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Stefan Zweig

Schachnovelle

Penguin Edition (Deutsche Ausgabe)

(2)
Taschenbuch
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Zweigs letztes und bekanntestes Werk – eine meisterhafte Partie der psychologischen Abgründe

Als der Rechtsanwalt Dr. B. eine Reise auf einem Passagierdampfer antritt, ahnt er nicht, dass sich der bekannte Schachweltmeister Mirko Czentovic ebenfalls an Bord befindet. Fasziniert von diesem Genie bittet Dr. B.um ein Duell. Dabei werden traumatische Erinnerungen in ihm wachgerufen, denn das »Spiel der Könige« erlernte er einst als Gefangener der Gestapo. Im Duell gegen Czentovic prallen nun nicht nur zwei unterschiedliche Spielideen aufeinander, sondern auch zwei Lebenswelten ...

Die »Schachnovelle« ist Stefan Zweigs letztes und wohl bekanntestes Werk, das nur ein Jahr vor seinem Freitod entstanden ist.

PENGUIN EDITION. Zeitlos, kultig, bunt.

»Eine Meisterpartie.«

Süddeutsche Zeitung (14. February 2020)

Taschenbuch, Broschur, 112 Seiten, 11,8 x 18,7 cm
ISBN: 978-3-328-10673-9
Erschienen am  12. July 2021
Lieferstatus: Dieser Titel ist lieferbar.

Rezensionen

Schachnovelle - Stefan Zweig

Von: @buch.und.papier

25.08.2021

Schachnovelle - Stefan Zweig ♟️ Worum geht`s? Die feine Herrengesellschaft auf dem Passagierdampfer von New York nach Buenos Aires ist ganz aus dem Häuschen: An Bord befindet sich unter den Reisenden der berühmte Schachmeister Mirko Czentovic. Seinerseits ein eingebildeter Bauerntrampel, der mit der Gabe des Wissens um das Schachspiel gesegnet ist. Der Ich-Erzähler und weitere Mitfahrer vertreiben sich die Zeit, indem sie Czentovic zu Schachduellen herausfordern. Obwohl sie immer wieder gegen ihn verlieren, begeistert sie der Gedanke, gegen die berühmte Persönlichkeit anzutreten. Als allerdings der unbekannte Dr.B. auftaucht und mit seinem Können selbst beim Schachweltmeister für Verwunderung sorgt, offenbart sich nicht nur eine neue Herangehensweise an das Schachspielen, sondern auch Erfahrungen aus einer extremen Lebenswelt. Das hat mir gefallen: Besonders gefallen hat mir die Gegenüberstellung der beiden Extreme der Hauptfiguren. Es wird deutlich gemacht, dass Schach mehr ist, als ein Spiel, das für Entspannung sorgt, während Holzfiguren über ein Brett gesetzt werden. Die Größe der abstrakten Denkleistung wird von Dr.B sehr anschaulich dargestellt. Auch Dr.B., der einige zermürbende Erfahrungen in seinem Leben machen musste, ist eine spannende Figur und seine Schilderungen einer ausweglosen Lebenssituation waren besonders eindrücklich. Der Gedanken daran, dass die „Schachnovelle“ Stefan Zweigs letztes Werk vor seinem Selbstmord war, lässt diese Gefühle in Bezug auf ein faschistisches System besonders erdrückend erscheinen. In diesem Zusammenhang möchte ich das besonders ausführliche Nachwort in dieser Ausgabe des Penguin Verlages loben, welches mir mit seinen vielen Hintergrundinformationen tiefere Einblicke in die Lektüre verschaffen konnte.

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Hoffnung und Wahnsinn

Von: an.nie.ka_liest

07.08.2021

„Die Schachnovelle“ von Stefan Zweig Darum geht es: An Bord eines Passagierdampfers von New York nach Buenos Aires wird Schach gespielt. Was als harmloser Zeitvertreib wohlhabender Reisender beginnt, ruft in Dr. B. traumatische Erinnerungen an seine Zeit als Gefangener der Gestapo in Österreich wach. Also erstens: das Buch war ganz anders als erwartet und zweitens hat es mir sehr gut gefallen. Eigentlich hatte ich erwartet, dass das Schachspiel im Mittelpunkt der Geschichte steht, doch es geht um ganz andere Themen. Zentrales Thema ist die Nazi-Zeit mit ihren Schrecken, hier die Isolationsfolter und die Verhöre der Gestapo. Beides wird sehr eindringlich beschrieben, und der Leser kann intensiv mitfühlen, wie sich Dr. B. in der Gefangenschaft fühlte. Wie verzweifelt er sich anfangs an die Beschäftigung des imaginären Schachspiels klammert, wie es ihn zunächst hilft nicht die Hoffnung zu verlieren und wie sich diese Beschäftigung ihn verwandelt und krank macht. Ich fand es interessant zu sehen, zu was das menschliche Gehirn in extremen Situationen fähig ist. Es zeigt wie nah Intelligenz und Wahnsinn beieinander liegen. Wirklich eine absolute Leseempfehlung – jetzt meine Frage: kann mir jemand Schach beibringen? 4 von 5 Sterne

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Vita

Stefan Zweig

Stefan Zweig (1881–1942) wuchs als Sohn einer jüdischen Kaufmannsfamilie in Wien auf. Er schrieb Gedichte, Novellen, Dramen und Essays, die 1933 der Bücherverbrennung der Nationalsozialisten zum Opfer fielen. Seit 1938 auf der Flucht, lebte der engagierte Pazifist und Humanist zuletzt in Brasilien, wo er 1942 zusammen mit seiner Ehefrau Selbstmord beging.

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Pressestimmen

»Ein Klassiker der Weltliteratur«

Hessische Allgemeine (14. February 2020)

»Keine Frage: Stefan Zweig ist ein Klassiker.«

Wiener Zeitung (14. February 2020)

»Wie ich Ihre kunstvolle Sprache bewundere, die sich den Gedanken anschmiegt wie eine durchsichtig gedachte Kleidung ...«

Sigmund Freud an Stefan Zweig (17. December 2019)

»Ein faszinierend beschriebenes Schachduell.«

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