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Robert Domes

Nebel im August - Filmbuch

Ab 12 Jahren
Taschenbuch
9,99 [D] inkl. MwSt.
10,30 [A] | CHF 14,50 * (* empf. VK-Preis)
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Ungekürzte Textausgabe mit zahlreichen farbigen Filmfotos
Deutschland, 1933: Ernst Lossa stammt aus einer Familie von »Jenischen«, Zigeuner, wie man damals sagte. Er gilt als schwieriges Kind, wird von Heim zu Heim geschoben, bis er schließlich – obgleich völlig gesund – in die psychiatrische Anstalt in Kaufbeuren eingewiesen wird. Hier nimmt sein Leben die letzte, schreckliche Wendung: In der Nacht zum 9. August 1944 bekommt er die Todesspritze verabreicht. Ernst Lossa wird mit dem Stempel »asozialer Psychopath« als »unwertes Leben« aus dem Weg geräumt.

"Was viele nicht wissen (wollen). Erschütternd. Müsste Pflichtlektüre an Schulern werden."

Frankfurter Stadtkurier (27. September 2016)

Taschenbuch, Klappenbroschur, 352 Seiten, 12,5 x 18,3 cm
Mit farbigen Filmfotos
ISBN: 978-3-570-40328-0
Erschienen am  12. September 2016
Lieferstatus: Dieser Titel ist lieferbar.

Rezensionen

Top Film

Von: Totsten Eifler aus Zeitlow

17.04.2022

Sehr bewegender Film mit überraschenden Ausgang

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Welch ein berührendes Buch

Von: Bloggerhochzwei

26.01.2017

Ernst Lossa wuchs in einer Familie ohne festen Wohnsitz auf. Sie gehörten zu den fahrenden Händlern, die oftmals abwertend als Zigeuner beschimpft wurden. Als die Mutter schwer krank wird und der Vater auf Reisen, nimmt ihr die Erziehungshilfe ihre Kinder weg. Ernst, seine beiden Schwestern und sein kleiner Bruder kommen in getrennte Heime. Ernst fühlt sich von Anfang an nicht wohl und wartet auf seine Mutter, welche ihm verprochen hatte, ihn bald abzuholen. Leider verstarb sie nach 3 Monaten. Ernst kämpft sich durch, fängt aber auch an zu stehlen und zu lügen. Die Nonnen werden mit ihm nicht mehr fertig und lassen Ernst in ein anderes Heim verlegen. Aber auch hier ist er schwierig und wird nochmals zwei Mal verlegt, bis er dann in der Heil- und Pflegeanstalt in Kaufbeuren landet. Hier wird er dann endgültig als „asozialer Psychopath“ abgestempelt und aus dem Weg geräumt. „Nebel im August“ beschreibt ein sehr düsteres Kapitel deutscher Geschichte. Es geht um das Euthansie Programm im Dritten Reich, bei welchem viele behinderten, geistig erkrankten und auch unbequeme Menschen umgebracht wurden. Einfach so, mit Tabletten oder Spritzen. Ernst Lossa war erst 14 Jahre alt als das Team aus Ärzten und Pflegern seinen Tod entschieden haben. Warum? Vielleicht weil er zu viel wußte. Er hat es beobachtet, was mit anderen Patienten passiert ist, wie sie ermordet wurden. Vielleicht auch weil er sich dem System einfach nicht beugen wollte. Ernst war ein ganz normaler Junge welcher sich nach seiner Familie, nach Liebe und Geborgenheit gesehnt hat. Aufmüpfige wurden in dieser Zeit nicht geduldet. In der Zeit zwischen 1939 und 1945 wurden ca. 200 000 Menschen auf Hitlers persönlichen Erlass getötet. Das Schicksal von Ernst Lossa steht stellvertretend für die oft namenlosen Opfer. Die Biographie aus der Feder von Robert Domes wurde zu einem wunderschönen aber auch sehr traurigen Roman verarbeitet. Der Autor musste mehrere Jahre recherchieren um ein Puzzleteilchen zum nächsten hinzufügen zu können. Als Leser muss man mehrmals schlucken und was hier passiert ist, ist einfach unglaublich böse. Die Zeilen haben mich auch nach dem Lesen nicht mehr losgelassen und wahrscheinlich werde ich sie mein Leben lang nicht mehr vergessen. Fazit Das Dritte Reich ist nicht umsonst das dunkelste Kapitel in der deutschen Geschichte. Es ist erstaunlich, welche Widerwärtigkeiten einem immer wieder begegnen. Ich dachte eigentlich, dass ich alles kenne, doch dem ist nicht so. Der Film zu diesem Buch kam im September 2016 in die Kinos und er ist mindestens genauso sehenswert wie dieses Buch lesenswert ist. Jeder sollte sich mit dieser Zeit beschäftigen, damit es nie wieder solche Taten gibt. Gerade in der heuten Zeit ist diese Thematik mehr als aktuell.

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Vita

Robert Domes, geboren 1961 im bayerischen Ichenhausen, studierte Politik und Kommunikationswissenschaften in München. Er arbeitete jahrelang als Redakteur bei der Allgäuer Zeitung, zuletzt als Leiter der Lokalredaktion in Kaufbeuren, bevor er sich 2002 als Journalist und Autor selbstständig machte. »Nebel im August«, sein erstes Jugendbuch über ein „Euthanasie“-Opfer im Dritten Reich, wurde auf Anhieb ein großer Erfolg. Inzwischen gibt es davon eine hochkarätige, vielfach ausgezeichnete Verfilmung von Kai Wessel mit Ivo Pietzcker in der Hauptrolle.

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Pressestimmen

"Mich hat dieses Buch sehr beeindruckt, zum Nachdenken angeregt und vor allem zur Recherche bewegt. Einen Lesetipp meinerseits gibt's hierfür."

"Ein ausgezeichnetes Buch, das in jeder Hinsicht eine uneingeschränkte Leseempfehlung verdient."

"Ein Buch gegen das Vergessen, dass es wert ist, gelesen zu werden. Fundiert, erschreckend, berührend. Nicht nur Jugendliche, auch Erwachsene sollten es unbedigt lesen."

»Sowohl der Roman über das Leben von Ernst Lossa als auch der Film sind empfehlenswert.«

»Ein bewegendes Buch!«

»Robert Domes gelingt mit seinem Roman 'Nebel im August' ein zutiefst erschütterndes und zugleich berührend schönes Leseerlebnis.«

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