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Die Braut

Thriller

Taschenbuch
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»Vier Frauen werden vermisst. Mein Mann weiß, wo sie sind.«

Als Mackenzie Walker und Matt Ayers heiraten, reagiert ihr Umfeld mit Unverständnis. Warum geht eine junge Frau die Ehe mit einem Mann ein, der angeklagt ist, mehrere Frauen entführt und festgehalten zu haben – und deshalb in der Todeszelle sitzt? Mackenzie wird öffentlich beleidigt und sogar bedroht, doch sie versucht unbeirrt, Matts Unschuld zu beweisen und damit sein Leben zu retten. Als ihr das nicht gelingt, beschließt sie, ihm bei der Flucht aus dem Hochsicherheitsgefängnis zu helfen. Denn für sie steht viel mehr auf dem Spiel als irgendjemand ahnt – und mit dem Tod von Matt Ayers wäre für Mackenzie alles verloren …

»Packend von der ersten bis zur letzten Seite.«

OK! (05. September 2018)

DEUTSCHE ERSTAUSGABE
Aus dem Niederländischen von Simone Schroth
Originaltitel: Samen
Originalverlag: De Bezige Bij/Cargo, Amsterdam 2016
Taschenbuch, Klappenbroschur, 416 Seiten, 11,8 x 18,7 cm
ISBN: 978-3-7341-0576-0
Erschienen am  16. July 2018
Lieferstatus: Dieser Titel ist lieferbar.

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Dieses Buch spielt in: Altmore, Vereinigte Staaten von Amerika

Rezensionen

Die Braut

Von: Minky

01.02.2021

Inhalt Mackenzie heiratet Matt Ayers, der in der Todeszelle einsitzt und dort nur noch auf das Datum der Vollstreckung seiner Strafe wartet. Die beiden kennen sich fast nur über Briefe und ein paar wenige persönliche Treffen. Trotzdem spürt Mackenzie eine besonders Bindung zu diesem Mann und lässt sich auf ihn ein. Matt beteuert schon seit Prozessbeginn seine Unschuld und kämpft zusammen mit seinem Anwalt und jetzt auch mit seiner Frau darum dies auch beweisen zu können. Doch entspricht das wirklich der Wahrheit? Ist er unschuldig? Oder hat er doch, wie man es ihm vorwirft, mehrere Frauen entführt, vergewaltigt und gefangen gehalten? Meinung Bei diesem Buch hat mich das Thema sehr gereizt, denn für mich war überhaupt nicht nachvollziehbar, warum eine Frau einen zum Tode verurteilten Gefangenen heiraten möchte, den sie persönlich überhaupt nicht kennt. Der zweite Punkt, warum ich das Buch unbedingt haben musste, war die Autorin, von der ich bereits das Buch "Anders" verschlungen hatte. Beim Lesen wurden meine Erwartungen auf jeden Fall nicht enttäuscht. Die Geschichte wird aus verschiedenen Perspektiven erzählt, was mir persönlich sehr gut gefällt und einen tollen Spannungsbogen erzeugt. Besonders überzeugt haben mich die überraschenden Wendungen im Buch, die keine Langweile auf den 411 Seiten aufkommen lassen. "Anders" hat mir trotzdem noch ein bisschen besser gefallen, auch wenn ich meine Kritik an "Die Braut" gar nicht in Worte fassen kann. Hier geht es wirklich nur um Nuancen. Das Cover finde ich nicht schlecht, aber auch etwas unspektakulär. Hier hätte man vielleicht noch ein bisschen mehr rausholen können. Fazit Alle Däumchen hoch für eine spannende Geschichte mit aufregenden Wendungen: 5 von 5 Sternen.

