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Kim Stanley Robinson

Das Ministerium für die Zukunft

Roman

(8)
eBook epub
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Von Barack Obama auf Twitter empfohlen!

Indien, 2025. Das Land wird von einer gnadenlosen Hitzewelle heimgesucht, die Temperaturen erreichen mancherorts über 50 Grad. Hunderttausende Menschen sterben, manchmal werden ganze Stadtviertel ausgelöscht. Zu den Überlebenden gehört der Entwicklungshelfer Frank May. Schwer traumatisiert zieht er in die Schweiz, um mit denen abzurechnen, die seiner Meinung nach mitverantwortlich sind: dem Ministerium für die Zukunft, dessen Aufgabe es eigentlich ist, solche Katastrophen zu verhindern. In Mary Murphy, der Vorsitzenden des Ministeriums, findet Frank unerwartet eine Verbündete, die wie er gegen den Klimawandel kämpft - wenn auch mit anderen Mitteln ...

»Der neue Roman des amerikanischen Autors Kim Stanley Robinson ist ein Weckruf.«

ZEIT, Maximilian Probst (21. October 2021)

Aus dem Amerikanischen von Paul Bär
Originaltitel: Ministry for the Future
Originalverlag: Orbit
eBook epub (epub)
ISBN: 978-3-641-28018-5
Erschienen am  11. October 2021
Lieferstatus: Dieser Titel ist lieferbar.

Rezensionen

Science-Fiction mit Sachbuchpotenzial

Von: Quercustexte

06.01.2022

"Überwiegend Männer und Familienväter; gebildet, mit den besten Absichten. Stützen der Gesellschaft. Großzügige Spender. Sicher wollen sie nur das Beste für ihre Kinder." Diese Menschen wissen dummerweise, dass noch mind. 3000 Gigatonnen an fossilen Brennstoffen in der Erde lagern. Bis zur zwei Grad Grenze können wir noch 500 Milliarden Tonnen, also 500 Gigatonnen, verbrauchen. (40 Milliarden Tonnen fossilen Kohlenstoff verbrennen wir pro Jahr.) 2500 Gigatonnen sollten in der Erde bleiben, doch liegen ausgehend vom aktuellen Ölpreis bei ungefähr tausendfünfhundert Billionen US-Dollar. Ob dieses Vermögen eines Tages als verlorenes betrachtet wird? Fünfhundert Menschen der 19 bedeutendsten Konzerne werden darüber entscheiden. Vorstandsvorsitzende von z.B. SaudiAramco, von Chevron, Gazprom oder ExxonMobil, der National Iranian Oil Company, BP und weiteren. Diese Menschen, vorwiegend Männer und Familienväter mit den besten Absichten, werden sagen: "Ach, noch ein, zwei Billionen verdienen, das ist schon nicht so schlimm." _____________________ Kurze Infos aus nur einem der insgesamt 106 Kapiteln, die dicht gepackt mit den neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen auch ein gutes Sachbuch ergeben hätten. "Das Ministerium der Zukunft" verknüpft in einer Story um das neugegründete Zukunftsministerium die Vorkommnisse des Jahres 2025 zu einem 720 Seiten starken Roman. Mal spannend, mal dramatisch, mal hoffnungsvoll, mal unterhaltend widmet sich Autor Robinson den Herausforderungen und Visionen einer Zukunft in Zeiten der Klimakrise. "Das Ministerium der Zukunft" von Kim Stanley Robinson, erschienen im @heyne.verlag, ist im Genre der Climate-Fiction veranlagt. Obwohl ich kein Science-Fiction Fan bin, fand ich es gut zu lesen. Die Geschichte bleibt realistisch - und optimistisch. An manchen Stellen ist sie so dicht gepackt mit Informationen, dass man sehr konzentriert dabei bleiben muss. Deshalb nur vier Sterne. Ohne Vorwissen zum Thema Klimawandel liest es sich mMn nicht gut. Ansonsten lesenswert!

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Eindringliche Beschreibung des Klimawandels in außergewöhnlicher Romanform.

