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Die Knochennadel

Peter Hogart ermittelt 3
Thriller

Die Knochennadel
Taschenbuch
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Eigentlich wollte der Wiener Privatdetektiv Peter Hogart nur einen Kurzurlaub in Paris verbringen. Doch dann verschwinden bei einer exklusiven Auktion in der Opéra Garnier plötzlich seine Freundin, die Kunsthistorikerin Elisabeth, sowie eine mittelalterliche Knochennadel – ein nahezu unbezahlbarer Kunstgegenstand. Wenig später werden zwei Antiquitätenhändler grausam ermordet, und für Hogart beginnt eine fieberhafte Jagd. Denn diese Morde sind nur der Anfang, und Hogart bleibt wenig Zeit, Elisabeths Leben zu retten und das Rätsel um die geheimnisvolle Knochennadel zu lösen …


ORIGINALAUSGABE
Taschenbuch, Klappenbroschur, 608 Seiten, 12,5 x 18,7 cm
ISBN: 978-3-442-49071-4
Erschienen am  14. September 2020
Lieferstatus: Dieser Titel ist lieferbar.

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Dieses Buch spielt in: Paris, Frankreich

Peter Hogart ermittelt

Rezensionen

Blutige und äusserst spannende Sightseeing-Tour durch Paris, wenn auch etwas zu konstruiert.

