Zwei Ladies, ein Thema: Intimes Sex-Wissen ohne Tabus, aber mit Niveau.

"Da kann ja jede kommen!"

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Basierend auf dem Podcast LADYLIKE


Zwei ungleiche Ladys – ein großes Themenspektrum: Yvonne, lesbisch, lebt in einer festen Beziehung. Nicole ist mit einem Mann verheiratet und Mutter von zwei Kindern.

Wie klingen die eigentlich und worum geht's genau? Das erklären Yvonne und Nicole am besten selbst!

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Yvonne steht auf Frauen, Nicole auf Männer. Beide lieben Sex. Und sie führen in ihrem preisgekrönten Podcast »Ladylike« intime und zugleich niveauvolle Gespräche zu allen Facetten ihres Lieblingsthemas – von Frauen, mit Frauen und für Frauen. Jetzt erscheint das Buch zum Podcast, in dem die besten Hörer*innen-Fragen beantwortet werden: Was können Frauen von Schwulenpornos lernen? Darf man beim Sex auch heulen? Was tun, wenn frau einfach zu feucht ist? Ohne Tabus, aber auf hohem Niveau unterhalten und informieren Yvonne und Nicole über Themen, die man lieber nicht im Freundeskreis diskutieren möchte – oder vielleicht doch? Lassen Sie sich von zwei echten Ladys zu mehr Spaß am Sex verführen.

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Der Podcast LADYLIKE

Leseprobe "Da kann ja jede kommen!"

Warnung – am Ende dieses Buches wirst Du Dich mehr lieben als je zuvor.
Bist Du dazu bereit?


1. Kapitel: Sex
Asexualität
Guter Sex – schlechter Sex
Sexspielzeug: Neue Lifestyleprodukte
Naturspielzeug: Gurke, Maiskolben, Staubsauger, Weinflaschenhals

2. Kapitel: Dates
Analog vs. digital
Mit oder ohne Schamhaar

3. Kapitel: Pornos
Frauen lieben Gaypornos
Pornos nur für Frauen

4. Kapitel: Orgasmus
Vaginal vs. klitoral
Selbstbefriedigung
Das fühlt sie dabei
Zu früh kommen

5. Kapitel: Sexuelle Orientierung
Homosexualität
Bisexualität
Pansexualität

6. Kapitel: Sich anders fühlen
Männer in Miniröcken
Frauen mit Bart

7. Kapitel: Periode
Menstruationsmythen
Hormonterror
Menstruationstassen, Muschi-Schwämme & Co.
Blutsex

8. Kapitel: Liebe
Wie viele große Lieben gibt es?
Monogamie
Polygamie vs. Polyamorie

Vorwort


Carola, 56, aus Ismaning: Ich hatte meinen ersten Orgasmus mit 52 Jahren.

Thorsten, 38, aus Brühl: Bin ich krank, weil Sex mich überhaupt nicht interessiert?

Anneli, 45, aus Emden: Ich habe noch nie darüber gesprochen, was ich im Bett mag, und es hat auch noch nie jemand danach gefragt!


