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Charles Dickens

Eine Weihnachtsgeschichte

(2)
Taschenbuch
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Ein Abenteuer kommt selten allein … die Klassiker der Kinderliteratur im cbj Taschenbuch

Kinder brauchen Klassiker. Geschichten, die die Fantasie beflügeln, den Entdeckergeist wecken und neugierig machen auf die großen Abenteuer dieser Welt. Die cbj Taschenbuch-Klassiker versammeln die beliebtesten und aufregendsten Kinderromane der Weltliteratur – zum Schmökern, Träumen und Immer-Wieder-Lesen.

»Weihnachten ist Humbug!« grollt der Geschäftsmann Ebenezer Scrooge, als ihn sein Schreiber Bob Cratchit um einen Tag Weihnachtsurlaub bittet. Scrooge hat keine Zeit zu feiern. Überhaupt hasst er Sentimentalitäten! Und wenn er Feierabend macht, dann nur, um in seiner kalten Wohnung Geld zu zählen - mehr verlangt er nicht vom Leben. Bis ihm in der Nacht vor Weihnachten drei Geister erscheinen: Drei Mal entführen sie ihn - in seine eigene weihnachtliche Vergangenheit, Gegenwart und makabre Zukunft ... Charles Dickens schrieb »A Christmas Carol« als eine Parabel auf den materialistischen, sich von seiner bedürftigen Umwelt zunehmend abgrenzenden Menschen - eine Parabel, die bis heute nichts von ihrer Aktualität eingebüßt hat.

• In wunderschöner moderner Ausstattung mit traumhaften Coverillustrationen von Dieter Wiesmüller

• Behutsam überarbeitet und gekürzt für Kinder


Aus dem Englischen von Sybil Gräfin Schönfeldt
Originaltitel: Eine Weihnachtsgeschichte
Originalverlag: cbj
Mit Fotos / Illustrationen von Dieter Wiesmüller, Don-Oliver Matthies
Taschenbuch, Broschur, 128 Seiten, 12,5 x 18,3 cm
Mit s/w Illustrationen
ISBN: 978-3-570-21875-4
Erschienen am  02. November 2009
Lieferstatus: Dieser Titel ist lieferbar.

Rezensionen

Tolle Ausgabe eines Klassikers

Von: weihnachtsgeschichten.net

27.11.2020

Die "Weihnachtsgeschichte" von Charles Dickens ist für mich ein echter Klassiker, der zu den Feiertagen einfach dazu gehört: Der alte Geizkragen und Weihnachtsverächter Ebenezer Scrooge begegnet nacheinander drei Geistern. Erst durch diese "Schocktherapie" erkennt er, wie einsam er eigentlich ist, und dass sich Liebe und Freude mit keinem Geld der Welt erkaufen lassen. Obwohl ich vermutlich alle Verfilmungen auf dem Markt kenne, hat mich diese Buchausgabe noch einmal so richtig begeistert. Das liegt unter anderem an den schönen Illustrationen, die die kalte Winterwelt und die vergangenen Zeiten sehr lebendig machen. Vor allem aber liebe ich den Schreibstil von Charles Dickens. Wie zu seiner Zeit üblich, holt er beim Erzählen gerne etwas weiter aus. Er schafft es dadurch immer wieder, die Szenen so lebendig zu beschreiben, dass man sich zum Beispiel direkt in das Elend der ärmeren Bevölkerung hineinversetzen kann. Diese klassische Erzählweise ist nicht so hektisch und auf "Action" ausgelegt, wie es heute oft üblich ist. Und so passt die Geschichte perfekt zu einer besinnlichen Weihnachtsstimmung. Trotzdem ist die "Weihnachtsgeschichte" spannend genug, dass sie auch die "Generation Internet" noch begeistern kann. Und Dickens fügt gerne mal kleine satirische Seitenhiebe oder Anspielungen ein, die auch den erwachsenen Lesern Freude machen. Die Übersetzung dieser Ausgabe ist ein schöner Gegensatz zu dem beschriebenen etwas weiter ausholenden Schreibstil, denn sie ist schnörkellos und in einer zeitlosen Sprache gehalten. Dadurch werden Kinder keine Mühe haben, der Geschichte zu folgen. Insgesamt finde ich, dass das Buch allen viel Freude bereiten wird, die eine klassische Erzählung und stimmungsvolle Illustrationen zu schätzen wissen. Ob nun zum Vorlesen oder zum Selberschmökern. Würde ich diese Fassung also weiterempfehlen? Unbedingt! Sie ist liebevoll gestaltet und solide gearbeitet. Daher verschenke ich sie in diesem Jahr bestimmt nicht zum letzten Mal.