Von: Pink Anemone

14.06.2021

"Wohin er kam, gab es Tote. Eine Kälte umfasste sein Herz. Er dachte an Elisabeth und Tatjana. Beinahe bekam er keine Luft mehr. Dabei musste er ziemlich nah an der Wahrheit dran sein, schließlich kam er immer nur um wenige Minuten zu spät. 'Denk nach! Wie, verdammt nochmal, hängt das alles zusammen?'" (S. 161) Peter Hogart, freiberuflicher Versicherungsdetektiv, möchte sich mit seiner Lebensgefährtin Elisabeth und seiner neunzehnjährigen Nichte Tatjana, in Paris ein paar schöne freie Tage gönnen. Zuvor muss Elisabeth jedoch noch eine äußerst wichtige Auktion über die Bühne bringen. Während Hogart bei dem internationalen Versicherungsriesen 'Medeen & Lloyd' nicht mehr tätig ist, arbeitet Elisabeth noch als Gutachterin und Auktionatorin für diese Firma. Unter den Hammer kommt ein ganz besonders exklusives Stück, das als "Die Knochennadel" bekannt ist und aus dem 12. Jahrhundert stammt. Hogart, dessen detektivische Spürnase nie Urlaub macht, wundert sich zwar über die laschen Sicherheitsvorkehrungen, aber was geht ihn das an. Immerhin ist er im Urlaub. Das hat er sich zumindest gedacht, doch natürlich kommt es ganz anders. Nach der Auktion verschwindet nämlich nicht nur die Knochennadel, sondern mit ihr auch Elisabeth. Während Hogart und Tatjana, die übrigens in die Fußstapfen ihres Onkels schlüpfen möchte und über die gleiche sensible Spürnase wie ihr Onkel verfügt, sich um Elisabeth Sorgen machen, sind alle auf die Knochennadel fixiert. Schlimmer noch, alle scheinen der festen Überzeugung zu sein, dass sich Elisabeth mit diesem Kunstobjekt aus dem Staub gemacht hat. Nun muss Hogart nicht nur wieder für 'Medeen & Lloyd' die Knochennadel finden, sondern es tritt auch die Besitzerin diesbezüglich an ihn heran. Jedoch nicht auf die freundliche Art und Weise. Den einzigen Ansatzpunkt den er hat, sind die Antiquitätenhändler und Kunstsammler. Doch wie soll man ermitteln, wenn diese der Reihe nach ermordet werden? Das Gute daran ist, dass diese Spur die richtige zu sein scheint. Das Schlechte daran ist jedoch, dass alles auf Elisabeth als Täterin hinweist und er dadurch selbst ins Visier der Polizei und auch der Täter rückt. "Der Mann trug Hemd und Weste. Seine Kehle klaffte weit auf, bis zur Halsschlagader. An den äußeren Enden der Wunde steckten zwei scharfkantige Gegenstände, die aussahen wie die Tonscheiben einer Vase. Der Mann war tot - dazu brauchte er keinen ärztlichen Befund." (S. 160) Wie in allen Thrillern von Andreas Gruber ist man auch hier gleich mitten drin, statt nur dabei. Gruber ist dafür bekannt nicht lange zu fackeln und so hängt man von der ersten Seite an mit der Nase im Buch. Dabei verfolgt man zwei Handlungsstränge. Zum Einen begleitet man Peter Hogart, der sich auf die Suche nach Elisabeth und der Knochennadel macht. Der zweite Handlungsstrang führt 15 Jahre in die Vergangenheit und hier liest man aus der Sicht eines neunjährigen Mädchens, welches für den Tod der Eltern Rache schwört. Im Verlauf nähern sich diese beiden Handlungsstränge an, bis sie sich miteinander verweben und schlußendlich zur Lösung führen. Zwischendurch erhält man natürlich auch Einblicke in die Sicht der Opfer, kurz bevor sie das Zeitliche segnen. "Sie würde herausfinden, wer dieser Einbrecher war. Dann würde sie ihn aufspüren, eine Pistole nehmen und ihn erschießen und dabei nicht einmal mit der Wimper zucken. Obwohl sie erst neun war, erschreckte sie diese Vorstellung nicht einmal. Im Gegenteil. In diesem Augenblick wurde ihr Herz zu Eis." (S. 76) Von Anfang an ist Spannung geboten. Es kommt immer wieder zu überraschenden Wendungen und auch zu einigen blutigen Szenen. Auch der trockene Humor fehlt hier nicht, der vor allem am brummeligen und zynischen Hogart liegt, der selbst in brenzligen Situationen oft seine Klappe nicht halten kann und wohl auch nicht anders kann als sarkastisch zu sein. Dies ist übrigens nicht seine einzige schrullige Angewohnheit. Auch die anderen Figuren sind gut gezeichnet und weisen ebenso ihre ganz eigenen Eigenarten auf und sind für Überraschungen gut, egal ob Unsympathler, Antagonisten oder diejenigen, welche man von Anfang an ins Herz geschlossen hat. ">>Den Namen!<<, zischte sie. Bonnet zögerte kurz. 'Verdammt, der Name!' Im Moment konnte er keinen klaren Gedanken fassen. Im nächsten Augenblick zog die Frau Bonnets Gurgel über die rasiermesserscharfen Glaskanten." (S. 90) Der Schreibstil ist locker-flockig und das ist ebenso mit ein Grund, weshalb man durch diese spannende Story rast. Zudem hat Andreas Gruber auch einen wunderbar bildhaften Schreibstil, der Bilder im Kopf entstehen lässt, was nicht nur der Story selbst Leben einhaucht, sondern auch den Beschreibungen des Settings zugute kommt. Man erlebt neben der spannenden Story also auch so manche Pariser Sightseeing-Momente. "Aus einer Höhe von über hundert Metern hatten sie eine großartige Aussicht über die Stadt. Direkt vor ihnen lag der 'Parc du Champ de Mars', das Marsfeld mit den Kastanienbäumen und der beleuchteten Umrandung und auf der anderen Seite die Seine mit dem Trocadéro. Der dunkle Fluss zog sich mit seinen beleuchteten Uferstreifen wie ein geschwungenes Band durch Paris. Die Lichter spiegelten sich im Wasser." (S. 175) Während die meisten Bücher von Andreas Gruber von mir fünf Sterne erhalten oder für mich sogar ein Lesehighlight wurden, habe ich hier doch etwas zu bemängeln. So manches war für mich doch etwas zu konstruiert und unglaubwürdig. Das fing schon bei der französischen Polizei und deren Ermittlern an. Diese wirken nämlich alles andere als kompetent und scheinen zu blöd zu sein, um aus dem Bus zu winken. Dann waren, meiner Meinung nach, zu viele Personen in diesen Fall involviert. Normalerweise können es bei mir diesbezüglich nie zu viele Figuren sein, hier wirkte es jedoch zu überladen. Tja, und der darin vorkommende Inzest war meines Erachtens absolut too much und war selbst als "Schockmoment" einfach nur unpassend. Obwohl das der 3. Band der Peter Hogart-Reihe ist, kann man diesen auch sehr gut ohne Vorkenntnisse lesen. Aber Achtung - Suchtgefahr! Man wird sich die anderen Bände danach sowieso zulegen, also wieso nicht gleich chronologisch lesen? *g* Fazit: Trotz der oben genannten Mankos habe ich auch dieses Buch weginhaliert wie nix. Der Autor schafft es immer wieder, mich mit seinen Wendungen in die Falle zu locken und zu überraschen. Er schreckt auch nicht davor zurück sympathische Figuren über die Klinge springen zu lassen. Also Achtung! Für sensible Mägen und schwache Nerven sind Grubers Thriller nichts, denn es geht hier ordentlich und vor allem blutig zur Sache. Für mich ist es jedoch genau die richtige Mischung von blutig, spannend und Humor. © Pink Anemone