Sex ist ein Tabuthema. Man mag es kaum glauben – in einer Gesellschaft wie der unseren, die zu den freiesten weltweit gehört, wird die Sexualität weiterhin in die Schmuddelecke gestellt. Sexualität darf sich abstrakt zeigen, als bunte, kostümierte Parade zum Christopher Street Day zum Beispiel, Sex darf im Porno vorkommen oder möglichst steril als Andeutung im Hollywoodfilm. Aber als ein Thema, das man offen ansprechen kann, weil es jeden von uns angeht, hat er (noch) keinen Platz in unserer Gesellschaft. Dabei gibt es doch kaum etwas anderes, das uns alle so sehr eint. Wir sind durch Sex entstanden, und bei jedem von uns ist Sex auf die eine oder andere Art ein Thema, sogar bei denen, die keinen Sex haben. Und trotzdem sprechen wir sehr ungern offen darüber? Warum eigentlich?
Das haben wir, Yvonne und Nicole, uns schon immer gefragt. Denn wir zwei reden extrem gerne über das Thema, und zwar mit Vorliebe auch über die unangenehmen Details. Mit Sex angeben kann schließlich jeder! Aber sich die Wahrheit zu sagen über Flauten im Bett, heiß gelaufene Sextoys und schiefgegangene Intimfrisuren, dazu braucht es belastbare Freundschaften und ein Gegenüber, das einem alles verzeiht.
Als wir erkannten, dass wir genau das gefunden hatten, war dies nicht nur der Kick-Starter für unsere mittlerweile schon viele Jahre andauernde Freundschaft. Es war auch der Beginn des wunderbaren Podcasts „Ladylike“, der mittlerweile schon ein paar Jahre alt ist.
Wir sind Radiomacherinnen, die sich mehr oder weniger mit Ende dreißig zufällig über den Weg gelaufen sind und schnell gemerkt haben: Da hat ja jemand das gleiche Lieblingsthema – Sex! Bis wir uns getraut haben, in unserem Podcast mit ganz vielen Hörerinnen und Hörern darüber zu sprechen, hat es etwas gedauert. Es geht eben dann doch nicht so schnell, jede Menge Wenn und Aber aus dem Weg zu räumen: Können wir das bringen? Wir müssen dann in der Öffentlichkeit total viel von uns preisgeben! Muss ich auch das mit der Penisring-Panne erzählen? Werden die Leute das überhaupt hören wollen?
Zum Glück gaben wir uns im richtigen Augenblick auf all diese Fragen – sogar die mit der Penisring-Panne – die richtige Antwort: nämlich JA. Und so können wir jetzt allen, die erst heute als Leserinnen und Leser dieses Buches zu uns stoßen und noch keinen Podcast von uns gehört haben, zurufen: Willkommen in unserer Community! Wir sind sehr viele, wir sind sehr unterschiedlich, aber wir sind offen miteinander und unterstützen uns gegenseitig. Die „Ladylike“-Familie ist über die ganze Republik verteilt. Von überall her bekommen wir seit vielen Jahren sehr herzliche, sehr offene und manchmal auch sehr erschütternde Mails. Wir versuchen, alles zu veröffentlichen. Warum? Weil wir glauben, dass es da draußen unendlich viele Menschen mit ähnlichen Geschichten gibt. Es schenkt einfach Kraft, zu wissen, ich bin nicht allein. Ich bin gar nicht so krass anders, es gibt viele von mir! Männer und Frauen, die über Jahre hinweg geschwiegen haben, aber jetzt keine Lust mehr haben, ihre Sexualität wie einen Makel zu verstecken.
Klar bewerten wir auch. Aber wir lassen uns auch bewerten. Eine von uns steht auf Männer, ist verheiratet und hat zwei Kinder. Die andere steht auf Frauen und hat eine sehr bewegte Sexvergangenheit.

Nicole: Zum Glück bin ich die, die auf Männer steht, und nicht die, die in ihrer bewegten Sexvergangenheit dafür gesorgt hat, dass bei einem Sechser ihr ganzes Bett zusammenbricht.
Yvonne: Dein Ernst, gleich am Anfang des Buches musst du diese Geschichte auspacken. Was sollen die Leserinnen und Leser jetzt von mir denken?
Nicole: Na ja, dass du eben ein frauenverschlingender Nimmersatt mit Übergewicht bist.
Yvonne: Vielen Dank, liebe Freundin, ich werde glücklicherweise noch genügend Gelegenheiten in diesem Buch haben, deine sexuellen Geheimnisse zu lüften.


