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Jean Ziegler

Was ist so schlimm am Kapitalismus?

Antworten auf die Fragen meiner Enkelin

(5)
Taschenbuch
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Das leidenschaftliche Debattenbuch des bekannten Globalisierungskritikers nun im Taschenbuch

Ist der Kapitalismus das Ende der Geschichte, eine Weltordnung, die unüberwindbar ist? Jean Ziegler widerspricht dieser Ansicht vehement. Er erklärt seiner Enkelin Zohra und ihrer Generation, welchen unmenschlichen Preis wir für dieses System zahlen. Auf einem Planeten, der vor Reichtum überquillt, überleben zwei Milliarden Menschen in fürchterlichem Elend, sterben täglich Zehntausende Kinder an Mangel und Unterernährung, was durch die aktuelle Corona-Pandemie noch verstärkt wird. Kapitalistische Profitgier zerstört die Umwelt, vergiftet Böden, Flüsse und Meere, beschädigt das Klima und bedroht die Natur. Ziegler erklärt, warum dieses System »radikal zerstört« werden muss: Der Kapitalismus als »kannibalische Weltordnung« ist unreformierbar.

»Dieses Buch vermittelt eine Leidenschaft, die den Mut zur Veränderung weckt.«

rbb-"zibb" (10. July 2020)

ERSTMALS IM TASCHENBUCH
Aus dem Französischen von Hainer Kober
Originaltitel: LE CAPITALISME EXPLIQUE A MA PETITE-FILLE
Originalverlag: Éditions du Seuil, Paris 2018
Taschenbuch, Broschur, 128 Seiten, 11,8 x 18,7 cm
ISBN: 978-3-328-10717-0
Erschienen am  13. April 2021
Lieferstatus: Dieser Titel ist lieferbar.

Rezensionen

Gut für Einsteiger ins Thema

Von: books.books.travel

31.10.2021

Jean Zeigler ist Soziologe und Politiker und war u.a. acht Jahre UN-Sonderberichterstatter für das Recht auf Nahrung. In diesem fiktiven, 125-seitigen Gespräch mit seiner Enkelin erklärt er, wieso aus seiner Sicht der Kapitalismus „radikal zerstört“ werden muss. Bücher zur Kapitalismuskritik standen bei mir noch auf der To-Read-Liste, bisher habe ich mich damit nur im Kontext mit anderen Themen wie Klassismus beschäftigt. Für Einsteiger wie mich ist „Was ist so schlimm am Kapitalismus“ sehr gut geeignet, da es einen Rundumschlag liefert: die historische Entstehung, die Beteiligten, die Auswirkungen auf der ganzen Welt. Dabei springt er leider ziemlich wild hin und her, aber trotzdem hat er mir in einigen Bereichen durchaus die Augen geöffnet. Das fiktiv Gespräch habe ich eher als wenig authentisch empfunden, hier hätte ich mir einen anderen Aufbau gewünscht, der dann auch mehr Struktur reingebracht hätte. Es ist ganz klar, dass Zeigler hier seine eigene Meinung vertritt und kein wissenschaftliches Werk angestrebt hat. Es fiel mir dabei schwer, den Text kritisch zu lesen, da ich, was Kapitalismus angeht, noch nicht das passende Handwerk bzw. Wissen besitze. Keine Ahnung, ob seine Aussagen so streitbar sind, wie ein Blurb behauptet - für mich klang das meiste sehr plausibel und gleichzeitig erschreckend, wie wenig wir (oder sagen wir: viele von uns) über dieses ausbeutende System wissen, in dem wir Leben.

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Eine andere Sicht der Dinge

Von: lalaundfluse

20.05.2021

Ich bin bekanntlich ein Verteidiger des Kapitalismus und befasse mich seit meinem Studium mit dem Thema. Selbstverständlich teile ich nicht die Meinung des Autors, jedoch lebt unser gesellschaftliches Leben von der Diskussion und eben auch von anderen Meinungen. An dieser übersichtlichen Lektüre, reizt mich die Art der Darstellung. Eine ruhige und sachliche Darstellung gegenüber der eigenen Enkelin. Jedes System hat seine Fehler und durch die subjektive Darstellung bekommt man freundliche Kritik, einfach mitgeteilt. Ein Tipp für die jüngere Generation!

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Vita

Jean Ziegler, geboren 1934, lehrte Soziologie in Genf und an der Sorbonne, war bis 1999 Nationalrat im eidgenössischen Parlament und von 2000 bis 2008 UN-Sonderberichterstatter für das Recht auf Nahrung. Von 2009 bis 2019 war er Vizepräsident des Beratenden Ausschusses des UN-Menschenrechtsrats und ist heute immer noch als dessen Berater tätig. Zieglers Publikationen wie »Die Schweiz wäscht weißer« haben erbitterte Kontroversen ausgelöst. Zuletzt erschienen die Bestseller »Ändere die Welt!« (2015), »Der schmale Grat der Hoffnung« (2017) und »Die Schande Europas« (2019).

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Pressestimmen

»Unermüdlich prangert Jean Ziegler (84) Hunger, Armut und Ungerechtigkeit an.«

Nürnberger Nachrichten (10. July 2020)

»Ein streitbares Buch, aber lesenswert!«

Kleine Zeitung (14. August 2020)

»Sein Enkelbuch ist ein authentisches Zeugnis eines von keinerlei Ernüchterung getrübten linken Denkens.«

NZZ am Sonntag (14. August 2020)

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