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Jean Ziegler

Die Schande Europas

Von Flüchtlingen und Menschenrechten

(4)
TaschenbuchNEU
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Die enragierte Streitschrift des bekannten Globalisierungskritikers!

Jean Ziegler hat als Vizepräsident des Beratenden Ausschusses des UN-Menschenrechtsrats im Mai 2019 das EU-Flüchtlingslager Moria auf Lesbos besucht. Anhand vieler, oft erschütternder Einzelfälle schildert er eingehend seine Begegnungen mit Flüchtlingen, die von ihrem Leidensweg berichten, mit den mutigen, engagierten Vertretern verschiedener Hilfsorganisationen (medico international, Pro Asyl u. a.) und Menschenrechtsaktivisten, mit Anwälten und Offiziellen.

Sein, um ein aktuelles Vorwort, erweitertes Buch legt Zeugnis ab vom moralischen Verfall, auf den Europa zusteuert, und ist ein eindringlicher Appell an die zuständigen Politiker in Brüssel und an die Zivilgesellschaft, der Praxis des »Push-Backs« und der unmenschlichen Realität der Hotspots ein Ende zu machen – denn sie sind die Schande Europas.


ERSTMALS IM TASCHENBUCH
Aus dem Französischen von Hainer Kober
Originaltitel: Lesbos. La Honte de L'Europe
Originalverlag: Éditions du Seuil
Taschenbuch, Broschur, 160 Seiten, 11,8 x 18,7 cm
ISBN: 978-3-328-10884-9
Erschienen am  08. March 2022
Lieferstatus: Dieser Titel ist lieferbar.

Rezensionen

Sehr erschreckend und traurig... Große Empfehlung!

Von: Library_review

16.06.2021

Die Geschichten der Flüchtlinge sind unfassbar traurig und erschreckend. Das Buch hat mich sehr mitgenommen und zum Nachdenken anregt. Seit Jahren werden die Menschenrechte gegenüber Flüchtlinge missbraucht. Die Menschen kommen aus Kriegsgebieten etc. um ein besseres Leben in Europa zu führen und müssen dann noch unfassbar viel leiden auf dem Weg. Die Menschenrechte werden mit Füßen getreten. Sie müssen viele Jahre warten bis ihr Fall bearbeitet wird und in dieser Zeit halten sie sich in Flüchtlingslager auf, die von allem zu wenig haben. Nahrung, Medizin... Es ist zudem erschreckend wie die Küstenwache mit den Flüchtlingen umgehen. Den Politiker in Europa ist genau bewusst wie mit den Menschen dort umgegangen wird, jedoch wird nichts dagegen gemacht. Im Buch werden ebenso Gesetztexte sowie Informationen z.B zur Frontex genannt. Diese Hintergrundinformationen sind sehr wichtig und aufklärend. • Fazit: Ein unfassbar wichtiges Buch, das ich jeden empfehlen kann! Bewertung: 5/5 ⭐

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Ergreifend, fesselnd und ein Appell an uns alle

Von: Jennifer Sommer aus Wien

25.10.2020

In seinem Anfang 2020 erschienen Buch schildert Ziegler wortgewaltig und detailliert von seinen Eindrückte und Erlebnisse, die er während eines Besuchs auf der griechischen Insel Lesbos im Mai 2019 sammelte. Sein Metier in Richtung Reiseliteratur hat Jean Ziegler jedoch nicht gewechselt, auch wenn die Einleitung zunächst anderes vermuten lässt: „Bunte Fischerhäuschen. Palmen, die sich in der Meeresbrise wiegen. Blumen, so weit das Auge reicht. (…) Eine der spektakulärsten Attraktionen ist der riesige Wald aus versteinerten Mammutbäumen, der vor 20 Millionen Jahren durch eine Vulkanexplosion entstand. Mit einer Fläche von fast 1700 Quadratkilometern ist Lesbos die größte Insel in der Ägäis. Im Mai 2019 fand ich die überwältigende Schönheit der Insel unverändert wieder, genau so, wie sie mir während all der Jahre im Gedächtnis geblieben war.“ Bereits wenige Zeilen später werden die Leser/-innen aus der beschriebenen Ansichtskarten-Idylle gerissen und mit in die sogenannten „First reception facilities“ – besser bekannt unter dem Titel Hotspots – genommen: „Jeden Morgen inspizieren bewaffnete griechische Polizisten die Küste. Sie nehmen die Flüchtlinge fest, die sich mehr schlecht als recht zwischen den Felsen verstecken. Sie legen ihnen, gelegentlich auch den Kindern, Handschellen an. Dann schubsen sie sie in große blaue Busse und fahren sie nach Moria…“. Die Schilderungen zutiefst erschütternder Schicksale der dort untergebrachten Menschen und unwürdiger Umstände in diesen „Erstaufnahmeeinrichtungen“ machen dieses Buch zu einem Zeugnis – und wie könnte es bei Ziegler anders sein – zeitgleich zu einem unüberhörbaren Appell. Diese Rezension erschien, begleitet von einem Interview mit Jean Ziegler, in der Ausgabe 09-10/2020 der zweimonatlich erscheinenden Zeitschrift „Blickpunkte“. Hier schrieben nicht nur Redakteur*innen und Expert*innen über aktuelle Entwicklungen und allgemein relevante Themen zum Straf- und Maßnahmenvollzug, sondern auch Gefängnisinsass*innen können ihre Sicht auf Geschehnisse in der jeweiligen Justizanstalt darstellen. Diese Themen werden von den Untergebrachen und Häftlingen frei gewählt: https://www.blickpunkte.co

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Vita

Jean Ziegler, geboren 1934, lehrte Soziologie in Genf und an der Sorbonne, war bis 1999 Nationalrat im eidgenössischen Parlament und von 2000 bis 2008 UN-Sonderberichterstatter für das Recht auf Nahrung. Von 2009 bis 2019 war er Vizepräsident des Beratenden Ausschusses des UN-Menschenrechtsrats und ist heute immer noch als dessen Berater tätig. Zieglers Publikationen wie »Die Schweiz wäscht weißer« haben erbitterte Kontroversen ausgelöst. Zuletzt erschienen die Bestseller »Ändere die Welt!« (2015), »Der schmale Grat der Hoffnung« (2017) und »Was ist so schlimm am Kapitalismus?« (2019).

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