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Hendrik Esch

Giftrausch

Die Colossa-Reihe 2
Kriminalroman

(5)
TaschenbuchNEU
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Stardirigent Sir Evelyn Rutland ist ein bösartiger Exzentriker, dessen Knabenchor-Kolleg zu den besten Musikinternaten der Welt gehört. Doch als ein Junge mit dem Tod ringt, gibt es Gerüchte: Werden die Schüler in Schloss Hirschenhaid mit schwarzer Pädagogik gedrillt? Gegen ein fürstliches Honorar soll Rechtsanwalt Paul Colossa den Skandal vertuschen – und verliebt sich ausgerechnet in Rutlands Frau. Verwirrt von seinen Gefühlen und verfolgt von Hasskommentaren im Internet, erkennt Paul zu spät, dass auch er geopfert werden soll ...

»Einen ersten Roman können viele schreiben, heißt es. Beim zweiten erst zeigt sich der Meister. Dass Hendrik Esch einer ist, stellt er mit ›Giftrausch‹ eindrucksvoll unter Beweis.«

Oliver Karbus, Schauspieler und Regisseur (12. July 2021)

ORIGINALAUSGABE
Taschenbuch, Broschur, 624 Seiten, 12,5 x 18,7 cm
ISBN: 978-3-442-49068-4
Erschienen am  19. July 2021
Lieferstatus: Dieser Titel ist lieferbar.

Die Colossa-Reihe

Rezensionen

Hendrik Esch – Giftrausch

Von: Miss.mesmerized

19.09.2021

Schlimme Gerüchte suchen das Elite-Internat im Schloss Hirschenhaid in der bayerischen Provinz heim: die Leitung soll leistungssteigernde Drogen an die jungen Musiktalente verteilt haben. Die Staatsanwaltschaft konnte nichts finden und nun soll Anwalt Paul Colossa ein ausführliches Gutachten erstellen, um die Gemüter wieder zu beruhigen. Schnell kommt ihm einiges seltsam vor, allem voran Dirigent Evelyn Rutland, der ein strenges Regiment führt, dem auch sein eigener Sohn zum Opfer fiel. Schon Colossas erster Auftritt im Schloss gerät zur Farce und schnell wird er zum Zentrum einer schmutzigen Internet-Kampagne, dabei ist er doch ganz neu in der Gegend und hat gerade erst die Kanzlei von seinem Onkel übernommen. Mit diesem Fall scheint er unter einem ganz schlechten Stern zu stehen, aber glücklicherweise hat er ja seine zuverlässigen Damen und seinen Freund Attila, denn er braucht jetzt jede Hilfe. Der einäugige Rechtsanwalt mir Piratenklappe ist eine kuriose Erscheinung, die jedoch die Handlung trägt. Etwas naiv und einfältig gerät er in die größtmögliche Katastrophe, bevor er sich auch nur umsehen kann. Weitere sehr eigenwillige Figuren finden sich an seiner Seite: vom verstorbenen Onkel, der eigentlich sein Vater ist und der via Raben und anderen Federvieh offenbar weiterhin mit ihm kommuniziert, über das Büroteam, das auch andere Dienstleistungen im Sinne des alten Herren ausführte, bis hin zu Attila, der pragmatisch, wenn auch nicht immer ganz legal, dank bester Kontakte für jedes Problem eine Lösung hat. Mehr als einmal lässt sich herrlich auflachen, unter der Komik liegt jedoch auch eine ernstzunehmende Geschichte. Es fällt nicht schwer vorzustellen, welch ein Druck auf den Nachwuchstalenten lastet, die in einem extrem ehrgeizigen und leistungsorientierten Umfeld leben. Der Griff zu Drogen, um mithalten zu können und den Weg zur Karriere zu ebenen, scheint geradezu zwingend. Bei gängigen Medikamenten angefangen, die immer weiter gesteigert werden, bis sie ihre Wirkung nicht mehr erbringen und durch andere Substanzen ersetzt werden müssen – nichts, was einem wirklich erstaunen würde. Die Abgebrühtheit, mit der Eltern und Lehrkräfte offenbar wegsehen, erschreckt dennoch. In „Giftrausch“, dem zweiten Fall für Paul Colossa, überzeugt der Anwalt und Strafverteidiger Hendrik Esch mit einer ausbalancierten Mischung von Ernsthaftigkeit, Spannung und Humor. Wenn man sich auf das skurrile Personal und den flapsig-lockeren Ton einlässt und tapfer die Fettnäpfchen des Protagonisten erträgt, wird hieraus eine unterhaltsame lockere Krimikomödie.