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Enttäuschte Erwartungen

Von: wortmagieblog

26.03.2019

Laut Amnesty International wurden in den USA seit der Wiedereinführung der Todesstrafe im Jahr 1976 1.465 Menschen hingerichtet. Am 01. Juli 2017 gab es 2.817 Todeszelleninsassen, darunter 53 Frauen. Die Todesstrafe in den USA ist ein Thema, das mich seit Jahren begleitet. Für mich sind staatlich sanktionierte Hinrichtungen nicht nur eine Frage von Richtig oder Falsch, obwohl ich mich als Gegnerin verstehe. Es ist ein komplexes moralisch-ethisches Dilemma, über das ich in Abständen immer wieder grübele. 2018 beschloss ich, mich der Thematik durch den Thriller „Die Braut“ von der niederländischen Autorin Anita Terpstra, den ich als Rezensionsexemplar von Random House erhielt, aus einer anderen Perspektive zu nähern. Ich wollte herausfinden, was Frauen bewegt, eine Beziehung mit einem Todeszelleninsassen einzugehen. Viele junge Mädchen malen sich ihre Hochzeit aus. Für einige wird ihr Traum eines Tages wahr. Für Mackenzie Walker nicht. Sie heiratet ihren Verlobten Matt Ayers in einem winzigen schmucklosen Raum. Gäste sind nicht gestattet. Vor den Fenstern befinden sich Gitter und nach der Zeremonie wird Matt zurück in eine Zelle geführt. Matt ist ein Gefängnisinsasse im Todestrakt. Niemand begreift, warum Mackenzie einen Mann ehelicht, dem vorgeworfen wird, mehrere junge Frauen entführt, gefangen gehalten und gefoltert zu haben. Ihr schlagen Unverständnis und purer Hass entgegen, sie erhält Drohungen. Aber Mackenzie lässt sich nicht einschüchtern und versucht, die Polizei davon zu überzeugen, in eine andere Richtung zu ermitteln. Als ihre Bemühungen fehlschlagen, trifft sie einen waghalsigen Entschluss: sie wird Matt aus dem Gefängnis holen. Ein Ausbruch ist ein riskantes Unternehmen. Noch riskanter wäre es jedoch, ihn in der Todeszelle auf seine Hinrichtung warten zu lassen. Denn für Mackenzie hängt alles davon ab, dass ihr Ehemann überlebt… „Die Braut“ war nicht die richtige Lektüre, um eine Antwort auf meine Frage zu finden, wieso sich einige Frauen auf Gefängnisinsassen im Allgemeinen und Todeskandidaten im Speziellen einlassen. Der offizielle Klappentext führte mich auf den Holzweg, denn dieser Thriller von Anita Terpstra handelt nicht von der psychologischen Motivation, einen Todeszelleninsassen zu heiraten. Meine Erwartungshaltung wurde fundamental enttäuscht. Der Inhalt basiert fast ausschließlich auf einer überraschenden Wendung am Ende des zweiten Drittels, die für mich viel zu spät kam, um noch irgendetwas zu retten. Terpstra bemühte sich, ihre Leser_innen an der Nase herumzuführen. Glückwunsch, es ist ihr gelungen. Leider verlor sie mich auf dem Weg dorthin. Die Protagonistin Mackenzie war nicht die Person, die ich zu treffen gehofft hatte. Vor der Wendung fand ich sie naiv und unreflektiert. Ich mochte sie nicht. Sie hinterfragt den Ursprung ihrer Entscheidung, den verurteilten Straftäter Matt Ayers zu heiraten, nicht ein einziges Mal. Ich verstand nicht, warum sie an Matts Schuld zweifelte. Weil er ihr sagte, er sei unschuldig? Bitte. In jedem Gefängnis der Welt sitzen hunderte „Unschuldige“. Auf einige trifft das sicher sogar zu, aber in Mackenzies Fall hatte ich eher das Gefühl, dass sie ihre persönlichen Unzulänglichkeiten auf Matt projiziert. Dennoch: ihr stures Festhalten an einer alternativen Theorie förderte Indizien zutage, die ich nicht ignorieren konnte. Sie überzeugte mich davon, dass einige Fakten nicht zusammenpassten. Terpstra hatte mich dazu verleitet, Mackenzie zu glauben und anzunehmen, ich wüsste, was vor sich