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Eine Weihnachtsgeschichte

Von: Michelles Bookworld

26.10.2019

Die Hauptfigur, Ebenezer Scrooge, macht unter dem Einfluss des „Festes der Nächstenliebe“ eine wundersame Wandlung durch. Am Anfang wird sie als „erpresserisch, ausbeutend, raffgierig und geizig“ beschrieben. Man könnte die Dickens-Geschichte als ein pädagogisches Lehrstück bezeichnen, sowohl für Scrooge als auch für die Leser. In dessen Verlauf wird der sprichwörtliche Geizhals Scrooge (Scrooge ist im englischen ein Synonym dafür geworden) durch eine Schockmethode dazu gebracht, sich neu zu definieren und in philanthropischer Manier einen Teil seines Reichtums für die Armen und Bedürftigen zu spenden. Die Handlung spielt in London, zur Entstehungszeit der Geschichte, aber mit Sprüngen in Zeit und Raum. Zwar gilt Dickens als Meister des realistischen Romans, doch dazu passen schwerlich die nicht weniger als 4 Gespenster, die nach und nach erscheinen und die Scrooge jeweils an die Hand nehmen und ihn mit Szenen seines Lebens konfrontieren, genauer gesagt mit seinen vergangenen, jetzigen und künftigen Weihnachten. Daraus lernt er, dass er, wenn er so weitermacht, eines Tages sterben wird, ohne dass jemand um ihn trauert, und dass ihm die Grabdiebe und Plünderer, ohne dass es jemanden kümmert, sprichwörtlich das letzte Hemd ausziehen werden. Diese pädagogische Schock-Methode führt zu seiner bereits erwähnten Läuterung. Der melodramatische Aufbau lässt mehr an ein Theaterstück oder Film als an eine herkömmliche Erzählung oder einen Roman denken. Nicht von ungefähr wird der Inhalt in späteren Disney-Produktionen aufgegriffen. Scrooge wurde dabei zum Vorbild der Comic-Figur Dagobert Duck. Man kann ohne Übertreibung sagen, dass der Literat Dickens Eingang in die Populärliteratur gefunden hat. Daran ändert auch die Schablonenhaftigkeit der Hauptfigur in dieser Story nichts. Die Nebenfiguren dagegen sind im Detail genauer und realistischer beschrieben. Dickens‘ Stereotype gerade auch in dieser Geschichte kritisierte bereits sein Zeitgenosse Anthony Trollope: „… his good poor people are so very good, his hard rich people so very hard.“ Bei den Guten stehen oftmals Kinder und Jugendliche im Zentrum, so auch hier der behinderte Junge Tiny Tim. Man wird dem viel gelesenen Charles Dickens einen gewissen Anteil daran zuerkennen müssen, dass der raubtierhafte Frühkapitalismus im angelsächsischen Raum am Ende dann doch durch Philanthropie gezähmt und in Teilen zivilisiert werden konnte.

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Vita

Charles Dickens

Charles Dickens (1812-1870), geboren in Landport bei Portsea, wuchs in Chatham bei London auf. Als er elf Jahre alt war, musste sein Vater wegen nicht eingelöster Schuldscheine ins Schuldgefängnis; seine Mutter folgte ihm mit Charles' Geschwistern dorthin. Charles, das zweitälteste Kind, musste währenddessen in einer Schuhwichsfabrik arbeiten. Erst als der Vater nach einigen Monaten entlassen wurde, besuchte Charles wieder eine Schule. Mit fünfzehn begann er in einem Rechtsanwaltsbüro als Gehilfe zu arbeiten, später wurde er Zeitungsreporter.

Seine schriftstellerische Karriere begann er mit seinen Skizzen des Londoner Alltagslebens, die unter dem Titel «Sketches by Boz» 1836 in Buchform erschienen. Seine «Pickwick Papers» folgten ein Jahr später und machten Dickens über England hinaus berühmt. Anschließend entstanden in rascher Folge die ersten Romane, u.a. «Oliver Twist» und «Nicholas Nickleby». Dickens wurde Herausgeber der liberalen Londoner Zeitung «Daily News», reiste in die USA und nach Italien und verfasste 1848/1849 «David Copperfield», der viel autobiographisches Material enthält.

Dickens' liebevolle Schilderungen menschlicher Schwächen, sein Kosmos skurriler und schrulliger englischer «Originale» und die satirische Anprangerung sozialer Missstände machten ihn bereits zu Lebzeiten zu einem der beliebtesten Romanciers der Weltliteratur. Seine Bücher brachten ihm außerdem beträchtlichen Wohlstand ein. Seit 1860 lebte er auf seinem Landsitz Gad's Hill Place in Kent, wo er im Alter von nur 58 Jahren an einem Schlaganfall starb.

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Sybil Gräfin Schönfeldt

Sybil Gräfin Schönfeldt ist Journalistin und Kolumnistin von Rang. Am bekanntesten sind ihre zahlreichen feuilletonistischen Beiträge in der ZEIT. Auch als Übersetzerin und Autorin preisgekrönter Jugendbücher hat sie sich einen Namen gemacht. Im Mosaik Verlag erschienen ihre Bücher zum Thema Benehmen und Etikette. Sie wurden zu Bestsellern.

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