Jagdtrip

Roman

Taschenbuch
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Lee ist lebend aus dem Krieg zurückgekehrt, doch er ist ein anderer Mensch geworden. Die Erinnerung verfolgt ihn in seinen Träumen. Er lebt zurückgezogen tief in einem Wald und meidet den Kontakt zu Menschen. Aber heute ist er nicht allein. Eine Gruppe Camper ist in seine zerbrechliche Welt eingedrungen. Er hört ihre Stimmen, beobachtet ihr Lager. Mit einem Mal ist der Krieg zurück. Und Lees Besucher müssen um ihr Leben kämpfen ...


DEUTSCHE ERSTAUSGABE
Aus dem Amerikanischen von Urban Hofstetter
Originaltitel: Cover
Originalverlag: Gauntlet Press
Taschenbuch, Broschur, 368 Seiten, 11,8 x 18,7 cm
ISBN: 978-3-453-67706-7
Erschienen am  13. Juni 2016
Lieferstatus: Dieser Titel ist lieferbar.

Leserstimmen

Jack Ketchum - Jagdtrip

Von: Die Thrillerpfeife

02.02.2021

Vielen Dank an @heyne.hardcore und @bloggerportal das sie mir 2015 das Buch zur Verfügung gestellt haben und ich bitte um Entschuldigung, das ich es erst jetzt rezensiert habe. . "Was hast du während des Krieges getan, Daddy?" - S.7 . Klappentext: 'Jemand lauert im Dickicht' Der Soldat hat den Krieg überlebt. Doch die Erinnerungen verfolgen ihn Tag und Nacht. Er meidet seine Mitmenschen. Er weiß, dass er für sie zur Gefahr werden kann. Eine Gruppe von Campern packt ihre Sachen für ein Wochenende in den Wäldern. Angelausrüstung, Kameras, Scheimmsachen. Gewehre. Vielleicht haben sie Glück und stoßen auf Wild? Ein Knacken im Unterholz. Der Soldat hält inne und lauscht. Dann hört er Stimmen. Und der Krieg hat ihn wieder ... . Eine kurze Info, da in dem Buch nichts davon steht: eine kleine Triggerwarnung. In dem Buch werden Tiere verletzt. Definitiv nicht schön zu lesen. Wer das nicht aushält, sollte dieses Buch nicht lesen. Was mit den Menschen passiert war mir wurscht aber .. das Arme Tier eh. . Meinung: Puuh, es ist vollbracht. Der Anfang war wirklich sehr schleppend. Ab Seite 149 gings dann richtig los, aber gut Ich glaube bei so einem 'dünnen' Buch braucht man eine Einleitung. Eine Art Vorbereitung. Ein Vorgeplänkel. Wie man es auch nennt, es war wirklich sehr ermüdend und anstrengend für mich. Ab der Zweiten Drittel, hat mich das Buch gepackt und ich war voll drin. Ich fraß es regelrecht. Ich bekam immer mehr ein Fan vom Ex-Veteran Lee Movarian. Er tat mir leid, das die Kriegerinnerungen ihn heimsuchten und das nicht mal seine Frau irgendwas bewirken konnte. Sie brachte sich mir deren gemeinsamen Sohn Lee Jr. in Sicherheit bei ihrer Mutter. Die Gruppe von Campern beunruhigte Lee sehr. Er ist der Meinung das sie ihn Jagen, aber schlussendlich weiss man nicht wer wen jagt. Das Ende war echt ausdrucksstark. Ich fand es sogar schade das es zu Ende war. 3/5 Sternen

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Kriegstrauma

Von: Andrea Hübner

17.12.2017

Lee Moravian ist Kriegsveteran. Der Vietam-Krieg hat ein Trauma in ihm hinterlassen, sodass er nunmehr die Einsamkeit tief im Wald der Gesellschaft der Menschen vorzieht. Nur dort findet er die Ruhe, die er braucht. Diese Ruhe wird jetzt von Campern gestört und als würde ein Schalter umgelegt, fühlt er sich wieder in den Krieg zurück versetzt. Er muss sich gegen die Fremden, die er als Bedrohung sieht, zur Wehr setzen. Vergleichbar mit Rambo hat Jack Ketchum eine menschliche Waffe erschaffen, wie sie kaltblütiger nicht sein kann. Kaltblütig aus Angst vor der Vergangenheit ist Lee, der seinen Wald verteidigen muss… Ketchumfans werden sich wundern, wie unblutig und trotzdem brutal und nahe an der Wirklichkeit sich der Autor mit diesem Roman bewegt. Gequält von seinem im Krieg entstandenen Verfolgungswahn bewegt sich Lee in „seinem“ Revier. Schnell ist man als Leser mitten im Geschehen und kann sich nur sehr schwer davon lösen, um eine Lesepause einzulegen. Obwohl die Story vorhersehbar ist, so ist sie doch spannungsgeladen und hetzt den Leser von Seite zu Seite. Immer wieder schweifte ich in Gedanken ab, wie schrecklich dieser sinnlose Krieg gewesen ist und was er aus den Beteiligten machte. Ehemalige Soldaten kämpfen mit Erinnerungen, mit denen sich schon jemand, der nur davon liest, schwer fertig wird. Wie ungern möchte man in der Haut des Hauptprotagonisten stecken, der in harmlosen Campern Vietnamesen sieht, die ihm nach dem Leben trachten. Wie von ihm gewohnt schrieb Jack Ketchum in einer leicht verständlichen Ausdrucksweise, packte mich von Anfang an und vergaß nie, dass es seinen Lesern auf Spannung und Thrill ankommt und nicht auf seichtes Geplänkel. Er kritisiert den Vietnamkrieg und in gewisser Weise die Gesellschaft im Allgemeinen, was ihm sehr gut gelungen ist. Das Cover dieses Buches ist nüchtern und kühl, aber im Hinblick auf den Inhalt sehr gelungen gewählt. Mein Fazit: Ein Ketchum, der einmal mehr relativ unblutig daher kommt, aber nichts an Spannung im Vergleich zu seinen anderen Büchern verloren hat. Daher erhält „Jagdtrip“ meine uneingeschränkte Leseempfehlung.

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Vita

Jack Ketchum ist das Pseudonym des ehemaligen Schauspielers, Lehrers, Literaturagenten und Holzverkäufers Dallas Mayr. Er gilt heute als einer der absoluten Meister des Horror-Genres. 2011 wurde er zum Grand Master der World Horror Convention ernannt. Er erhielt fünfmal den Bram Stoker Award, sowie 2015 den Lifetime Achievement Award der Horror Writers Association. Jack Ketchum verstarb am 24. Januar 2018 in New York City, New York.

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