geht. Das Problem war, dass ich diesen Handlungsabschnitt insgesamt einfach lahm fand. Die gut gemachte Wendung erwischte mich dann tatsächlich kalt und lenkte „Die Braut“ in eine deutlich interessantere Richtung. Theoretisch müsste ich mit dem Wissen, das ich nun nach der Lektüre über den inhaltlichen Verlauf besitze, die ersten beiden Drittel noch einmal lesen, um zu überprüfen, wie konsequent die Autorin vorgegangen ist. Aspekte, die mir besonders in Mackenzies Verhalten als Mängel aufgestoßen waren, wurden erklärt, relativiert und erhielten eine neue Perspektive. Doch der Schaden war bereits angerichtet. Nicht nur konnte ich mich nicht überreden, die Protagonistin doch noch in mein Herz zu schließen, der Beginn des letzten Drittels erstickte in mir auch jegliche Hoffnung auf einen substanziellen, psychologischen Thriller. Konzeptionell ist es ein pfiffiges Buch, das sich für mich flüssig las. Ich war erstaunt, wie schnell ich durch war. Der inhaltliche Themenschwerpunkt enttäuschte mich hingegen, was wohl der Grund dafür ist, dass ich die Geschichte selbst nicht sehr aufregend oder spannend fand. Ich wollte etwas lernen, ein kurioses, spezifisches Phänomen begreifen – ich habe das Buch nicht ausgesucht, weil ich mit Ermittlungsarbeit konfrontiert werden wollte, unabhängig davon, wie ungewöhnlich diese gestaltet war. „Die Braut“ konnte mich nicht mehr begeistern, weil es schlicht nicht das bot, was ich erwartet hatte. Mir ist bewusst, dass meine Wahrnehmung von „Die Braut“ entscheidend von meiner eigenen Erwartungshaltung geprägt war. Deshalb habe ich entschieden, in der Bewertung nicht allzu streng vorzugehen, denn ich sehe die Schuld für diese etwas missglückte Leseerfahrung bei mir selbst und bei der Person, die den offiziellen Klappentext verfasste. Anita Terpstra kann nichts dafür, dass ihr Roman mein Interessengebiet verfehlte. Ich möchte betonen, dass ich glaube, „Die Braut“ hätte auf mich völlig anders gewirkt, hätte ich nicht bereits im Vorfeld zu wissen geglaubt, wovon dieser Thriller handelt. Statt eine Empfehlung auszusprechen oder euch davon abzuraten, das Buch zu lesen, möchte ich daher eine Warnung formulieren: „Die Braut“ ist ein ausgefallener Ermittlungsthriller. Es geht darin nicht um die psychologischen Faktoren, die Frauen motivieren, Häftlinge zu heiraten. Hoffentlich kann euch dieser Hinweis eine ähnliche Enttäuschung ersparen. Vielen Dank an das Bloggerportal von Random House und den Verlag blanvalet für die Bereitstellung dieses Rezensionsexemplars im Austausch für eine ehrliche Rezension!

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Vita

Anita Terpstra

Die niederländische Schriftstellerin Anita Terpstra, geboren 1975, studierte Journalismus und Kunstgeschichte und arbeitete danach als freie Journalistin für einige Zeitschriften. Nach »Anders« und »Die Braut« ist »Unsere dunkle Seite« ihr dritter Roman bei Blanvalet.

Zur Autor*innenseite

Events

29. Okt. 2021

Ladies Crime Night im Rahmen des Festivals Mord am Hellweg

19:30 Uhr | Erwitte | Lesungen
Anita Terpstra
Unsere dunkle Seite

Pressestimmen

»Ein Thriller, der den Leser erschaudern lässt …«

Neue Rundschau (26. September 2018)

»Auch ohne viel Blutvergießen ein spannender Krimi. Wer ist der Gute, wer der Böse? Ein absoluter Pageturner.«

Mainhatten Kurier (21. August 2018)

»Die Geschichte ist ungewöhnlich und hochspannend bis zum Schluss.«

PORTA MAGAZIN (27. August 2018)

»Terpstra beweist abermals, dass sie auch ohne viel Blutvergießen und rasante Action spannende Unterhaltung bieten kann.«

Krimi-Couch Online (12. November 2018)

Weitere Bücher der Autorin