödien verantwortlich zeichneten.

Die F*ck-It-Liste ist einerseits politische Satire, andererseits ein gnadenloser Thriller, der John Niven in angriffslustiger Form zeigt.

»Der düstere Humor des Schotten John Niven war schon immer großartig. Wie er jetzt aber das echte gesellschaftliche US-Klima in eine beklemmend nahe Dystopie umdeutet, ist Extraklasse.«

Stephan Bartels, Brigitte (07. Oktober 2020)

Aus dem Englischen von Stephan Glietsch
Originaltitel: The F*ck it List
Originalverlag: Heineman
eBook epub (epub)
ISBN: 978-3-641-13699-4
Erschienen am  12. Oktober 2020
Lieferstatus: Dieser Titel ist lieferbar.

Rezensionen

Mal was anderes von Niven...

Von: mariesbookishworld

02.03.2021

Im vorliegenden Buch versucht Niven ein vom Trumpclan regiertes Amerika zu zeichnen und überzeichnet die skurrilen Absurditäten der vier Jahre Trumpregierung. Sein Protagonist Frank erfährt, dass er nur noch kurze Zeit zu leben hat und entscheidet sich, sich an den Menschen zu rächen, die angeblich sein Leben ruiniert haben. So kommt es zur F*ck-It-Liste. Die Gründe, Menschen ins Jenseits zu befördern sind teilweise haarsträubend, aber auch nachvollziehbar. Die Liste funktioniert gut, weil Niven die schockierenden Bilder sehr gut beschreibt. Mir gefällt jedoch überhaupt nicht, dass die ungefilterte Wut und der überzeichnete Hass auf die "da oben" ohne Reflexion der Ursachen zu einem dystopischen Bild von Amerika führt und somit auch die Sprachlosigkeit in der gespaltenen Gesellschaft feiert. Alles im allen, die Wahl ist gelaufen, es braucht den erhobenen Zeigefinger von Niven nicht mehr. Aus heutiger Sicht würd eich es nicht mehr empfehlen.

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Bösartige Polit-Satire und noch viel mehr

Von: Thomas Lawall

30.01.2021

Die Diagnose kam nicht überraschend. Frank Brill ist unheilbar an Krebs erkrankt. Sein Arzt versteht ihn nicht, denn Frank interessiert sich nicht für die Möglichkeiten verschiedener Therapien. Für ihn ist es Zeitverschwendung, denn mit dem "mörderischen Eindringling in seinem Unterleib" hat er sich längst arrangiert und gelernt, ihn "wie einen alten Freund willkommen zu heißen". Der ehemalige Chefredakteur eines Lokalblatts in Schilling/Indiana hat nach privaten Katastrophen keinerlei privaten Bindungen mehr und sieht sich jetzt in der Lage, einen Plan nun endlich in die Tat umzusetzen. Jene Liste mit Namen und den entsprechenden Akten kann jetzt abgearbeitet werden. Frank macht sich auf den Weg. Die Vorbereitungen sind abgeschlossen. Eine lange Strecke erwartet ihn. Über St. Louis nach Oklahoma City würden es mehr als zwölf Stunden Fahrt sein. Es ist niemand da, von dem er sich verabschieden könnte. Von seinem Haus verabschiedet er mit jenen Worten, die einst sein Sohn gesprochen hatte ... Die Vereinigten Staaten von Amerika im Jahr 2026: Trumps zweite Amtszeit ist Geschichte. Präsidentin ist nun seine Tochter Ivanka. John Nivens bittere Zukunftsvision spielt in einem durch Populismus tief gespaltenen Land. Im Gewand eines erbarmungslosen Rachethrillers führt die Geschichte kreuz und quer durch ein Land, das, analog zur Krankheit der Hauptfigur, von Krebsgeschwüren und Metastasen der Fremdenfeindlichkeit und des Rechtsradikalismus durchsetzt und hochgradig befallen ist. John Niven geht in diesem Werk erstaunlich nüchtern und auf leichtem sprachlichem Gerüst zur Sache, so als ob er sich dem zitierten orwellschen Zitat, jener Bauanleitung für perfekte Prosa, uneingeschränkt verpflichtet fühlen würde. Man hat tatsächlich jederzeit das Gefühl, die Geschehnisse durch eine "Fensterscheibe" zu beobachten. Die F*ck-it-Liste ist ebenso eine bösartige Polit-Satire wie ein blutiger Thriller, eine Dystopie als Abziehbild möglicher gesellschaftlicher Entwicklungen und befriedigt so ganz nebenbei das, was man schon immer über Selbstjustizphantasien wissen wollte, aber bisher nicht zu fragen wagte.

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Vita

John Niven, geboren 1966 in Schottland, spielte in den 80er-Jahren Gitarre bei der Indieband The Wishing Stones und arbeitete nach dem Studium als A&R-Manager einer Plattenfirma, bevor er sich 2002 dem Schreiben zuwandte. 2006 erschien sein erstes Buch Music from Big Pink. 2008 landete er mit dem Roman Kill Your Friends einen internationalen Bestseller. Es folgten zahlreiche weitere Romane, darunter Kultklassiker wie Coma oder Gott bewahre. Neben Romanen schreibt John Niven Drehbücher. Er wohnt in der Nähe von London.

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Stephan Glietsch

Stephan Glietsch, geboren 1967, war lange Jahre Redakteur beim Musikmagazin Spex. Als freier Autor und Literaturübersetzer lebt und arbeitet er in Köln. Neben den Romanen von Irvine Welsh übersetzte er u.a. sämtliche Bücher von John Niven.

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Pressestimmen

»Sehr gelungen ist (…) die Mischung aus Thriller, Dystopie und Satire, bei der einem manchmal jedoch das Lachen im Halse stecken bleibt, weil einiges erschreckend nah in Reichweite der Realität liegt.«

»Selten war einem ein Killer derart sympathisch.«

Stephan Bartels, Brigitte (07. Oktober 2020)

»John Nivens neuer Roman „Die F*ck-it-Liste“ wirft einen rabenschwarzen Blick in Amerikas nahe Zukunft.«

Märkische Allgemeine Zeitung (21. Oktober 2020)

»Gruselig real«

Nürnberger Zeitung (14. Oktober 2020)

»Ein verblüffend schlüssiges Szenario für die kommenden sechs Jahre«

Welt Online (13. Oktober 2020)

»Wer schwarzen Humor mag, der wird das genießen.«

Ziphora Robina, Bremen 2 (Radio Bremen) (29. Oktober 2020)

»John Niven (…) hat eine Dystopie-Satire geschrieben, die manchmal beunruhigend an der möglichen Realität kratzt.«

Christina Böck, Wiener Zeitung (30. Oktober 2020)