Sie haben sich erfolgreich zum "Mein Buchentdecker"-Bereich angemeldet, aber Ihre Anmeldung noch nicht bestätigt. Bitte beachten Sie, dass der E-Mail-Versand bis zu 10 Minuten in Anspruch nehmen kann. Trotzdem keine E-Mail von uns erhalten? Klicken Sie hier, um sich erneut eine E-Mail zusenden zu lassen.

Acht Berge

Roman

eBook epub
9,99 [D] inkl. MwSt.
9,99 [A] | CHF 12,00 * (* empf. VK-Preis)
Benachrichtigungen aktiviert

In der Buchhandlung oder hier bestellen

Eine unerschütterliche Freundschaft. Ein Aufbruch ins Ungewisse. Die Sehnsucht nach Heimat

Wagemutig erkunden Pietro und Bruno als Kinder die verlassenen Häuser des Bergdorfs, streifen an endlosen Sommertagen durch schattige Täler, folgen dem Wildbach bis zu seiner Quelle. Als Männer schlagen die Freunde verschiedene Wege ein. Der eine wird sein Heimatdorf nie verlassen, der andere zieht als Dokumentarfilmer in die Welt hinaus. Doch immer wieder kehrt Pietro in die Berge zurück, zu diesem Dasein in Stille, Ausdauer und Maßhalten. Er ringt mit Bruno um die Frage, welcher Weg der richtige ist. Stadt oder Land? Gehen oder Bleiben? Was zählt wirklich im Leben?

Vor der ehrfurchtgebietenden Kulisse des Monte-Rosa-Massivs schildert Paolo Cognetti mit poetischer Kraft die lebenslange Suche zweier Freunde nach dem Glück. Eine eindringliche archaische Geschichte über die Unbezwingbarkeit der Natur und des Schicksals, über das Leben, die Liebe und den Tod.

»Stimmungen und Gefühle entstehen aus realistischen Bildern, aus Beobachtungen, Ereignissen und Handlungen. Das Erzählen ist reduziert auf das Wesentliche, wie die karge Alpenwelt. Daraus kommt die Kraft der Sprache. … Geschichten über Natur oder Heimat geraten schnell kitschig. Cognettis ›Acht Berge‹ ist davor gefeit. Sein Realismus schärft den Blick auf zeitlose Werte, die konstituierend sind für das Zusammenleben von Menschen und ihren Umgang mit ihrer Umwelt. Ein wichtiges Buch für unsere wirre Zeit.«


Aus dem Italienischen von Christiane Burkhardt
Originaltitel: Le otto montagne
Originalverlag: Giulio Einaudi Editore
eBook epub (epub)
ISBN: 978-3-641-21571-2
Erschienen am  11. September 2017
Lieferstatus: Dieser Titel ist lieferbar.

Rezensionen

Die Freundschaft zweier Männer und ihre Liebe zu den Bergen

Von: 3lesendemädels

18.01.2021

Als Jungen lernen sich Pietro und Bruno kennen. Sie beäugen sich über den Wildbach hinweg, denn eine unsichtbare Grenze liegt zwischen ihnen. Pietro aus der Großstadt, der bloß ein paar Sommerwochen im abgeschiedenen Dorf im Aostatal verbringt und Bruno, der als Viehhüter nur über geringe Schulbildung verfügt. Der Vater aus Mailand, der jedes Wochenende anreist, bringt die beiden zusammen und entfacht bei seinem Sohn die Liebe zu den Bergen. Doch das Verhältnis ist schwierig und als Heranwachsender entfernt sich Pietro immer mehr und führt sein eigenes Leben abseits der Alpen. Als sein Vater stirbt, kehrt er zurück und findet zusammen mit Bruno, der das Tal nie verlassen hat, das Grundstück weit oben, das er geerbt hat. In einem einzigen Sommer bauen sie aus der Ruine eine Berghütte und knüpfen an die alte Vertrautheit aus Kindertagen an. Das Buch erzählt die Freundschaft zweier Männer, die so unterschiedliche Lebenswege beschreiten, sich aber im Grunde sehr ähneln. Während der eine die fernen Berge im Himalaya erkundet, führt der andere ein Leben, das nie aus dem Bergtal herausfindet. Beide suchen für sich nach einem erfüllten Dasein, die bei mir eine große Sehnsucht nach Südtirol auslöste. Allerdings ließen mich manche langatmige Passagen kurzzeitig gedanklich abschweifen.

