Außerirdisch

Intelligentes Leben jenseits unseres Planeten

(2)
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Wir sind nicht allein im Universum - das zeigt Harvard-Professor Avi Loeb in diesem Buch

Avi Loeb ist einer der renommiertesten Astronomen unserer Zeit. Und er ist sich sicher: Wir sind nicht allein im All. Denn Form und Eigenschaften des unbekannten Flugobjekts, das im Oktober 2017 durch unser inneres Sonnensystem schoss, ließen nur eine Erklärung zu: Oumuamua, wie man es nannte, war Alien-Technologie, von einer außerirdischen Zivilisation entwickelt und auf Erkundungsflug. Hier erzählt Loeb von der ersten Sichtung dieses »interstellaren« (aus einem anderen Sternensystem kommenden) Besuchers, belegt die hohe Wahrscheinlichkeit außerirdischen Lebens und stellt die Frage, welche Konsequenzen das für uns hat: für Wissenschaft und Religion, für die Zukunft der Menschheit und des Planeten Erde. Sein Buch ist eine Reise an die Grenzen unseres Vorstellungsvermögens.

»Das bedeutendste Sachbuch dieses Jahres, obwohl es erst Februar ist.«

Die WELTWOCHE (10. Februar 2021)

Aus dem Englischen von Jürgen Schröder
Originaltitel: Extraterrestrial. The First Sign of Intelligent Life Beyond Earth
Originalverlag: Houghton Mifflin Harcourt
eBook epub (epub), 15 s/w Abbildungen
ISBN: 978-3-641-26336-2
Erschienen am  08. Februar 2021
Lieferstatus: Dieser Titel ist lieferbar.

Leserstimmen

Oumuamua und die Möglichkeit ausserirdischen Lebens

Von: Literaturblogsaarland

16.02.2021

Inhalt : Wir sind nicht allein im Universum - das zeigt Harvard-Professor Avi Loeb in diesem Buch Avi Loeb ist einer der renommiertesten Astronomen unserer Zeit. Und er ist sich sicher: Wir sind nicht allein im All. Denn Form und Eigenschaften des unbekannten Flugobjekts, das im Oktober 2017 durch unser inneres Sonnensystem schoss, ließen nur eine Erklärung zu: Oumuamua, wie man es nannte, war Alien-Technologie, von einer außerirdischen Zivilisation entwickelt und auf Erkundungsflug. Hier erzählt Loeb von der ersten Sichtung dieses »interstellaren« (aus einem anderen Sternensystem kommenden) Besuchers, belegt die hohe Wahrscheinlichkeit außerirdischen Lebens und stellt die Frage, welche Konsequenzen das für uns hat: für Wissenschaft und Religion, für die Zukunft der Menschheit und des Planeten Erde. Sein Buch ist eine Reise an die Grenzen unseres Vorstellungsvermögens. Vita : Avi Loeb, geboren 1962, ist seit 1997 Professor für Astrophysik an der Harvard University, seit 2007 Direktor des Institute for Theory & Computation (ITC) am Harvard-Smithsonian Center for Astrophysics, seit 2011 Vorsitzender des Fachbereiches Astronomie der Harvard University und seit 2012 Frank B. Baird, Jr. Professor of Science. 2012 wurde Loeb in die American Academy of Arts and Sciences gewählt. Loeb ist Vorsitzender des Beratungskomitees des Forschungs- und Entwicklungsprojektes Breakthrough Starshot, das sich zum Ziel gesetzt hat, Forschungssatelliten in das der Sonne nächste Nachbarsternsystem Alpha Centauri zu entsenden. Oumuamua ist das erste interstellare Objekt, das im Jahr 2017 in unserem Sonnensystem beobachtet wurde. Das Pan-Starrs-Teleskop auf Hawaii entdeckte das Objekt am 19.10.2017. Avi Loeb nimmt die Entdeckung dieses Flugkörpers zum Anlass, sich die Frage zu stellen, ob wir die einzige intelligente Lebensform im All sind, oder ob es noch weitere bewohnte Welten gibt. Ist dieses Objekt vielleicht künstlichen Ussprungs und beantwortet diese Frage somit ? Da Oumuamua einige Anomalien zeigt, stellt Avi Loeb die Hypothese auf, das Objekt sei von einer ausserirdischen Intelligenz geschaffen worden. Vielleicht ist es auch Weltraumschrott einer vor langer Zeit erloschenen Spezies gewesen. Interessant fand ich die Autobiografie von Avi Loeb zu Beginn des Buches. er stammt von einer Farm in Israel und hatte schon als Kind einen ungeheueren Wissensdurst. Sein reges Interesse an Philosophie prädestinieren ihn geradezu, sich mit Oumuamua so intensiv auseinanderzusetzen und auch einmal den Blickwinkel zu ändern. Avi Loeb hat die Fähigkeit, auch für absolute Laien auf diesem doch recht schwierigen Terrain verständlich und spannend zu argumentieren, so dass die Lektüre nie langweilig oder zu wissenschaftlich wird. Zahlreiche Bilder und Diagramme machen dieses Buch zu einem rundum gelungenen Lesevergnügen. Letztendlich wird man den Ursprung, ob künstlich oder natürlich und die Herkunft von Oumuamua wohl nie enträtseln können, trotzdem hat mir das Buch sehr gut gefallen und mich auch zum Nachdenken angeregt. Ich vergebe für das Buch 5 Sterne und eine klare Leseempfehlung. Einen ganz, ganz lieben Dank an die Verlagsgruppe Random House GmbH und das Bloggerportal für die kostenlose Zusendung des Rezensionsexemplares.

