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Emylia Hall

Mein Sommer am See

Roman

Taschenbuch
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Die erste Liebe, eine nicht ganz einfache Mutter-Tochter-Beziehung und ein geheimnisvolles Päckchen aus der Vergangenheit

Eines Tages bekommt Beth ein Paket. Darin ein Album mit Fotos, Notizen und anderen Erinnerungsstücken, die Beth noch nie zuvor gesehen hat. »Das Buch unserer Sommer«, in dem ihre Mutter Marika die Erinnerung an jene Sommerferien festgehalten hat, die Beth in ihrer Jugend bei ihr in Ungarn verbrachte. Eine Zeit, in der Beth hin und her gerissen war zwischen ihrem zurückhaltenden Vater, mit dem sie im englischen Devon lebte, und der temperamentvollen Mutter, die die Sehnsucht nach der Heimat von ihrer Familie fortgetrieben hatte. Eine Zeit, in der Beth sich nichts sehnlicher wünschte, als endlich ihren Platz im Leben zu finden. Eine Zeit, die mit einer schockierenden Enthüllung endete, als Beth gerade 16 war. Seit damals hat Beth jeden Gedanken an diese Zeit weit von sich geschoben. Doch das Album bringt all ihre Erinnerungen wieder zurück – an die erste Liebe, an flirrend heiße Sommertage und kühle Waldseen. Und an den Tag, an dem alles zerbrach …

„Tolle Sommerstimmungen, mitreißender Plot, als Extra gibt es ungarische Kochrezepte.“

Woman (10. June 2014)

DEUTSCHE ERSTAUSGABE
Aus dem Englischen von Astrid Finke
Originaltitel: The Book of Summers
Originalverlag: Headline
Taschenbuch, Broschur, 416 Seiten, 11,8 x 18,7 cm
ISBN: 978-3-442-74555-5
Erschienen am  12. May 2014
Lieferstatus: Dieser Titel ist lieferbar.

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Nimm dieses Buch mit in den Urlaub!
Dieses Buch spielt in: Ungarn

Rezensionen

Bittersüße Geschichte, die in schillernden, bunten Farben die Ferien eines jungen Mädchens bei ihrer Mutter erzählt. Es ist eine tragische Familiengeschichte mit unversöhnlichen Charakteren.

Von: schnäppchenjägerin

11.06.2021

Nach dem Tod ihrer Mutter erhält die 30-jäirge Beth ein Päckchen aus Ungarn. Es enthält "Das Buch unserer Sommer", ein Album mit Foto und Erinnerungsstücken der Sommer, die Beth zusammen mit ihrer Mutter Marika in Ungarn verbracht hat. In einem Sommerurlaub 1990 am Balaton hatte die gebürtige Ungarin Marika, die erstmalig nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion wieder in Ungarn war, beschlossen, in ihrer Heimat zu bleiben und damit ihren Mann und ihre Tochter verlassen. In den Jahren danach verbrachte Beth sodann ein bis zwei Wochen im Sommer in Ungarn in der Villa Serena bei Marika und ihrem Lebensgefährten, dem Künstler Zoltán. Es waren stets schöne, unbeschwerte Ferien, die viel zu schnell vorbei gingen, die Beth bei ihrer quirligen Mutter verbrachte, bis sie wieder zurück nach Devon zu ihrem Vater fuhr, der sie liebte, aber seit der Trennung sehr in sich zurückgezogen lebte. Ungarn wurde zu einem Sehnsuchtsort, an dem sich Beth trotz der kurzen Aufenthalte im Jahr bald mehr zu Hause fühlte als in dem traurigen Cottage in England. Während Beths siebten Sommeraufenthalt in Ungarn erfährt sie eine Wahrheit, die sie in eine tiefe Identitätskrise stürzte und sie derart erschütterte, dass Beth nie wieder zurück nach Ungarn wollte und den Kontakt zu Marika abgebrochen hat. Jahrelang hatte Beth die Vergangenheit verdrängt, doch mit dem Album kommen alle Erinnerungen wieder in ihr hoch - die schönen, aber auch die unschönen Momente, die ihr Leben für immer veränderten. Durch Beths Erinnerungen wird man als Leser in die 1990er-Jahre versetzt und erlebt die glücklichen Sommer der jungen Beth durch die bildhaften Beschreibungen lebendig mit. Beth war immer gern in Ungarn und fühlte sich bei Marika und Zoltán wohl, die sich in dieser Zeit ganz nach ihren Wünschen richteten. Für Beth brauchte es jedoch nicht viel, um glücklich zu sein. Sie genoss es durch die umliegenden Wälder zu streunen und den Nachbarsjungen Tamás zu treffen, in den sie verliebt war. Dennoch schwingt in den Erinnerungen immer eine bedrückende Melancholie mit, denn die unbeschwerte Zeit war endlich. Bis der Leser jedoch erfährt, was im Sommer 1997 in Ungarn passierte und was und ihre Mutter entzweite, schwelgt man in den kindlichen, nostalgischen Erinnerungen. In der Gegenwart ist spürbar, dass Beth nicht glücklich ist und diesen Teil ihrer Vergangenheit nicht verarbeitet hat. Auch das Verhältnis zu ihrem Vater, mit dem sie als Kind so eng verbunden war, wirkt gegenwärtig unbeholfen und distanziert und muss durch die Auswirkungen des Sommers 1997 erschüttert worden sein. Beths Verletzungen, Enttäuschungen und Bitterkeit treten deutlich zutage und machen neugierig darauf zu erfahren, was ihr widerfahren sein mag. "Mein Sommer am See" ist eine bittersüße Geschichte, die in schillernden, bunten Farben die Ferien eines jungen Mädchens bei ihrer Mutter beschreibt. Die Situation in der Gegenwart, in der es Beth zunächst kaum schafft, das Album durchzublättern, das sie an den alles verändernden Sommer erinnern wird, drückt jedoch die Stimmung. Es ist kein unbeschwerter Sommerroman, sondern eine tragische Familiengeschichte mit unversöhnlichen Charakteren, die sich durch jahrelanges, beharrliches Schweigen die Chance auf Versöhnung nahmen, bis es letztlich zu spät war.

