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Heike Duken

Wenn das Leben dir eine Schildkröte schenkt

Roman

(6)
Taschenbuch
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Eine Familie, die manchmal keine sein will, eine Schildkröte, die sie 40 Jahre begleitete und ein Geheimnis, das wohl oder übel ans Licht kommen muss ...

»Charly ist tot. Ich kann nichts dafür.« Mit diesen Worten lädt Großmutter Frieda die Familie in den Garten der alten Villa in Murnau zur Beisetzung ein. Charly, das war die Schildkröte der Familie, mit der vor über 40 Jahren alles begann. Denn Heinrich, der Großvater, der eigentlich gar nicht der Großvater ist, brachte Charly damals als Geschenk mit für die Kinder von Frieda, in die er sich gerade verliebte. Doch dass Heinrich auch Geheimnisse mitbrachte, die er länger hüten würde, als Charly am Leben sein sollte, ahnte damals keiner. Und er ist nicht der Einzige in diesem zusammengewürfelten Clan, der mit sich und seinen Mitmenschen zu kämpfen hat. Doch alle machen sich auf den Weg, um Charly die letzte Ehre zu erweisen. Es wird ein Tag, an dem alle etwas zu Ende bringen wollen und sich dennoch ein neuer Anfang entwickelt …

»Ein nachdenklich stimmender Familienroman mit heiteren Untertönen, sehr empfehlenswert.«

Bücherei Wien (22. October 2020)

ERSTMALS IM TASCHENBUCH
Originaltitel: Wenn das Leben dir eine Schildkröte schenkt
Originalverlag: Limes Verlag, München 2019
Taschenbuch, Klappenbroschur, 272 Seiten, 11,8 x 18,7 cm
ISBN: 978-3-7341-0668-2
Erschienen am  15. March 2021
Lieferstatus: Dieser Titel ist lieferbar.

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Rezensionen

Eine tolle Familiengeschichte über drei Generationen (inkl. einer Schildkröte ;))

Von: J.Löwe

03.10.2021

Vorsicht Spoiler! Bei “Wenn das Leben dir eine Schildkröte schenkt” handelt es sich um den ersten Roman von Heike Duken, der 2019 bei Limes veröffentlicht wurde und seit 2021 beim blanvalet-Verlag als Taschenbuch erhältlich ist. Die gebürtige Münchnerin hat Psychologie studiert und arbeitet als Psychotherapeutin in Nürnberg. Der Roman erzählt die Geschichte einer Familie aus drei Generationen, wobei die erste Seite des Buches mit dem Jahr 2016 beginnt und mit den Worten “Charly ist tot”. Charly ist die Schildkröte der Familie, die nach der letzten Winterstarre einfach nicht mehr aufgewacht ist. Auch wenn Charly, wie zuvor eigentlich angenommen, nicht die Hauptrolle innerhalb des Romans einnimmt, so fing mit ihr vor über 40 Jahren immerhin alles an. Das Buch ist episodisch aufgebaut und springt sowohl zwischen den einzelnen Charakteren als auch zwischen den Jahren/Jahrzehnten hin und her. Das ist manchmal (vor allem am Anfang) etwas anstrengend beim Lesen und brachte mich das ein oder andere Mal etwas durcheinander, aber mit der Zeit kennt man die Namen der einzelnen Personen und findet sich leichter zurecht. So fand ich den Schreibstil letztlich sehr abwechslungsreich. Die Geschichte der gemeinsamen Familie beginnt in den 70er Jahren als Frieda ihren Mann verliert und mit ihren drei Kindern, Nele, Karen und Mattis, zurück bleibt. Sie lernt Heinrich kennen und die beiden verlieben sich ineinander. Er wird bald zu einem festen Familienbestandteil bzw. nimmt er die Rolle des Stiefvaters ein. Eines Tages bringt er Charly als Geschenk für die Kinder mit, welche die Schildkröte schnell in ihr Herz schließen. Als Leser nimmt man am Familienleben teil und darf miterleben, wie die Kinder immer größer und irgendwann selber Eltern werden. Im Laufe der Geschichte lernt man nicht nur die Kinder von Frieda sowie Heinrich immer besser kennen, sondern auch ihre Enkelkinder. Schnell wird klar, dass jedes einzelne Familienmitglied sein ganz eigenes Päckchen mit sich herum zu tragen hat. So wird Frieda mit den Jahren immer vergesslicher, Heinrich ist Choleriker und trägt ganz offensichtlich ein Geheimnis mit sich, Mattis kämpft mit Eheproblemen und Max, der etwas verhaltensauffällige, adoptierte Sohn von Nele, liebt Verletzungen. Dann ist da u.a. noch Ben, der einen Frau liebt, die sich seit einer Vergewaltigung verschleiert und sein Bruder Thomas, der seinen ersten Freund bei einem tragischen Unfall verliert, inzwischen David liebt und übers Heiraten nachdenkt. Mit seinen 272 Seiten ist das Buch recht kurzweilig. Dennoch ist es erstaunlich, wie es Heike Duken schafft, die einzelnen Charaktere so gut herauszuarbeiten, so dass man letztlich jeden einzelnen auf eine gewisse Art und Weise ins Herz schließt. Vor allem Max, den ich am Anfang nicht so sehr mochte, amüsierte mich regelmäßig, so dass er sogar zu meinem Favoriten wurde. Auch finde ich es sehr gelungen, wie gefühlvoll die Autorin auf die doch sehr verschiedenen Themen wie Homosexualität, Demenz, Pupertäts- und Eheprobleme eingeht. Letztlich kommt die gesamte Familie bei einem Treffen zusammen, um Charly die letzte Ehre zu erweisen und auch hier wartet die ein oder andere Überraschung. Zusammenfassend kann ich sagen, dass mich das Buch auf verschiedenen Ebenen abgeholt hat - vor allem aber emotional. Ich musste lächeln, bin wütend geworden, fühlte große Empathie und Mitleid. Auch wenn mich als Schildkrötenliebhaberin und Halterin zweier kleiner Landschildkröten das Buch ursprünglich wegen des Titels sehr angesprochen hat, so war es im Nachhinein nicht schlimm, dass Charly nur eine Nebenrolle im Buch gespielt hat. Allerdings hätte ich auch nichts dagegen gehabt, wenn sie noch etwas mehr Raum bekommen hätte ;)