Lesen Sie weiter

Wenn der Berg nicht wispert, sondern ruft

Von: Frau R. liest

23.11.2020

Was bisher nur ein vages Gefühl war, ist jetzt ein handfester Wunsch: Ich will wieder in die Berge. Nach unzähligen Urlauben an der Nordsee träume ich von sattem Grün und schneegekrönten Felsriesen. Ziehe gedanklich Wanderschuhe an. Dann: über plätschernde Flüsschen gesprungen, Blaubeeren gepflückt, T-Shirt verschwitzt. . Als Teenie war ich jeden Sommer in der Schweiz, danach zog es mich konsequent ans Meer. Und jetzt: dieser Roman. Voller Liebe zur Stille, Härte und Weite der Berge erzählt Paolo Cognetti von Pietro, dem Stadtkind, das in den ländlichen Alpen nicht nur eine Heimat sondern auch seine Bestimmung findet. Es geht um lebenslange Freundschaft, um die Suche nach sich selbst, die Prägung durch die Eltern und immer, immer wieder: die Schönheit der Natur. Landschaftsbeschreibungen, die mich sonst schnell langweilen, haben mich hier verzaubert, so selbstverständlich sind sie mit der sich sanft entrollenden Geschichte verwoben. Ein ruhiges, ein wunderbares Buch. Und der Berg, ja, er wispert nicht mehr. Er ruft.

Lesen Sie weiter
Alle anzeigen

Vita

Paolo Cognetti, 1978 in Mailand geboren, verbringt seine Zeit am liebsten im Hochgebirge, und seine Erlebnisse in der kargen Bergwelt inspirieren den Mathematiker und Filmemacher zum Schreiben. Für seinen internationalen Bestseller »Acht Berge« (2017), der ins Aostatal führt, erhielt er u. a. den renommiertesten italienischen Literaturpreis, den Premio Strega. »Acht Berge« wird gegenwärtig verfilmt. In seinem neuesten Buch, »Gehen, ohne je den Gipfel zu besteigen« (2019), erzählt Cognetti von seiner Reise in die Dolpo-Region, eine der abgeschiedensten Gegenden im Himalaja.

Zur Autor*innenseite

Christiane Burkhardt

Christiane Burkhardt lebt und arbeitet in München. Sie übersetzt aus dem Italienischen, Niederländischen und Englischen und hat neben den Werken von Paolo Cognetti u. a. Romane von Fabio Geda, Domenico Starnone, Wytske Versteeg und Pieter Webeling ins Deutsche gebracht. Darüber hinaus unterrichtet sie literarisches Übersetzen.

Zur Übersetzer*innenseite

Pressestimmen

»Cognetti hat mit seinem dritten Roman einen Coup gelandet. … In seiner autobiografisch inspirierten Entwicklungsgeschichte vermittelt er eine uritalienische Erfahrung, die derzeit auf neue Resonanzräume stößt. … Geschmeidig entfaltet Cognetti die Innenwelt seines Erzählers. … Ihm gelingen nahezu impressionistische Landschaftsbeschreibungen, die Dramaturgie der Geschichte funktioniert und er hat ein Gespür für die Psychodynamik seiner Charaktere.«

»Die Beschreibung der Natur, ihrer Schönheit und Härte - und wie diese Freundschaft solche Gegensätze trägt: Bergwelt und Stadt, Bauer und Intellektueller - ist das leise, eindringlich nachwirkende Wunder dieses Romans.«

»Das Buch handelt von Männerfreundschaften und begeistert auch Frauen. ... Es liest sich leicht wie ein Abenteuerroman, macht etwas wehmütig und weckt die Lust auf Berge.«

kulturtipp (CH), Renata Schmid (12. September 2017)

»Ein Buch für alle, die an Freunden aus Kindheitstagen festhalten und sich fragen: Was verbindet uns eigentlich?«

stern, 5/5 Punkten (26. Oktober 2017)

»›Acht Berge‹ ist ein stilles, kluges Buch, das berührend und in einer wunderbaren Sprache die Fragen des Lebens beschreibt.«

Dolomiten (I), Ingrid Mair (13. Oktober 2017)

»Ein ruhiges und eindringliches Buch, das in Italien als männliche Antwort auf Elena Ferrantes Werk gefeiert wurde.«

annabelle (CH) (01. November 2017)