Von: Wolfgang Brunner für Buchwelten

03.01.2022

In einer nicht allzu fernen Zukunft entwickelt sich der Klimawandel zu einer unabwendbaren Bedrohung für die Menschheit. Ein sogenanntes „Ministerium für die Zukunft“ wird ins Leben gerufen, um das Überleben der nachkommenden Generationen zu sichern. Mary Murphy ist Ministerin dieses Ministeriums und kämpft mit allen Mitteln dafür, dass die Erde sich wieder regeneriert. Oftmals stellt sich ihr die Frage, ob sie mit konventionellen Aktionen überhaupt etwas erreichen kann, denn Profit zählt für einen Großteil der Menschen mehr als eine sichere Zukunft. . Barack Obama bezeichnet Robinsons neuen Roman als einen der wichtigsten Bücher des Jahres. Ich würde sogar noch weiter gehen und „Das Ministerium für die Zukunft“ als wichtigstes Buch des letzten Jahrzehnts bezeichnen, zumindest wenn es um das Thema Klimawandel und -schutz geht. Robinson sticht mit seinem Szenario und seinen Überlegungen nicht nur in ein politisches und weltumfassendes Wespennest, sondern beschäftigt sich auf eine eindringliche Art und Weise damit, dass man selbst über all diese Entwicklungen nachdenkt und einem bewusst wird, wie schwierig die Bewältigung dieser Bedrohung aus Sicht der Politik ist. Robinson beleuchtet ein Szenario aus vielerlei Blickwinkeln und zeigt, wie kompliziert es sein könnte (es derzeit ist und auch sein wird), den Klimawandel abzuwenden. „Das Ministerium für die Zukunft“ wirkte auf mich wie eine geniale Mischung aus Roman und Sachbuch, in dem auch viele Fakten auf „nüchterne“ Weise beschrieben und erklärt werden. Aber genau diese Mischung ist es letztendlich, die dieses Buch zu einem echten Abenteuer macht, das sich in die Gedanken der Leser schleicht und sich dort auch fest verankert. Wie schon in „New York 2140“ behandelt Robinson eine Thematik, die uns alle angeht (die meisten leider aber nicht wirklich interessiert), nämlich den Klimawandel und die daraus resultierenden Folgen für die Menschheit. Während er in „New York 2140“ aber nur von den Ereignissen einer einzigen Stadt erzählt, widmet er sich im vorliegenden Roman um die globalen Entwicklungen und den verzweifelten Kampf einzelner Politiker, das Ruder noch herumzureißen. „Das Ministerium für die Zukunft“ ist eine Warnung, die jedoch niemals wirklich mit erhobenem Zeigefinger, geschweige denn einer Holzhammer-Methode, daherkommt, sondern sich schlichtweg um Fakten kümmert. Die Protagonisten werden zwar gut charakterisiert, wachsen einem aber dennoch nicht wirklich ans Herz, weil man vielmehr mit den erschreckenden Entwicklungen auf der Erde „leidet“. Man mag es am Ende gar nicht richtig glauben, dass man soeben 700 Seiten „verschlungen“ hat, ohne dass etwas wirklich Gravierendes oder Spektakuläres stattgefunden hat. Bis auf den beeindruckenden Einstieg mit der Hitzewelle in Indien, konfrontiert uns der Autor vielmehr mit dem verzweifelten Kampf gegen die vom Menschen selbst verursachte Bedrohung und spielt mit verschiedenen Lösungsmöglichkeiten, die allesamt durchaus realistisch erscheinen. Ich empfinde „Das Ministerium für die Zukunft“ ebenfalls als sehr wichtigen Roman, der aufzeigt, an welcher Stelle wir uns bereits seit Jahren befinden. Und dennoch unternehmen wir nichts dagegen … . Fazit: Eindringliche Beschreibung des Klimawandels in außergewöhnlicher Romanform. ©2022 Wolfgang Brunner für Buchwelten

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Vita

Kim Stanley Robinson wurde 1952 in Illinois geboren, studierte Literatur an der University of California in San Diego und promovierte über die Romane von Philip K. Dick. Mitte der Siebzigerjahre veröffentlichte er seine ersten Science-Fiction-Kurzgeschichten, 1984 seinen ersten Roman. 1992 erschien mit »Roter Mars« der Auftakt der Mars-Trilogie, die ihn weltberühmt machte und für die er mit dem Hugo, dem Nebula und dem Locus Award ausgezeichnet wurde. Kim Stanley Robinson lebt mit seiner Familie in Davis, Kalifornien.

kimstanleyrobinson.info

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Pressestimmen

»Kim Stanley Robinson hat mit ›Das Ministerium für die Zukunft‹ den Roman zum Klimagipfel geschrieben.«

FAZ, Petra Ahne (04. November 2021)

»Das Buch der Stunde.«

Der Freitag (25. November 2021)

»Ein grandioser Page-Turner. (...) Das ist Climate-Fiction, von der nicht einmal die Generation Greta zu träumen wagt. Und Pflichtlektüre für alle, die an Zukunft interessiert sind.«

Rolling Stone Magazin, Thomas Hummitzsch (01. October 2021)

»Ein umfassender, atemberaubender sowie zum Nachdenken und Diskutieren anregender Blick auf Herausforderungen der Umweltpolitik.«

APA (AT) (14. October 2021)

»Mal spannend, mal dramatisch, mal hoffnungsvoll, mal unterhaltend widmet sich Robinson den Herausforderungen und Visionen einer Zukunft in Zeiten der Klimakrise.«

HALLO Magazin für Nordhessen (30. March 2022)

»Spannend, lebendig und niemals unterkomplex. (…) Eine facettenreiche Utopie.«

riffreporter.de (11. October 2021)

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