Sie lesen schon, wir lieben es, sehr direkt miteinander zu kommunizieren, und werden in diesem Buch immer wieder in einen kurzen Schlagabtausch wechseln, damit Sie uns und unsere Vorlieben noch besser kennenlernen. Wir sind nicht immer einer Meinung, aber es ist Platz für alle Meinungen unserer Community. Uns schreiben Teenager, die das erste Mal verliebt sind, Menschen, die mit 40 noch Jungfrau oder Jungmann sind, Männer, die sich im Rentenalter befinden und gerade erst entdeckt haben, dass sie eigentlich eine Frau sind, Professoren mit Frau und Kind, die seit ihrer Jugend heiße Dates auf dem Schwulenstrich suchen, Swingerpärchen, Singles, Asexuelle. Es gibt kaum eine Geschichte, die wir nicht gehört haben, und es ehrt uns jedes Mal, dass all diese Menschen Vertrauen in uns haben und uns ihr Geheimnis preisgeben, um es endlich loszuwerden und sich ein bisschen freier zu fühlen.
Dieses Buch ist nach unserem Podcast der nächste Schritt. Mit der Erlaubnis und dem Auftrag aller, die hier vorkommen, wollen wir erzählen, was dieses Land bewegt, erregt und abturnt. Und wir werden dabei so ehrlich sein wie immer. Also lasst das Buch nicht herumliegen, wenn ihr kleine Kinder im Haus habt, es sei denn, ihr seid bereit für interessante Aufklärungsgespräche à la: „Mami, was ist eigentlich ein Rudelbums?“
Los geht’s.

1. Kapitel
Sex

Sex (lat. Sexus, „Geschlecht“). Über was reden wir? Im Wörterbuch steht dazu ziemlich nüchtern: Sex ist die Ausübung von Sexualität. Klar. In den Mails aus unserer Community steht das, was Sex wirklich bedeutet. Was uns antreibt und abstößt, was uns gierig und geil macht und was uns peinlich berührt. Wir lassen daher unsere Community zu Wort kommen mit all ihren Erfahrungen und unglaublich ehrlichen Schilderungen:

Corinna (51) aus Brandenburg/Havel: Mein Mann schläft nicht mehr mit mir. Ich gebe mir die Schuld dafür. Eine Zeit lang war ich lustlos. Er hat dann regelrecht gebettelt und wurde von mir immer wieder abgewiesen. Jetzt fragt er nie mehr und berührt mich auch nicht mehr. Darunter leide ich.

Adeline (22) aus Berlin: Leute, ich bin so krass verliebt. Und zwar in meine beste Freundin. Also ehemals beste Freundin – jetzt feste Freundin! Letzte Woche hatte ich den Mut, es ihr zu gestehen, und es ist fantastisch. Wir sind seitdem gar nicht mehr aus der Kiste gekommen! Danke fürs Mutmachen.

Jens (48) aus Remagen: Meine Frau und ich sind glücklich. Wir haben regelmäßig (einmal die Woche) Sex. Ich liebe sie. Wir kennen uns seit 22 Jahren, aber sie kann nur kommen, wenn ich sie mit der Hand befriedige. Ist das normal?

Jolanda (32) aus Wismar: Mein Mann und ich träumen von einem Dreier mit einer anderen Frau. Bisher hält uns Folgendes davon ab: Mein Mann hat eine körperliche Behinderung (die ich jetzt mal nicht genauer benenne – Wismar ist klein!), und wir fragen uns, ob man so was in einem Vorgespräch thematisieren muss, damit die Frau nicht überrumpelt ist?!

Manuela (37) aus Wetzlar: Ich wurde sehr streng erzogen und habe mich in meiner Jugend nicht getraut, mich untenrum selbst zu berühren. Erst mein jetziger Ehemann hat mich dazu ermutigt. Heute befriedige ich mich regelmäßig selbst, vor allem, wenn ich auf der Arbeit viel Stress habe. Mein Mann findet das nicht nur gut, sondern auch sehr sexy, wenn ich ihm davon berichte. Wenn wir miteinander schlafen, fragt er mich danach, und ich erzähle ihm dann ganz genau, wie ich es getan habe.