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erneut wieder richtig gut

Von: Booksandcats

05.08.2021

Ich habe dieses Mal die Inhaltsangabe nach unten verschoben, da sie mir ein wenig zu viel verrät. Zwar ist es sowieso so, dass der Leser nach ca. 160 Seiten weiß, was in etwa gespielt wird, aber diese Seiten sind doch auch noch mal einen Ticken spannender, wenn man noch nicht komplett weiß, wohin die Reise geht. Ich finde, man lässt sich dann auch anders auf die neuen Figuren ein. Das Wiedersehen mit den „alten“ und bekannten Figuren hat mir sehr gut gefallen und ich habe mich vor allem auch auf die Vorzimmerdamen und auch auf Attila gefreut. Alle sind wieder dabei. Der Autor hat ein Händchen dafür, die wichtigsten Inhalte aus Band 1 in den ersten 100 Seiten des zweiten Bandes aufleben bzw. einfließen zu lassen. ich lese ja sehr viel und vergesse bzw. verwechsele auch dadurch recht viel. Hier aber war ich schnellt wieder „on top“ und konnte mich auch gut an den letzten Fall erinnern. Der Fall selbst ist für eingefleischte Krimileser vielleicht ein wenig rätselhaft bzw. verwirrend. Denn wie oben schon erwähnt, denkt man als Leser ab Seite 160, dass man alles schon weiß. Der Fall ist sozusagen aufgeklärt. Da das Buch aber nun mal über 600 Seiten hat, stellt sich dann natürlich die Frage, was denn da alles noch kommen soll. Die Frage ist gleichermaßen berechtigt und dabei gar nicht so leicht zu beantworten. Man muss sich als normaler Krimileser ein wenig von der bekannten Vorgehensweise verabschieden. Mord – Ermittlungen – Täter: so läuft das hier nicht. Es ist eher so, dass die „Ermittlungen“ des Anwalts erst losgehen, wenn die normalen Ermittler schon alles in ihren Akten niedergeschrieben haben. Jetzt wird alles nochmal aufgerollt und hinterfragt. Und damit geht es eigentlich auch hier in diesem Fall erst richtig los. Der Autor legt sehr viel Wert auf seine Charaktere, auf die Geschichten, die die Charaktere zusammen erlebt haben bzw. die diese miteinander verbindet oder eben von einander entfernt. Es finden sich in der Geschichte sehr viele Charaktere wieder und trotz allem kann man sich diese gut merken und auch gut voneinander unterscheiden. Der junge Anwalt Paul Colossa ist für mich immer noch teilweise ein wenig gewöhnungsbedürftig und wirkte dieses Mal an vielen Stellen überfordert. Im letzten Fall wirkte er sehr oft von sich überzeugt. Er zeigte sich oft sehr selbstbewusst. Dieses Mal wirkte er in vielen Momenten sehr nachdenklich und manchmal auch grüblerisch. Er merkt selbst, dass er noch viel lernen muss und dass es auch wichtig ist, Tipps und Tricks von anderen Menschen (Freunden) anzunehmen. Das macht ihn einerseits sehr sympathisch und lässt das Ganze authentisch scheinen, da niemand perfekt ist, andererseits verstehe ich nicht, dass er nicht mal seine Termine auf die Reihe kriegt, obwohl er ja schon Hilfe hat. Weiblichen Reizen gegenüber ist er immer noch sehr aufgeschlossen. Ich hoffe ja, dass sich im 3. Band vielleicht mal etwas „Festes“ für ihn entwickelt, so dass er in diesem Bereich ein wenig Erwachsener wird bzw. hier auch eine Entwicklung vonstatten gehen kann. Es macht Spaß, dieses Buch zu lesen, da die Geschichte rund um Paul sehr lebendig erzählt wird und ich beim Lesen immer den Eindruck hatte, dass der Autor selbst Freude und Vergnügen beim Schreiben hatte. Manche Situationen sind sehr lustig und andere wiederum regen zum Nachdenken an. Es finden viele verschiedene Themen Einzug in Pauls Geschichte, die es mir leicht machten, der Geschichte bis zum Ende zu folgen. Ich lese ja tatsächlich nur sehr selten Bücher, die über 400 Seiten haben und eigentlich gar keine Bücher über 500 Seiten, da ich ein sehr ungeduldiger Leser bin. Hendrik Esch schafft es aber mit seinem lockeren und doch passenden Schreibstil, mit seinen unvergleichlichen Figuren und mit den vielen kleinen Details, auf die er Wert legt, seine Geschichte so zu erzählen, dass man die 600 Seiten gar nicht „merkt“. *********************** Fazit: Band 2 beinhaltet von der Spannung her eine ganz andere Geschichte als Band 1 und auch diese konnte mich wieder begeistern, auch wenn Paul Colossa manchmal immer noch ein wenig naiv und jung „rüberkommt“. Wie letztes Mal schon angemerkt, scheint es so, dass Anwälte auch reifen müssen wie ein guter Käse. Manch ein Käse reift mehr als 2 Jahre. Dann hat Paul also auch noch ein wenig Zeit! Ich bin auf jeden Fall sehr gerne auch beim 3. Fall dabei und hoffe, dass Paul mit jedem Fall Erwachsener wird, etwas lernt und wieder alle seine Freunde und Bekannte mitbringt. 4.5 out of 5 stars (4,5 / 5)

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Vita

Hendrik Esch wurde 1975 in München geboren. Er arbeitet als Opferanwalt und Strafverteidiger, schlägt sich aber auch mit Auffahrunfällen, Mietnomaden und Maschendrahtzäunen herum. Kein menschlicher Abgrund ist ihm fremd, die Hoffnung lässt er trotzdem immer erst am Schluss sterben. Mit seinem ersten Romam »Jagdtrieb« hat er die Serie um den bayerischen Rechtsanwalt Paul Colossa begonnen.

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Pressestimmen

»Skurril, blutig, gefährlich. Die aufregenden Erlebnisse seines Alltags hat Hendrik Esch in seinen Krimi einfließen lassen.«

Mittelbayerisch Zeitung über »Jagdtrieb« (07. March 2019)

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