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Herbes, authentisches Familiendrama

Von: Mrs. Misery

17.09.2020

Ohne auch nur einmal kurz mit der Wimper zu zucken, hat es dieser Roman direkt in meine Top 3 für 2020 geschafft! "Wenn das Leben dir eine Schildkröte schenkt" von Heike Duken war etwas völlig anderes, als ich ursprünglich erwartete - nämlich viel, viel besser. Cover, Titel und Klappentext lassen zunächst auf eine recht durchschnittliche Familiengeschichte schließen, ein Roman für zwischendurch, der nicht weiter stört oder beschäftigt. Weit gefehlt! Bereits im ersten Kapitel wird klar, dass es hier um weitaus mehr geht, als um das auf der Rückseite des Buches angepriesene Familientreffen: Es geht um Schuld, familiären Zusammenhalt, Geheimnisse und den immer unterschwellig wabernden Wunsch, geliebt zu werden. Diese Kombination scheint es in den besten Familien zu geben und genau das ist vermutlich auch der Grund, der diese Geschichte so authentisch macht. Eine Fehlgeburt, eine mehr als kritische Eltern-Kind-Beziehung, Probleme in der Schule, die erste große Liebe. Kapitel für Kapitel lernen wir die Familienmitglieder kennen, die alle ihr eigenes bleischweres Päckchen zu tragen haben, meistens heimlich, sodass niemand in Erfahrung bringen kann, wie das eigene Leben im Stillen vor sich hin (und weg) läuft. Die Jahre vergehen, die Geschwister Nele, Mattis und Karen gehen ihre eigenen Wege und haben nur wenig Kontakt, auch zu ihren Eltern Frieda und Heinrich. Als Oma Frieda jedoch eine Rundnachricht an alle sendet und mitteilt, dass Charly tot ist, machen sich die Familienmitglieder auf den Weg nach Hause. Beistehen, zusammenhalten, Gesicht wahren, Gesicht zeigen. Charly ist die Schildkröte der Familie und Symbol für alles Schöne und Schiefgegangene, für alle Streitereien und Versöhnungen, seitdem Heinrich den Kindern dieses Tier schenkte. Charly als Sinnbild, als Idee, als Spiegel der Familie, die mit ihrem eigenen Tod das Grundgerüst des eigenen Kreises im Kern erschüttert und Neues erschafft, weil alle zusammenkommen. Und es sind nicht nur die eigenen Päckchen, die von Bedeutung sind, sondern erstmals auch die der anderen, die die eigenen ein Stück weit leichter werden lassen. "Wenn das Leben dir eine Schildkröte schenkt" ist ein Roman voller Ehrlichkeit, Charme, Raffinesse und Seufzer-Momenten, gepaart mit einem wertschätzenden, ungezierten Schreibstil, der die psychologischen Feinheiten der Einzelnen gekonnt herausschält.

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Vita

Heike Duken, geboren 1966 in München, studierte Psychologie und arbeitet in Nürnberg als Psychotherapeutin in ihrer eigenen Praxis. Sie schreibt, seit sie die Buchstaben kennt, ihr erstes Werk war eine Piratengeschichte in der dritten Klasse. Ihr Romanprojekt „Wenn das Leben dir eine Schildkröte schenkt“ wurde mit einem Stipendium des Deutschen Literaturfonds gefördert.

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