»Cognetti entwickelt sensibel die Charaktere seiner Protagonisten. Er erzählt eine sehr ruhige, entschleunigte Geschichte, die sich ganz auf das Leben in und mit der Natur konzentriert und auf hektischen Großstadttrubel und jegliche moderne Technologien verzichtet. Als Leser wird man dank des angenehm unaufgeregten Sprachstils des Autors nie müde, der Spur der beiden Freunde zu folgen.«

»Worauf kommt es im Leben wirklich an? ... Indirekt dreht sich dieser Roman um die große Frage nach der Gestaltung des Lebens. ... Eine kostbare, natürliche Geschichte.«

Landshuter Zeitung, Günter Keil (07. Oktober 2017)

»Weit mehr als eine Geschichte über eine außergewöhnliche Freundschaft, es ist eine Ode an die Berge. Eine intensive Leseerfahrung, bei der man im Geiste die Wanderschuhe schon an hat.«

»Die Geschichte dieser Freundschaft, subtil mit Verständnis für das Karge und Archaische der formenden Natur erzählt, gehört zum Besten dieses gleichsam doppelten Entwicklungsromans, der die Sehnsucht nach dem Einfachen und Unverstellten, nach Aufrichtigkeit und Würde feiert. ... Meisterhaft.«

Wiener Zeitung, Oliver vom Hove (20. Januar 2018)

»Am Ende des feinen Romans fühlt man sich wie bei einer Bergbesteigung – man atmet befreit durch und fühlt sich beglückt.«

Magdeburger Volksstimme, Grit Warnat (30. September 2017)

»Man spürt von der ersten Zeile an, dass dieser Autor weiß, worüber er schreibt.«

Augsburger Allgemeine, Lilo Solcher (25. Oktober 2017)

»Paolo Cognetti ist Gast in der Sendung 52 Beste Bücher und erzählt unter anderem von seiner eigenen Faszination für die Berge.«

»Die Erzählung des menschlichen Wollen und Handelns gespiegelt in der Gewalt und Schönheit der Berglandschaft machen diesen Roman zu etwas Besonderem.«

Neue Ruhr Zeitung / Neue Rhein Zeitung (18. November 2017)

»Es ist wohl einfach die Zeit, in der wir leben, die uns davon träumen lässt, in einer Hütte zu leben, abseits von allem.«

»In ›Acht Berge‹ widmet sich Paolo Cognetti den Lebens-Themen geradlinig, unspektakulär und bewirkt gerade dadurch eine enorme Eindringlichkeit. Es geht um Freundschaft und Heimat, Gehen oder Bleiben, um Einmischen oder Raushalten. Ein stilles Buch á la Robert Seethalers ›Ein ganzes Leben‹.«

BuchMarkt, Barbara Meixner (01. Juni 2017)

»Dieser junge Autor wird bald berühmt sein, denn er hat ein großartiges Buch von antiker Wucht geschrieben ... Ein Roman mit dem langen Atem eines Klassikers, der wie ein Meteorit aus einer längst vergangenen Zeit in unser literarisches Universum einbricht, in unsere Zeit, in der die ganz großen Fragen viel zu selten zur Sprache kommen.«

La Repubblica (10. November 2016)

»Cognetti schreibt in einer wunderschönen Sprache. ... Die Art, wie er erzählt, wie er sich herantastet an die Stille, das Vatersein, die Freundschaft zwischen Männern, ist ganz direkt, ungezähmt, gewissermaßen klassisch.«

La Stampa (21. November 2016)

»Cognettis Roman ist ein internationales literarisches Ereignis und wird schon jetzt als Klassiker gehandelt. Trifft das zu? Ja! Wegen der Einfachheit und Tiefgründigkeit der Geschichte, die erzählt wird, aber auch wegen des Stils, der knapp, präzise, niemals aufdringlich und von allem unnötigen Ballast befreit ist.«

Linkiesta (16. November 2016)

»Kinderleicht wirkt es, wie Paolo Cognetti mit seinen Händen den Lehm der Romankunst formt und ihm Leben einhaucht.«

ELLE

»Ein ebenso nüchterner wie eleganter und präziser Beobachter. Er erschafft eine literarische Spur, der man unbedingt folgen möchte.«

La Vie

Weitere E-Books des Autors