Osman (37) aus Berlin: Ladys, ich lebe in Berlin und bin Arzt. Das Krankenhaus sage ich mal lieber nicht, aber weil ihr neulich darüber spracht, was Menschen alles für ihre sexuelle Befriedigung ge- und missbrauchen, hier eine kurze Zusammenfassung meiner letzten Wochenenddienste: zweimal Plastikflasche, einmal Liebeskugeln, einmal der Klassiker Zucchini und – Premiere – eine kleine lackierte Buddha-Figur aus Holz. All das habe ich im weitesten Sinne aus dem Darm von Patienten entfernt. Sie hatten es sich jeweils über den After zur sexuellen Stimulation eingeführt und dann die Kontrolle darüber verloren. Ein Kollege von mir hat neulich eine kleine zylindrische Metalldose für Espresso zurückgeholt. Fast alle Ärzte kennen das aus ihren Diensten. Es gibt nichts, was Menschen sich nicht einführen. Eigentlich müsste man die Röntgenbilder sammeln und ein Buch damit rausgeben. Manchmal weiß man gar nicht, ob man entsetzt sein soll oder sich totlachen. Natürlich bleiben wir immer ernst, denn die Patienten kommen ja auch erst, wenn sie zu Hause schon alles versucht haben, um diese Dinge alleine wieder herauszubekommen. Sie schämen sich und fühlen sich schlecht, da muss man sie nicht noch auslachen. Trotzdem fragen wir uns immer wieder: Wieso eigentlich? Was ist an einem Maiskolben, einer Flasche, einem Kerzenständer besser als an einem stinknormalen Sextoy?


Yvonne: Okay, okay, sortieren wir das Thema Sex. Diese Frage will tatsächlich beantwortet werden, aber fangen wir mal ganz vorne an. Die meisten Menschen haben Sex. Einige sehr viel, andere sehr wenig. Manche mit ständig wechselnden Partnern, andere mit einem einzigen Menschen ihr ganzes Leben lang, und wieder andere tun es ausschließlich mit sich selbst. Aber es gibt auch Ausnahmen. Einige wenige Menschen sind aus medizinischen Gründen ohne Trieb, andere zählen zu der etwas größeren Gruppe der sogenannten Asexuellen, die kein Verlangen nach Sex spüren, aber trotzdem manchmal welchen haben.
Nicole: Zum Beispiel, um Kinder zu bekommen, oder aber, weil sie einem bestimmten gesellschaftlichen Druck nachgeben. Im April 2021 fand der erste internationale „Aktionstag der Asexualität“ statt, der für Aufmerksamkeit rund um dieses Thema sorgen sollte. Vielleicht gibt es ja bald Wissenschaftler, die sich dahinterklemmen und Genaueres herausfinden.
Yvonne: Ich finde das immer schwer vorstellbar, dass man so gar keine Lust verspürt! Nie geil wird, nicht, wenn man verliebt ist, nicht, wenn man einen Porno schaut, nicht, wenn einer oder eine nackt neben dir liegt.
Nicole: Ich bin verheiratet, ich kann mir das total gut vorstellen!

Hier geht's zum Interview mit den Autorinnen!

Hier geht's zum Interview
Yvonne Fricke
© privat

Die Autorinnen und Podcasterinnen

Yvonne Fricke

Yvonne Fricke (links), Jahrgang 1979, ist in der Hansestadt Greifswald geboren, hat dort studiert und ihre Leidenschaft für packenden Journalismus entdeckt. Mittlerweile leitet sie einen Berliner Radiosender, hat mit ihrer Freundin und Kollegin Nicole von Wagner neben dem Podcast »Ladylike« auch eine eigene Firma gegründet und wurde mehrfach mit dem deutschen Radiopreis der Grimme Jury ausgezeichnet. Yvonne Fricke lebt mit ihrer Lebenspartnerin in Berlin und kann heute noch auf jeder Party in den Spagat springen.

Nicole von Wagner
© privat

Nicole von Wagner

Nicole von Wagner (rechts), Jahrgang 1974, ist Hörfunkmoderatorin, Podcast- und Radiocoach. Für ihre Arbeit wurde sie mit dem Deutschen Radiopreis der Grimme-Jury ausgezeichnet. »Offenheit ist in unserer Gesellschaft unterrepräsentiert und das, obwohl viele sie sich mehr denn je wünschen«, lautete ihre persönliche Bilanz nach zwanzig Jahren Radio und unzähligen Gesprächen on Air und »off the record«. Gemeinsam mit ihrer Radiokollegin und Freundin Yvonne Fricke startete sie den Podcast »Ladylike«, um vor allem offen über Frauenthemen zu reden. Heute sprechen die beiden über alle gesellschaftlichen, persönlichen und oft auch bislang tabuisierten Fragen mit ihrer immer größer werdenden Community. Nicole von Wagner lebt mit ihrem Mann und den zwei gemeinsamen Töchtern in Berlin.

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