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Das Buch unserer Sommer

Von: Anke T. aus Herdecke

11.08.2014

Der Roman „Mein Sommer am See“ von Emylia Hall (englische Originalausgabe „The book of summers“) handelt von Beth, Ende 20, die in London in einer Galerie arbeitet und die ganz überraschend ein Päckchen aus Ungarn bekommt. Es ist eben dieses "Buch unserer Sommer", das ihre in Ungarn lebende Mutter damals für sie mit Fotos angefertigt hat. Beth hatte seit 14 Jahren keinen Kontakt mehr zu ihrer Mutter. Damals kam es zu einem Bruch, und auch ihre Beziehung zu ihrem Vater ist seitdem von dunklen Wolken überschattet. Aber der Leser weiß nicht, was damals vorgefallen ist. Jedes Kapitel erzählt die Geschichte eines dieser Sommers aus Beths Kindheit, anhand der Fotos in dem Buch kommen nämlich ihre Erinnerungen wieder hoch. Ihre Mutter Marika stammt aus Ungarn, und 1990, als Beth 9 Jahre alt war, fuhren sie gemeinsam in den Urlaub an den Plattensee. Dort kam ihre Mutter jedoch zu dem Entschluss Mann und Tochter zu verlassen, da sie sich in England nie richtig wohlgefühlt hatte und lieber in Ungarn leben wollte. Das war natürlich ein Schock für die beiden. Sie kommen mehr schlecht als recht alleine zuhause klar. Aber Beth – oder auch Erzsi, wie sie auf ungarisch von ihrer Mutter genannt wird – darf die Mutter im Sommer jeweils für eine Woche besuchen. Und so verbringt sie ihre Ferien in der Villa Serena, wo die Mutter mit ihrem neuen Freund Zoltan, einem Künstler, lebt. Hier blüht Erzsi auf, sie streift durch die Natur und freundet sich mit dem Nachbarjungen Tomas an. Jahr für Jahr fiebert sie nun ihren Urlauben in Ungarn entgegen. Die Monate in Devon sitzt sie fast nur als Wartezeit ab, es findet kaum ein richtiges Leben statt, sie flüchtet sich in ihre Traumwelt. Mit ihrem Vater spricht sie kaum. Es folgt Sommer auf Sommer, 1991-1997, und sie entwickelt sich zum etwas widerborstigen Teenie. Ihre Freundschaft mit Tomas wird intensiver. Doch dann kommt es zum Bruch mit der Mutter, als sie 16 Jahre alt ist - und nun erst versteht der Leser was es eigentlich auf sich hat mit dieser ganzen Familiengeschichte. Auch wenn in den Sommern gar nicht so viel passierte, aber man konnte nachvollziehen wie sehr Erzsi die Liebe ihrer temperamentvollen Mutter und die heissen Sommertage in Ungarn genoss. Und ich war auch neugierig, was bloß der Auslöser für den Bruch zu den Eltern war. Besonders schön fand ich die Szenen, in denen Beth sich aus der Gegenwart in England anhand des Fotobuches zurück in ihre eigene Kindheit / Jugend träumt, wie eine Zeitreise. Sie erlebt die Geräusche und Gerüche wieder, und kann so auch einiges von dem verarbeiten, was sie so lange schon zu verdrängen suchte. Mir hat es super gefallen, auch wenn es ein etwas langsam voranschreitendes Buch ist, mit eher leisen Tönen. Vor allem erwähnt werden muss die Sprache, so schön poetisch, voller besonderer Metaphern. Auch die Charaktere waren nicht klischeehaft, sondern authentisch. Die Stimmung ist melancholisch, aber nie kitschig. Daher passt der Aufkleber „Das Sommerbuch 2014“ eigentlich auch nicht wirklich, da es nicht locker und leicht ist, sondern anspruchsvoll und in die Tiefe gehend. Die Autorin hat selbst eine ungarische Mutter, und sie hat auch einige Wochen ihrer Kindheit in Ungarn verbracht. Hinten im Buch gibt es noch ein Rezept für Gulasch und Gurkensalat, das werde ich gerne mal ausprobieren.

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Vita

Emylia Hall, geboren 1978, weiß, wovon sie schreibt: Als Tochter eines englischen Künstlers und einer aus Ungarn stammenden Kostümbildnerin wuchs sie im ländlichen Devon im Südwesten Englands auf, verbrachte aber jeden Sommer in Ungarn. Nach ihrem Studium in York und Lausanne arbeitete Emylia für eine Werbeagentur in London, bevor es sie in die französischen Alpen verschlug. Dort entschloss sie sich, ihren lang gehegten Traum vom eigenen Roman Wirklichkeit werden zu lassen. Ihr Debütroman "Mein Sommer am See" war auf Anhieb ein großer Erfolg, wurde in zahlreiche Länder verkauft und in Großbritannien als das Sommerbuch 2012 gefeiert. Emylia Hall lebt heute mit ihrem Mann in Bristol.

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Pressestimmen

„Ein Roman, der von Herzen kommt und tief berührt.“

Grazia UK

„Dieser großartige Debütroman macht Lust auf mehr.“

Cosmopolitan UK

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