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Pia Klemp

Wutschrift

Wände einreißen, anstatt sie hochzugehen

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Taschenbuch
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Habe Wut, dich deines eigenen Verstandes zu bedienen

Pia Klemp, Kapitänin, Aktivistin und Seenotretterin, fordert mehr Wut von uns allen. Wut, die zu Engagement führt, die uns antreibt, zu ändern, was schiefläuft. Es scheint, wir leben in wütenden Zeiten: Frauen fordern ihre Gleichberechtigung mit Männern, People of Colour die ihre mit Weißen, junge Leute einen verantwortungsvollen Umgang mit unserem Planeten, Menschenrechtsaktivist*innen ein humanes Verhalten gegenüber Geflüchteten. Das bringt ihnen Aufmerksamkeit ein. Aber nicht unbedingt Wertschätzung oder Verständnis. Benachteiligte sind nicht wütend, sie sind hysterisch. Nicht ernst zu nehmen. So scheint es. Und es ist an der Zeit, dass sich das ändert. Wut ist ein Werkzeug, das wir nutzen können, um Wände einzureißen, anstatt sie hochzugehen. Ein Impulsgeber, der aufzeigt, was uns wichtig ist. Denn wer nicht wütend ist, hat nur noch nicht richtig aufgepasst.


ORIGINALAUSGABE
Taschenbuch, Klappenbroschur, 192 Seiten, 12,5 x 18,7 cm, 8 s/w Abbildungen
ISBN: 978-3-328-10927-3
Erschienen am  16. March 2022
Lieferstatus: Dieser Titel ist lieferbar.

Rezensionen

Werde wütend

Von: betweenenchantingpages

12.05.2022

„Wutschrift“ ist wie der Titel schon verrät, ein Buch über Wut. Pia Klemp äußert ihre Wut zu verschiedensten Themen und wie man mit dieser umgehen kann. Sie schreibt über Frauen, die Gleichberechtigung fordern, People Of Color, Klimaaktivisten und Flüchtlinge. Ey, ich kann ihre Wut verstehen. Ich teile sie sogar. Das Buch hat mich einfach noch wütender gemacht, als ich es sowieso schon bin, wo ich mir nicht so sicher bin ob das überhaupt noch förderlich ist. Alle Punkte die sie darlegt und erläutert sind klar und deutlich runter geschrieben und auch belegt, was echt wichtig ist, denn argumentieren ohne fundierten Grund und Boden funktioniert einfach nicht. Wenn du wütend werden willst, lies es. Wenn nicht… dann mach es trotzdem und werde wütend.

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Impulsives Highlight.

Von: Literaturentochter

16.03.2022

Am 08.03., dem Weltfrauentag bzw. dem feministischen Kampftag war ich Teil einer Demo, die unter dem Thema „Wütende Demo gegen das Patriarchat“ stattgefunden hat. Die Redebeiträge wurden in einem wütenden Ton vorgetragen, doch auch Tränen sind geflossen und der Rednerin stockte der Atem. Während und nach der Demo war ich emotional ziemlich aufgebracht – kurz um, ich war wütend. Diese Wut spüre ich auch während ich „Wutschrift“ lese. Auf 192 Seiten lässt die Autorin und Aktivistin Pia Klemp ihren Gefühlen freien Lauf. Ihre Wut ist in den Zeilen spürbar und überträgt sich regelrecht auf mich. Inhaltlich bezieht sich dieses Buch auf ein vielfältiges Themenpotpourri wie beispielsweise Seenotrettung, Veganismus, Polizeigewalt in Deutschland, Rechtspopulismus, Diskriminierung oder Rassismus. Die Sprache ist dabei schonungslos und Zusammenhänge werden ungeschönt dargestellt. Eigene Erfahrungen der Autorin finden in diesem Buch ihren Platz, aber auch Fakten, die durch Quellenangaben untermauert werden. „Es mangelt nicht an politischen, gesellschaftlichen oder ökologischen Zuständen, die weit mehr verdienen als ein leichtes Unwohlsein“ (S. 19). Es ist ein wütendes Buch, weil es den Nagel auf den Kopf trifft und ansteckend ist, jedoch nicht auf einer Ebene die Hoffnung nimmt, sondern Hoffnung gibt und Sinn stiftet, sich aktiv an Veränderung zu beteiligen. „Man kann nicht zur Revolution hingehen, man muss sie sein“ (S. 108). Ich habe dieses Buch an einem Nachmittag gelesen und gefühlt. Für mich hat Pia Klemp damit ein impulsives Jahreshighlight geschaffen, welches ich euch allen ans (wütende) Herz legen möchte!

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Vita

Pia Klemp (*1983) ist gesellschaftskritische Schriftstellerin, Kapitänin und vernarrte Landstreicherin. Seit zehn Jahren steht ihr Leben im Dienste des Aktivismus, zu See und an Land. An Bord von Meeresschutz-Organisationen und als Kapitänin in der zivilen Seenotrettung kämpft sie für Tier- und Menschenrechte. Jüngst war sie Teil des feministischen Kollektivs, das (mit finanzieller Unterstützung von Streetart-Künstler Banksy) das Schiff Louise Michel zur Rettung schiffbrüchiger Flüchtender im Mittelmeer klarmachte. Klemp ist Preisträgerin des Clara-Zetkin-Frauenpreises (2019) und gemeinsam mit ihrer Crew des Rettungsschiffes Iuventa Preisträgerin des Paul Grüninger Preises (2019) sowie des Amnesty International Deutschland Menschenrechtspreises (2020). Ihre Überzeugungen, Eindrücke und Fragen brachte sie in zwei gesellschaftskritischen Romanen auch auf das literarische Parkett: „Lass uns mit den Toten tanzen“ (Maro 2019) und "Entlarvung" (Ventil 2021).

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