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Spannendes Buch über Astrophysik und außerirdisches Leben

Von: Koreander.net

15.02.2021

Am 19. Oktober 2017 fand eine astronomische Sensation statt. Das Objekt 1I/ʻOumuamua wurde durch das Pan-STARRS-Teleskop auf Hawaii entdeckt. 1I bedeutet, dass es das erste interstellare Objekt ist, das jemals in unserem Sonnensystem entdeckt wurde. Damit nicht genug der Erstmaligkeit, benahm sich Oumuamua anders als erwartet und anders als alle anderen bisher beobachteten Himmelsobjekte. Die außerordentliche Form und unerwartete Flugeigenschaften, die Flugbahn zeigte nichtgravitative Einflüsse auf, beschleunigte also unerwartet, sind weitere Eigenschaften, die der Wissenschaft Rätsel aufgeben. Avi Loeb, Professor für Astrophysik an der Harvard University und einer der renommiertesten Astronomen, nimmt die Entdeckung des Objektes als Anlass darüber nachzudenken, dass wir vermutlich nicht allein im Universum sind. Könnte das Objekt etwa künstlich hergestellt worden sein? 1I wurde erst entdeckt als es bereits an der Sonne vorbeigeschossen war und sich wieder dem interstellaren Raum zubewegte. Fünf Tage zuvor war es in einer Entfernung von etwa 24 Millionen Kilometern an der Erde vorbeigeflogen. Zum Vergleich beträgt die Entfernung zwischen Sonne und Erde im Mittel 149,6 Millionen Kilometer und zum Mond sind es weniger als 400.000 Kilometer. Ursprünglich für einen Kometen, dann für einen Asteroiden gehalten, musste man anschließend aufgrund seiner Anomalien erstmal mit der Einordnung kapitulieren. Mittlerweile hat sich die Scientific Community wieder auf einen Kometen geeinigt, auch wenn man sich dazu etwas verrenken musste. Avi Loeb nutzt diese Anomalien für einige Gedankenspiele, die der orthodoxen Wissenschaft allerdings zuwiderlaufen. Loeb, der sich schon länger der Suche nach außerirdischem Leben widmet, zeigt anhand einiger Plausibilitäten und Ungereimtheiten, dass Oumuamua durchaus auch ein künstliches Objekt sein könnte. Natürlich sind einige seiner Thesen recht spekulativ, wenn auch nicht spekulativer als so manch andere Mainstream-These der Astrophysik (Multiversen, Dunkle Materie etc.). Und so nutzt Loeb das Gedankenexperiment zugleich als Generalabrechnung und Grundsatzkritik am Wissenschaftsbetrieb. Leider nimmt dabei die Auseinandersetzung mit Oumuamua nur etwa ein Drittel des Buches ein. Mich hätte da eine differenziertere Aufarbeitung weitaus besser gefallen. Loebs Gedanken sind dabei immer plausibel und nachvollziehbar beschrieben, aber er vermeidet es die dagegensprechenden Argumente durchzudeklinieren. Das schwächt seine Argumentation allerdings massiv. So führt er immer wieder die äußerst geringe Wahrscheinlichkeit ins Feld, die für ein natürliches Phänomen sprechen würde. Nun gut, aber wie hoch ist denn die Wahrscheinlichkeit, dass es sich um „Alien-Technologie“ handelt? Oder wissenschaftlicher gefragt, wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit einer Singularität? Da ein gewichtiger Teil seiner (zumindest populärwissenschaftlichen) Argumentation auf diesen Wahrscheinlichkeiten beruht, steht sein Konstrukt auf doch recht wackeligen Beinen. Aber Omuamua ist für Loeb auch nur Anlass und nicht Grund seiner Gedanken zu Außerirdischen. Den weitaus größeren Teil nimmt dann auch die Kritik am Wissenschaftsbetrieb ein. Dieser ist grundsätzlich nicht zu widersprechen und stimmt mit (soziologischen) Wissenschaftstheoretischen und (philosophischen) Erkenntnistheoretischen Überlegungen überein. Aber und da liegt dann auch wieder die Krux, gibt es eben weitaus treffendere Kritik aus den eben erwähnten Fachdisziplinen. Zumal Loeb es mehrfach verweigert den kapitalistischen und drittmittelgetriebenen wettbewerblichen Betrieb auch nur als kritikwürdig zu benennen. Vielmehr sucht er die Beweggründe vor allem in Status, Macht und Prestige, was auch äußerst zutreffend ist, aber eben nur ein Aspekt ist. Sein Forderung nach Demut und Abkehr vom (wissenschaftlichen) Narzissmus ist zwar äußerst löblich, wirkt aber an der ein oder anderen Stelle etwas seltsam, vor allem wenn sich Loeb mehr oder weniger willentlich mit Galileo Galilei vergleicht oder immer wieder beginnt von sich zu erzählen. Gerade letzteres wirkt recht penetrant und vollkommen überflüssig. Das wird nur noch übertroffen von seiner herzensguten aber vollkommen irrealen Annahme, dass die Kenntnisnahme der Menschheit von Außerirdischen zu mehr Kooperation und Frieden führen würde. Die Argumente für diese Überzeugung sind dermaßen dünn, dass man sie als Wunschdenken abtun kann. Weitaus plausibler wäre die Annahme, dass das Militär aufgerüstet wird und nicht das Willkommenskomitee (man möge sich nur den US-Haushalt als Beispiel ansehen). In Gänze ist es aber ein sehr spannend zu lesendes Buch über Astrophysik, der Möglichkeit außerirdischen Lebens und einer gut gemeinten Kritik am Wissenschaftsbetrieb. Und gerade die Kritik von Physikern an der eigenen Zunft ist doch recht selten. Meist hält man sich selbst und das Werkzeug Mathematik für Unfehlbar. Neben Loeb habe ich bisher nur noch von Neil deGrasse Tyson solch demütige und selbstreflektierte Sätze gelesen. Darüber hinaus sind Loebs Gedanken zur notwendigen wissenschaftlichen Beschäftigung mit der Existenz von intelligentem Leben im Universum äußerst anregend. Und hier beißt sich die argumentative Katze in den Schwanz, ist Loeb doch schon seit Jahrzehnten auf der Suche nach Außerirdischen. Und so hat der Spiegel vielleicht ganz recht: Wer nur einen Hammer hat, sieht überall Nägel. Nichtsdestotrotz: Zum Thema Außerirdische gibt es wenig ernstzunehmende Literatur von renommierten Wissenschaftlern. Wie lohnens- und lesenswert ist da doch Avi Loeb.

