Nordwasser

Roman

(4)
Taschenbuch
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Henry Drax kennt kein Gewissen. Er ist Maschinist auf der Volunteer, einem Walfangschiff, das im Jahr 1856 von England Kurs auf die arktischen Gewässer der Baffinbucht nimmt. Ebenfalls an Bord ist Patrick Sumner, ein Arzt von zweifelhaftem Ruf, der glaubt, schon alles gesehen zu haben. Er ahnt nicht, dass seine größte Prüfung noch bevorsteht, nachdem er Drax einer ungeheuerlichen Tat überführt hat. Während sich der Konflikt zwischen den beiden Männern zuspitzt, wird auch der eigentliche Sinn der verhängnisvollen Expedition zunehmend klar . . .

»Ian McGuire kommt dem Schrecken des Eises und der Finsternis inmitten einer grandiosen Natur ganz nahe.«

Hannoversche Allgemeine Zeitung

Aus dem Englischen von Joachim Körber
Originaltitel: The Northwater
Originalverlag: Scribner
Taschenbuch, Broschur, 368 Seiten, 11,8 x 18,7 cm
ISBN: 978-3-442-48868-1
Erschienen am  19. August 2019
Lieferstatus: Dieser Titel ist lieferbar.

Leserstimmen

...nichts für schwache Nerven!

Von: Gedankenlabor

20.10.2020

>>Das Schicksal einer Gruppe von Walfängern zwischen Eis, Blut und den Schrecken der Finsternis.<< "Nordwasser" von Ian McGuire - ...ich weiß gar nicht wie ich bei diesem Buch anfangen soll... es ist wie ich finde sehr detailreich und unheimlich wortgewaltig geschrieben. Die Charaktere sind authentisch und der Autor erschafft hier wirklich ein unheimlich brutales, kaltes, grausames und eindringliches Kopfkino. Und genau dieses Kopfkino war für mich echt harter Tobak... und da muss man hier ganz klar sagen, dieses Buch ist absolut nichts für schwache Nerven! Trotz der ganzen blutigen und schonungslosen Brutalität empfand ich es aber nicht als konstruiert, sondern empfand alles stimmig als Gesamtbild. Zudem gab es zum Ende noch die ein oder andere Wendung, die ich so nicht erwartet hatte, was mir wirklich gut gefallen hat. Für mich ist "Nordwasser" definitiv 5 Sterne wert, allerdings würde ich das Buch absolut nicht jedem empfehlen und schon gar nicht unter 18Jahre! Man sollte sich hier bewusst darüber sein, dass einen hier der eiskalte Wind des Meeres und die menschlichen Abgründe mit voller Wucht treffen werden...

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Grausamer, aber gnadenlos guter Arktis-Thriller

Von: 3lesendemaedels

24.01.2020

Als Militärarzt in Indien wurde Patrick Sumner unehrenhaft entlassen. Deshalb muss er als unterbezahlter Schiffsarzt auf einem Walfänger anheuern. Seitdem er bei einem Überfall verletzt wurde, ist er opiumsüchtig. Doch nicht nur er hütet Geheimnisse. Der Kapitän hat mit dem Eigentümer ein Arrangement getroffen, um die große Versicherungssumme einzustreichen. Er soll das Schiff bei passender Gelegenheit versenken, denn der Walfang ist nicht mehr zeitgemäß. Als ein Schiffsjunge sich bei Sumner mit unspezifischen Bauchschmerzen meldet, stellt dieser fest, dass der Junge Verletzungen hat, die auf eine brutale Vergewaltigung hindeuten. Aber den Schuldigen möchte er auf keinen Fall preisgeben. Zwei Tage später findet ihn ein Matrose: erwürgt und in ein Fass gestopft. Henry Drax, ein grobschlächtiger Harpunierer beschuldigt den schmächtigen homosexuellen Tischler. Obwohl dieser seine Unschuld beteuert, wird er in Ketten unter Deck verbannt. Doch die Mannschaft ist damit nicht in Sicherheit, denn auf dem Weg ins Nordmeer lauern noch gnadenlosere Gefahren. "Moby Dick" und der "Seewolf" sind Kindermärchen gegen diesen Thriller. Immer wenn ich dachte, dass die grausame Handlung keine Wendung mehr zulässt, treibt der Schriftsteller die Story noch ein weiteres mal brutal voran. Große Empfehlung aber nichts für Zartbesaitete!

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Vita

Ian McGuire, 1964 geboren, aufgewachsen in Hull, East Yorkshire, studierte in Manchester und Sussex und promovierte an der University of Virginia. »Nordwasser«, sein zweiter Roman, war ein New York Times-Bestseller und nominiert für den Man Booker Prize 2016. Ian McGuire lebt mit seiner Familie in Manchester.

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Pressestimmen

»(...) in seiner Mischung aus Kriminal- und Abenteuerroman so klug wie mitreißend spannend erzählt (...).«

Süddeutsche Zeitung

»Ein brillant geschriebener Albtraum (...) McGuires Hyperrealismus und die ungeheure Präsenz, die er erschafft, sind in jeder Zeile zu spüren.«

Deutschlandfunk

»Wer sich also traut, mit dem Walfangschiff Volunteer in See zu stechen, muss sich warm anziehen, wird aber mit einer Lese-Extremerfahrung belohnt.«

Brigitte

»Urgewaltig und brutal, nichts für schwache Gemüter! (...) von einer sprachlichen Sinnlichkeit und Direktheit, die einem mitunter fast den Atem nimmt. (...) ein fantastischer Roman.«

hr2 Kultur

»Ein mitreißendes Buch über Typen, die an ihre Grenzen gehen und darüber hinaus. Spannend!«

Wienerin

»›Nordwasser‹ ist ein Roman über Extreme und ein extrem guter, wilder Roman von dunklem Zauber.«

Falter

»Wer Jack London liebt, garniert mit einer Prise Herman Melville, sollte sofort die Leinen losmachen.«

Hannoversche Allgemeine Zeitung

»Der Abenteuerroman ist auch ein Krimi, aber vor allem ist er großartig.«

Kurier

»Eis, Blut und Dreck: Ein ebenso faszinierender wie brutaler Eintrag ins Genre des arktischen Abenteuerromans.«

Radio FM4

»McGuire (...) erzählt seine Geschichte mit so viel Sachverstand und Wucht, dass der Roman den Leser unverzüglich in eine vollständig erdachte Welt eintauchen lässt.«

The New York Times