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Spannung bis zur letzten Seite

Von: Taya

08.03.2021

In Frankreich mit seiner Nichte und Freundin, um einfach ein paar Tage zu verbringen. Was kann es schöneres geben? Doch es wäre nicht Peter Hogart, wenn alles glatt laufen würde. Bevor sie nämlich den wohl verdienten gemeinsam - wohl gemerkt ersten gemeinsamen - Urlaub verbringen können, muss Elisabeth für die Versicherung noch eine Auktion leiten. Eine besondere Auktion. Denn die so genannte Knochennadel soll versteigert werden. Und das für nicht wenig Geld. Mehrer Millionen soll sie einbringen. Doch nach der Auktion ist alles anders. Peter Hogart und seine Nichte warten vergeblich auf Elisabeth, denn diese scheint samt der Knochennadel verschwunden zu sein und es gibt genug Leute, die wollen, das sie gefunden wird. Die Versicherung, die Verkäuferin, der Käufer. Und irgendwie rutscht Hogart mit in diese Suche rein. Natürlich immerhin geht es hier um seine Freundin. Schnell gerät er selber als Verdächtiger in den Mittelpunkt der Ermittlungen, weil er immer einen Schritt schneller ist, als die Polizei und sogar die hinterher eingesetzte Sonderabteilung. Und auch Elisabeth ist Hauptverdächtige, denn an den ganzen Tatorten werden ihre Fingerabdrücke gefunden. Was steckt dahinter? Und wem kann Peter Hogart aktuell noch trauen? Seiner Begleitung Chloe, die auch Tochter eines der Opfer ist? Den Leuten der Versicherung? Anderen? Oder ist er komplett auf sich allein gestellt? Andreas Gruber hat hier wieder einen guten Spannungsbogen aufgebaut, der den ersten beiden Bänden ähnlich ist. Man versucht mit zu raten, versucht zu verstehen, was dort gerade passiert, wer dahinter stecken könnte und wie das ganze wohl ausgehen wird. Spannend bis zur letzten Seite und einfach fesselnd. Von mir bekommt "Die Knochennadel" verdiente 4 Schmetterlinge.

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Vita

Andreas Gruber, 1968 in Wien geboren, lebt als freier Autor mit seiner Familie in Grillenberg in Niederösterreich. Mit seinen bereits mehrfach preisgekrönten Romanen steht er regelmäßig auf der Bestsellerliste.

www.agruber.com und auf Facebook: www.facebook.com/Gruberthriller

Zur Autor*innenseite

Events

08. Okt. 2021

Lesung mit Andreas Gruber im Rahmen von Mord am Hellweg

19:30 Uhr | Hamm | Lesungen
Andreas Gruber
Todesschmerz

26. Feb. 2022

Lesung mit Andreas Gruber auf Schloss Bückeburg

19:30 Uhr | Bückeburg | Lesungen
Andreas Gruber
Todesschmerz

09. Okt. 2022

Lesung mit Andreas Gruber im Rahmen von Mord am Hellweg

18:00 Uhr | Kamen | Lesungen
Andreas Gruber
Todesschmerz