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Vita

Avi Loeb, geboren 1962, ist seit 1997 Professor für Astrophysik an der Harvard University, seit 2007 Direktor des Institute for Theory & Computation (ITC) am Harvard-Smithsonian Center for Astrophysics, seit 2011 Vorsitzender des Fachbereiches Astronomie der Harvard University und seit 2012 Frank B. Baird, Jr. Professor of Science. 2012 wurde Loeb in die American Academy of Arts and Sciences gewählt. Loeb ist Vorsitzender des Beratungskomitees des Forschungs- und Entwicklungsprojektes Breakthrough Starshot, das sich zum Ziel gesetzt hat, Forschungssatelliten in das der Sonne nächste Nachbarsternsystem Alpha Centauri zu entsenden.

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Pressestimmen

»Ein Plädoyer für Neugier und Offenheit.«

DIE WELT (06. Februar 2021)

»Teils anmutige Memoiren, teils ein Plädoyer dafür, offen zu bleiben für die Möglichkeiten dessen, was da draußen im Universum ist - insbesondere für das Leben. Loeb... ist einer der phantasievollsten und wortgewandtesten Wissenschaftler, die es gibt...«

The New York Times (08. Februar 2021)

»Eine höchst spannende Erkundung der Möglichkeiten außerirdischen Lebens.«

Kirkus Reviews (25. Januar 2021)

»Genial ... Loebs zum Nachdenken anregendes populärwissenschaftliches Werk wird alle unterhalten, die sich fragen, ob der Mensch allein im Universum ist.«

Publishers Weekly (25. Januar 2021)

»In diesem leidenschaftlichen und visionären Buch überzeugt uns der Astrophysiker Avi Loeb, dass wir die arrogante Illusion aufgeben müssen, wir seien die einzige Lebensform im Universum, die mit Empfindungen ausgestattet ist. Die Belege dafür, die Loeb vorsichtig einen nach dem anderen vorbringt, sind faszinierend, aber mehr noch faszinieren uns seine Argumente, weil sie uns so viel enthüllen über unsere eigene geniale, kurzsichtige und höchstwahrscheinlich dem Untergang geweihte Zivilisation.«

Stephen Greenblatt, Autor von Die Wende. Wie die Renaissance begann und Pulitzer-Preisträger

Endorsement Stephen Greenblatt provided by Houghton Mifflin (26. September 2020)